Erinnerungen aus Glas (Buch - Gebunden)

5 Sterne

Erinnerungen aus Glas (Buch - Gebunden)

Während des Zweiten Weltkriegs setzen zwei Kindheitsfreundinnen in Amsterdam alles daran, so viele jüdische Kinder wie möglich vor den Nazis zu retten. 75 Jahre später stößt Ava Drake auf dunkle Geheimnisse in ihrer Familiengeschichte und alle Hinweise führen nach Holland ...

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Details

Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Niederlande 1942: Eliese und Josie waren beste Freundinnen, doch das Leben hat sie getrennte Wege geführt. Nun stehen sie sich plötzlich wieder gegenüber: Eliese arbeitet inzwischen als Registrierungskraft in der Hollandschen Schouwburg, einem Amsterdamer Theater, das zur Sammelstelle für Juden umfunktioniert worden ist, Josie im gegenüberliegenden Kinderheim. Gemeinsam schmieden sie einen waghalsigen Rettungsplan …
75 Jahre später: Ava Drake reist als Direktorin der gemeinnützigen Kingston-Stiftung nach Uganda. Dort will sie den Förderantrag von Landon West prüfen. Existieren seine Kaffeeplantage und das angeschlossene Kinderheim tatsächlich? Als sich unerwartet eine Verbindung zwischen der Familiengeschichte von Landon und ihrer eigenen auftut und Ava zu recherchieren beginnt, stößt sie in ein Wespennest aus Lügen, Betrug und Habgier. Und sie begegnet Landons Großmutter, einer zierlichen alten Dame mit einer unglaublichen Geschichte …

 

Zusatzinformationen
  • ISBN: 9783963621895
  • Auflage: 14.01.2021
  • Seitenzahl: 368 S.
  • Maße: 13,5 x 21,5 x 2,4 cm
  • Gewicht: 525g
  • Preisbindung: Ja
  • Sachgebiet: Erzählungen/Romane

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Bewertungen

  • 4/5 Sterne

    von
    Josie und Eliese sind Kindheitsfreundinnen, 1942 sind sie 19 Jahre alt und leben in Amsterdam. Josie macht eine Ausbildung an einem Lehrerkolleg, an dem auch ein Kinderheim angeschlossen ist. Sie wähnt Eliese in London und in Sicherheit, denn diese ist Jüdin. Die Niederlande sind inzwischen besetzt. Doch Eliese ist schon seit zwei Jahren wieder zurück, aber sie hält ihre Rückkehr genauso geheim wir ihren (unehelichen) Sohn. Während Josie Helferdienste für eine Widerstandsgruppe im Untergrund ausübt, sieht sich Eliese gezwungen als Registrierungshelferin für den Judenrat zu arbeiten und Listen von Menschen anzufertigen, die aus Amsterdam in den Osten gebracht werden... ein Theater gegenüber dem Kinderheim dient als Sammelstelle.
    Im zweiten Erzählstrang geht es um Ava, die sich auf die Spurensuche nach der Vergangenheit ihrer Familie macht und dabei auf ein dunkles Geheimnis stößt.
    Ein Roman, der mich gerade in dem Erzählstrang, der in der Vergangenheit spielt, sehr berührt hat, denn diese Geschichte beruht zudem im Kern nach auch noch auf wahren Begebenheiten. Hier wurde der Geschichte Gesichter gegeben und man fühlt sehr mit. Der zweite Erzählstrang ist meines Erachtens ein bisschen überfrachtet mit Verwicklungen und auch Zufällen, dennoch wurde auch hier Spannung erzeugt und die Fäden wurden am Ende gelungen verknüpft.
    Der Erzählstil der Autorin ist sehr fesselnd und man taucht ein in das Leben der Protagonisten. Man fühlt sich mitten im Geschehen beim Lesen. Gerade die historischen Ereignisse bewegen. Gelungen finde ich auch, dass im Nachwort die Autorin dazu Anmerkungen zu den wahren Begebenheiten gibt.
    Ein Roman, der Historie lebendig macht und den ich ziemlich schnell verschlungen habe. Eine bewegende Geschichte.
  • 5/5 Sterne

    von
    Gläserne Geschichtsperlen
    " Erinnerungen aus Glas" geschrieben von Melanie Dobson ist im Januar 2021 im Francke -Buch-Verlag, Marburg erschienen. Ein Buch, das mir als etwas ganz Besonderes von einer lieben Lesefreundin empfohlen wurde und auf das ich deshalb sehr gespannt war.
    Da ich ein Faible für historisch gut recherchierte Werke besitze , habe ich diesbezüglich schon viel Literatur aus dieser Epoche des Nationalsozialismus gelesen.
    Der Roman von Melanie Dobson über zwei mutige Freundinnen und ihre gefährliche Rettungsaktion jüdischer Kinder hat meine Erwartungshaltung voll getroffen und ich bin abgetaucht in eine fesselnde Familiengeschichte, verknüpft mit wahren Begebenheiten und realen Schauplätzen.
    Die Handlung basiert auf verschiedenen Zeitebenen und länderübergreifenden Orten, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbinden und die Auswirkungen eines Kapitels dunkler Zeitgeschichte aufdecken.
    Es geht um das Jahr 1942, in dem Holland unter deutsche Besatzung gerät und das Schreckgespenst des Antisemitismus sich immer mehr ausbreitet. Die Hollandsche Schouwburg wird zum Sammelplatz für gefangene jüdische Familien, bevor sie zur Deportation in Lager abtransportiert werden. Eliese, eine ehemalige jüdische Bankierstochter muss gezwungener maßen die Registrierung der Namen auf Kartei - Karten vornehmen. Aufgrund von Platzmangel und Lärmbelästigung werden die Kinder übergangsweise in die benachbarte Kinderkrippe zur Obhut gebracht.
    Eliese übernimmt diesen Dienst und begegnet ihrer ehemaligen Freundin aus unbeschwerten Kindheitstagen, Josie, die während ihrem Lehramtsstudium die Kinderkrippenarbeit unterstützt. Angesichts des ihnen vor Augen stehenden Elends und Schicksals der jüdischen Familien reift in ihnen ein gefährlicher Plan ...
    75 Jahre später begegnen wir Ava Drake, der jungen Direktorin der weltweit bekannten und renommierten Kingston - Stiftung. Sie selbst ist durch ihre adoptierte Mutter ein Teil dieses hochangesehenen Familien-Clans. Bei der Recherche eines Förderantrags für die Stiftung reist sie nach Uganda und lernt dort den Kaffeeplantagenbesitzer Landon West kennen, der mit seinem Projekt Bishara und dem dazugehörigen Kinderheim wertvolle Missionsarbeit leistet. Mit ihm zusammen entdeckt sie Verbindungen zwischen ihrer und Landons Familie.
    Als sie Landons Urgroßmutter kennenlernt, fasst diese Vertrauen zu Ava und offenbart ihre Erlebnisse aus ihrer Zeit in Holland während des Zweiten Weltkriegs. Aber auch Ava hat unverarbeitete Erinnerungen aus ihrer Kindheit, die sie als Albträume verfolgen. Als sie erkennt, wer hinter ihrem großen Verlust steht, gerät sie in Lebensgefahr.
    Mein Fazit:
    Ein Buch, das mich von Anfang bis Ende gepackt hat und das ich nur mit unfreiwilligen Unterbrechungen zur Seite gelegt habe. Melanie Dobsons Schreibstil ist flüssig, kraftvoll und überzeugend, ihre Charaktere sind authentisch und berührend.
    Man lebt und leidet mit den Protagonisten dieser Geschichte, geht durch alle Höhen und Tiefen auf der Spur eines alten Familiengeheimnisses, das das philanthrope Image einer anerkannten amerikanischen Familie ins Wanken und unglaubliche Verbrechen ans Licht bringt.
    Und zugleich ist es eine Hommage für Liebe und Glauben, für selbstloses Handeln und Opferbereitschaft und einer hoffnungsvollen Botschaft.
  • 5/5 Sterne

    von
    WOW!
    Was für ein tolles Buch! Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Ich danke Gott, dass er Menschen befähigt, solch wertvolle Bücher zu schreiben.
    Hoffentlich können wir noch öfter von der Autorin lesen.
  • 5/5 Sterne

    von
    „...Einige Erinnerungen hielt sie gerne fest, andere würde sie am liebsten in einem der vielen Kellergewölbe unter den Amsterdamer Banken wegsperren. Oder in einem der vielen Tunnel, die die Hügel ihrer Heimat durchzogen...“
    Es sind die Gedanken einer alten Dame, mit der das Buch beginnt. Noch weiß ich weder, wer sie ist, und auch nicht, was ihr Leben geprägt hat.
    Dann wechselt die Geschichte ins Jahr 1933 und in das kleine niederländische Städtchen Geethorn. Josie und ihr Bruder Samuel spielen mit dem Nachbarsjungen Klaas. Man spielt Krieg: Spanien gegen Niederlande. Samuel mahnt Josie.
    „...Das Entscheidende im Widerstand gegen den Feind war nicht der Kampf, bläute ihr Samuel immer wieder ein, sondern das Warten...“
    Noch ahnt Josie nicht, wie wichtig neun Jahre später diese Sätze werden. Am gleichen Tag gewinnt Josie eine neue Freundin, die deutsche Jüdin Anneliese, die bei einer Nachbarin eingezogen ist.
    In der Gegenwart begleitet Ava ihre Großmutter zur Eröffnung einer Bibliothek in Amsterdam, die von dieser gestiftet worden ist.
    Die Autorin hat einen bewegenden Roman geschrieben. Sie verknüpft auf geschickte Weise zwei Ereignisse miteinander. Das ist zum einen die Suche von Ava nach der Vergangenheit ihrer Familie, zum anderen der Umgang der deutschen Besatzer mit den Juden in den Niederlanden. Es geht um schuld und Vergebung, um die Gier nach Geld und Menschenverachtung.
    Der Schriftstil lässt sich zügig lesen. Vor allem im Part der Gegenwart wird schnell deutlich, dass dort eine Menge unter den Teppich gekehrt wurde. Avas Großmutter herrscht über ein mächtiges Imperium. Einen Teil des Geldes setzt sie gegen den Willen ihrer Neffen für wohltätige Zwecke ein.Bisher weiß nur so allein, wie viel Blut an diesem Geld klebt.
    Als Ava in Uganda im Auftrag ihrer Großmutter eine soziale Organisation dahingehend überprüft, ob sie auch das tut, was sie vorgibt, lernt sie Landon kennen. Seine Schwester stellt Ava in den USA ihrer Großmutter vor. Die reagiert heftig. Das lässt Ava fragen: Wer war William Kenston wirklich, dem ihre Familie den Reichtum verdankt? Ihre Nachforschungen führen sie tief in die Vergangenheit. Noch kennt sie Paul Epker nur als Bibliotheksdirektor, der ihr folgenden Satz mitgibt:
    „..Die Vergangenheit schleicht sich oft unerwartet in unsere Gegenwart…“
    Das Geschehen in den Jahren 1942 und folgenden wird chronologisch erzählt, versehen mit Ort, Monat und Jahr. Wie raffiniert die Besatzer dabei vorgegangen sind, zeigt das folgende Zitat:
    „...Aus den ganzen Niederlanden waren Menschen in das jüdische Getto umgesiedelt worden, das nur einige Straßen vom Theater entfernt war. Eliese hatte gehört, viele von ihnen seien erleichtert gewesen, dass sie nicht in eines dieser grauenvollen Lager in Deutschland gebracht worden...“
    Zwei Fragen werden im Buch konsequent angesprochen. Zum einen geht es darum, wer Hitler seinen Aufstieg finanziert hat, zum anderen wird die Mitarbeit im Judenrat thematisiert. Während bei ersterem nur Geld und Gewinn im Mittelpunkt standen, ist die zweite Problematik vielschichtiger. Offensichtlich ging es um das eigene Leben. Das aber war nach Abschluss der Aktion keinen Pfifferling mehr wert. Andererseits zeigt die Geschichte von Josie und Eliese, dass die minimalen Chancen genutzt wurden, zumindest das Leben von Kindern zu retten.
    Die Geschichte liest sich extrem spannend. Das liegt einerseits am historischen Hintergrund, andererseits an den komplexen Beziehungen der Protagonisten der Gegenwart und ihren vielfältigen Geheimnissen. Sehr unaufdringlich durchzieht der christliche Gedanke von Vergebung und Neuanfang das Geschehen.
    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen.
  • 5/5 Sterne

    von
    Dieses Buch erzählt die bewegende Geschichte der Jüdin Eliese und ihrer Freundin Josie, die 1942 in den Niederlanden die Naziherrschaft am eigenen Leib erfahren müssen. Und dann ist da Ava, die sich 75 Jahre später auf die Suche nach Spuren der Vergangenheit ihrer eigenen Familie macht.
    Die Handlung spielt wechselseitig auf zwei Zeitebenen, deren Verflechtung erst mit der Zeit erkennbar wird. Stück für Stück setzt sich ein Gesamtbild zusammen, das zunächst erschüttert und bestürzt, letztendlich aber auch Hoffnung vermittelt.
    Der Schreibstil ist flüssig, spannend und die Charaktere werden sehr gut herausgearbeitet. Die realen historischen Hintergründe werden gekonnt mit den persönlichen Schicksalen der handelnden Personen verbunden. Der Mut der Freundinnen und anderer Widerstandskämpfer führt zur Rettung vieler jüdischer Kinder, während die Geldgier Einzelner und die falsche Ideologie der Nazianhänger auch vielen Menschen den Tod bringen. Erinnerung ist wichtig und die Aufarbeitung der Vergangenheit kann nicht unter den Tisch gekehrt werden, um materielle Interessen zu schützen. Der Glaube an Gott rückt dabei immer wieder in den Vordergrund und selbst in schweren Zeiten kann er helfen.
  • 5/5 Sterne

    Und wenn auch nur ein Kind gerettet werden kann

    von
    In diesem spannenden Roman, der auf wahre Begebenheiten beruht, geht es um die Rettung jüdischer Kinder in den Niederlanden im Dritten Reich. Nicht nur Widerstandskämpfer, ganz gewöhnliche Menschen riskieren ihr Leben in einem stillen Protest gegen das Unrechtsregime.

    In diesem Buch werden zwei Geschichten erzählt, die nach und nach zusammenfließen. Da sind zum einen die Ereignisse in den letzten Kriegsjahren in Holland, zum anderen wird von einer reichen, amerikanischen Familie in der heutigen Zeit erzählt.

    Die junge Studentin Josie übernimmt immer mal wieder kleine Aufträge und Botendienste für ihren älteren Bruder Samuel, der im Widerstand aktiv ist. Einmal kann sie nur knapp einer Festnahme entkommen. Erst da wird ihr klar, wie gefährlich diese Aufgabe ist. Trotzdem möchte sie noch mehr tun, denn sie erlebt hautnah mit, wie immer mehr Juden deportiert werden. Als sie die Möglichkeit hat bei der Rettung von Kindern mitzuhelfen, zögert sie nicht.

    Eliese kommt als junges Mädchen aus Deutschland nach Holland. Ihrem wohlhabender Vater gehört eine Bank. Wegen seinen großen Investitionen fühlt er sich zunächst sicher, auch als Jude. In den letzten Kriegsjahren muss Eliese bei der Aufnahme der Juden, die deportiert werden sollen, mithelfen. Sie erlebt wie gefühllos die Nazis die Kinder behandeln. Da hat sie eine Idee, wie einzelne Kinder gerettet werden können.

    Mehr als siebzig Jahre später sehnt sich Ava nach einer liebevollen Familie. Als Jugendliche verlor sie ihre nächsten Angehörigen und wurde von der reichen Familie ihrer Mutter aufgenommen. Aber außer der Familienmatriarchin würden sie wohl alle am liebsten loswerden, weil sie ihr Erbe nicht teilen wollen.

    Avas Aufgabe besteht darin wohltätige Organisationen für die Familienstiftung auszuwählen und zu überprüfen. Eine kurze Reise nach Uganda verändert ihr Leben, und hilft ihr bei der Suche nach ihren Wurzeln.

    Diese Geschichte ist sehr fesselnd geschrieben. Es gibt viele Familiengeheimnisse, die erst nach und nach ans Licht kommen. Die Charaktere sind allesamt einzigartig und sehr gut gezeichnet, auch solche, die nur einen kurzen Auftritt haben. Da gibt es, zum Beispiel, die eigenwillige alte Frau, die sterbenden Kindern im Krankenhaus eine letzte Freude macht, die Nachbarin, die als Krankenschwester aufopfernd in einem jüdischen Lager arbeitet oder die liebevolle Betreuerin der Kinder in der Tagesstätte.

    Auch das Lebensgefühl der Niederlanden wird gut wiedergegeben. Dieses kleine Volk, dass auf den Angriff der Deutschen nicht vorbereitet war, tat doch in mutiger Weise was es konnte, um Menschen zu retten und Widerstand zu leisten.
    Der christliche Glaube spielt in dieser Geschichte eine wichtige Rolle. Es geht um Themen wie Schuld und Versagen, und um Gottes rettende Liebe. Die Hinweise auf Gott passen gut zur Handlung und passen gut zur Geschichte.

    Fazit: Einmal begonnen, kann man dieses Buch nur schwer aus der Hand legen. Eine inspirierende Geschichte über das mutige Handeln einzelner Menschen zur Rettung der Hilflosen, verbunden mit einer Geschichte über die Kehrseite von Geld und Macht. Sehr empfehlenswert, besonders für Menschen, die historische Romane lieben!
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