Art.-Nr.: 210.105.000
DVD , 13,5x18,0 cm , Spieldauer: 1 Std. , FSK: ab 6 Jahre , 6. Auflage , Januar 2010
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Rezension
USA, 1952: "Ein Zug nach Manhattan" erzählt die Geschichte jüdischen Kantors Sternberger, der seinen Glauben an Gott verliert. Sein Freund Rosen und der Rabbi setzen ihn daraufhin in den Zug nach Manhattan. Dort soll er den berühmten Rabbi Markus um Hilfe bitten. Doch Sternberger kommt nie dort an. Stattdessen landet er zweimal im verkehrten Zug und erlebt am Ende ein Wunder.
Wenn man den einleitenden Worten Rühmanns, der sehr authentisch und liebevoll den Sternberger spielt, Glauben schenkt, handelt es sich um eine wahre Begebenheit, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg in New York passiert ist.
Wenn man sich auf die deutschen Schauspieler vor amerikanischer Kulisse einlässt und sich an den 80-ziger Jahre-Fernsehfilm-Stil gewöhnt hat, dann kann "Ein Zug nach Manhattan" sehr tief berühren. Ein Film, der alle, die an dieser Welt, dem Leid und dem Schweigen Gottes verzweifeln, zutiefst trösten und einen kleinen Hoffnungsfunken schenken kann.
Mich hat der Film sehr gefesselt. Zum einen, weil Rühmann seine Rolle zu spielen versteht, zum anderen, weil die Message des Filmes so tief Mut macht, auf Gott zu vertrauen und Ihn trotz allem Gott sein zu lassen.
Ich empfand allerdings auch eine gewisse Spannung. Die Rolle des Juden gespielt von einem deutschen Schauspieler, der während des zweiten Weltkrieges in Deutschland gelebt und gearbeitet hat und, soweit ich weiß, zu dieser Zeit alles andere als ein Freund der Juden gewesen ist.
Mich hätte sehr interessiert, wie Herr Rühmann dazu Stellung genommen hat. Vielleicht ist aber so ein Film auch eine Art Stellungnahme? Eine sensible Sache jedenfalls und ein "dennoch" empfehlenswerter Film.
Nina Dulleck
Rezensionen aus den Redaktionen
Kantor Leon kann nicht mehr an Gott glauben. Und das gerade an Rosch-ha Schana, dem jüdische Neujahrsfest. Gerade da braucht die jüdische Gemeinde doch ihren Kantor! Also soll Leon nach Manhattan fahren, um den weisen Rabbi Markus um Rat zu fragen. Rabbi Markus, so viel kann man voraus nehmen, trifft...
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