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Bewertungen
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von Annislesewelt (Veröffentlicht am 14.01.2026)
Liebhaber alter Geschichten werden dieses Buch schätzen
Was für eine spannende und bewegende Geschichte, eine Geschichte, die unter die Haut geht und so oder ähnlich sicherlich mehrmals zu finden ist.
Helene macht sich auf die Suche, um mehr über Therese zu erfahren, deren Leben aufzurollen, um dadurch Antworten zu finden, wobei sie Erschreckendes zu Tage bringt.
Durch das Lesen dieser Erzählung erfährt man viel über das alltägliche Leben der früheren Zeiten, und manches klingt in den heutigen Ohren sehr fremd. Spannend waren vor allem die Einblicke in die Tätigkeiten einer Dorfhebamme.
Der Schreibstil ist angenehm, die Erzählung eher unaufgeregt und still, doch sie lässt sich gut lesen. Mir war manches zu detailliert beschrieben, weshalb ich einige Absätze nur überflogen habe, anderes hätte wiederum genauer berichtet werden können, da fehlte mir etwas. Im Großen und Ganzen fand ich Thereses Leben wirklich interessant, wohingegen mich Helenes nicht so ganz fesseln konnte.
Doch Liebhaber alter Geschichten werden dieses Buch lieben. Hier taucht man ab in den Alltag längst verflossener Jahre mit all seinen Höhen und Tiefen, den tatkräftigen und mutigen Menschen, alten Regeln und Gebräuchen sowie vergessenen Traditionen.
"Die verheimlichte Großmutter" ist ein besonderes Werk und ich kann es von Herzen empfehlen. -
von Regina (Veröffentlicht am 04.01.2026)
keiner sollte in Vergessenheit geraten
Die Geschichte von der Hebamme Therese Mühlberger hat mich sehr gepackt. Ich finde es faszinierend, wie der Lebensbericht einer Familie über mehrere Generationen nicht verloren geht, sondern durch verschiedene Aufzeichnungen und Zeitzeugen weitergegeben wird.
Es hat mich persönlich sehr getroffen zu lesen, wie mit Menschen umgegangen wurde, die krank waren und deshalb kein alltägliches Leben führen konnten. Wie sie als minderwertig abgestempelt und nicht für lebensfähig gehalten wurden.
Es ist mir einfach unbegreiflich, wie andere Menschen über das Leben anderer so entscheiden konnten. Die Gräueltaten, die damals verübt wurden, machen mich einfach nur sprachlos.
Deshalb finde ich es unglaublich schön und bemerkenswert, wie die Geschichte von Therese Mühlberger nicht in Vergessenheit geraten ist und mit der Hilfe ihrer Enkelin und Roswitha Gruber zu Papier gebracht wurde.
Die Schreibweise ist einfach und man kann dem Geschehen leicht folgen. Man erhält unglaublich viele und detailreiche Informationen über die Familie Mühlberger, die einem während dem Lesen sehr ans Herz wachsen.
Fazit: Ein sehr lesenswertes Buch. Ich persönlich finde es sehr lobenswert, dass die Geschichten über längst Verstorbene nicht in Vergessenheit geraten und ihr Leben auf diese Weise geehrt wird. Ein herausfordernder und inspirierender Lebensbericht.
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