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Bewertungen
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von Franziska (Veröffentlicht am 14.08.2026)
Christlicher Roman mit starker Charakterentwicklung
Irgendwie hatte der Klappentext mich nicht so ganz eingefangen und im Nachhinein muss ich sagen, er passt nur bedingt. Ich bin froh, dass ich das Buch trotzdem gelesen habe, denn die Geschichte hat mir eigentlich ganz gut gefallen.
Zuerst einmal muss ich hervorheben, dass ich selten einen Roman gelesen habe, in dem die Charaktere eine so tiefe, lebendige Beziehung zu Jesus Christus haben. Das Buch strotzt nur so vor christlichem Inhalt und das fand ich einfach klasse. Wer also einen Roman mit viel christlichem Inhalt sucht, wird hier sehr glücklich werden.
Die Entwicklung der Charaktere ist auch wirklich ein großer Punkt in der Geschichte. Cecilia war mir da manchmal zu liebestrunken aber zum Ende hin wird klar, dass man das auch so empfinden soll. Dennoch war es teilweise anstrengend. Ebenso ging es mir mit Ned und seinen Selbstvorwürfen. Aber auch dies ist Teil der Entwicklung.
Zwischendurch hatte der Handlungsverlauf für mich ein paar kleinere Längen, die ich etwas überflogen habe. Ansonsten war der Schreibstil sehr angenehm zu lesen und die Handlungen der Charaktere soweit nachvollziehbar. Schön sind auch die Gastauftritte der Personen aus dem vorherigen Romanteilen. Aber auch wenn man diese nicht gelesen hat, kann man der Handlung gut folgen. Neben dem offensichtlichem Thema, hat mir auch der Augenmerk auf die Familiengefüge gefallen. Gerade das Cecilias Eltern nicht gläubig sind und sie dadurch vor weiteren Herausforderungen steht fand ich sehr gut umgesetzt.
Kurzum, für mich eine gelungene Geschichte, mit ein paar wenigen Längen und einer Drama Schleife am Ende, die ich nicht unbedingt gebraucht hätte. Ich bin begeistert von dem christlichen Inhalt und empfehle das Buch gerne weiter. -
von Sara (Veröffentlicht am 27.07.2026)
„Aufrichtig, beeindruckend, ermutigend“
Der weitere Regency-Roman aus der Feder von Carolyn Miller „Die unscheinbare Miss Cecilia“ erzählt die Geschichte der mittleren Tochter der adligen Familie Aysnley. Cecilia, kurz Cecy, ist eine schüchterne und zurückgezogen lebende junge Frau, die einen festen Glauben an Gott hat und sich wünscht, mutiger zu sein und zu ihren Überzeugungen zu stehen, egal, was die Gesellschaft davon hält. Und dann ist da noch ihre heimliche Liebe zu ihrem Nachbar Ned Amherst, der sie gar nicht zu bemerken scheint. Doch als es zu den Unruhen und Aufständen der Bauern im frühen 19. Jahrhundert in England kommt, kann Cecy nicht mehr länger die Augen für das Leid ihrer Mitmenschen verschließen und muss sich entscheiden, ob sie weiterhin schweigt, oder lernt, für Gerechtigkeit einzustehen. Ned, der sich nach einem aufsehenerregenden Skandal erholt und sich dabei Gott zugewendet hat, steht in ganz ähnlichen Prozessen wie Cecy.
Mich hat beim Leser der aufrichtige Glaube der beiden Hauptfiguren berührt. Es ist ermutigend, wie man mit Gottes Hilfe über die Grenzen einer Gesellschaft hinweg wahres Mitgefühl für notleidende Menschen haben kann und daraus Taten wachsen. Das Prinzip der Nächstenliebe, wahre Vergebung und Freiheit von menschlichen Erwartungen sind beeindruckend dargestellt. Eingebettet werden sie in die atemberaubende Landschaft Englands, sowie in die romantische Liebesgeschichte von Cecy und Ned, so dass ein wunderschöner und ermutigender Roman entstanden ist.
Die Regency-Romane von Carolyn Miller sind leicht zu lesen, beinhalten viele Emotionen und bereiten Lesevergnügen. Außerdem ermutigen sie die Leser, ihren Glauben in Gott zu festigen. Wie schon beim Vorgänger würde ich mir hier in Zukunft auch eine Print-Version wünschen, um die Reihe zuhause vor Augen zu haben. Die Cover sind hinreißend gestaltet. So erhält auch dieses Buch eine Leseempfehlung von mir.
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