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von Maria Lahnstein (Veröffentlicht am 05.11.2013)
Vor einiger Zeit war das Buch "Dschungelkind" von Sabine Kuegler auf den Bestsellerlisten. Hier nun das Buch ihrer Mutter, die das Dschungelleben aus ihrer Sicht berichtet. Dazu gibt es noch einen kleinen Einblick in die Kindheit der Autorin, so dass man die Person Doris Kuegler besser versteht und auch ihre Motivation in die Mission zu gehen. Und das ausgerechnet bei einem gerade entdeckten Stamm mitten im Dschungel, der kannibalistische Wurzeln hat.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war sehr interessant über das Leben im Dschungel zu lesen. Dazu muss ich sagen, dass ich die Bücher von Sabine Kuegler nicht kenne und daher keinen Vergleich habe. Die Autorin und ihr Mann haben sich zuerst darum bemüht, die Sprache der Menschen dort zu verstehen und die Missionsarbeit bestand weniger darin die Bibel und den Glauben zu lehren, sondern den Menschen dort erstmal neue Perspektiven für ihr Leben zu bieten. Angefangen bei der Hygiene, der Kleidung und der grundlegenden medizinischen Versorgung bis hin zum Ablegen der Blutrache.
Zuvor wurden die Menschen dort nicht besonders alt. Vor allem, weil dauernd jemand den Tod eines anderen Familienmitgliedes gerächt hat. Auch die Kindersterblichkeit war sehr hoch, da nicht bekannt war, dass Kinder genug zu Essen brauchen, damit sie überleben. Dies sind nur zwei Punkte, die das Ehepaar Kuegler in Angriff genommen hat. Alleine durch ihr Beispiel zu leben, haben sich die Menschen dort einiges abgeschaut. Wie groß der Gegensatz zu unserem Leben in Europa ist, wurde der Autorin auch klar, als sie nach 30 Jahren wieder nach Deutschland gezogen ist.
Fazit: Eine sehr informative Biographie, die einen sehr guten Einblick in die Missionsarbeit gibt.
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