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Annegret - die fremde Tochter (Buch - Gebunden)

Das dramatische Schicksal eines Mädchens in der DDR

Annegret - die fremde Tochter (Buch - Gebunden)

Das dramatische Schicksal eines Mädchens in der DDR

3 Sterne

Die eiskalte Bürokratie in der damaligen DDR sorgt dafür, dass ein Baby seinen Eltern weggenommen und ins Heim gesteckt wird. Mit drei Jahren bekommt Annegret neue Eltern: Laura und ...

  • Artikel-Nr.: 190920000
  • Verlag: Brunnen Verlag GmbH
190.920
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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Die eiskalte Bürokratie in der damaligen DDR sorgt dafür, dass ein Baby seinen Eltern weggenommen und ins Heim gesteckt wird. Mit drei Jahren bekommt Annegret neue Eltern: Laura und Heinrich Kahle. Sie erziehen Annegret in Distanz zum SED-Staat. Schon in den ersten Schuljahren spürt das Mädchen, wie schwer es ist, nicht einfach mitzumachen. Keine Jungpionierin zu werden. Im Glauben einen eigenen Weg zu gehen. Gut, dass es Kurt gibt, ihren Schulfreund, und die Klassenlehrerin, Frau Kroll, die sich für sie einsetzt. Wenn nur nicht solche Wörter hinter Annegret hergerufen würden, wie „aufgelesenes Findelkind“! Annegret ist verwirrt. Sind denn Kahles nicht ihre Eltern? Niemand hilft ihr, etwas über ihre Herkunft herauszufinden. Eines Tages sind Laura und Heinrich Kahle auf einer Reise und Annegret macht eine schicksalsschwere Entdeckung … Eine berührende Geschichte, die ein verschwiegenes Kapitel aus dem DDR-Alltag aufdeckt.

Lothar von Seltmann, geboren 1943 in Krakau, wuchs als Vollwaise bei Pflegeeltern im Siegerland auf. Studium der Pädagogik mit Wahlfach Theologie, danach Lehrer, Lehrerausbilder in Seminar und Hochschule und Rektor einer Hauptschule. 1993 vorzeitig pensioniert. Ehrenamtliche Mitarbeit in vielen christlichen Verbänden, Werken und Gästehäusern im In- und Ausland. Liedermacher und seit 1999 Autor von Romanbiografien und als solcher Referent vor unterschiedlichstem Publikum. Schreibt auch Artikel in Zeitschriften. Er ist verheiratet und wohnt im Siegerland.

 

Zusatzinformationen
  • Format: Buch - Gebunden
  • ISBN: 978-3-7655-0920-9
  • ISBN 10: 3765509205
  • Auflage: 1. Auflage, 18.02.2015
  • Seitenzahl: 240 S.
  • Maße: 14 x 21 x 2.2 cm
  • Gewicht: 388g

Bewertungen

  • 3/5 Sterne

    Einblick in das Thema Zwangsadoption in der DDR

    von
    Annegret wird im Juli 1957 in Güstrow geboren. Im August 1957 kommt sie in ein Kinderheim, weil das DDR-Regime Annegrets Eltern nicht für geeignet hält, ein Kind richtig zu erziehen. Ihr Vater ist kriminell und verbüßt gerade eine Haftstrafe, die Mutter ist depressiv und asozial – sagt der Staat. Mit 3 Jahren wird sie von Laura und Heinrich Kahle adoptiert, beide bereits über 50 Jahre alt. Annegret verraten sie nichts davon, dass sie nicht ihr leibliches Kind ist. Mit 9 Jahren entdeckt sie zufällig die Adoptionsurkunde und ist sehr getroffen, dass ihre Eltern bisher nichts gesagt haben. Langsam beginnt ihr Verhältnis sich zu verschlechtern. Als sie sich auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern macht, sind sie dagegen und sie bekommt auch vom Staat große Steine in den Weg gelebt. Wird sie ihre Eltern finden können? Und kann sie ihren Adoptiveltern wieder vertrauen?

    Selten fiel es mir so schwer ein Buch zu bewerten. Ich bin sehr zwiegespalten. Einerseits ist das Thema Zwangsadotion sehr interessant und man bekommt einen guten Einblick in die Geschichte der DDR. Ich bin selbst in der DDR aufgewachsen und konnte einiges wiederentdecken was mir bekannt war, wie die Güterknappheit, die rücksichtslose Überwachung, wenn man nicht ins System passte und vor allem die Denunzierung von aktiven Christen. Andererseits war ich immer wieder überrascht und auch geschockt was Annegret so von sich gegeben hat. Mit 7 entscheidet sie selbst, dass sie nicht Pionier sein will und mit 15 stellt sie sich mit sehr forschen Worten gegen ihren Lehrer. Annegret werden hier, vor allem in der Kindheit, immer wieder Worte in den Mund gelegt, die einfach nicht ihrem Alter entsprechen können.

    Sehr geschockt war ich darüber, wie Annegret – die oft betont wie wichtig ihr der Glaube ist und den auch lebt – mit ihren Eltern umgeht. Als sie Krankenschwester im entfernten Berlin werden will und ihr Vater dagegen ist, sagt sie unter anderem „...und du hast den Vater im Himmel ja wohl häufig genug mit dem Lederriemen und lockerer Hand auf der Erde vertreten... Mutti mit ihrem Kochlöffel übrigens nicht weniger“ (S. 125). Nachdem die Mutter frisch verwitwet ist, will sie sehr kurzfristig bei ihrer Tochter einziehen, da sagt Annegret tatsächlich zu ihr „Aber wenn es ja bei dir längst beschlossene Sache ist und du deine Wohnung bereits gekündigt hast, muss es wohl sein. Ich werde die paar Jahre schon überleben, die du mit deinen zweiundachtzig Lenzen noch hast“ (S. 224). Geht man so mit seinen Eltern um, auch wenn diese die Adoption verschwiegen haben? Sie ist so oft von ihnen genervt. Das fand ich in einem Buch von dem ständig von dem liebenden Gott die Rede war, nicht angebracht.

    Auch der Schreibstil ist in meinen Augen sehr hölzern, vor allem den Einstieg fand ich anstrengend zu lesen. So führte mich Annegrets Kindheit oft in Versuchung ein paar Passagen zu überfliegen, weil auch immer wieder historische Exkurse gemacht wurden, die sich lasen wie aus einem Geschichtslehrbuch. Erst ab der Zeit, als Annegret die Schwesternschule in Woltersdorf besucht und beginnt nach ihren leiblichen Eltern zu forschen, wird das Buch interessanter. Ich hatte aber oft das Gefühl, dass viele Details etwas ausgeschmückt worden sind, um das Buch spannender zu machen. Daher wäre ein Nachwort vom Autor hier sehr passend gewesen, welche Dinge wirklich so geschehen sind.

    Als Roman und Einstieg in das Thema Zwangsadotion ist diese Geschichte sehr interessant, als Biografie ist sie in meinen Augen nur bedingt geeignet.
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