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Der Schattendoktor (Buch - Gebunden)

3.5 Sterne

Der Schattendoktor (Buch - Gebunden)

3.5 Sterne

Als Jacks Großmutter stirbt, hinterlässt sie ihm einen letzten Brief. Darin berichtet sie ihm von einem geheimnisvollen "Schattendoktor" , der sie in ihren letzten Tagen vor einem ...

  • Artikel-Nr.: 189930000
  • Verlag: Brendow Verlag
  • Originaltitel: The Shadow Doctor
189.930
16,00 €
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Details

  • Artikel-Nr.: 189930000
  • Verlag: Brendow Verlag
  • Originaltitel: The Shadow Doctor

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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Als Jacks Großmutter stirbt, hinterlässt sie ihm einen letzten Brief. Darin berichtet sie ihm von einem geheimnisvollen "Schattendoktor" , der sie in ihren letzten Tagen vor einem schweren Fehler bewahrt hat. Neugierig nimmt Jack Kontakt zu dem Mann auf, der sich nur "Doc" nennt, und erlebt einen ganz besonderen Arzt. Doc kuriert keine Erkältungen, sondern nimmt sich der inneren Wunden der Menschen an. Seine Arbeitsweise ist absolut unorthodox und geheimnisvoll, weiß man doch nie, was er als Nächstes tut oder wer ihm über den Weg läuft. Jack ist fasziniert und bald macht der Schattendoktor ihm ein Angebot, das sein ganzes Leben auf den Kopf stellt.
Der neue Roman von Adrian Plass über einen Arzt, der sich der inneren Verletzungen der Menschen annimmt. Eine unterhaltsam-einfühlende Geschichte mit viel Humor und unvorhersehbaren Wendungen - einfach typisch Plass!

 

Zusatzinformationen
  • Format: Buch - Gebunden
  • ISBN: 978-3-86506-930-6
  • ISBN 10: 3865069304
  • Auflage: 1. Auflage, 03.04.2017
  • Seitenzahl: 224 S.
  • Maße: 13.5 x 20.5 x 1.8 cm
  • Gewicht: 385g
Beteiligte Personen

Extras

Leseprobe

Bewertungen

  • 2/5 Sterne

    Für meinen lieben Jack

    von
    „Für meinen lieben Jack…“ – so beginnt der letzte Brief der 90jährigen Alice Merton, den sie ihrem über alles geliebten Enkelsohn Jack hinterlassen hatte. Alice war das Licht in Jacks Leben, sie war freundlich, großzügig und scharfsinnig. Lediglich wenn es um das Thema „Glaube“ ging, gab es für Jack und Alice keine gemeinsame Gesprächsbasis – und so wurden diesbezügliche Unterhaltungen tunlichst vermieden. In ihrem Schreiben an Jack erwähnte Alice Dinge, die Jack nicht geahnt hatte und wies zudem auf eine prägende Begegnung mit einem älteren Mann namens „Doc“ hin, der ihr Leben veränderte. Jack kann der Versuchung nicht widerstehen und nimmt anhand der dem Brief beiliegenden Visitenkarte tatsächlich Kontakt mit dem mysteriösen Schattendoktor auf.

    Bereits der Einstieg in dieses Buch gestaltete sich für mich etwas holprig. Die handelnden Personen dieses Buches sowie die Protagonisten Jack und Doc empfand ich als wenig authentisch, beide Charaktere blieben mir bis zur letzten Seite fremd. Die in Briefform und kursiver Schrift dargestellten Inhalte wirkten auf mich verschwommen, an manchen Stellen sogar ein wenig befremdlich. Zudem brachte ich dem mir bislang unbekannten Schreibstil dieses Autors wenig Sympathie entgegen. Bildhafte Beschreibungen wie beispielsweise „der Schattendoktor verzog seine Miene zu einer Art Faust“ oder die Aussage „wie eine Art wohlwollender Matador schien der Schattendoktor die Kunst zu beherrschen, jeden Angriff mit einem eleganten Wedeln seines verbalen Umhangs ins Leere laufen zu lassen“ entsprachen nicht meinem Lesegeschmack, ich persönlich empfand sie eher als eigenartig. Entgegen der anderslautenden Behauptung im Klappentext kann ich die Aussage, dass dieses Buch viel Humor enthält, nicht bestätigen. Der Glaube, das Gebet und die Existenz des Teufels werden in diesem Buch thematisiert, wobei ich einige Argumentationen des Schattendoktors gegen das Gebet ebenfalls nicht nachvollziehen kann.

    „Ich bin gesegnet und belastet mit der Aufgabe, Menschen zu helfen, mit den Schatten fertigzuwerden, die ihnen das Leben vergällen. Wie das genau vor sich geht, kann ich im Moment einfach nicht analysieren und erklären. Aber ich kann Ihnen versichern, dass es geschieht – nicht immer, aber oft.“ Nach dieser Aussage des Schattendoktors hätte ich mir zumindest einen in die Tiefe gehenden und erhellenden Einblick in seine Arbeit erhofft, diese Hoffnung wurde jedoch für mich persönlich bis zur letzten Seite nicht erfüllt.

    „Der Schattendoktor“ war mein erstes Buch von Adrian Plass und ich musste nach dieser Lektüre bedauernd feststellen, dass der Schreibstil dieses Autors meinen Lesegeschmack nicht trifft. „Jack hatte das dringende Bedürfnis, sich zu vergewissern, ob er verstanden hatte, was sich in der stillen Aue des Wirbelsturms der Worte des Schattendoktors verbarg.“ Ob Jack dies gelungen ist, darf der interessierte Leser dieses Buches selber feststellen. Mir ist es jedenfalls nicht gelungen. Schade.
  • 3/5 Sterne

    Der Schattendoktor

    von
    "Der Schattendoktor" ist der neue Roman von Adrian Plass. Der Autor gehört zu den mir bekanntesten christlichen Autoren überhaupt. Erschienen ist das 223 Seiten lange Buch im Brendow-Verlag.

    Es geht um Jack, der nach dem Tod seiner Großmutter einen Brief von ihr liest. Sie beschreibt darin, wie sie den "Schattendoktor" kennen gelernt hat, und wie er ihr das Leben gerettet hat. Daraufhin versucht auch Jack, den Schattendoktor kennen zu lernen.

    Jack steht in diesem Buch für einen Christen, der im Dschungel der Regeln und Gesetze ein bisschen seinen Weg verloren hat. Er erkennt nicht mehr, was wirklich wichtig ist.
    Der Schattendoktor dagegen erkennt, worauf es wirklich ankommt, nämlich echte Nächstenliebe anstatt äußere Gesetzlichkeit. Er versucht, den Menschen zu helfen, und sie auf diese Art auch Gott wieder näher zu bringen.

    Der berühmte Humor des Autors ist auch in diesem Buch wieder zu finden, wenn auch etwas leiser und nicht so häufig, wie in einigen seiner anderen Werke. Ich finde es gut geschrieben und mir ist klar geworden, welche Botschaft Plass mit dieser Geschichte vermitteln will. Die Gespräche zwischen Jack und dem Schattendoktor sowie auch dessen Verhalten regen auf jeden Fall zum Nachdenken an.

    Mir fehlte einfach etwas Spannung oder auch mehr Humor in diesem Buch. Es plätscherte so dahin, und der Doktor blieb mir zu rätselhaft. So richtig konnte ich mich mit den beiden Hauptcharakteren nicht anfreunden, und so blieb für mich auch die Geschichte in großen Teilen an der Oberfläche.

    Als entspannte Lektüre für Zwischendurch kann ich es besonders allen Plass-Fans empfehlen.
  • 3/5 Sterne

    Kein neues Meisterwerk

    von
    Absolut begeistert war ich, als ich sah, dass Adrian Plass einen neuen Roman geschrieben hat! Seit vielen Jahren gehöre ich zu seiner treuen deutschen Fangemeinde, ich habe nicht alle, aber doch die meisten seiner Bücher gelesen und die meisten sehr genossen. „Der Schattendoktor“ reicht jedoch leider nicht an das Kaliber seiner früheren Romane heran.

    Zum Inhalt:
    Der ledige Jack verliert zu Beginn des Buches seine geliebte Großmutter, was eine große Lücke, aber auch eine seltsame Visitenkarte von einem gewissen „Schattendoktor“ in seinem Leben hinterlässt. Neugierig lässt er sich auf diesen merkwürdigen Mann ein, der eine ganz eigene Art hat, den inneren Wunden der Menschen zu begegnen. Jack ist gleichermaßen fasziniert wie furchtsam, als ihm der „Doc“ ein eigenartiges Angebot macht …

    Auf dem Cover ist eine Empfehlung von William P. Young, dem Autor von „Die Hütte“ abgedruckt. (Übrigens auch auf dem englischen Original.) Mein Eindruck ist, dass die Verlage wussten, dass dieses Buch solch eine Empfehlung nötig hat, denn leider überzeugt es nicht. Es blitzt zwar an vielen Stellen die Genialität des Autors auf, die sich in überraschenden Wendungen, pointiertem Wortwitz und tiefen Gedanken der Protagonisten äußert. Doch am Ende des Buches blieben mir zu viele Fragen offen. Es schreit förmlich nach einer Fortsetzung!

    Darüber hinaus fand ich so manchen Gedanken, den Plass seinen Figuren (oder auch Gott) in den Mund legt, grenzwertig. Es ist in meinen Augen eine Sache, ehrlich über Zweifel, Versagen, Wut und Ängste zu sprechen. Es ist eine andere, über die herzuziehen, die diesen Dingen aufrichtig begegnen möchten und dabei Zweifel eher zu schüren als zu entkräften. Dieses Buch eignet sich daher nicht für Menschen, die noch nicht lange Jesus nachfolgen. Zu selten wird hier klar Position bezogen, zu oft der Leser allein gelassen mit seinen Fragen und möglichen Schlussfolgerungen.

    Schade – die Geschichte hat wirklich Potenzial, wirkt aber unausgegoren.
  • 4/5 Sterne

    Wenn jeder wichtig wäre

    von
    Jack hat seine Eltern früh verloren und nun auch noch seine Großmutter. In seiner Trauer erreicht ihn ein Brief, den die alte Dame einige Zeit vor ihrem Ableben geschrieben hat und der mehr Fragen bei Jack aufwirft, als er beantwortet. Darin erzählt seine Großmutter Alice, wie sie in einer schwierigen Phase einen Mann kennengelernt hat, der sich "Doc" nennt und wie dieser ihr geholfen hat. Jack ist fasziniert davon, wie dieser Mann auf seine Großmutter eingehen konnte, und würde gerne mehr über ihn und manche Andeutungen seiner Großmutter erfahren.
    Schließlich sucht Jack selbst den Kontakt zu diesem Mann und dieser lädt ihn zu sich ein. In einem Häuschen in einer abgeschiedenen Gegend - kein Bauwagen wie auf dem Cover - lernen die beiden sich näher kennen. Jack ist fasziniert davon, wie der Doc mit Menschen umgeht. Er sucht nach einem Konzept, doch es gibt keins. Für den Schattendoktor ist jeder Mensch ganz einfach der Wichtigste auf der Welt. Was würde wohl passieren, wenn wir jeden anderen so behandeln würden, als würden wir dies selbst glauben?
    Während Jack unter seinem gesetzlichen Glauben leidet, scheint der Schattendoktor, keinerlei Glaubensgrundsätzen zu folgen. Er macht immer wieder Bemerkungen, die an den Festen des Christentums zu rütteln scheinen - oder rütteln sie nur an der Tradition?
    Am Ende bleiben einige Fragen offen, nicht nur für den Leser, auch für Jack. Aber so ist es eben im Leben.
    Viele Bücher von Adrian Plass muss man mehrmals lesen, bevor man alle kleinen Anspielungen versteht. Bei diesem ist es vermutlich nicht anders. Nach dem ersten Lesen ist mir wichtig geworden, dass die Nächstenliebe im Zentrum des christlichen Glaubens steht und nicht irgendwelche Dogmen und Regeln. Der zweite Aspekt, die Beziehung zu Gott, scheint dagegen in diesem Buch weitestgehend zu fehlen oder ist nur ansatzweise zu erahnen. Ein Roman kann sich natürlich nie mit allen Aspekten befassen und doch fehlt mir hier etwas, weshalb ich auch nur 4 Sterne vergebe.
    Das Buch ist sicher nicht für "geistliche Babys" gedacht, sondern für Menschen, die schon länger mit Jesus unterwegs sind und die Macken ihrer Mitgeschwister und die eigenen gut kennen und bereit sind, sich selbst kritisch zu hinterfragen.
  • 4/5 Sterne

    Eine inspirierende Geschichte über unsere Suche nach der Wahrheit, nach dem Sinn und unserer Aufgabe im Leben.

    von
    "In Sicherheit", flüsterte Jack vor sich hin. Er war überrascht, ja fast schockiert von dieser unerwarteten Erinnerung daran, wie es sich anfühlt, sich zu ergeben. Beinahe kamen ihm die Tränen. All das Ringen. All die Zeit. All diese hektischen Boxkämpfe in seinem Kopf. Keine Sieger und keine Verlierer, nur ein immerwährendes Ausweichen und Zuschlagen und Geschlagenwerden und Ringen darum, auf den Beinen zu bleiben. Und jetzt das. Eine Erfahrung echten Friedens /.../."


    "Der Schattendoktor" wurde im März 2017 in der deutschsprachigen Erstauflage im Brendow-Verlag veröffentlicht. Das Buch überzeugt mit einem stabilen Hardcover, einem tollen Layout und einer angenehmen Schriftgröße.
    Das Cover hat mich spontan an William P. Youngs "Die Hütte" erinnert, weil auch dort ein verschlafenes, eingeschneites Haus abgebildet ist. Umso verwunderlicher, dass auch genau von diesem Autor ein Kommentar auf dem Cover abgedruckt wurde. Gibt es da vielleicht einen Zusammenhang? Wie auch immer, machte mich das Cover neugierig auf dieses Buch. Was hat es mit diesem kleinen "Bauwagen" auf sich, der dort ganz allein und verlassen im Wald steht, scheinbar bewohnt und aus dem trotz der umgebenen Dunkelheit, Licht und Hoffnung scheint?

    Das Cover und der Klappentext hatten mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht und ich konnte den Erscheinungstermin kaum erwarten. "Der Schattendoktor" ist mein erstes Buch von Adrian Plass und so nutze ich die Zeit bis zur Veröffentlichung, um mich erst einmal über den britischen Autor zu informieren. Ich war überrascht wie viele Bücher er schon veröffentlicht hat und das er bei seiner deutschen Fangemeinde durchaus Kultstatus genießt. Doch nun zum Buch:

    Jack Merton ist ein "Gestrandeter", ein "Suchender", der nach dem Tod seiner geliebten Großmutter einen Brief erhält, der sein Leben und sein Denken auf den Kopf stellt. Darin geht es um einen Mann, der sich geheimnisvoll "der Schattendoktor" nennt. In der Hoffnung, dass der ihm Antworten auf seine vielen unbeantworteten Fragen geben kann, lässt sich Jack auf ein Treffen mit ihm ein und erkennt, dass ein Arzt nicht immer im weißen Kittel "operiert".
    Doch wer ist dieser Mann, der allein in einem Haus im Wald wohnt? Wohin wird Jack seine "Reise" führen? Wer sitzt dabei am Steuer? Und meint es "Doc" wirklich gut mit ihm?

    "Doc" ist auf den ersten Blick ein gelassener, in sich ruhender, weiser Mann, den eine seltsame Aura umgibt. Menschen fühlen sich von ihm und seiner Art magisch angezogen und suchen bei ihm Trost und Rat. Und scheinbar besitzt er die außergewöhnliche Fähigkeit diesen wildfremden, gestrauchelten Leuten ein Gefühl von Geborgenheit und Wertschätzung zu geben.
    Doch warum weicht er immer wieder Jacks Fragen aus, spricht in Rätseln und reagiert in scheinbar belanglosen Situationen plötzlich ungehalten?
    Drei große Fragen haben mich beim Lesen die ganze Zeit umgetrieben: Wird Jack seinen Weg finden? Wer oder was ist dieser "Doc"? Und was will uns der Autor mit seiner Geschichte sagen?

    Ich mag den Schreibstil von Adrian Plass, der sich leicht lesen lässt und trotzdem anspruchsvoll ist. Besonders seine schönen bildhaften Vergleiche sind mir im Gedächtnis geblieben: "Sie war ein helles, nie verlöschendes Licht in den dunklen Korridoren in Jacks Leben"; "seine kleinen Küsse waren die Buchstützen ihres Lebens" oder "der Himmel war draußen so schwarz wie die Lücke in meinem Leben". Seine Gleichnisse mit dem Schmetterling oder dem Tausendfüßler haben mich berührt. Und natürlich ist mir auch sein schwarzer britischer Humor aufgefallen. Ich bin mir nicht sicher, ob ihn jeder mag und versteht: aber ich mag ihn.

    Etwas womit ich etwas Probleme hatte, waren seine fast blasphemisch anmutenden Äußerungen gegen Ende des Buches. Aber ich glaube, es ist seine Art mit Ironie und Überspitzung Misstände darzustellen und anzuprangern. Darauf muss man sich einlassen können. Mich hat es hin und wieder verwirrt. Aber es hat mich zum Nachdenken angeregt und als ich einige Textpassagen zweimal las, fiel mir auf, wie viel Plass zwischen den Zeilen versteckt hat.


    Fazit:
    Eine inspirierende Geschichte über unsere Suche nach der Wahrheit, nach dem Sinn und unserer Aufgabe im Leben. Mit wunderschönen, zum Nachdenken anregenden Gleichnissen und Aussprüchen, aber auch mit verwirrenden Gedankengängen, denen ich (vor allem am Ende) nicht immer ganz folgen konnte.
  • 4/5 Sterne

    Wer ist der Schattendoktor?

    von
    Jack liebt seine Großmutter über alles, er ist eng mit ihr verbunden. Als sie stirbt, fällt es ihm schwer, sie loszulassen. Sie hinterlässt ihm einen Brief in dem sie ihm schreibt, dass sie kurz vor ihrem Lebensende den „Schattendoktor“ kennengelernt hat, der sie vor einem großen Fehler bewahrt hat. Neugierig macht Jack sich auf die Suche, um den Schattendoktor auch kennenzulernen und das Geheimnis der Großmutter herauszufinden. Dieser macht ihm ein Angebot, dass sein ganzes Leben auf den Kopf stellt.

    Ich liebe die Bücher von Adrian Plass. Er hat einfach eine besondere Art, den Leser zu berühren. Ob es seine lustigen frommen Tagebücher sind oder seine nachdenklich stimmenden Andachten, es bleibt immer etwas hängen, was einem lange nachgeht. Doch mit diesem Buch hat es mir der Autor doch ganz schön schwer gemacht. Denn je weiter ich las, desto weniger habe ich den Sinn und das Ansinnen dieser Geschichte verstanden. Es war sehr interessant zu lesen, wie Alice den Doc kennenlernt und wie ihre Erlebnisse mit ihm erzählt werden. Auch die Begegnung, die Jack mit dem Doc hat und wie dieser anderen Menschen hilft mit ganz einfachen Mitteln, waren sehr lesenswert. Dennoch dachte ich, je weiter ich las, dass man das Buch wohl erst versteht, wenn man es beendet hat. Ein bisschen ist es auch so, dennoch konnte es mich nicht ganz überzeugen. Im Grunde zeigt der Doc Jack, dass Christsein nicht aus ewigen Pflichten besteht, wie Gebet, Stille Zeit und Menschen zu Gott führen. Christsein scheint für Jack eine einzige Pflicht und Routine zu sein. Der Doc versucht ihm zu zeigen, dass es auch anders geht und eigentlich auch so nicht gedacht war. Dass man mit dem Herzen glauben soll und nicht mit seinem Verstand.

    Der Schattendoktor ist ein Buch, bei dem man zwischen den Zeilen lesen muss. Es hat mich lange beschäftigt, auch wenn ich immer noch nicht alles verstanden habe. Und ja, es hat mich dezent auch an das Buch „Die Hütte“ erinnert, wenn es auch nur eine Person gibt und man nicht genau weiß ob der Schattendoktor jetzt Jesus sein soll oder nicht.

    Natürlich kommt der typische „Plass-Humor“ nicht zu kurz, ein Lob auch an den Übersetzer Christian Rendel, der hier wieder super Arbeit geleistet hat.

    Ich empfehle dieses Buch mit anderen zusammen zu lesen und sich darüber auszutauschen, vielleicht kommen dann viele wertvolle Gedanken zusammen. Mich hat das Buch leider doch ein bisschen ratlos zurückgelassen. Ich denke, man muss es mehrmals lesen und durchdenken um es richtig zu verstehen. Dennoch gibt es viel zu entdecken und vielleicht verstehen andere Leser das Buch ja ganz anders als ich. Deshalb sollte man sich das Buch nicht entgehen lassen.
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