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"Das Jahrbuch 2020 des Arbeitskreises für evangeliale Theologie (Afet) und der Arbeitsgemeinschaft für erneuerte Theologie (AfbeT) behandelt als Schwerpunktthema das Gericht Gottes. Vier Beiträge der Studienkonferenz des Afet 2019 haben sich mit dem herausfordernden Thema auseinandergesetzt und werden hier abgedruckt.
Matthias Deuschle zeichnet in seinem kirchenhistorischen Beitrag die Entwicklung der Gerichts- und Allversöhnungsvorstellung im Pietismus nach und richtet dabei exemplarisch den Fokus auf Spener, Petersen, Bengel und Oetinger. Wie kann man heute theologisch verantwortet vom Gericht Gottes sprechen? Welche Folgen hat es, wenn neuzeitlich die Rede vom Gericht stark verkürzt wird? Werner Thiede ist überzeugt: „Ohne den Gedanken an das Jüngste Gericht ist weder das geschichtliche Auftreten Jesu noch das Evangelium der missionierenden Urkirche zu verstehen.“
Systematiker Christoph Raedel präsentiert in seinem Beitrag einen Analyse, welche Weichenstellungen nötig sind, um eine in gegenwärtigen systematischen Diskussion häufig anzutreffende „Allversöhnung“ zu vertreten. Mike Schmidt, Pastor von ICF Reutlingen, liefert mit seiner Predigt ein Beispiel, wie Fragen der Eschatologie homiletisch zur Sprache gebracht werden können.
Ebenso sind weitere Aufsätze sowie die Abschiedsvorlesung von Prof. Herbert Klement (Alttestamentler, Leuven) sowie die Laudatio von Jan Carsten Schnurr für Jörg Breitschwerdts Dissertation anlässlich der Verleihung des Tobias-Beck-Preises 2019 dokumentiert."
Andreas Schmierer, Vikar in Dornstetten
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