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von Esther (Veröffentlicht am 06.07.2018)
Wann ist ein Leben lebenswert? - beeindruckende Erfahrungsberichte
Sterbehilfe, Diagnose Down-Syndrom, jahrelanges Wachkoma – in „Ich lebe!“ bekommen abstrakte Begriffe Haut und Knochen, Fleisch und Blut. Die Autoren Heinrich und Heimowski geben eine kurze, aber sehr pointierte Einführung und lassen dann 7 Betroffene bzw. ihr Umfeld selbst zu Wort kommen.
Alle Berichte haben gemeinsam, dass sie sehr ehrlich über Höhen und Tiefen sprechen und nichts beschönigen. Es wird kein Idealbild von einem Leben mit eigener Behinderung oder einem schwerkranken Angehörigen gezeichnet. Manches macht daher beim Lesen betroffen oder auch wütend. Nicht alle Geschichten haben ein „Happy End“.
Trotzdem ist „Ich lebe!“ ein Mut machendes und wichtiges Buch. Es gelingt den verschiedenen Autoren, auch die Freude und Stärke des Lebens an sich glaubhaft und nachfühlbar zu vermitteln. Vieles, was ich las, zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht.
Der Glaube an Gott ist bei allen Erlebnisberichten das verbindende Element. Es wird dabei sehr deutlich, dass eine naive oder weltfremde Form davon bei solch existenziellen Fragen nicht tragbar und tragfähig ist. Auch einige besondere Problematiken, die Christen besonders berühren, kommen zur Sprache.
„Ich lebe!“ ist ein kluges Buch, das dem Leser tatsächlich Raum lässt, sich eine eigene Meinung zu bilden. Dabei hebt es sich wohltuend gegen den Mainstream ab und ordnet die Bedeutung der Frage nach der Lebenswürde auch historisch ein.
Fazit: unbedingt empfehlenswert und sein Geld mehr als wert!
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