Der Leutnant und das Mädchen (Buch - Gebunden)

5 Sterne

Leutnant Colin Mabry ist Soldat in der britischen Armee. Als er verwundet war, rettete ihm die Französin Jewel das Leben. Als ihn eine mysteriöse Nachricht von ihr erreicht, will er zu ihr reisen - braucht sie seine Hilfe?

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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

1918. Lieutenant Colin Mabry ist Soldat in der britischen Armee. Als er verwundet war, rettete ihm die Französin Jewel das Leben. Als ihn eine mysteriöse Nachricht von ihr erreicht, will er zu ihr reisen - braucht sie seine Hilfe? Doch in Frankreich trifft er nur ihre Halbschwester Johanna, die davon überzeugt ist, dass Jewel in Schwierigkeiten steckt. Colin ist skeptisch: Sagt Johanna die Wahrheit? Kann er ihr trauen? Die gemeinsame Suche nach Jewel bringt die beiden selbst in große Gefahr.

 

Zusatzinformationen
  • ISBN: 9783775159760
  • Auflage: 18.05.2020
  • Seitenzahl: 400 S.
  • Maße: 13,5 x 21,5 x 3,3 cm
  • Gewicht: 620g
  • Preisbindung: Ja
  • Sachgebiet: Erzählungen/Romane

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Leseprobe

Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    Geschichtlich spannender Spionagethriller mit romantischem Touch

    von
    Dieses Buch ist die Quasi-Fortsetzung von „Eine Feder für den Lord“ - die knüpft an dessen Charakteren an.
    Mittelpunkt dieses historischen Romans sind Leutnant Colin und Johanna, die sich in Paris kennenlernen - wieso und warum, findet der Leser schnell heraus und befindet sich plötzlich mitten in einem spannenden Spionagethriller. Dieser Roman gibt tiefe Einblicke in die Geschehen des Ersten Weltkrieges in England und Frankreich, teilweise war es mir fast schon zu krass viel Krieg, aber die Geschichte drumherum hat mich sehr gefesselt.

    Die Autorin spinnt wie schon in „Eine Feder für den Lord“ eine gefühlvolle und wortstarke Romanze, die voller Überraschungen und inhaltlichen Wendungen steckt.

    Mich hat dieses Buch echt gefesselt und begeistert.

    Wer also historische Romane mit viel Bezug zu Gesellschaft und Zeitgeschichte mag, die noch dazu romantisch unterlegt sind, dem wir dieses Buch von Kate Breslin gefallen.
  • 4/5 Sterne

    Von Brieftauben und anderen Spionen

    von
    Colin Mabry ist erst 21, doch nach allem, was er im Krieg erlebt hat, ist sein Alltag für ihn eine Qual. Verwundet und später tagelang verschüttet, hat er nur noch eine Hand. Dazu quälen ihn Schuldgefühle und Alpträume.

    Als Kriegsverletzter kann er zwar nicht mehr kämpfen, aber er dient dem Militär, indem er verschlüsselte Botschaften dechiffriert. Unter den vielen Mitteilungen befindet sich eines Tages eine persönliche Nachricht für ihn. J.R. erinnert ihn an sein Liebesversprechen und bittet um Hilfe.

    Seiner Meinung nach kann das nur Jewel sein, die französische Frau, die ihn, den verletzten Soldaten, aufopfernd gepflegt hatte. So gefährlich es ist, er reist von England nach Paris, um die Frau zu treffen. Doch am Treffpunkt steht er nicht Jewel gegenüber, sondern Johanna, die behauptet Jewels Halbschwester zu sein. Sie bittet Colin um Hilfe bei der Suche nach Jewel und dem gemeinsamen Vater.

    Nach anfänglichem Zögern stimmt Colin zu. Gemeinsam erleben Johanna und Colin eine abenteuerliche Reise durch Frankreich und Spanien. Sie treffen auf Spione und Soldaten, und sind sich oft nicht sicher, wer Freund und wer Feind ist. Dabei wächst ihre Zuneigung zueinander, doch Colin hat Jewel ein Liebesversprechen gemacht, das er auf keinen Fall brechen will.

    Vor allem die beiden Hauptcharaktere dieses Buchs sind sehr sympathisch, allerdings bergen ihre Charakterzüge wenig Überraschungen. Sowohl Colin, als auch Jewel, müssen lernen mit den Wunden ihrer Vergangenheit zurechtzukommen. Neben diesem Thema, erfahren Leser auch einiges über Spionage im ersten Weltkrieg. Besonders interessant sind die Informationen über den Einsatz von Brieftauben, die auf historische Tatsachen beruhen.

    Zum Ende hin wird die Spionagegeschichte besonders spannend. Es ist nicht klar, wem Colin und Jewel vertrauen können. Nach einer sehr aufregenden Episode dauert es allerdings noch eine ganze Weile, bis die Auflösung der Geschichte kommt. Vermutlich wäre es besser, wenn diese Komplikation vor der spannendsten Stelle auftreten würden. Nach den aufregenden Ereignissen fällt es schwer bis zum Ende der Geschichte auszuhalten, vor allem weil keine große Überraschungen mehr kommen.

    Der christliche Glaube spielt in dieser Geschichte eine tragende Rolle. Obwohl Colin Schweres erlebt hat, weiß er, dass Gott immer bei ihm ist und für ihn sorgt. Für Johanna war Religion bisher nur etwas Negatives, aber sie hört gespannt zu, als Colin ihr von einem liebenden Gott erzählt.

    Fazit: Eine spannende christliche Liebesgeschichte. Vor dem Hintergrund einer Spionagegeschichte, erfahren Leser wie verwundete Menschen durch den Glauben Heilung erfahren. Empfehlenswert!
  • 5/5 Sterne

    Spionage, Brieftauben und der 1. Weltkrieg

    von
    „Der Leutnant und das Mädchen“ ist ein spannender Spionage-Liebesroman, der hauptsächlich in Frankreich während des 1. Weltkrieges spielt. Sehr spannend und interessant – und für mich bis zu diesem Roman überhaupt nicht bekannt – ist der Einsatz von Brieftauben. Welche Rolle diese hatten, überhaupt die ganzen Hintergründe dazu, haben mich sehr ans Buch gefesselt.

    Natürlich entspinnt sich nebenbei eine Liebesgeschichte, aber die Voraussetzungen sind denkbar ungünstig. Die Entwicklungen der Romanhandlung enthalten jedoch lange Zeit viele unerwartete Wendungen. Wie es sich für einen Spionagefall gehört, weiß man nie, wem man vertrauen kann. Und so geht es auch dem Briten Colin, Agent des MI 6, und der Irin Johanna. Johanna ist auf der Suche nach ihrer Halbschwester Jewel, von deren Existenz sie bis vor kurzem nichts wusste. Und Colin hat natürlich auch ein Interesse daran, seine Verlobte wieder zu finden.

    Während ihrer gemeinsamen Suche bleibt nicht aus, dass sie sich mit den Wunden und Traumata ihrer Vergangenheit auseinandersetzen müssen. Hier gibt u. a. die Handprothese Colins viel Stoff, der die Handlung noch viel interessanter macht. Wie ist es dazu gekommen? Und wie lebte es sich zur damaligen Zeit damit, wie entwickelt waren die Prothesen? Colin kann Johanna durch seinen Glauben helfen, Vergangenes zu bewältigen, vor allem aber, sich im Gebet an Gott zu wenden.

    Die Perspektiven wechseln zwischen Johanna und Colin ab, wodurch man auch noch mal mehr Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhält (jedoch nicht in der Ich-Form). Beide Romanfiguren empfand ich als sehr gut ausgearbeitet. Die Nebenfiguren bleiben – durch das Spionagethema und mehrere Standortwechsel – eher nebulös und geheimnisvoll.

    Beim Lesen fiel mir auf, dass es sich bei „Der Leutnant und das Mädchen“ um eine lose Fortsetzung von „Eine Feder für den Lord“ handeln muss – die Protagonisten dieses Romans werden am Rande erwähnt. Man kann beide Bücher aber gut losgelöst voneinander lesen.

    Mit seiner flüssigen Erzählweise und den abwechslungsreichen, abenteuerlichen Wendungen habe ich mich wunderbar unterhalten gefühlt und konnte den tollen Schmöker flott durchlesen. Wirklich empfehlenswert!
  • 4/5 Sterne

    Auf der Suche nach Jewel Reyer

    von
    Worum geht's?

    1918. Leutnant Colin Mabry hat als Soldat in der britischen Armee eine Hand und mit ihr einiges an Selbstbewusstsein verloren. Als ihn eine Nachricht aus Frankreich erreicht, die von Jewel zu sein scheint – der Frau, die er dort zurücklassen musste, nachdem sie ihn gerettet hatte –, zögert er nicht. Er wird sein Versprechen halten und zu ihr reisen. Doch es kommt anders als erwartet: In Paris erwartet ihn nicht Jewel, sondern Johanna Reyer, die ihre verschwundene Halbschwester um jeden Preis finden will. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche. Aber können sie einander überhaupt trauen?

    Wie es mir gefallen hat:

    Wider Erwarten hat es ein wenig gedauert, bis ich mit dem Buch warm geworden bin. Sowohl das Geheimnis um Jewel und die Suche nach ihr als auch das Brieftaubenthema und Colin und Jo als Hauptcharaktere haben mir von Anfang an gut gefallen, doch es kam mir so vor, als würde ich das Geschehen und die Chemie zwischen den Figuren aus der Distanz erleben. Etwa bei der Hälfte war ich dann aber drin und konnte mich von einigen unerwarteten Wendungen überraschen lassen.

    Besonders die Dialoge, vor allem zwischen Colin und Jo, die geistlichen Botschaften und die inneren Konflikte der Charaktere sind sehr gut umgesetzt. Zudem gibt es ein Wiedersehen mit einigen Figuren aus „Eine Feder für den Lord" (Vorkenntnisse sind allerdings nicht notwendig, das Buch kann auch für sich gelesen werden).
    Lediglich die Handlungsschleife am Ende hat mich nicht ganz überzeugt, zumal man bereits wusste, wie es ausgehen würde, und die Verzögerung meines Erachtens nicht nötig, wenn auch für den historischen Kontext wahrscheinlich glaubhaft ist.

    Insgesamt hat Kate Breslin hier wieder einen wunderbaren und gut recherchierten Roman geschrieben, der für mich nicht ganz an seinen Vorgänger herankommt, aber doch absolut lesenswert ist.

    (Für wen) Lohnt es sich?

    Bei dem Buch kommen alle auf ihre Kosten, die historische Romane mögen, in denen nebenbei Wissen vermittelt wird, während Spannung und Romantik im Vordergrund stehen.

    In einem Satz:

    „Der Leutnant und das Mädchen" ist ein unterhaltsamer Spionageroman aus der Zeit des ersten Weltkriegs, der mit einem raffinierten Plot, verletzlichen Charakteren und schönen Schauplätzen in England, Frankreich und Spanien aufwartet.
  • 5/5 Sterne

    von
    Liebe, Glaube und Spionage im Ersten Weltkrieg – eine fesselnde Zeitreise
    Der Roman von Kate Breslin um Leutnant Colin Mabry fügt sich nahtlos an die erstaunliche Liebesgeschichte zwischen Colin's Zwillingsschwester Grace und seinem Vorgesetzten Jack Benningham, jetzt Lord Walenford, erzählt in dem Roman "Eine Feder für den Lord", an.
    Colin, dessen schicksalsträchtige Verletzung Mitte des Ersten Weltkriegs ebenfalls in dem Vorgängerroman geschildert wird, leidet noch immer an den traumatischen Erinnerungen an die Stunden, die er bis zu seiner Rettung verschüttet verbringen musste. Hinzu kommen körperliche Einschränkungen, die ebenfalls auf den kriegsbedingten Verlust eines Armes zurückzuführen sind. Ein Jahr ist inzwischen seit diesen Ereignissen vergangen und Colin hat sich mit seinem neuen Leben arrangiert, wobei er die oft neugierigen und mitleidigen Blicke seiner Mitmenschen nur schwer ertragen kann und ihnen, soweit es möglich ist, aus dem Weg geht. Beruflich im militärischen Innendienst beschäftigt, gehört das Dechiffrieren von Nachrichten zu seiner Hauptaufgabe. Großes Erstaunen seinerseits, als sich eine dieser Nachrichten plötzlich als eine persönliche Information an ihn selbst herausstellt. Und sich dabei letztendlich auch noch als der Hilferuf einer Französin, Jewel, die ihm vor einem guten Jahr das Leben gerettet und der er eine Rückkehr versprochen hatte, herausstellt. Sie bittet Colin auf diese ungewöhnliche Art um Hilfe. Colin benötigt keine große Bedenkzeit, macht sich auf den Weg nach Frankreich und ist maßlos erstaunt, dass er nicht von Jewel sondern von Johanna, Jewel's Schwester erwartet wird. Gemeinsam mit ihr macht er sich auf die Suche nach Jewel und dem als vermisst gemeldeten Vater. Ihre Suche führt sie bis nach Spanien, wobei sie dabei nicht unbeobachtet bleiben. Verschiedene Geheimdienste heften sich an ihre Spuren und für Colin und Johanna stellt sich die Frage, wem noch zu trauen ist. Eine gefährliche und abenteuerliche Reise, die trotz aller Gefahren aber auch zur psychischen Heilung Colin's beiträgt.
    Der Roman ist eine spannende Zeitreise mitten hinein in die Kriegswirren des Ersten Weltkrieges mit verblüffenden Einblicken in das geheimdienstliche Geschehen der damaligen Zeit. Aber auch den handelnden Personen, allen voran Colin und Johanna, wurde mit außerordentlichem Geschick Leben eingehaucht. Dabei hat mich vom ersten Moment an die Figur Colin's besonders berührt. Seine Schwierigkeiten, den Alltag einhändig zu meistern und seine Verzweiflung über so manches Problem dabei, vor allem aber seine Verletzlichkeit, wenn andere Menschen seinen fehlenden Arm registrieren – ergreifend zu lesen. Überhaupt: eine sehr eingängige, flüssige, verständliche und nachvollziehbare Schreibweise, mit der die Autorin diese Geschichte schildert. Bereits auf den ersten Seiten stellt sich das Gefühl ein, sich mitten im Geschehen zu befinden. Der Krieg und seine Auswirkungen, aber auch die Suche von Colin und Johanna und die teilweise lebensbedrohende Verfolgung gleich durch mehrere Geheimdienste wird so lebensecht, vor allem aber spannend und fesselnd dargestellt, dass man schneller bei den letzten Seiten des Romans ankommt, als man denkt.
    Und, für mich ganz besonders wichtig: auch der Glaube spielt eine wichtige und tragende Rolle, und hat keinen geringen Einfluss auf Vergebung und Vertrauen.
  • 4/5 Sterne

    Leider keine Friedenstauben

    von
    Eine Menge Tauben schwirren in diesem Roman durch den Westen Europas. Leider sind es keine Friedenstauben, sondern vielmehr das Gegenteil: es sind kleine Krieger im Dienste der Alliierten, die Nachrichten der Briten zu den Franzosen und umkehrt befördern.

    Wir befinden uns nämlich im Ersten Weltkrieg und zwar gefühlt mittendrin, auch wenn dieser eigentlich schon fast zu Ende ist. Denn wir schreiben das Jahr 1918 und den jungen britischen Leutnant Colin Mabry, ein Kriegsopfer - er hat seine Hand im Kampf eingebüßt - erreichte eine zunächst vermessen wirkende Bitte. Die junge Johanna bittet ihn um Unterstützung bei der Suche ihrer Schwester Jewel - Colins großer Liebe - die offenbar von einem Deutschen verschleppt wurde und zwar in Frankreich. Rasch stellt sich heraus, dass einiges anders ist als es scheint und der Leser begibt sich mit dem Duo auf eine Odyssee durch den Westen Europas, bei der Brieftauben eine nicht unwesentliche Rolle spielen.

    Ein spannender und ungewöhnlicher Roman, in dem Gottes Kraft gewürdigt wird, aber leider nicht die Emanzipation der Frau. Im Gegenteil, wenn man genauer hinschaut (-liest), ist es gewissermaßen ein Loblied auf das Heimchen am Herd, das seinem Mann den Rücken freihält.

    Was mir den Roman ein kleines bisschen madig machte - aber nicht zu sehr, dafür war er einfach zu ungewöhnlich!
  • 5/5 Sterne

    von
    „...Colin presste die Lippen zusammen, als er an die nächsten Stunden dachte. Jetzt würde er den ganzen Tag damit zubringen, verschlüsselte Nachrichten von der Front zu decodieren...“
    Leutnant Colin Mabry ist während des Krieges in Frankreich verschüttet und schwer verletzt worden. Dabei hat er eine Hand verloren. Er hat es Lord Walenford, seinem zukünftigen Schwager, zu verdanken, dass er überlebt hat und in Hastings eine neue Aufgabe bei der Armee gefunden hat. Doch sein Kampf mit sich selbst ist noch nicht zu Ende.
    „...Er sah auf die leblose behandschuhte Hand hinunter. Ungeachtet all seiner Gebete hatte ein Jahr des Kampfs ihn gelehrt, dass der Friede lediglich ein naives Ideal war, eine unhaltbare optimistische Vorstellung, die den Leidenden Trost bot...“
    Dann aber codiert er einen Text, der ganz persönlich an ihn gerichtet war. Es wird ein Treffen in Paris angeboten. Unterschrieben ist mit J. R. Sollte Jewel Reyer noch leben? Sie hat ihn in einer schweren Zeit unter die Arme gegriffen. Dafür hat er ihr versprochen, für sie dazu sein. Dann aber hat der Krieg sie getrennt.
    In Absprache mit seinen Vorgesetzten fliegt Colin nach Paris. Wir schreiben das Jahr 1918. Die Stadt liegt unter dem Beschuss der deutschen Armee.
    Die Autorin hat einen fesselnden und gut recherchierten historischen Roman geschrieben. Das Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen.
    Colin trifft nicht Jewel, sondern deren Halbschwester Johanna. Die sucht ihre Schwester und ihren Vater. Colin soll ihr helfen. Zu dem Zeitpunkt ahnen beide noch nicht, dass sie in ein Wespennest stechen und mit mehreren Geheimdiensten zu tun bekommen werden.
    Sehr gekonnt integriert die Autorin eine besondere Art der Nachrichtenübermittlung in das Geschehen. Ich erfahre, wie, wo und warum im Ersten Weltkrieg Brieftauben eingesetzt wurden. Johanna erklärt das so:
    „...Die Vögel werden in mobilen Taubenschlägen aufgezogen und kehren zu ihrem Lastwagen zurück, auch wenn er eine weite Strecke zurücklegt. Unsere Vögel […] fliegen häufig sogar hinter die Front...“
    Die gemeinsamen Erlebnisse schweißen Johanna und Colin zusammen. Johanna hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Die hat sie geprägt. Ihr Vater und ihre Schwester sind die einzige Familie, die sie noch hat. Colin will sein Versprechen gegenüber Jewel einlösen. Er fühlt sich schuldig, dass er sie einst zurückgelassen hat. Gekonnt werden ihm jedoch Steine in den Weg gelegt. Keiner scheint der zu sein, für den er sich ausgibt. Einem britischen Offizier sagt Colin auf den Kopf zu:
    „...Sie haben zugesehen, wie man mit uns gespielt hat. Johanna und ich waren die ganze Zeit nur Schachfiguren in einem ausgeklügelten Plan...“
    Es ist wie meist: Wenn es um Krieg oder Frieden geht, ist ein Menschenleben durchaus verzichtbar. Ihr Weg führt sie von Paris über Toulouse nach Spanien. Colin wächst an der Aufgabe. Er überwindet seine Angst vor der Dunkelheit, die auf eine Verschüttung zurück geht, und erkennt, was er trotz Behinderung zu leisten vermag. Gleichzeitig geht es um Vergebung und Neuanfang.
    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es verfügt über einen hohen Spannungsbogen, gut charakterisierte Protagonisten und gibt die Tiefe der Empfindungen wieder.
  • 5/5 Sterne

    Spannender Spionageroman mit christlichem Hintergrund, historisch hervorragend recherchiert.

    von
    Der neue Roman „Der Leutnant und das Mädchen“ von Kate Breslin führt den Leser/die Leserin nach England zur Zeit des ersten Weltkrieges.

    Leutnant Colin Mabry war aufgrund einer schweren Kriegsverletzung lange außer Gefecht gesetzt und ist nun für MI 8 in Hastings tätig. Hier erfährt er, dass seine damalige Lebensretterin Jewel sich in Frankreich in großer Gefahr befindet. In Paris begegnet er aber nicht Jewel, sondern ihrer jüngeren Schwester Johanna, die ihm mitteilt, dass sowohl Jewel als auch ihr Vater spurlos verschwunden sind. In den Kriegswirren beginnen Colin und Johanna mit der Suche nach den beiden. Doch schnell geraten sie in die Fänge der Geheimdienste der Alliierten, denn auch diese haben Interesse an Jewel und ihrem Vater. Die Suche wird lebensgefährlich. Werden sie Jewel finden und welches Geheimnis umgibt ihren Vater, dass die Geheimdienste ihn so dringend fassen möchten?

    Die Autorin Kate Breslin hat mit diesem Roman eine großartige Spionagegeschichte geschrieben. So gut, wie ich sie schon lange nicht mehr gelesen habe. Der Schreibstil der Autorin ist leicht zu lesen und absolut fesselnd, genauso wie die Handlung. Die Vermutungen, wer gut und wer böse ist, wechseln so schnell, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Die Charaktere der Protagonisten werden gelungen und realistisch aufgebaut. Auch die Settings sind gut und vorstellbar beschrieben. Besonders ansprechend empfinde ich auch die Details zur damaligen Mode, für einen Roman, der größtenteils in Paris spielt, eine liebevolle Zugabe. Historisch gesehen ist die Geschichte hervorragend recherchiert und gekonnt umgesetzt. Begeistert hat mich aber der christliche Hintergrund, viele biblische Gedanken fließen in die Geschichte ein und machen sie so zu einem herausragenden Werk. Eine nette Ergänzung sind die Fragen am Ende des Buches, um sich noch einmal Gedanken zur Geschichte zu machen. Sehr gerne empfehle ich diesen Roman weiter.
  • 5/5 Sterne

    Der Leutnant und das Mädchen

    von
    England im April 1918. Der nach einem Kriegseinsatz sowohl körperlich wie auch psychisch versehrte Leutnant Colin Mabry versieht seinen Dienst jetzt beim MI8. Seine Aufgabe ist es, Nachrichten zu dechiffrieren. Als eine an ihn persönlich gerichtete Botschaft auf seinem Tisch landet, gerät er in Aufruhr. Jewel Reyer, die ihm vor einem Jahr das Leben gerettet hat und der er versprochen hat, zu ihr zurückzukehren, bittet ihn, schnellstens nach Paris zu kommen. Colin macht sich unverzüglich auf den Weg, trifft in Paris aber nicht auf Jewel, sondern auf deren jüngere Halbschwester Johanna…

    Johanna ist nach dem Tod ihrer Mutter auf der Suche nach ihrem als vermisst geltenden Vater. Ein im Haus ihres Vaters gefundenes Tagebuch offenbarte Johanna nicht nur die überraschende Neuigkeit, dass sie eine Schwester hat, sie hat daraus auch Kenntnis von Colins Versprechen und weiß, dass Jewel sich in großen Schwierigkeiten befindet. Da Johanna sich von ihrer Schwester weitere Hinweise auf den Verbleib ihres Vaters erhofft, bittet sie Colin um Unterstützung bei der Suche nach Jewel...

    Eine abenteuerliche Reise von Paris über Toulouse und Portbou nach Barcelona beginnt und hält Johanna und Colin mächtig in Atem, denn überall wimmelt es von Spionen, die unbedingt ein geheimnisvolles schwarzes Buch in die Finger bekommen wollen…

    Kate Breslin hat einen fesselnden Schreibstil und versteht es ganz ausgezeichnet, den Leser in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Schon nach wenigen Seiten ist man mittendrin im rasanten Geschehen, wird von den Höhen und Tiefen, die Johanna und Colin während ihrer abenteuerlichen Suche nach Jewel bestehen müssen, mitgerissen und fiebert durchweg mit den beiden mit.

    Es gelingt der Autorin ausgesprochen gut, dem Leser die Gedanken und Gefühle ihrer Protagonisten zu vermitteln. Besonders die Emotionen von Colin, der im Krieg seinen linken Unterarm verloren hat, von Albträumen gequält wird und unter den Auswirkungen eines Granatenschocks leidet, werden mitreißend dargestellt. Nicht nur die eigentliche Behinderung macht Colin zuschaffen, es sind vor allen Dingen die neugierigen und mitleidigen Blicke seiner Mitmenschen, die den Alltag für ihn zu einer Tortur werden lassen. Erst die quirlige Johanna - die, wie Colin im Verlauf der Handlung feststellt, viel liebenswerter ist, als anfangs gedacht – hilft ihm, sein Trauma zu verarbeiten.

    Gut gefallen haben mir auch die Einblicke in die Spionagetätigkeiten der damaligen Zeit. Die Nachrichtenübermittlung per Brieftauben wird umfassend geschildert und auch die Kunst der Steganografie wird erklärt.

    „Der Leutnant und das Mädchen“ hat mir sehr gut gefallen – die gelungene Mischung aus Historie, Abenteuer und Liebesgeschichte hat mir ein paar sehr kurzweilige Lesestunden beschert.


  • 5/5 Sterne

    von
    Ich habe schon lange nicht mehr so eine schöne Liebesgeschichte gelesen. Wer gerne Liebesgeschichten im Krieg liest ist hier genau richtig. Ich habe das Buch verschlungen.
    Super, Dankeschön für das schöne Buch.
  • 5/5 Sterne

    Mein absolutes Lesehighlight 2020 - ein berührender, spannender, hervorragender Roman!

    von
    Buchinhalt:
    England, 1918: der Erste Weltkrieg tobt und hat Europa fest im Griff. Leutnant Colin Mabry erhält eine kryptische Nachricht seiner Lebensretterin Jewel Reyer, die er heiraten will. Doch statt Jewel erscheint ihre jüngere Schwester am Treffpunkt. Johanna Reyer sucht ihre Schwester – und ihren Vater, den sie erst einmal in ihrem Leben gesehen hat. Doch kann Colin der jungen Frau trauen – in einer Zeit, in der Spionage und Angst das Leben der Menschen bestimmt? Auf der gefährlichen Suche kommen sich Colin und Johanna immer näher. Beide tragen schwer an der Last der Vergangenheit. Wird es eine gemeinsame Zukunft für die beiden geben?

    Persönlicher Eindruck:
    Mein absolutes Buchhighlight des Jahres! Ein fantastischer Roman aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, atmosphärisch dicht und mit packender Spannung – und einem Protagonisten, der mein Herz berührt hat.
    Pflicht und Liebe… manchmal passen sie nicht zusammen... Oder brauchen ihre Zeit, um doch zusammen zu finden. Der Große Krieg hält Europa in eisiger Umklammerung. Bombenangriffe, Lebensgefahr, Hunger und Verzweiflung bedrohen das Leben der Menschen. Mittendrin der britische Leutnant Colin Mabry. Bei einem Gefecht hat Colin seinen linken Unterarm verloren und hadert seitdem mit seinem Leben. Die Prothese und sein Armstumpf lasten schwer auf seinem Selbstwertgefühl, er schämt sich seiner Verwundung und versteckt seinen Arm in der Öffentlichkeit, wo er nur kann.
    Im Zentrum seiner Gedanken steht jedoch das Versprechen, das er einst einer jungen Französin gab, die ihn lange zuvor in ihrem Kartoffelkeller vor den deutschen Truppen versteckt und gepflegt hat: Colin versprach Jewel, nach dem Krieg wiederzukommen und sie zu heiraten.
    Als eines Tages eine codierte Nachricht kommt, dass sich Jewel mit ihm treffen will, ist er hin und her gerissen – würde Jewel ihn noch immer lieben, trotz seiner Prothese? Doch statt Jewel kommt Johanna, ihre jüngere Schwester. Und schon werden die beiden hineinkatapultiert in einen Strudel aus kriminellen Machenschaften, Spionage, Verrat und Verschwörung auf der Suche nach der verschollenen Frau.
    Johanna ist eine starke Frau, die ebenso wie Colin ein Geheimnis mit sich herumträgt. Auch sie will ihre Schwester finden, verliebt sich jedoch Stück für Stück in den zurückhaltenden Soldaten Colin, den sie mit ihrer mitfühlenden Art langsam ins Leben zurückholt. Johanna stört seine Kriegsversehrtheit nicht, denn sie sieht sein Inneres. Das berührt Colin, doch es ist zunächst Jewel, die er sucht, so dass es eine ganze Weile dauert, bis Johanna eine Antwort auf die Fragen bekommt, die sie sich immer wieder stellt.
    Der geschichtliche Hintergrund ist hervorragend recherchiert, die Schauplätze detailgetreu und der Spannungsbogen einfach klasse. Die Mischung aus historischem Roman, Liebesgeschichte und Spionagethriller ist absolut gekonnt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
    Der christliche Bezug ist wunderbar dezent und unaufdringlich in die Geschichte eingewoben und gibt dem Leser viel Stoff zum Nachdenken. Die beiden Hauptfiguren hatten absolutes Identifikationspotential und die Liebe zwischen den beiden, die Zweifel von Colin und seine seelische Befreiung gingen mir beim Lesen wirklich nahe.

    „Der Leutnant und das Mädchen“ ist mein absolutes Buchhighlight 2020, das ich jedem wärmstens empfehlen kann. Volle Punktzahl in jeder Beziehung!
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