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Homosexualität und christlicher Glaube: (Buch - Gebunden)

ein Beziehungsdrama

2 Sterne

Homosexualität und christlicher Glaube: (Buch - Gebunden)

ein Beziehungsdrama

2 Sterne

Beim Thema Homosexualität hat unsere Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten einen echten Paradigmenwandel durchgemacht. Es gibt in der Geschichte unserer jetzigen Republik nur ...

  • Artikel-Nr.: 332172000
  • Verlag: Francke Buchhandlung GmbH
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  • Artikel-Nr.: 332172000
  • Verlag: Francke Buchhandlung GmbH

Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Beim Thema Homosexualität hat unsere Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten einen echten Paradigmenwandel durchgemacht. Es gibt in der Geschichte unserer jetzigen Republik nur wenige Beispiele, bei denen eine so starke Veränderung im Denken und in der juristischen Beurteilung eingetreten ist. Innerhalb der christlichen Gemeinden gibt es ebenfalls große Verschiebungen in der Wahrnehmung und zunehmende Konflikte, die oft mit massiven Aversionen, aber auch mit Schuld- und Versündigungsängsten verbunden sind. Wie lässt sich das erklären? Sind Fehlhaltungen die Ursachen oder gibt es aus Sicht des Glaubens berechtigte Gründe dafür? Was ist aus historischer, was aus psychotherapeutischer und was aus theologischer Sicht dazu zu sagen?

Der bekannte Autor Martin Grabe unternimmt in diesem kompakten Buch den Versuch, ein paar klare Gedanken dazu zu formulieren: »So ehrlich und deutlich, wie es mir nur möglich ist.«

 

Zusatzinformationen
  • Format: Buch - Gebunden
  • ISBN: 978-3-9636217-2-7
  • ISBN 10: 3963621729
  • Auflage: 1. Auflage, 06.07.2020
  • Seitenzahl: 96 S.
  • Maße: 12.5 x 18.7 cm
  • Gewicht: 226g

Extras

Leseprobe

Bewertungen

  • 2/5 Sterne

    Sternen Das Buch hält leider nicht was es verspricht

    von
    Ein Buch zum Thema Homosexualität und christlicher Glauben ist grundsätzlich ein mutiges Unterfangen. Es ist eine brennende Frage in unserer Zeit die Emotionen und auch Gegenwind auslösen kann und meistens auch tut.
    Martin Grabe hatte den Mut sich diesem Thema zu stellen.
    Ihm durfte bewusst sein, wie heiß dieses Thema auch innerhalb seiner evangelikalen Community diskutiert und bearbeitet wurde. Sachliche Diskussionen in großen Runden sind oft zu einer Herausforderung geworden. Die Diskussionen in den sozialen Netzwerken können ohne großen Aufwand ein explosives Niveau erreichen.
    Martin Grabe, ein Chefarzt im Bereich Psychotherapie und Psychosomatik nähert sich diesem Thema an. Neben seinen medizinischen Fachgebieten greift er auch theologische Fragestellungen auf, sowie praktische Auswirkungen seiner Ergebnisse.
    Das Buch ist bei dem evangelikal geprägten Francke Verlag im Juli 2020 erschienen. Der Autor wurde kurz nach Erscheinen auch im christlichen Medienmagazin Pro dazu interviewt (siehe hier: https://www.pro-medienmagazin.de/…/homosexuelle-sollen-in-…/). Das Buch ist mit 96 Seiten sehr knapp gehalten und kann somit lediglich als ein Extrakt der Sicht von Grabe angesehen werden.
    Zum Inhalt und dessen Diskussion.
    Zu seinem persönlichen Werdegang gibt Grabe in seinem Buch die Informationen weiter, dass er bereits in seinem Studium sich mit der Frage der Homosexualität beschäftigt hat. Bereits nach seinem Studium kostete ihm die Sicht, dass es zunächst von Gott gewollt sei, wenn ein Homosexueller homosexuell ist, eine mögliche Anstellung. Ein Artikel von ihm in der Zeitschrift „P & S“ löste 2008 einige Gegenreaktionen aus. 2009 wurde der APS Kongress in Marburg Zielscheibe massiven Protestes, weil Referenten auftraten, die zur Frage der Homosexualität, den Gegendemonstranten widerstrebende Ansichten vertraten. Die APS wurde als homophobe Gruppierung verschrien. Gewandelt hat sich Grabes Sicht vor allem durch die Gesprächswochenenden der Evangelischen Allianz, in welchem auf vielfältiger Weise über dieses Thema debattiert wurde.
    Grabes Ziel mit dem Buch ist es, dass homosexuelle Christen ihren Platz in der Gemeinde finden, dass sie als Christen akzeptiert und in Liebe aufgenommen werden.
    Grabe beginnt seine Abhandlung damit, dass er nach Ursachen für gesellschaftliche und christliche Ablehnung von homoerotischen Handlungen sucht. Er sieht ihre Quelle in der militaristischen Vergangenheit. Seine Sicht ist es, dass dies dann noch theologisch untermalt wurde. Allerdings habe die Kirche sich der Gesellschaft angepasst (35).
    In evangelikalen Kreisen sieht Grabe ein dieser Frage eine Scheu von Denkarbeit und sauberer theologischer Arbeit (19). Eine tiefe theologische Auseinandersetzung finde demnach in Freikirchen selten statt (20). Er fordert, dass „tatsächlich und ehrlich“ in die Bibel geschaut wird.
    Hier dürfte sich von meiner Seite die Frage stellen, ob diese theologische Auseinandersetzung wirklich nicht stattfindet? Es seien an theologisch gründlich Bücher erinnert wie z.B. Preston Sprinkle „People to be loved“ oder das Gutachten der britischen Evangelischen Allianz, dass 2016 im Brunnen-Verlag Gießen veröffentlicht wurde. Auch gehen evangelikale Kommentare (HTA) gründlich auf die exegetisch relevanten Texte ein. Ob Interview-Aussagen von Grabe hierfür hilfreich sind, wage ich sehr zu bezweifeln, wenn er (bei Christliches Medienmagazin pro) sagt: „Manche Menschen sind so stark durch ihr Gewissen gebunden, dass sie nicht bereit sind, sich auf eine ehrliche und tiefgehende inhaltliche Auseinandersetzung einzulassen. Stattdessen ist die Angst so stark, dass sie aggressiv reagieren und zum Beispiel diejenigen am liebsten aus dem Amt entfernen, die nicht ihrer Meinung sind.“
    Aus therapeutischer Sicht kommt Grabe zu dem Ergebnis, dass Homosexualität tief im Wesen des Menschen verankert ist und ebenso wenig änderbar ist wie die Heterosexualität (25). Ausnahmen bestehen, z.B. bei traumatischen Erfahrungen.
    Als Theologe möchte ich mir nicht anmaßen hier eine psychologische Frage zu beurteilen. Es gibt verschiedene Berichte und Sichtweisen, aber fachgerecht werde ich diese hier nicht einordnen können.
    Mehrfach verweist Grabe in seinem Buch auf die schmerzhaften Erfahrungen Homosexueller in evangelikalen Gemeinden, die in dem Buch „Nicht mehr schweigen“ dokumentiert sind.
    Als einer der dieses Buch auch gelesen hat, kann ich bestätigen, dass diese Berichte einem das Herz brechen. Ich stimme zu, dass Homosexuellen in christlichen Gemeinden viel Unrecht angetan wurde, sie lieblos und herablassend behandelt wurden. Hierfür können wir Evangelikalen uns von Herzen entschuldigen und es in Zukunft besser machen!
    Schauen wir uns nun den theologischen Bereich an.
    Auf 14 Seiten behandelt Grabe die Bibelstellen, die zum Thema Homosexualität etwas aussagen.
    Grabe vertritt die Sichtweise, dass der biblische Schriftbefund zu einvernehmlich homosexuellen Beziehungen zwischen Erwachsenen nichts sagt (ich behandele in der Rezension des Umfangs halber die NT Stellen).
    Die Bibelstellen im Korinther- und Timotheus Brief deutet er als Prostitution mit festgelegten Rollen und gleichgeschlechtlichen Sex mit Minderjährigen.
    Ebenso vertritt er die Sichtweise, dass Paulus im Römerbrief sich nicht grundsätzlich zur Homosexualität äußern möchte. Paulus, so Grabe beschreibe hier den Exzess von Orgien von mit Frauen verheirateten Römern.
    Etwas erstaunt hat mich die Feststellung, dass Grabe eine gründliche theologische Arbeit fordert, diese selbst aber schmerzlich vermissen lässt. Historische Nachlässigkeiten sind an sich zwar nicht dramatisch, wenn das Buch allerdings den Anspruch hat, die Bibelstellen richtig zu verstehen, sind diese historischen Fehler weitreichend.
    Grabe hat recht, wenn er darauf hinweist, dass es in der griechisch-römischen Welt sowohl Päderastie (hier wurde mit einem 12-18 Jähriger von einem über 30 sexuell verkehrt) als auch männliche Prostitution für männliche Zielgruppen gab (Dies ergibt sich aus dem Roman 'Satyrikon' des Petronius"). Grabe übersieht allerdings, dass es auch gleichgeschlechtliche Beziehungen gab, die auf gleicher Ebene und lebenslang waren. So gab es die Eliteeinheit der „Heiligen Schar von Theben, welche aus homosexuellen Liebespaaren bestand. Des Weiteren geben Quellen, wie z.B. die
    Schriften Platons (Symposion), an, dass die klassische Epoche Griechenlands homosexuelle Liebesbeziehungen zwischen erwachsenen Männern kannte, welche lebenslang andauerten.
    Das die neutestamentlichen Autoren die drei genannten Formen der Homosexualität nicht kannten, ist somit äußerst unwahrscheinlich und eine wahrhaft mutige These, die sich historisch kaum halten lässt.
    Die Auslegung, dass die Korinther- und Timotheus Texte nicht von einer gleichberechtigten und einvernehmlichen homosexuellen Beziehung sprechen ist umstritten und m.E. exegetisch sehr fraglich, wenn nicht definitiv falsch. Grabe behandelt die Begriffe ἀρσενοκοῖται und μαλακος. Welche er im Sinne von Knabenschänder ( ἀρσενοκοῖται) und Lustknaben (μαλακος ) versteht.Gemäß dem führenden Neutestamentler N.T. Wright besteht ein Konsens, dass die Begriffe den passiven und aktiven Partner bei einem männlichen homosexuellen Geschlechtsverkehr bezeichnen. Der Begriff “ἀρσενοκοῖται“ besteht aus dem Begriff „ἄρσην“ (=männlich) und aus dem Wortstamm „κειμαι“ (=liegen). Der Begriff κοίτης wird als ein weitverbreiteter Euphemismus für Geschlechtsverkehr verwendet. Somit ist der ἀρσενοκοίτης als ein Mann zu verstehen, der mit anderen Männern schläft. Und zu μαλακος kann gesagt werden, dass nicht jeder der mit μαλακος bezeichnet wurde, den passiven Part im homosexuellen Geschlechtsakt einnehmen musste, aber jeder der diesen Part eingenommen hatte, μαλακος genannt werden konnte.
    Dies dürfte, der Kürze geschuldet, ausreichen um die exegetische Arbeit des Autors einzuschätzen.
    Hier muss bei aller Wertschätzung gesagt werden, dass diese einige große Schwächen aufweist und somit die theologische Begründung auf sehr schwachen Beinen steht.
    Das Ergebnis des Autors, dass er sich wünscht, dass Gemeinden in Zukunft auch gleichgeschlechtliche Paare trauen und für eine Ehe segnen, gründet auf theologisch schwachen Argumenten. Der Autor wird dem selbstgesteckten Anspruch nicht gerecht, selbst gründlich theologisch sauber zu arbeiten. Mir scheint, dass der Wunsch (welcher sehr verständlich ist) vielmehr die ganze theologische Arbeit überlagert hat.
    Das Ergebnis einer sauberen theologischen Arbeit ist dieses Buch leider nicht.
    Dieses Buch kann schwer evangelikalen Kreisen helfen weiter über diese wichtige Frage zu diskutieren. Die von Grabe unterschwellig verbreiteten Vorurteile (fehlende Denkarbeit und schlechte und unehrliche Beschäftigung mit der Bibel – 19) eignen sich hierfür nicht, sondern dienen vielmehr der Polarisierung.
    Daher ist eine Empfehlung von diesem Buch schwer möglich. Es schafft es leider nicht, dass Thema die Beschäftigung zu geben, die es zweifelsfrei verdient.
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