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Ein Brief für dich (Buch - Gebunden)

Roman

4.5 Sterne

Ein Brief für dich (Buch - Gebunden)

Roman

4.5 Sterne

Die alleinstehende Esther führt ein beschauliches Leben, doch in ihrem Herzen wächst die Unzufriedenheit. Soll das schon alles gewesen sein? Als sie einen Brief ohne Absender erhält, ist sie von den Zeilen zutiefst berührt. Nahezu zeitgleichzeitig wird ihr Leben auf den Kopf gestellt … Ein eindrucksvoller Roman.

  • Artikel-Nr.: 817190000
  • Verlag: Gerth Medien GmbH
817.190
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  • Artikel-Nr.: 817190000
  • Verlag: Gerth Medien GmbH

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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Die alleinstehende Esther führt ein beschauliches Leben: Ihre Töchter sind erwachsen, ihr Job im Drogeriemarkt sowie Haus, Papagei und Garten halten sie nur mäßig beschäftigt. In ihrem Herzen wächst die Unzufriedenheit. Soll das wirklich schon alles gewesen sein?

Unvermittelt erhält die 44-Jährige einen Brief ohne Absender, der sie im Innersten berührt. Nahezu zeitgleich beginnen die Ereignisse sich zu überschlagen. Plötzlich muss sie um ihr Haus fürchten, ihr Cousin Walter braucht ihre Hilfe, und außerdem bekommt sie diesen Kunden namens Hajo mit dem strahlenden Lächeln nicht mehr aus ihrem Kopf. Unterdessen erhalten auch Walter und Hajo einen mysteriösen Brief ...
Ein wunderbarer Roman über die Kraft der Worte und darüber, auch in schweren Zeiten die Hoffnung nicht zu verlieren.

 

Zusatzinformationen
  • Format: Buch - Gebunden
  • ISBN: 978-3-9573419-0-7
  • ISBN 10: 3957341906
  • Auflage: 1. Auflage, 27.02.2017
  • Seitenzahl: 256 S.
  • Maße: 13.5 x 21.5 x 2 cm
  • Gewicht: 428g

Extras

Leseprobe

Bewertungen

  • 4/5 Sterne

    Schöner Roman über die Kraft von Briefen und Gottes Wegen - mutmachend und warmherzig, wenngleich am Ende etwas schnulzig

    von
    Drei Menschen, ein Geheimnis und aufrüttelnde Briefe

    Cover und Gestaltung:
    ----------------------------------
    Das Cover ist wundervoll nostalgisch gestaltet mit dem leicht vergilbten Foto einer Stadt, der Frauenhand, die einen Brief schreibt sowie dem passend handschriftlichen Titel. Als Hardcover fehlt dem ganzen eigentlich nur ein Lesebändchen zur perfekten Gestaltung.

    Inhalt:
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    Die alleinerziehende 44-jährige Esther steht vor einer kleinen Lebenskrise: Auch die jüngste ihrer beiden Töchter ist aus dem Haus, ihr Ex teilt ihr mit, dass er eine neue Familie hat, zu allem Überfluss streikt auch noch die Heizung in ihrem Haus und in ihrem Job läuft es auch nicht immer so, wie gewünscht. Da kommt ihr das Angebot ihres entfernten Verwandten Walter erst mal gar nicht gelegen, der sie bittet, sich um ihn zu kümmern. Und dann ist da noch Hajo, der ihr immer wieder unverhofft über den Weg läuft und ihr den Kopf verdreht. Als sei dies nicht schon genug, stellt sich auch noch heraus, dass Walter durch seine Vergangenheit ein griesgrämiger Geselle ist, der ungern über die Vergangenheit spricht und auch Hajo hat letztendlich sein Geheimnis, das ihn erst in diese Stadt gebracht hat. Sie alle sind jedoch durch ein Schicksal verbunden, dass sie anfangs nicht mal erahnen und es bedarf ein paar anonymer Briefe mit christlichen Worten, um alle auf den rechten Weg zu einem glücklicheren Leben zu führen.

    Mein Eindruck:
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    "Herr in mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht. Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht. Ich bin mutlos, aber bei dir ist die Hilfe. Ich verstehe deine Wege nicht, aber du weißt den Weg für mich. (Dietrich Bonhoeffer)" (S. 41)

    Im Wesentlichen könnte man dieses Zitat als Motto für den Roman nehmen. Denn wer der Briefschreiber ist, wird relativ schnell klar. Wer welchen Brief mit welchem Inhalt bekommt, ermittelt der Schreiber jedoch mit Gottes Hilfe. Und diese Briefe sind letztendlich so passend auf den Adressaten zugeschnitten, dass sie in seinem Inneren nicht sofort, doch nach einigen Zeiten des Haderns, Zweifelns und einiger Ereignisse ihn doch auf den rechten Weg führen.

    Diese Idee, die sich wie ein roter Faden zieht, durch Briefe das Leben von Menschen zu verändern, obwohl sich alle anfangs gar nicht oder kaum kennen, fand ich faszinierend. Der Autorin ist es zudem gelungen, die richtigen (Bibel)Zitate zur rechten Zeit zu finden und in die Handlung passend einzuflechten. Da waren einige Zitate dabei, dir mir persönlich viel gegeben haben und die ich mir entsprechend notiert habe. Was mir auch gut gefiel, war die Annäherung der Personen. Nicht nur das Verhältnis Esther-Walter entwickelt sich zögerlich und ist durchzogen von diversen Rückschlägen, auch die aufkeimenden Beziehung zwischen Esther und Hajo ist nicht so gradlinig langweilig wie in vielen anderen Liebesromanen. Man merkt Esther an, wie schwer es ihr nach den langen Zeiten des alleine Erziehens fällt, sich wieder auf eine Partnerschaft einzulassen.

    Die Geschichte betreffend zieht sich die Enthüllung um Walters Geheimnis lange hin. Zwar entwickelt man als Leser immer wieder eine Ahnung davon, was es sein könnte, aber die Spannung bis zum konkreten Schluss blieb doch relativ lange bis zum Ende erhalten. Ich fühlte mich gut unterhalten und mir gefiel die Botschaft, dass Gott uns den richtigen Weg auf seine Weise zeigt, wir müssen es nur zulassen und uns darauf einlassen. Allerdings empfand ich einige Reaktionen der Personen etwas zu glatt, nicht authentisch, einfach zu konstruiert und auch das Ende war mir einen Tick zu schnulzig-harmonisch und fühlte sich für mich nicht rund an. Daher nicht die volle Bewertung.

    Fazit:
    ----------------------------------
    Schöner Roman über die Kraft von Briefen und Gottes Wegen - mutmachend und warmherzig, wenngleich am Ende etwas schnulzig
  • 5/5 Sterne

    Ein Brief für dich (Dorothea Morgenroth) - über den Wert von Worten und Glauben

    von
    Der Inhalt:
    Esther bleibt allein im Familienhaus zurück, das ihr Mann schon vor einigen Jahren und nun auch beide Töchter verlassen haben. Ein anonymer Brief erdet sie ein wenig und gibt ihr Zuversicht. Doch dann kommt es zu einem Desaster nach dem anderen ...
    Walter lebt alleine und scheint ein wenig miesepetrig zu sein. Ein seltsamer Kauz, mürrisch und egoistisch. Dann gerät er in Not.
    Hajo ist neu in der Stadt und auf der Suche nach Antworten auf Fragen, die sein Vater auf dem Totenbett in ihm aufwarf.
    Und Ruth ist eine Ehefrau und Mutter, die gesundheitliche Herausforderungen im Leben meistern muss.

    Die einzige Gemeinsamkeit ist zunächst, dass wohl alle in der gleichen Stadt (oder deren Umgebung) leben. Aber dann werden die Leben miteinander verwoben:
    Walter braucht Hilfe und entsinnt sich der Cousine seiner Frau. Esther wird ihm zur Helferin in der Not.
    Hajo trifft Esther bei ihrer eigentlichen Arbeit und dann wieder und wieder, teils zufällig und teils geplant.
    Esther zieht vorübergehend sogar zu Walter, weil sie nicht in ihrem Zuhause bleiben kann. Und sie entdeckt dabei ein Geheimnis, das sie ihn den Bann zieht.
    Ruth zieht an ganz anderen Fäden durch ihren Kontakt zur Gemeinde und dem Pfarrer sowie ihr Gottvertrauen, durch das sie Botschaften übermittelt.

    Am Ende wird alles gut ... aber der Weg dahin ist absolut lesenswert!

    Mein Leseerlebnis:
    Das Buch hat mich Seite für Seite mehr für sich eingenommen.
    Die Erzählstränge der einzelnen Personen werden gut miteinander verbunden. Dabei entstehen Verkettungen, die anfangs für den Leser nicht erahnbar waren.
    Allen Personen gemeinsam sind Erfahrungen mit dem Glauben.

    Letztlich zeigt das Buch in seiner Erzählung wie wichtig Worte sind und was sie verändern können. Sie können Änderung der Sichtweise ebenso bewirken wie Halt und Rettung zu sein.

    Das Cover:
    Angenehme Pastelltöne, es wirkt dadurch ein wenig antiquarisch, also "auf alt getrimmt"... so wie bei vergilbten Fotos.
    Dass es ums (Brief)schreiben geht, macht das Bild am oberen rechten Rand deutlich, das sich auf der Rückseite wiederholt.

    Ein wirklich schönes Cover ... und gewohnt gute Hardcover Qualität von GerthMedien.
  • 3/5 Sterne

    Du bist nicht verlassen. Der Herr zieht mit.

    von
    Esther führt ein beschauliches Leben, aber seit ihre Kinder ausgezogen sind, ist das Haus groß und leer. War das wirklich schon alles, was ihr Leben ihr zu bieten hat?

    Walter, Cousin von Ester, ist ein Professor wie er im Buche steht. Älter, unzufrieden, mürrisch, eingebildet und etwas arrogant.

    Hajo, neu zugezogen, verdreht Esther den Kopf...

    Der Titel "Ein Brief für dich" hat mich etwas anderes erwarten lassen, als dann im Buch vorkam. Aber nichts desto trotz war die Geschichte interessant. Ein schöner Schreibstil lässt einen ankommen. Die Bibelzitate geben Kraft. Aber irgendwie. Die Tiefe, die man sonst von christlichen Büchern kennt, fehlte mir hier etwas. Die Geschichte war schön, ja, das sicherlich, aber etwas fehlte. Es ging einfach nicht sooooo tief. Es berührte mich zu wenig. Es war sehr vorhersehbar und früh klar, wo es hinführen wird / oder zumindest wohin es führen könnte. Das Ende. Naja, so viel verrate ich nun doch nicht.

    Im Rückentext steht: Ein wunderbarer Roman über die Kraft der Worte und darüber, auch in schweren Zeiten die Hoffnung nicht zu verlieren. Diese Aussage hat mich verleitet, das Buch zu lesen. Unterschreiben kann ich diese Worte aber nicht. Wie geschrieben, die Kraft der Worte habe ich zu wenig zu spüren bekommen und die Hoffnung nicht zu verlieren ist eine Tatsache, die aber in anderen Büchern wesentlich besser zum tragen kommt. Bzw. besser vermittelt wird. Tiefer spürbar ist.

    Fazit: Eine gemütliche Geschichte, die mich unterhalten hat. Vorhersehbar und zu wenig tief / berührend.
  • 4/5 Sterne

    Unterschätze nie die Kraft der Worte

    von
    "Manches Mal war das Treiben der Menschen wirklich seltsam. Jahrelang mühten sie sich ab, ein schönes, gemütliches Heim für sich und ihre Familien zu schaffen, schufteten in ihren Gärten, bis der Rücken und sämtliche Gliedmaßen schmerzten, und wozu? Die Familien veränderten sich, Kinder gingen aus dem Haus, kamen nur noch zu kurzen Besuchen. /.../ Wenn sie sich schon heute den ganzen Nachmittag lang gefragt hatte, für wen sie sich eigentlich die ganze Mühe mit dem großen Garten machte, wie würde es ihr dann erst in einigen Jahren ergehen? Würde sie allein mit all der Arbeit hier alt werden - alt, müde und deprimiert - bis ihre Töchter beschlossen, sie ebenfalls an einem sicheren, mehr oder weniger gemütlichen Ort "abzustellen"?"

    Die 44-jährige alleinstehende Esther bleibt nach dem Auszug ihrer ältesten Tochter allein in ihrem großen Haus mit Garten zurück. Eintönigkeit und Einsamkeit machen sich breit. Auch ihre Arbeit in der Drogerie bringt ihr keine Befriedigung und Erfüllung. Und weil nach dem Gesetz der Natur ein Problem stets das nächste jagt, brechen nach und nach zahlreiche handwerkliche Baustellen im Haus auf. Als auch noch die Heizung ausfällt, kommt es ihr gerade recht, dass ein älterer Herr in der Nachbarschaft um hauswirtschaftliche Unterstützung ruft. Doch wird sie durch die viele Arbeit Ablenkung finden? Lösen sich ihre Probleme irgendwann tatsächlich einfach in Luft auf, wenn sie sie nur gekonnt und hartnäckig ignoriert? Und wer ist dieser Mann, der immer wieder unerwartet als Retter in der Not auftaucht und ihr Leben gehörig auf den Kopf zu stellen droht?

    "Ein Brief für dich" war mein erstes Buch der Autorin Dorothea Morgenroth. Anfangs hatte ich etwas Mühe in die Geschichte zu finden. Rückblickend kann ich sagen, dass es wahrscheinlich an zwei Dingen lag: Zum einem an der sehr emotional berührenden, persönlichen Einleitung in das Buch, die auf mich sehr stark nachgewirkt und den Einstieg damit einfach etwas "überdeckt" hat. Und zum anderen an der Bezeichnung "die Kranke", für eine zunächst noch unbekannt bleibende Protagonistin, der für mich einfach einen zu negativen Beigeschmack hatte. Denn einen Menschen zeichnet doch so viel mehr aus als sein körperlicher Zustand. Meine Empfindung ist aber subjektiv und ganz sicher keine Absicht der Autorin. Und man sollte sich davon auf keinen Fall abhalten lassen, das Buch zu lesen. Denn es gibt viele ungeklärte Fragen, die darauf warten vom Leser aufgeklärt zu werden. So habe ich mich lange Zeit gefragt, welches Geheimnis Hajos Vater seinem Sohn anvertraut und ihm damit eine schwere Last auferlegt hat. Was hat es mit der geheimen Buchhandlung auf sich und wer ist der anonyme Briefeschreiber?

    Es gibt einige Dinge, die mir nach dem Lesen im Gedächtnis geblieben sind. Sehr gut gefallen, haben mir die Bibelsprüche zu Beginn eines jeden Kapitels. Auch die anonymen Briefe und ihr "Verteilsystem" haben mich berührt und schmunzeln lassen. Worte, die darauf abzielen, dem Empfänger Freude zu bereiten, ihn aufzumuntern und aufzubauen. Man sollte nie die Macht der gesprochenen und geschriebenen Worte unterschätzen. Diese Botschaft ist bei mir hängengeblieben.Und weil auch der Humor nicht zu kurz kommen darf, gefielen mir die Wortspielerein von K(l)einer Onkel und die muntere-scherzhafte Art von Hajo sehr gut.

    "Ein Brief für dich" wurde in seiner ersten Auflage im Frühjahr 2017 im Verlag GerthMedien veröffentlicht. Es überzeugt mit einem stabilen Hardcover und einer hochwertigen Bindung und Verarbeitung, die sicher nicht nur dem ersten Lesen standhält. 15 Kapitel, bei dem (fast) jedes mit einem wunderschönen Mutmach-Vers beginnt, erwarten den Leser - zusätzlich mit einer sehr angenehmen Schriftgröße.
    Auch, wenn das Cover und der Titel eher allgemein gehalten sind, finde ich sie gelungen, weil sie sich in ihrer Aussage ergänzen. Der Titel "Ein Brief für dich" wird zusätzlich durch die Abbildung einer,einen Brief schreibenden Hand unterstrichen und es bleibt offen, ob mit "dich" nur die Empfänger der Briefe im Buch oder auch die Leser gemeint sind.


    Fazit:
    Auch wenn die anonymen Briefe und ihre Kraft der Worte nicht zum Hauptthema der Geschichte gemacht wurden, so bleibt doch ihre Botschaft bis zum Ende - und auch darüber hinaus - bestehen.
    Ein wirklich gelungener Roman, der mich gut unterhalten und an einigen Stellen auch nachdenklich zurückgelassen hat.
  • 5/5 Sterne

    Drei Menschen, die zur Stütze füreinander werden

    von
    „Denk daran, wo immer du dich niederlässt, er ist schon da…“
    Die Drogeriemitarbeiterin Esther hat mit einigen Umstellungen zu kämpfen: Ihre jüngste Tochter ist in eine WG gezogen, ihr Ex-Mann wird wieder Vater und dann ist auch noch ihre Heizung kaputt und sie muss sehen wie sie Geld für die Ausbesserung aufbringen kann. Zum Glück kommen immer wieder nette Kunden in die Drogerie, so auch der freundliche Mann mit dem dunkelblonden Vollbart… In all dem Trubel hat sie einen Brief von einem anonymen Absender in ihrem Briefkasten, der tröstende Worte enthält.
    Walter, Esthers Cousin, hat auf eine Weise Probleme. Als seine Haushälterin seine mürrische Art und seine schlechte Bezahlung nicht mehr respektieren kann und kündigt, steht er mit einer verletzten Hand alleine vor einem großen Haushalt. So versucht er, Esther als Helferin zu gewinnen.
    Es hat viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen und ich habe es innerhalb von kurzer Zeit verschlungen. In diesem Buch sind alle Themen vereint, die ich mag: Die Liebe zu Büchern, die Themen Beziehung, Familie und der Glaube an Gott.
    Das Buch ließ sich von der ersten Seite gut lesen und durch die typischen Alltagsprobleme (z.B. ein nicht funktionierender Fotodrucker in der Drogerie) konnte ich mich sehr gut in die Geschichte einfinden. Es schien, als wenn ich Esther plötzlich bei meinem eigenen Einkauf begegnen könnte.
    Jedes Kapitel ist mit einem Bibelvers überschrieben, der sich um das Thema Ermutigung dreht . Im Vorwort schreibt die Autorin, dass die meisten Verse für sie eine persönliche Bedeutung haben. In den Kapiteln geht es immer wieder um das Thema Glauben. Esther glaubt an Gott, während ihr Cousin Walther nach einer persönlichen Tragödie wenig mit Gott zu tun hat. Die Worte aus den Briefen (siehe Zitat oben) bilden eine rote Linie durch das Buch und machen Mut.
    Ein sehr schöner Roman zum Abschalten für zwischendurch, in dem drei Menschen zu einer Stütze füreinander werden.
  • 4/5 Sterne

    Mit der Vergangenheit Frieden schliessen

    von
    Die seit vielen Jahren geschiedene Esther fühlt sich etwas verloren, da nun auch ihre zweite Tochter von zu Hause ausgezogen ist. Das reparaturanfällige Haus ist leer, der Alltag als Drogistin ein bisschen langweilig – war das nun schon alles? Da kriegt sie einen anonymen Brief, der sie sehr berührt. Beinahe zeitgleich erhalten Walter, ein älterer Professor, sowie Hajo, ein Strassenbauingenieur, ebenfalls anonyme Briefe. Wer schreibt diese Briefe? Und wieso?

    Erster Eindruck: Auf dem Cover sieht man oben die Hand einer (Briefe) schreibenden Frau und unten hat man Einblick in eine Strasse einer Stadt; im „luftleeren“ Raum darüber dann der Buchtitel in einer verschnörkelten Schrift. Unten die Anonymität einer Stadt und oben sieht man in das Wohnzimmer… gefällt mir gut.

    Als Leser begleitet man zuerst die drei Protagonisten Esther, Hajo und Walter unabhängig voneinander – sie scheinen anfänglich gar keine Verbindung zu haben. Doch dann ändert sich das.
    Esther ist mir zu Beginn sehr sympathisch. Sie liebt ihre beiden Töchter sehr, trägt aber noch unverarbeitete Probleme aus der Vergangenheit mit sich herum.
    Walter, der „gute“ Herr Professor, ist ein verbitterter, älterer Herr, der gar nicht nett zu seiner Hausangestellten ist – ihr Befinden kümmert ihn so gar nicht. Diese wirft sodann kurzum den Bettel hin – bravo! Doch was hat ihn so verbittert und zynisch werden lassen? Er sucht nun dringend eine neue Haushaltshilfe und erinnert sich an die Cousine seiner verstorbenen Frau Marianne: Esther.
    Auch Hajo hat noch ein Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen: Er hat es sich zum Ziel gesetzt, die Schuld wiedergutzumachen. Welche Schuld? Hajo ist Kunde in der Drogeriefiliale, die Esther leitet – und er ist schon beim ersten Treffen von ihr angetan.

    Als alle drei Protagonisten plötzlich anonyme Schreiben mit Bibelzitaten erhalten, habe ich mich natürlich schon gefragt, wer so etwas macht und wieso. Der/die Verfasser/-in der Briefe (ich will hier nicht zu viel verraten) kommt im Buch ebenfalls vor, aber nur am Rande. Am besten gefallen hat mir Hajo, ein aufrichtiger, liebevoller Mann. Bei Esther hatte ich im Verlauf der Geschichte zuweilen Mühe, ihre Handlungen nachvollziehen bzw. gutheissen zu können. Die grösste Veränderung durchläuft für mich Walter.

    Für mich ist es das erste Buch der Autorin; der Schreibstil hat mir gut gefallen und die Geschichte hat sich flüssig lesen lassen. Eine ruhige Erzählung über die Kraft, die Worte vermitteln können, den Mut, mit der Vergangenheit Frieden zu schliessen, und über die Hoffnung.
  • 5/5 Sterne

    Wie ein paar Briefe Leben verändern können

    von
    "Denk daran wo immer du dich niederlässt: Er ist schon da, der dich getragen, geprägt, geführt und befreit hat. Er ist schon dort, der dich in Ungeahntes, Neues führt. Er ist schon dort. Geh mit ihm, erfahre ihn, wie du es nie geglaubt. Er ist schon da. Geh - du bist nicht verlassen - Der Herr zieht mit." (Bernhard von Clairvaux)

    Esther ist in ihrer Lebensmitte angekommen, die Kinder aus dem Haus und sie einsam und verlassen. Von ihrem Mann ist sie schon seit einigen Jahren getrennt, weil er auf der Suche nach seiner Lebenserfüllung war. Zwar hat sie einen guten Beruf als Filialleiterin in einer Drogerie, doch wenn sie nach Hause kommt, ist sie alleine. Eines Tages bekommt sie einen anonymen Brief und wenige Tage später ruft ein Cousin an, von dem sie Jahre nichts gehört hat. Ihr angeheirateter Cousin Walter braucht dringend Hilfe im Haushalt, da er sich verletzt hat. Weil Esther in seiner Nähe wohnt, bittet er sie um Hilfe, die er ihr auch entlohnen würde. Da Esthers Heizung ausgefallen ist und eine neue viel Geld kostet, nimmt sie das Angebot an, auch wenn ihr Walters schroffe, fordernde Art gar nicht gefällt.
    Außerdem lernt sie noch bei einem Problem in der Drogerie den sympathischen Hajo kennen. Hajo ist in die Nähe gezogen, weil er auf der Suche ist. Sein Vater hat ihm am Sterbebett ein Geständnis gemacht, mit der Bitte für ihn um Vergebung zu bitten. Wird seine Suche Erfolg haben und wird man ihm vergeben?

    Meine Meinung:
    Dies ist mein zweites Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Erneut bin ich wieder überrascht gewesen, wie wunderschön diese Geschichte war. An Hand verschiedener Erzählstränge, die später ineinander überfließen wird die Geschichte von mehreren Personen geschildert. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut, wie ich es auch nicht anders erwartet hatte. Einmal angefangen, hat mich das Buch wieder mal total in den Bann gezogen. Der christliche Glaube spielt in diesem Buch natürlich ebenfalls eine große Rolle, deshalb steht auch vor jedem Kapitel ein biblischer Spruch. Die anonymen Briefe die von einer kranken Frau geschrieben werden, empfand ich als einen herrlichen Einfall, vor allem wenn sich dadurch Leben verändern. Worte haben Macht, Kraft und können das Leben verändern, ob positiv oder negativ. Die Autorin hat dieses Buch geschrieben, als sie selbst in ihrer Familie Leid miterleben musste und ich hatte das Gefühl dies in ihrem Buch zu spüren. Ein wirklich gelungenes, emotionales, mit unter auch humorvolles Buch, das ich nur weiterempfehlen kann und von mir 5 von 5 Sterne bekommt.
  • 5/5 Sterne

    Über die Kraft des geschriebenen Wortes

    von
    Die alleinstehende Esther steht vor einem neuen Lebensabschnitt: ihre beiden Töchter sind aus dem Haus und langsam fragt sie sich, ob das alles gewesen ist im Leben. Was kann sie noch erwarten? Sie fühlt sich ein wenig einsam. Als dann auch noch einiges in ihrem Haus kaputt geht, was sie nicht so schnell bezahlen kann und sie einen Anruf von ihrem Cousin Walter bekommt, ob sie ihm helfen könne, ist sie erstmal überfordert. Auf Arbeit scheint alles schief zu gehen, bis ihr Hajo begegnet, der ihr kurzerhand hilft und sie ihn nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Doch dann erhält sie Anonym einen Brief mit liebevollen Worten, die sie tief berühren und ihr wieder Mut machen. Auch Walter und Hajo erhalten jeweils so einen Brief, von dem sie nicht wissen, wer ihn geschrieben hat. Doch da geht das Abenteuer erst los, als Esther ein gut gehütetes Familiengeheimnis lüftet und damit Walter aus der Reserve lockt.

    Dorothea Morgenroth hat einen wunderbaren Roman über die Kraft der Worte und des Gebets geschrieben, was den Leser schnell in ihren Bann zieht. Obwohl das Familiengeheimnis erst am Schluss gelüfetet wird, ist es doch nie langweilig, es gibt immer wieder Überraschungen. Besonders herrlich fand ich Walter. Er ist ein alter Pedant, dessen Frau vor Jahren gestorben ist und der nun schon einige Haushälterinnen verschlissen hat. Leider lässt sich so schnell keine neue finden und er besinnt sich auf die Cousine seiner Frau. Ich fand es sehr schön, wie Esther ihn immer wieder aus der Reserve locken konnte und er sich immer mehr erweichen lässt, wenn auch anfangs widerwillig. Die Liebesgeschichte hat mir auch sehr gut gefallen, zumal es hier nicht um junge und hübsche Mitzwanziger geht, sondern sich zwei Menschen verlieben, die bereits fest im Leben stehen, die auch schon den ein oder anderen Schicksalsschlag einstecken mussten. Die anonymen Briefe, über deren Absender man nach und nach ein bisschen erfährt, zeigen, welche Kraft geschriebene Worte haben.

    Der Glaube spielt eine große Rolle und ist ganz natürlich mit in die Handlung verstrickt, das hat mir sehr gut gefallen, ist es doch auch in christlichen Büchern nicht mehr selbstverständlich. Im Vorwort schreibt die Autorin, dass das Buch entstand, als es ihr selbst nicht gut ging. Man merkt es dem Buch an, dass viel Herzblut darin steckt.

    Ein sehr schöner Roman über die Kraft der Worte und wie ein Familiengeheimnis einen Menschen verbittern kann. Sehr lesenswert!
  • 5/5 Sterne

    Wenn die Vergangenheit aufgeweckt wird

    von
    Eines vorweg: Das Buch hat nichts mit dem gleichnamigen Film von 2011 zu tun, auch wenn die Handlung in Bezug auf den Briefschreiber eine gewisse Ähnlichkeit aufweist. Da finde ich schade, dass kein anderer Titel gewählt wurde.

    Esthers Mann hat sie vor Jahren verlassen, die Kinder sind aus dem Haus und sie fühlt sich etwas einsam in ihrem Haus. Zu allem Überfluss geht auch noch ihre Heizung kaputt und sie hat kein Geld, um diese reparieren zu lassen.
    Hajo hat einen neuen Job in der Stadt angenommen, in der Esther wohnt, weil er einem schrecklichen Familiengeheimnis auf der Spur ist. Als er die Esther kennenlernt, findet er sie sofort interessant.
    Professor Ulrichs Haushaltshilfe hat gekündigt und aufgrund einer Verletzung kann er sich nicht selbst um den Haushalt kümmern. In seiner Verzweiflung nimmt er Kontakt zu einer entfernten Verwandten auf, zu der er seit Ewigkeiten keinen Kontakt mehr hatte. Er ahnt nicht, dass dies ihn vor ganz neue Herausforderungen stellen wird ...
    Und dann ist da noch eine kranke Frau, die Briefe an Unbekannte schreibt, um diese zu ermutigen und ihnen Botschaften von Gott zu überbringen. Während die einen sich über die Ermutigung freuen, sind andere eher empört darüber, dass sich jemand in ihr Leben einmischen will. Doch der Inhalt der Briefe bleibt nicht ohne Wirkung.

    Dorothea Morgenroths neuer Roman spielt, im Gegensatz zu früheren Büchern, ganz in der Gegenwart. Aus der Menge an aktuellen Romanen sticht er vor allem aufgrund seiner Protagonisten heraus - ein Mann und eine Frau in der Lebensmitte, ein Professor, der schon in die Jahre gekommen ist. Themen des Romans sind Krankheit, Schicksalsschläge, "die Kraft der Worte" - es geht darum, nicht die Hoffnung zu verlieren, die Vergangenheit zu überwinden und auch Menschen zu lieben, die nicht ganz so liebenswert sind.
    Der Autorin ist eine interessante, spannende Geschichte gelungen, die ich für Frauen (und Romane-liebende Männer) zwischen 30 und 60 empfehlen würde.
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