Bankier der Barmherzigkeit: Friedrich Wilhelm Raiffeisen (Buch - Gebunden)

Das Leben des Genossenschaftsgründers in Texten und Bildern

4 Sterne

Der Name Raiffeisen ist den meisten Menschen bekannt, nur wenige wissen jedoch, welche Persönlichkeit sich dahinter verbirgt. Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) hat als...

  • Artikel-Nr.: 155921000
  • Verlag: Neukirchener Aussaat
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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Der Name Raiffeisen ist den meisten Menschen bekannt, nur wenige wissen jedoch, welche Persönlichkeit sich dahinter verbirgt. Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) hat als Begründer der neuzeitlichen ländlichen Genossenschaften einen entscheidenden Beitrag zur Lösung der sozialen Frage geleistet. Mit seinen "Darlehnskassen-Vereinen" schuf er ein Instrument zur Kreditversorgung für die arme Bevölkerung; daraus entstand noch zu seinen Lebzeiten eine außerordentlich erfolgreich arbeitende Organisation.
Heute sind in rund 100 Ländern der Welt über 500 Millionen Menschen in Raiffeisen-Genossenschaften organisiert. Im Mittelpunkt aller Bemühungen des Sozialreformers steht seine christliche Grundhaltung. Raiffeisen hat sein ganzes Werk unter dem Gesichtspunkt der Verantwortlichkeit des Christen für seinen Nächsten gesehen.
Mit Hilfe von Abbildungen und zahlreichen Originaltexten wird das bewegte und bewegende Leben Friedrich Wilhelm Raiffeisens geschildert. Vor uns entsteht das Bild eines christlich motivierten Helfers der Menschheit, der in eine Reihe mit seinen Zeitgenossen Wichern, Fliedner, Kolping, Ketteler und Bodelschwingh gestellt werden muss.

 

Zusatzinformationen
  • Format: Buch - Gebunden
  • ISBN: 978-3-7615-5921-5
  • ISBN 10: 3761559216
  • Auflage: 3. Auflage, 14.09.2017
  • (1. Auflage: 29.06.2012)
  • Seitenzahl: 96 S.
  • Maße: 12.3 x 19 x 0.8 cm
  • Gewicht: 190g

  • Zum 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen am 30.März 2018, mit s/w Bildern

Extras

Leseprobe

Bewertungen

  • 4/5 Sterne

    Die Geschichte hätte ein grösseres Format verdient

    von
    Der Name Raiffeisen ist mir, wie wahrscheinlich den meisten, ein Begriff, da ich diesen durch die Raiffeisenbanken, die in meiner Gegend zahlreich vertreten sind, kenne. Jedoch war mir der Begründer, Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818 – 1888), nicht bekannt. Der Autor, Prof. Dr. Dr. Michael Klein, ist ein ausgesprochener Kenner der Geschichte von Raiffeisen; er hat über ihn promoviert. Hier erzählt er vom Leben des Genossenschaftsgründers.

    Erster Eindruck: Ein auffallend kleines Buch, sowohl in der Grösse (12,5 x 19,5 cm), als auch im Umfang (nur 95 Seiten). Die Seiten sind sehr dicht beschrieben, zudem erscheint mir die Schrift etwas klein. Es hat mehrere Fotos und Abbildungen in Schwarz-Weiss. Mir gefallen Titel und Cover sehr gut.

    Der Autor erzählt u.a. von der Kindheit von Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Der Vater hat die Familie in grosse Bedrängnis getrieben, da er sich aus der sogenannten Armenkasse, für deren Verwaltung er zuständig war, für seine eigenen Zwecke bediente. Friedrich Wilhelm Raiffeisen hat sich später in all seinen Jahren in der Öffentlichkeit, soweit bekannt, niemals Dritten gegenüber zu seinem Vater geäussert. Seine Mutter musste neun Kinder ohne Beistand ihres Mannes grossziehen.
    Raiffeisen war ein gottesfürchtiger Mann, der sich nicht nur für sein eigenes Wohl einsetzte, sondern ganz im Gegenteil dafür sorgte, dass es anderen, die weniger hatten, möglich war, ihre Situation zu verbessern. Mich hat beeindruckt, dass Raiffeisen sich nicht entmutigen liess, auch wenn er etliche Rückschläge, seien diese privater oder beruflicher Natur, hinnehmen musste. So hatte er selbst gesundheitliche Probleme, die später fast zu seiner Erblindung führten, er verlor früh seine Frau und war mit kleinen Kindern alleine, zudem gab es beim Aufbau seiner „Darlehenskassen-Vereine“ zum Teil massive Ablehnungen und auch Enttäuschungen. Doch Raiffeisen hat sich stets auf seinen Glauben berufen und für die Solidarität und Nächstenliebe weitergemacht.
    Es wird sein Testament abgedruckt, das er kurz vor dem frühen Tod seiner Frau geschrieben hat. Interessant war dabei seine Angst vor einem Scheintod, denn er forderte, dass bei seinem Ableben das Herz entnommen und neben seinem Leichnam in den Sarg gelegt werden solle.
    Durch die vorher erwähnte Augenproblematik konnte er seinen Beruf als Bürgermeister nicht mehr ausüben und wurde 1865 in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Da seine „Darlehenskassen-Vereine“ ihm kein Geld einbrachten, hat er einen Weinhandel aufgebaut, der – zusammen mit einem bescheidenen Ruhegehalt – seine finanziellen Verhältnisse sicherte.

    Die Geschichte mit den vielen Auszügen aus Briefen, Statuten, Protokollauszügen und Tagebucheinträgen hat mir sehr gut gefallen. Dafür gäbe ich grundsätzlich 5 Sterne. Doch die dicht beschriebenen Seiten haben meinen Lesefluss und meine Lesefreude etwas gebremst. Ich finde, das Buch hätte ein grösseres Format mit einem „luftigeren“ Layout verdient. Mir ist bewusst, dass das Buch sodann zu einem höheren Preis angeboten werden müsste, aber das Buch wäre es auf jeden Fall wert. Zudem hätte ich im Anhang gerne einen kurzen Lebenslauf mit ein paar wichtigen Stationen seines Lebens und Wirkens gehabt. Von mir gibt es insgesamt 4 Sterne.
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