Als der Himmel zerriss (Buch - Gebunden)

5 Sterne

Irland 1845: Der Konflikt zwischen Protestanten, Katholiken und Methodisten eskaliert. Die großen Ideen der Reformation scheinen vergessen in Zeiten des Krieges und des Hasses. Auch die Grundbesitzerin Emily gerät zwischen die Fronten, denn sie liebt einen Mann, den sie nicht lieben darf.

  • Artikel-Nr.: 395732000
  • Verlag: SCM Hänssler
18,95 €
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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Stephanie Rapps neuer historischer Roman im Zeichen der Reformation!
Irland 1845: Der Konflikt zwischen Protestanten, Katholiken und Methodisten eskaliert und das Land stöhnt unter der großen Hungersnot. Die großen Ideen der Reformation scheinen vergessen in Zeiten des Krieges und des Hasses. Auch die Grundbesitzerin Emily gerät zwischen die Fronten, denn sie liebt einen Mann, den sie nicht lieben darf.
Als Emily ihr Erbe verliert, muss sie Irland verlassen. In Van Diemen's Land (heute Tasmanien) kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur und entdeckt, dass Liebe alle Mauern überwinden kann, die die Menschen errichtet haben.
Die historische Liebesgeschichte zwischen Julie Klassen und Downton Abbey zeigt, was für Auswirkungen die Reformation auch noch Jahrhunderte später hatte.

 

Zusatzinformationen
  • Format: Buch - Gebunden
  • ISBN: 978-3-7751-5732-2
  • ISBN 10: 3775157328
  • Auflage: 1. Auflage, 22.09.2016
  • Seitenzahl: 480 S.
  • Maße: 14 x 21.5 x 3.1 cm
  • Gewicht: 663g
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Extras

Leseprobe
Hochauflösendes Cover
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Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    Sehr berührende Geschichte

    von
    Irland 1845;
    Um ihr gemeinsames Erbe - einen Landbesitz im irischen "Ashton Manor" - entgegen zu nehmen verlässt Emily Winston zusammen mit ihrem Vater England. Kaum in ihrer neuen Heimat angekommen ist das Land einer noch nie da gewesenen Hungersnot ausgesetzt und so ist es schon bald unmöglich, den geringsten Teil von den Pächtern einzutreiben.
    Zu allem Überfluss eskaliert nun auch noch der in Irland schon lange währende Konflikt zwischen Protestanten, Katholiken und Methodisten, obwohl das Land angesichts der unglaublichen humanitären Katastrophen einen inneren Zusammenhalt dringend nötig hätte. Emily kommt zu allem Unglück ungewollt zwischen die rivalisierenden Parteien und schließlich bricht auch noch die Kartoffelpest aus, die zur fast vollständigen Vernichtung der restlichen Nahrungsgrundlage der Menschen führt.
    Emily verliert schließlich ihren Grundbesitz und muss Irland verlassen. Sie wandert mit der Familie O'Neill nach Australien aus wo sie einst geboren wurde.
    Dort angekommen bekommt sie in Van Diemens Land, dem heutigen Tasmanien, eine Anstellung als Lehrerin. Emily weiß, dass sie in dieser Gegend geboren wurde und möchte ihre eigentliche Herkunft genauer ergründen. Wer war wohl ihre Mutter wirklich gewesen? Ihr Vater hat nie viel von ihr gesprochen. Während ihrer Nachforschungen kommt sie dem Geheimnis ihres Lebens auf die Spur. Was Emily entdeckt lässt sie staunen und als sie schließlich auch noch ihre irische Familie wiedertrifft gibt es weitere großartige Überraschungen.

    Stephanie Rapp hat die Fakten und Hintergründe um die historische Hungersnot, der "Irish potato famine" des Irland im 19. Jahrhundert präzise recherchiert und als hervorragendes Fundament für dieses sehr ansprechende und gehaltvolle Buch eingesetzt. Aus diesem historischen Rahmen heraus entwickelt die Autorin eine eindrucksvolle Sicht auf die soziale Kluft zwischen Arm und Reich und lässt den Leser auf beindruckende Weise die unvorstellbar brutale Einstellung der irischen Großgrundbesitzer, die sich nicht im Geringsten um die Lebensbedingungen ihrer Pächter gekümmert haben, erleben.

    Besonders hervorheben möchte ich, wie behutsam und gelungen die Autorin überlebenswichtige christliche Einstellungen wie Gottvertrauen, Liebe und Vergebung in die Geschichte eingewoben hat. Wesentliche Elemente unseres Glaubens, die in dieser schrecklichen Zeit das Überleben möglich machten können auch uns heute helfen das Leben und seine Herausforderungen zu meistern.
    Die Lektüre des Romans wird durch den flüssigen Stil, der lebendigen Sprache und den eindrucksvollen Bildern zu einem besonderen Genuß. Es gelang Stephanie Rapp mit ihrem Werk "Als der Himmel zerriss" einen im besten Sinne des Wortes authentischen, emotional mitreißenden und über die Thematik erschütternden Roman zu schreiben.
  • 5/5 Sterne

    Sehr spannende Story mit wahrem Hintergrund

    von
    Story
    Stephanie Rapp hat mit diesem Roman mein Herz sehr berührt. Ihre spannende und mitreißende Story beruht teilweise auf wahren Tatsachen, wie zum Beispiel die Kartoffelpest in Irland im 19. Jahrhundert und der daraus folgenden Hungersnot, die viele als Anlass genommen haben, um auszuwandern. Zudem gibt es eine spannende Liebesgeschichte, die durch die unterschiedlichen Glaubensrichtungen und eine riesige Kluft durch Arm und Reich, nicht sein darf.

    Man begleitet als Leser Emily, die mit ihrem Vater nach Irland zieht, der hat dort ein Landgut vererbt bekommen und ist als Gutsherr, der pünktlich seine Pacht eintreiben muss, bei Bevölkerung nicht gern gesehen. Je größer der Hunger und das Leid der Bevölkerung wächst, umso gefährlicher wird es für Emily und ihren Vater in Irland, denn eine Gruppe Aufständiger schürt den Hass und sie gehen dabei über Leichen.

    Die Autorin führt den Leser nicht nur nach Irland, sondern auch nach Australien. Ich würde das Buch aber auf keinen Fall mit den 08/15 Australien - Auswanderer Romanen vergleichen, dieses hier bewegt sich schon auf höherem Niveau.

    Wie bei allen Romanen aus dem SCM Hänssler Verlag, spielt auch hier der Glaube an Gott eine wichtige Rolle, ist aber sehr schön in die Geschichte verwoben.

    Schreibstil
    Das Buch lässt sich sehr leicht und flüssig lesen und ist durchweg spannend und sehr anschaulich geschrieben. Charaktere und Schauplätze sind sehr realistisch dargestellt, Kopfkino pur.
    Stephanie Rapp versteht es, den Leser mit ihren Worten zu fesseln.

    Charaktere
    Ich mochte Emily vom ersten Augenblick an. Sie ist so eine mutige junge Frau, Hut ab.
    Auch Brendan und seine Familie sind mir schnell ans Herz gewachsen. Die Liebesgeschichte zwischen Emily und Brendan, die eigentlich von Anfang an zum Scheitern verurteilt war, zieht den Leser sehr schnell in seinen Bann. Ich mochte die Entwicklung von Brendan, der sich letztendlich entscheiden muss, Kampf um Freiheit oder die Liebe.

    Mein Fazit
    "Als der Himmel zerriss" ist eins meiner Highlights am Bücherhimmel. Eine Spannende, teilweise auf Fakten beruhende Handlung und tolle und sehr authentische Charaktere, entführen den Leser in ein Jahrhundert voller Leid und Not. Trotzdem schafft es die Autorin, die Schauplätze sehr anschaulich rüberzubringen. Wer gerne spannende, historische (Auswanderer-)Romane liest, ist hier genau richtig.
    Ich vergebe volle fünf von fünf Leseratten /Sternen mit einem Plus dahinter und eine absolute Leseempfehlung.

    Die Autorin
    Stephanie Rapp Jahrgang 1973, war mehrere Jahre in der Leitung von "Studenten für Christus" in Freiburg tätig. Inzwischen arbeteitet sie als Lektorin und Autorin. Ihre Leidenschaft sind Geschichten voller Spannung und Information. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.
  • 4/5 Sterne

    Grenzen überwinden

    von
    „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“

    Irland 1845: Die junge Gutherrin Emily Winslow kommt gemeinsam mit ihrem Vater aus England nach Irland, um dort ihr Erbe in Besitz zu nehmen. Die Kleinbauern auf dem dortigen Land lassen Emily und ihren Vater schnell merken, dass sie auf Ashton Manor nicht willkommen ist. Ronald Tuppence, ein Mann aus wohlhabender Familie mit tadellosem Ruf, unterstützt sie als Verwalter. Doch nicht immer stimmt Emily mit seinen Entscheidungen überein. Auch mit Brendan, einem athletischen aber stolzen irischen Pächter, gerät sie aneinander. Als Emilys Vater ermordet wird, muss die feinfühlige Emily plötzlich auf eigenen Beinen stehen…

    Anfangs hatte ich einige Schwierigkeiten, in das Buch hineinzukommen. Die Personen, vor allem die verschiedenen Pächter und ihre Familie, wurden nicht direkt vorgestellt und einige Szenen fand ich ein wenig langatmig. Nach einiger Zeit, spätestens als es um den Konflikt zwischen den Katholiken und den Protestanten ging, wurde mein Interesse dann aber geweckt und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Der Streit zwischen den Konfessionen hätte meiner Meinung nach sogar ein bisschen ausführlicher beschrieben werden können.

    Emily als Charakter mochte ich sehr gerne. Sie ist ein nachdenklicher Mensch, der sich über die gesellschaftlichen Grenzen hinweg für die Mitmenschen interessiert und eine enge Beziehung zu Gott sucht. Brendan und Ronald sind sehr unterschiedlich und sorgen, oft auf Emilys Kosten, für Abwechslung. Wenn ich dachte, dass es im Buch nicht vorwärts geht, kam wieder eine neue Wendung, so dass in den 450 Seiten eine Menge Handlungen erzählt werden.

    Stephanie Rapp stützt sich auf historische Fakten wie z.B. die Diskriminierung der irischen Katholiken, die Armut in Irland durch die Kartoffelpest und die Auswanderung vieler Iren nach Australien. Dies erläutert sie in einem Nachwort noch einmal zusammenfassend für den Leser.

    Insgesamt ein schöner, historischer Roman, der sorgsam recherchiert ist und mit einer Liebesgeschichte für Unterhaltung und Abwechslung sorgt.

  • 5/5 Sterne

    Ein beeindruckendes Leseerlebnis

    von
    „Ich bete, dass sie später einmal mutig sein wird. Dass sie der feinen Gesellschaft sagen wird, um was es im Leben wirklich geht. Dass es keine Unterschiede zwischen den Menschen gibt.“

    Der ehemalige Lieutenant Charles Winslow verkauft sein Haus und seine Ländereien in England und wandert mit seiner Tochter Emily nach Irland aus. In der Nähe der Ortes Grenmore befindet sich das Anwesen Ashton Manor, das ihm als Erbe zugefallen ist und das nun ihr neues Zuhause sein wird. Die Ankunft der beiden vornehmen Engländer steht jedoch von Beginn an unter keinem guten Stern. Die Verunsicherung der irischen Pächter, deren bittere Armut und die nicht leistbaren Pachtforderungen ihrer Grundherren führten zur Bildung einer Bruderschaft, Rebellion und Aufstand sind vorprogrammiert. Um Asthon Manor zu leiten, die Interessen des neuen Eigentümers durchzusetzen und das Anwesen vor Übergriffen zu schützen, wird der Sohn einer wohlhabenden Familie aus Shropshire als Verwalter engagiert. Ronald Tuppence verwaltete bereits in England große Güter und sein tadelloser Ruf, sein gefälliges Äußeres sowie sein selbstbewusstes Auftreten beeindrucken Charles Winslow. Seine Tochter Emily ist jedoch anfangs skeptisch – Ronald verhält sich ein wenig zu perfekt, um echt zu sein, und es scheint ihr, als hätte er etwas zu verbergen.

    Stephanie Rapp ist es hervorragend gelungen, ihren Lesern das Geschehen in Irland um 1845 bildhaft vor Augen zu führen. Sie thematisiert die schwelenden Konflikte zwischen den irischen Pächtern und deren nicht-katholischen Grundherren, deren unermesslich hohe Pachtforderungen und die verachtenswerte Praxis der Vertreibung der Pächter aus ihren Häusern, wonach viele Familien sogar dazu gezwungen waren, in Erdlöchern zu hausen. Die Autorin beschreibt die große Kartoffelfäule, die den Menschen über Jahre hinweg das wichtigste Grundnahrungsmittel nahm und zu einem Massensterben und einer großen Auswanderungswelle führte. Durch ihre Protagonistin Emily und die liebenswerte Familie O’Neill führt sie ihren Lesern diese Szenarien bildhaft vor Augen. Dem christlichen Glauben wird ein hoher Stellenwert eingeräumt. Emily Winslow findet Trost und Zuversicht in ihrer Bibel, ihr Glaube wird im Verlauf der Handlung immer mehr gefestigt. Ein zentrales Thema dieses Buches ist jedoch auch der Konfessionsstreit und die damit verbundene Diskriminierung der Katholiken bzw. den Versuch, die katholische Kirche auszulöschen, was dazu führte, dass das Bestreben, das Schulwesen einzuführen, behindert wurde. Nicht zuletzt erfährt man in diesen Roman von den „Irish Palatines“ – den Irland-Pfälzern, die als deutsche Einwanderer und Methodisten einen schweren Stand in der irischen Landbevölkerung hatten.

    Diese gewichtigen Themen werden von Stephanie Rapp in einem sehr einnehmenden und interessanten Schreibstil erzählt, und dank der authentischen Darstellung ihrer handelnden Personen wird die Lektüre dieses Romans zu einem beeindruckenden Leseerlebnis. Durch Dialoge zwischen dem Protagonisten Brendan O’Neill und der englischen Grundbesitzerin Emily Winslow wird dem Leser die Möglichkeit geboten, regen Anteil am Leben der irischen Pächter zu nehmen. Durch die bereits im Klappentext erwähnte Liebe, die nicht sein darf, wird auf die strengen Etikette der feinen englischen Gesellschaft und den unüberwindlichen Standesunterschieden Bezug genommen. Die Autorin bringt in ihren Roman auch interessante und in ihrer Darstellung überzeugende Nebenfiguren in die Handlung ein, was diese ungemein bereichert und den geschilderten Ereignissen eine lebendige und realistische Note verleiht.

    Das beeindruckende Coverfoto dieser gebundenen Ausgabe zeigt die ganz in Weiß gekleidete junge Engländerin aus gutem Hause, mit rätselhaftem Blick und offenem Haar, einem schematisch dargestellten jungen Mann mit Hut zugewandt. Die Zweige mit den roten Rosen im rechten oberen Bildrand geben dem Ganzen eine verspielte Note. Nach einem zweiseitigen Prolog erzählt Stephanie Rapp auf über 470 Buchseiten und in 33 Kapiteln ihre Geschichte und liefert in einem langen Nachwort viele Fakten zum historischen Hintergrund dieses Buches.

    Fazit: ein wunderschön erzählter historischer Roman mit vielen Emotionen und großer Tiefe, dessen Lektüre ich uneingeschränkt weiter empfehlen kann. Ich empfand „Als der Himmel zerriss“ als ganz besonderes Lese-Highlight und freue mich bereits auf weitere Bücher der Autorin.
  • 5/5 Sterne

    Ein Roman über den Konfessionskonflikt in Irland

    von
    Irland 1845: Emily Winslow kommt mit ihrem Vater aus England um nach dem Tod des Cousins, das Grundstück in Besitz zu nehmen und die Pacht von den Pächtern auf dem Grundstück einzutreiben. Doch sie hatten nicht erwartet, dass ihnen so ein Hass entgegenschlägt. Ihr neuer Verwalter Ronald soll ihnen helfen, aber ob er wirklich nur gutes im Schilde führt? Auch Brendan, der im Stall arbeitet und scheinbar eine Gruppe anführt, die die Aufstände zu verantworten haben, ist ihr suspekt. Als Emily ihr Erbe verliert und nach Australien auswandert, muss sie ganz von vorn beginnen. Wird sie diesmal endlich Fuß fassen können?

    Auf den neuen Roman von Stephanie Rapp war ich sehr gespannt, denn schon ihr Buch „Die Gehilfin des Buchdruckers“ stach aus den vielen Neuerscheinungen hervor und ich hab es nur so verschlungen. Leider fiel mir der Einstieg in „Als der Himmel zerriss“ gar nicht so leicht. Ich wusste nicht so recht, wohin der Roman führen sollte. Doch je weiter ich las, desto mehr konnte ich mit Emily mitfühlen und der Schluss hat mich sogar zu Tränen gerührt. Anfangs ahnt man nichts von der Liebesgeschichte, die sich anbahnt und es gibt einige Verwirrungen und man weiß bis zum Schluss nicht so recht, wie es noch endet. Doch das ist nicht das Hauptaugenmerkt des Romans. Das wichtigste Thema ist der Konflikt zwischen den Katholiken und Protestanten, vor allem in Irland, der ja sogar heute noch besteht (wenn auch abgeschwächter als damals). Mir war gar nicht klar, dass hier vor allem die Protestanten versuchten, die katholische Kirche auszurotten. Wie bereits im Vorgängerbuch, merkt man, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat und der Leser sehr viel über die damalige Zeit, den Konflikt und auch die lange Hungersnot in Irland erfährt. Im Anhang gibt es noch einige Erklärungen zu den geschichtlichen Ereignissen, das macht Lust, mehr darüber zu lesen.

    Der Plot ist sehr umfangreich, denn auch über Australien und Tasmanien erfährt man einiges. So wurden viele Strafgefangene aus Irland nach Tasmanien (früher Van-Diemens-Land) verschifft und mussten dort ihre Strafe absitzen und Strafarbeit leisten. Dabei war der Grund der Verurteilung oft ganz banal. Die Überfahrt war dabei oft sehr abenteuerlich, nicht jeder überlebt die 3 Monate dauernde Reise.

    Der Glaube an Gott spielt eine große Rolle. Man erlebt mit, wie der Glaube von Emily wächst und sie immer mehr an Gott festhält, nicht nur in schlechten Zeiten. Dabei geht es nicht darum, andere zu missionieren, vielmehr findet sie Trost und Kraft in ihrem Glauben. Das hat mich sehr bewegt.

    Ein wirklich gelungener Roman, der die Herzen von Fans historische Roman höher schlagen lässt. Ich hoffe, das wird nicht der letzte Roman von Stephanie Rapp sein.
  • 5/5 Sterne

    Als Grundbesitzerin in Irland

    von
    „Als der Himmel zerriss“ ist ein historischer Roman von Stephanie Rapp, der Mitte des 19. Jahrhunderts spielt. Hauptfigur ist die junge Engländerin Emily, die mit ihrem Vater nach Irland zieht um dort ihren Grundbesitz zu verwalten. In Irland erleben sie die bittere Armut der Pächter und die Glaubenskonflikte zwischen Protestanten und Katholiken. Unterstützung erfahren sie nur vom englischen Verwalter Ronald, der auch als Heiratskandidat für Emily infrage kommt. Doch dann führen mehrere Schicksalsschläge dazu, dass Emily nach Australien auswandern muss…
    Die Geschichte ist spannend zu lesen und eine gelungene Mischung zwischen Liebesgeschichte und der Darstellung der Situation der damaligen Zeit. Die Personen und ihre Lebensumstände sind realistisch und lebendig dargestellt. Emily ist eine sympathische Hauptperson, mit der man mitfiebern kann. Ihr Glaube an Gott ist für sie sehr wichtig und gut in die Handlung eingebaut. Ich kann „Als der Himmel zerriss“ sehr empfehlen.
  • 5/5 Sterne

    Beeindruckend, geht unter die Haut - ein packender historischer Roman

    von
    Emily Winslow und ihr Vater ziehen nach Irland, dorthin, wo sie einen Landsitz und Ländereien geerbt haben. Doch die irischen Pächter wehren sich gegen die anglikanischen Besitzer und da Charles Winslow sein Gut nicht selber verwalten kann, stellt der Roland Tuppence als Verwalter ein. Ein Mann, der durchgreifen kann.
    Emily, aufgewachsen in London, kam schon dort mit der Oberflächlichkeit ihrer Mitmenschen in den höheren Kreisen nicht klar und hier im - für sie - einsamen Irland, versucht sie die Pächter und ihre Familien kennnen zu lernen und zu verstehen, doch außer von Brendan O`Neill, stößt sie auch auf viel Ablehnung und teilweise auch Hass. Sie lernt aber auch die Nöte der Bewohner kennen, die in einfachen Hütten leben und sogar Familien, die alles verloren haben und in Erdlöchern hausen müssen.
    Es sind jedoch nicht nur die Standesunterschiede und der Wohlstand der sie trennt, sondern auch ihre Religion. Hier trifft die Anglikanerin auf Katholiken und Methodisten.

    Für mich war es das erste Buch von Stephanie Rapp. Die Autorin hat bereits mit "Die Gehilfin des Buchdruckers" und "Ungeschmickt in London" Romane geschrieben.
    Beim vorliegenden Roman hat mich von Anfang an die Zeit und das Land Irland interessiert. Meine Erwartungen an das Buch wurden weit übertroffen. Nicht nur, dass die Autorin mich hat vollends eintauchen lassen in diese schwere und schwierige Zeit, nein, sie hat die historischen Fakten mit vielen Details, ohne zu überladen, geschmückt, hat nicht nur ein Roman mit viel Herz, sondern vor allem einen authentischen Roman mit vielen Höhen und Tiefen für die Protagonisten geschrieben.

    Dabei wurden nicht nur die Standesunterschiede der verschiedenen Protagonisten thematisiert, sondern vor allem ihre unterschiedlichen Glaubensrichtungen. Alles sind Christen, doch die Differenzen und Probleme in der damaligen Zeit waren unter Anglikanern und Katholiken in Irland für lange Zeit unüberwindlich. Hinzu kam die Herrschaft der Oberschicht aus England und die Armut der einheimischen Bevölkerung.

    Die Protagonisten, sei es die Hauptperson Emily, oder die weiteren Akteure des Romans, sind von Stephanie Rapp so lebendig beschrieben worden, die vielen sehr spannenden Stellen im Roman haben mich atemlos weiterlesen lassen, genauso wie die vielen Fragen, die man sich beim Lesen gestellt hat und die sich erst nach und nach auflösen, so dass die Spannung die ganze Zeit sehr hoch ist. Es geht aber auch um den christlichen Glauben, um Vergebung und natürlich auch um die große Liebe.

    Am Ende ist noch ein sehr interessanter und ausführlicher Anhang, in dem die Autorin noch ihre Recherchen und die historischen Fakten, die sie mit eingebaut hat, erklärt.

    Fazit:
    Ein faszinierender, lebendiger, spannender und sehr interessanter Roman über die Zeit Mitte des 19. Jahrhunderts in Irland. Hier treffen Welten aufeinander: Englische Oberschicht und irische Landbevölkerung. Anglikaner auf Katholiken. Reich und arm.
    Voller Gefühle, nicht nur für die Protagonisten, sondern auch für den Leser !
    Klare Leseempfehlung - für mich ein Lesehighlight dieses Jahres!
  • 5/5 Sterne

    Wundervoll!!

    von
    Es gibt Bücher, die liest man einfach so runter. Und es gibt historische Romane, wie die von Stephanie Rapp. Man taucht in sie ein - so tief, dass man gar nicht mehr auftauchen möchte, auch wenn die Romanfiguren einige Schicksalsschläge durchleben müssen.

    „Die Gehilfin des Buchdruckers“ hatte mich ja bereits sehr beeindruckt und so musste ich auch das neue Buch der Autorin lesen. Laut Autoren-Info ist „ihre Leidenschaft Geschichten, die spannend und informativ zugleich sind“. Das kann ich aus Lesersicht so bestätigen. Ich liebe Romane, in denen ich neues erfahre, historische Hintergründe lerne, in die Zeit abtauchen kann und auf interessante, kleine Details stoße. Und dann noch gepaart mit einem bildhaften Schreibstil, der mir das Leben um 1845 herum veranschaulicht - diese perfekte Kombination bekam ich in „Als der Himmel zerriss“ geboten.

    Man muss sich zunächst gemeinsam mit der Engländerin Emily in Irland akklimatisieren. Das Leben dort ist so anders. Schnell wird sie mit konfessionellen Streitigkeiten konfrontiert. Als anglikanische Tochter eines Grundbesitzers bekommt sie den Unmut der katholischen Pächter hautnah zu spüren. Einige Schreckensnachrichten, wie z.B. die sich in Irland ausbreitende Hungersnot, treiben die junge Frau auf einen anderen Kontinent. Dort folgt sie nicht nur den Spuren ihrer Vergangenheit. Sie lernt Gott zu vertrauen, ihre Feinde zu lieben (was eine zwiebelige Angelegenheit ist) und den Blick auf Jesus zu richten. „...es geht allein um ihn, um sonst nichts.“ (S. 457)

    „... fehlt nur noch der Prinz. Wo kommt der ins Bild?“
    Emily seufzte. „Der hat sich aus dem Rahmen geschlichen.“ (S. 344)

    Ob Emily ihren Märchenprinzen findet und wer das sein wird, sei nicht verraten. Bis zum Ende bleibt die Spannung hoch. Ich fand es fesselnd Emilys Entwicklung mit zu verfolgen, und bin etwas traurig, dass das Buch nun beendet ist. Ich würde mich sehr freuen, wenn es weitere Romane von Stephanie Rapp geben würde.
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