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Zehn Irrtümer über das Christsein

Die zehn Irrtümer und die Richtigstellungen sind eine Einladung und Herausforderung, sich mit zehn grundlegenden Themen zu beschäftigen. Gelegenheit dazu bietet Ulrich Parzany in seinem Buch "Christ. Glauben. Leben.".

1. Was ein Christ ist, kann man nicht so genau sagen.

Ganz genau kann man gar nicht sagen, was ein Christ ist und wie man es wird. Die meisten werden scheinbar als Christen geboren. Jedenfalls wurden sie nicht gefragt, sondern als kleine Kinder getauft. Die Hauptsache ist, dass man sich bemüht, anständig zu leben. Das tun natürlich Menschen anderer Religionen und Atheisten auch. Deshalb ist es auch nicht so wichtig, ob jemand Christ ist oder nicht, sondern dass er sich sozial und human verhält.

Irrtum!
 
Ein Christ ist ein Mensch, der sich zu Jesus Christus bekennt, weil er durch Jesus Gott kennen gelernt hat und mit Gott in Verbindung gekommen ist.  Jesus hat gesagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Johannesevangelium 14, 6) Es gibt nur einen Weg zu Gott, Jesus Christus. Aber es gibt viele Wege zu Jesus, kurze und lange. Irgendwann muss klar sein: Ich vertraue Jesus, ich erbitte und empfange Vergebung meiner Sünden, ich folge ihm, ich gehöre zu ihm. Das ist eine Umkehr um 180 Grad. Jesus ist der Herr meines Lebens

2. Beten ist ein Selbstgespräch

Ob Gott Gebet erhört, weiß man nicht. Aber es erleichtert die Seele, wenn man ab und zu betet. Darum scheinen ja auch solche Menschen gelegentlich zu beten, die gar nicht an Gott glauben. Es geht vor allem darum, dass man in der Hektik des Alltags zur Ruhe und zu sich selbst kommt. Am besten geht das in der Natur. Die verschiedenen Religionen bieten Rituale an. Jeder muss selber sehen, was ihm hilft und zu ihm passt.

Irrtum!

Gott hat sich in der Person Jesus Christus offenbart, so dass alle Menschen ihn kennen lernen können. Er hat uns geschaffen. Er spricht zu uns durch Jesus, durch die Bibel, durch den heiligen Geist. Wir dürfen ihm antworten. Gebet ist ein Gespräch mit dem lebendigen Gott. Jesus verbindet uns mit Gott. Durch die Vergebung der Sünden nimmt er alles weg, was uns von Gott trennt. Wenn wir das annehmen, dürfen wir voll Vertrauen zu Gott Vater sagen, ihn bitten, ihm danken und ihn loben. 

3. Die Bibel ist ein religiöses Buch wie alle anderen, in vielen Aussagen überholt

Die Bibel ist zwar Weltbestseller, aber sie wird wenig gelesen. Sie ist schwer verständlich. Hat nicht die moderne Wissenschaft festgestellt, dass die Bibel von Menschen geschrieben wurde, die an überholte Vorstellungen glaubten? Auch in den Kirchen gilt die Bibel weithin nicht mehr als Gottes Wort und als Maßstab für das Leben – vor allem, wenn es um die Schöpfung der Welt, die Kreuzigung und Auferstehung von Jesus und um einige der Gebote Gottes geht, die den Umgang mit Geld, Ehe und Ehebruch, außerehelichen Sex und homosexuelle Praxis betreffen.

Irrtum!

Die Bibel dokumentiert. dass Gott auf sehr verschiedene Art zu verschiedenen Menschen an verschiedenen Orten zu verschiedenen Zeiten sein ewig gültiges Wort geredet hat. Der auferstandene Jesus selbst öffnet uns durch den Geist Gottes den Zugang zur Bibel. Sie wird dadurch zur Kraftquelle und zum Maßstab für unser Leben.

4. Gott ja, Kirche nein.

Die einen finden Glauben an Gott irgendwie sinnvoll und sagen „Gott ja,  aber Kirche nein“. Mit dem Bodenpersonal Gottes und der Organisation Kirche können sie nichts anfangen. Glaube ist ein privates Gefühl, das niemanden etwas angeht.  Andere nutzen gern die sozialen Kontakte in einer Kirchengemeinde, legen sich aber im Blick auf den Glauben nicht fest.

Irrtum!

Wer Jesus vertraut und ihm nachfolgt, wird dadurch nicht nur mit Gott verbunden, sondern auch mit allen anderen, die an Jesus glauben. Auf diese Verbindung zu den anderen Christen sind wir so angewiesen, wie die Organe unseres Körpers auf die Verbindung mit den anderen Organen lebensnotwendig angewiesen sind. Es gibt kein Christsein ohne Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft kann in verschiedenen Kirchen und Gemeinden praktiziert werden. 

5. Für Mitarbeit keine Zeit

Religion ist eine Sache des Gefühls. Natürlich werden die sozialen Dienste der Kirche geschätzt. Das freiwillige, bürgerschaftliche Engagement ist allerdings auch ohne den christlichen Glauben möglich. Man kann ja nicht überall aktiv sein. Der Beruf fordert uns ganz. Die Freizeit hat auch ihr Recht. Für die Arbeit in der Kirche bezahlen wir Pfarrer, Pfarrerinnen und andere Mitarbeiter.

Irrtum!

Wer Jesus Christus nachfolgt, ist ein Körperteil am Leib des Jesus Christus, sagt die Bibel. Jedes Körperteil hat seine besondere Aufgabe, die für den ganzen Körper wichtig ist. Jeder Christ hat seine besonderen Begabungen. Die gilt es zu entdecken und zu fördern. Daraus ergibt sich, welche Dienste die Einzelnen tun können. Ein Körperteil, das seine Aufgabe nicht ausübt, behindert andere und wird selber verkümmern. 

6. Gott bejaht uns, wie wir sind

Der liebe Gott nimmt uns so, wie wir sind. Jeder hat natürlich seine Schwächen. Christen dürfen nicht prüde und engstirnig sein. Sie müssen mit der Zeit gehen. Parallelgesellschaften von Fundamentalisten – egal ob islamisch oder christlich – sind nicht gut für das Zusammenleben in einer offenen Gesellschaft. Vor allem sollten Christen darauf verzichten, andere zu missionieren. Das ist intolerant und fanatisch.

Irrtum!

Ja, Gott nimmt uns an, wie wir sind, aber er lässt uns nicht so. Mir müssen uns nicht erst ändern, um seiner Liebe würdig zu sein. Aber wenn wir Vergebung unserer Sünden geschenkt bekommen, beginnt Gott, uns nach seinen Vorstellungen zu verändern. Gottes Geist weckt in uns den Wunsch, den Willen Gottes besser kennen zu lernen und zu tun. Jesus hat seine Nachfolger beauftragt, mit allen Menschen in Wort und Tat zu teilen, was sie von ihm empfangen haben. 

7. Wenn Gott die Liebe und allmächtig ist, kann er doch all das Leid nicht zulassen

Angesichts der Katastrophen, des schreienden Unrechts und der brutalen Gewalt kann man nicht an einen liebenden und allmächtigen Gott glauben. Wie kann er das alles zulassen? Und wenn man an Gott glaubt, muss er doch dafür sorgen, dass man von schweren Schicksalsschlägen bewahrt bleibt.  

Irrtum!

Diese Welt ist nicht mehr so wie nach der Schöpfung, als Gott sagte: „Sehr gut!“ Sie ist durch und durch von der Rebellion des Menschen gegen Gott gekennzeichnet. Seitdem gibt es keine Welt ohne Leid. Jesus verbietet, im Leben der Einzelnen Leid als Strafe für Schuld zu erklären. (Johannesevangelium 9, 1 – 5)  Er setzt uns als seine Mitarbeiter zur Hilfe in Not und gegen Unrecht und Gewalt ein. Er gibt Kraft und Zuversicht im Leid. Wer Jesus nachfolgt, bekommt den Widerstand einer gottlosen Umwelt zu spüren. Das ist normal. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

8. Man wird ja depressiv, wenn man dauernd an’s Sterben denkt

Natürlich müssen wir uns damit abfinden, dass wir alle einmal sterben. Wenn wir uns  gesund ernähren und für viel Bewegung sorgen, können wir bis ins hohe Alter fit bleiben. Hat man nicht ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, wie man ein Recht auf selbstbestimmtes Leben hat? Die Medizin kann zum Glück heute die Schmerzen weitgehend lindern und Krankheiten erträglicher machen. Man würde ja schwermütig, wenn man immer ans Sterben dächte.

Irrtum!

Die Bibel hilft uns, so zu Gott zu beten: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, damit wir klug werden.“ (Psalm 90, 12) Wenn wir nicht vom Ziel her leben, lernen wir nicht, Wichtiges und Unwichtiges zu unterscheiden. Weil Jesus vom Tod auferweckt wurde, ist er der geeignete Lehrer. Jesus ist stärker als der Tod. Wer ihm folgt, kann dem eigenen Tod ins Auge schauen. Er wird dadurch nicht schwermütig, sondern klug, zuversichtlich und lebenstüchtig.

9. Nur nicht mit der Hölle drohen!

Auf keinen Fall darf man den Menschen mit dem Gericht Gottes drohen. Die Vorstellung von einer Hölle und einer ewigen Verdammnis passt nicht zur Liebe Gottes. In jedem Fall muss die Liebe Gottes größer sein als alles Böse. Der Gott der Liebe könnte es nicht ertragen, wenn Menschen, die er liebt, in ewiger Verdammnis existieren müssten. Gericht Gottes bedeutet wohl, dass Gott zum Schluss alles und alle aufrichtet. Angst machen gilt nicht.

Irrtum!

Jesus ist die Liebe Gottes in Person. Und gerade darum hat er uns die Wahrheit gesagt, dass wir Gott im Gericht Antwort darüber geben müssen, was wir mit unserem Leben gemacht haben. Jesus hat auch gesagt, dass es eine ewige Verdammnis gibt. Er ruft uns auf den Weg des ewigen Lebens. Er selbst ist dieser Weg. (Matthäusevangelium 7, 13 – 14; Johannesevangelium 5, 24; 14, 6)) 

10. Nur nicht auf den Himmel vertrösten!

Was nach dem Tode kommt, weiß keiner so genau. Wir hoffen, dass es irgendwie schön wird. Vielleicht leben wir ja auch nur in der Erinnerung von lieben Menschen weiter. Oder unsere guten Taten wirken nach unserem Tod zum Wohl der Menschen weiter. Wichtiger aber ist, dass wir jetzt ein gutes Leben haben. Man sollte niemanden auf den Himmel vertrösten, sondern dafür sorgen, dass es möglichst allen hier auf Erden besser geht.

Irrtum!

Gott wird selbst alle Tränen abwischen. Er wird die Toten auferwecken, Gericht halten und den neuen Himmel und die neue Erde schaffen, in der Gerechtigkeit wohnt. Gott kommt mit seiner Welt zu seinem Ziel. Die entscheidende Wende hat er durch Jesus Christus vollbracht. Der gekreuzigte Jesus ist von Gott auferweckt worden und wird am Ende der Geschichte zur Vollendung der Welt wiederkommen. Wer Jesus vertraut, hat jetzt schon Anteil am ewigen Leben. Aber das Beste kommt, wenn Jesus den neuen Himmel und die neue Erde schafft. Mit dieser Hoffnung können wir zuversichtlich leben und getrost sterben.

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