Im Käfig der Angst (Buch - Gebunden)

Missbrauch in der heilen Welt

4.5 Sterne

Ille Ochs war immer "Papis Liebling". Was niemand ahnt: Ihr Vater, ein angesehenes Gemeindemitglied, missbrauchte seine Tochter sexuell. Die Krankenschwester und Pastorenfrau verdrängt die Erinnerungen, bis sie sich durch Träume und düstere Ahnungen an die Oberfläche drängen.

  • Artikel-Nr.: 395728000
  • Verlag: SCM Hänssler
Auch erhältlich als:
Buch - Gebunden (diesen Artikel sehen Sie sich gerade an)
16,95 €
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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Ille Ochs war immer "Papis Liebling". Was niemand ahnt: Ihr Vater, ein angesehenes Gemeindemitglied, missbrauchte seine Tochter sexuell. Die Krankenschwester und Pastorenfrau verdrängt die Erinnerungen, doch sie prägen ihr Verhalten und verletzen ihre Seele zunehmend. Bis sie sich durch Träume und düstere Ahnungen an die Oberfläche drängen.
Doch in der schwärzesten Stunde beginnt ein Prozess der Aufarbeitung und Heilung, etwas, was Ille Ochs kaum für möglich gehalten hätte. Am Ende steht eine Begegnung mit ihrem sterbenden Vater - und die schwere Frage, was echte Vergebung bedeutet.
Das Buch berührt in ehrlicher und offener Weise, ohne emotionale Grenzen zu überschreiten. Mit einem bewegenden Vorwort von Peter Strauch, dem Bruder von Ille Ochs.
Das Buch enthält auch einen Teil mit Adressen für Hilfesuchende.

 

Rezensionen
  • Ille Ochs ist eine normale, junge Frau, aufgewachsen in einer fröhlichen, gläubigen Familie. Seltsam nur, dass sie oftmals ihre Reaktion überhaupt nicht unter Kontrolle hat, sich selbst gute Wege verbaut. Es dauert Jahre, bis ihr aufgeht, woher das kommt: Langsam kehrt Verdrängtes zurück und sie erinnert sich an ihre Kindheit - und den sexuellen Missbrauch durch ihren Vater, den "gesegneten, frommen Mann" (Vater von Peter Strauch und seiner Schwester Ille …). Zu ihrem Mut, dieses heikle Thema öffentlich anzupacken, kann man der Autorin samt Familie nur gratulieren - bislang gibt es wenig Literatur, die über Missbrauch in der frommen Welt aufklärt. Was es bedeutet, mit solch einer seelischen Verletzung zu leben, mag man sich nicht vorstellen. Sehr behutsam und sensibel beschreibt die Autorin, die heute als Kreative Supervisorin tätig ist, ihren Heilungsprozess. Und auch ihren geistlichen Weg: vom Gefühl, von Gott im Stich gelassen worden zu sein über falsche Gottesbilder (aus Scham geboren) hin zu einer Befreiung: "Das Schönste in meiner Beziehung zu Gott ist jetzt: Ich bin vor ihm ganz echt und fühle mich bedingungslos geliebt". Gut, wenn endlich in der frommen Welt Licht an dieses Thema kommt!
    Christel Eggers| AUFATMEN
Zusatzinformationen
  • Format: Buch - Gebunden
  • ISBN: 978-3-7751-5728-5
  • ISBN 10: 377515728X
  • Auflage: 1. Auflage, 04.08.2016
  • Seitenzahl: 256 S.
  • Maße: 14 x 21.5 x 2 cm
  • Gewicht: 455g

  • Inkl. 16 Seiten Bildteil
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Extras

Hörprobe
2. Beitrag von Sabine Langenbach Radio MK kreuz & quer
Leseprobe
Hochauflösendes Cover
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Bewertungen

  • 4/5 Sterne

    Papis Liebling und die Alpträume

    von
    "Lange Zeit wollte ich nicht hinschauen. Zu groß war meine Angst vor dem Schmerz. Mein Vater, den ich so sehr liebte, sollte mich missbraucht haben?"
    Ilse-Ruth genannte Ille, wird 1954 als letztes Kind der Familie Karl und Ruth Strauch geboren. Mit ihren Geschwistern Peter und Bärbel hat sie nur wenig Kontakt, da sie recht früh das Elternhaus verlassen. Nur Bruder Diethelm ist ihre engster Vertrauter in der Kindheit. Doch als auch er das Elternhaus verlässt, ist Ille immer noch recht jung und geht zur Schule. Immer mehr bekommt sie in dieser Schwierigkeiten und auch mit Freundschaften will es nicht klappen. Irgendwie legt sich wie eine Art Schatten oder Schwere über Ille, ist es das strenge, christliche Elternhaus oder doch was ganz anderes? Auch in Sachen Liebe bekommt sie immer wieder Probleme. Nach der Schule beginnt sie eine Lehre als Krankenschwester und auch dort kommen ihre Ängste, Selbstzweifel und regelrechte Panikattacken wieder. Später lernt sie dann ihren Mann und Pastor Siegfried Ochs kennen und sie heiraten, doch auch diese Ehe wird durch Illes Verhalten belastet. Mit den Jahren probiert sie einiges an verschiedenen Tätigkeiten und Seminaren aus. Ihre Träume und düsteren Ahnungen verdichten sich jedoch immer mehr, bis sie eines Tages in ihr Innerstes blicken kann und erkennen muss das ihr Vater sie missbraucht hat. Von da an beginnt für sie der Prozess der Aufarbeitung, Befreiung, Vergebung und Heilung.

    Meine Meinung:
    Die Vorgeschichte von der Autorin war zwar recht lang, bis es zur eigentlichen Offenbarung des Missbrauchs kam, aber ich denke, das war der Autorin auch nicht wichtig. Für sie ist es wichtig das Opfer durch dieses Buch ihre Problematik erkennen und lernen wie sie aus diesem Teufelskreis wieder herauskommen. Dies ist auch im Großen ganzen recht verständlich zu entnehmen. Ich fand das Buch sehr interessant, aber es entsetzte mich auch, das selbst solche Dinge bei Christen vorkommen. Ein aufmunterndes Buch das den Betroffenen, aber auch anderen Lesern die Augen öffnen soll, nicht wegzuschauen. Den auch nach fast über 40 Jahren gibt es noch Möglichkeiten, einen Missbrauch zu entdecken und zu behandeln, man muss es nur wollen. Das Cover, wirkt recht unheimlich und geheimnisvoll und lässt einen schon das Thema des Buches erahnen. Für mich daher 4 von 5 Sterne für diese Lebensgeschichte.
  • 4/5 Sterne

    Achtsamkeit

    von
    "Lange Zeit wollte ich nicht hinschauen. Zu gross war meine Angst vor dem Schmerz. Mein Vater, der ich so sehr liebte, sollte mich missbraucht haben? Nein, das hätte es mir niemals angetan. Ich hockte in meinem Käfig der Angst..."
    Zitat vom Rückentext

    Ille Ochs wurde als Mädchen "Papas Liebling" genannt und jahrelang von ihm missbraucht. Sie hat alles verdrängt und erst als sie beginnt zu forschen, weshalb sie die Panikattacken, die Träume etc. hat, beginnt ihr Prozess der Heilung, Vergebung und Befreiung.

    Ein Buch über Missbrauch und Glauben. Ein Vater, streng christlich, der sein eigenes Kind missbraucht. Was für eine Farce. Wie kann man mit so einem Erlebnis leben? Wie kann man ein intaktes Eheleben führen?

    Ille Ochs führt einen durch ihr Leben, durchs verdrängen, durch ihre Attacken, durch ihre Angst, fehlendes Selbstvertrauen - sie schreibt so ehrlich, so direkt, man taucht ins Buch ein, wird von Anfang an gepackt, geschockt und legt das Buch nicht mehr weg. Atempausen müssen eingelegt werden, Tränen weggewischt. Ein Buch das Mut macht, das zeigt, dass man auch seinem Peiniger vergeben kann.

    Ein Opfer könnte Mühe haben mit dieser Biographie, außer man ist sich sicher, dass man sich selber damit auch auseinandersetzten möchte und ein paar Denkanstösse braucht.

    Die Erzählung über ihre Ausbildung zur Tanztherapeutin war mir etwas zu langatmig, zu wenig aussagekräftig, aber vielleicht weil ich das zu wenig greifen konnte?

    Opfer ist man während der Missbrauchszeit, aber danach muss man ausbrechen und damit leben lernen. Vergeben heißt nicht vergessen, aber man kann lernen, damit zu leben. Mit Gott ein Streitgespräch suchen und auch ihm vergeben, das kann helfen um mit dem Kapitel abzuschliessen.

    Das Vorwort von ihrem Bruder zeigt sehr eindrücklich, wie schwer so ein Fall auch für Geschwister sein kann. Peter Strauch schreibt sehr ehrlich und offen - berührend, beängstigend.

    "Dieses Buch ist keine Abrechnung, das ist mir wichtig, weder mit dem Täter, in diesem Fall mit meinem Vater, noch mit den "Verfolgern" und "Rettern" aus meiner Vogelgeschichte. ... Es soll hingegen ehrlich und offen die ganze Tragik aufzeigen und nichts verharmlosen oder beschönigen. Missbrauch, ob religiös, emotional oder sexuell, hat gravierende Folgen, auch wenn sie nicht immer sichtbar sind." (Zitat vom Vorwort, Seite 13)

    Fazit: Ein sehr, sehr berührende Biographie die mich sprach- und atemlos zurücklässt. Die nachlebt und sagt, verschweigen und verdrängen hilft nicht, man muss etwas tun!
  • 5/5 Sterne

    Mit der Angst leben

    von
    Die Autorin Ille Ochs wurde als kleines Mädchen von ihrem Vater missbraucht. Diese traumatischen Erlebnisse verdrängte sie jahrelang, bis sie in einem langen und mühevollen Prozess der Aufarbeitung an ihre eigenen Grenzen stößt. Der Weg zu Heilung und Befreiung von der Dunkelheit ist jedoch hart und steinig.

    Dies ist zweifellos eins von jenen Büchern, die mich wirklich emotional tief berührt haben. Vieles daraus klingt immer noch in mir nach und lässt mich nicht los. Was die Autorin geleistet hat, ist bewundernswert und war bestimmt alles andere als leicht. Sexueller Missbrauch ist in gewisser Weise immer noch ein Tabuthema, welches hier jedoch klar und deutlich thematisiert wird. Dadurch macht Ille sich aber auch sehr verletzbar, doch dieses Risiko geht sie ganz bewusst ein. Und gerade das ist es, was mich so bewegt hat. Mit einer schockierenden Offenheit erleben auch wir die Auswirkungen dieses prägenden Lebensabschnittes. Dadurch, dass alles komplett im Präsens geschrieben ist, wirkt es sehr präsent und real, sodass ich das Gefühl hatte, viel näher an der Autorin als Mensch dran zu sein, als das normalerweise möglich ist. Eine sehr schöne Erfahrung beim Lesen.
    Es ist wirklich beschämend, wie auch ihr eigener Bruder im Vorwort schreibt, dass wir so wenig Ahnung davon haben, wie gravierend die Auswirkungen nach einem sexuellen Missbrauch sind. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Käfig der Angst, aus dem sich wohl die wenigsten herauskämpfen können. Ille Ochs ist auf einem sehr guten Weg dazu, aber es braucht enorm viel Mut, diesen Weg zu gehen.
    Hinzu kommt die Ambilvalenz zwischen ihrer vermeintlich heilen und gläubigen Familie, die nicht nur die Worte Jesu gepredigt, sondern wirklich danach gelebt hat, und der Schuld ihres Vaters. Sehr schön beschreibt sie in dem Buch, dass sie gelernt hat, beide Bilder von ihrem Vater gleichwertig nebeneinander stehen zu lassen, ohne über das eine das andere zu vergessen.

    Dieses Buch geht weit über das Thema „Sexueller Missbrauch“ hinaus, auch wenn dieses Thema ständig präsent ist. Es fordert uns selbst auf, uns auf den Weg der Heilung zu begeben und stupst uns immer wieder sanft, aber sehr nachdrücklich in diese Richtung. Ein Buch, was unter die Haut geht. Sehr, sehr stark!
  • 5/5 Sterne

    Wie Missbrauch ein ganzes Leben verändert

    von
    Ille Ochs wächst in einem augenscheinlich normalem, christlichen Elternhaus auf. Ihr Kindheit ist behütet, sie wohnen über der Gemeinde, so dass sie immer ein offenes Haus haben. Ihr großer Bruder ist der bekannte Liedermacher und Pastor Peter Strauch. Auch ihr Vater ist damals sehr bekannt und wird von vielen geschätzt. Doch immer wieder hat Ille Depressionen und Angstzustände. Keiner weiß, woher das kommt und so lebt sie die meiste Zeit ziemlich abgekapselt, hat wenig Freunde. Auch in der Ausbildung setzt sich ihr ängstliches und flüchtendes Verhalten fort. Als ihr Vater seine Ämter niederlegen muss, weil er zwei Mädchen sexuell missbraucht hat auf einer christlichen Kinderfreizeit in Holland, die er jedes Jahr betreute. Und so langsam ahnt Ille, dass sie vielleicht auch ein Opfer von ihm war. Es beginnt eine lange Reise zu sich selbst und sie versucht durch verschiedene Therapien Heilung zu finden.

    Dieses Buch hat es echt in sich. Das Thema sexueller Missbrauch wird in christlichen Kreisen leider oft totgeschwiegen doch die Opfer leiden ein Leben lang. Ille weiß anfangs gar nichts davon, dass ihr Vater sie als Kind missbraucht hat, sie verdrängt es. Nur durch Zufall ahnt sie, dass da etwas nicht stimmt. Lange Zeit hat sie Panikattacken und Angstzustände und weiß nicht woher das kommt. Deshalb auch der Titel, der sehr passend gewählt ist. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen, weil mich das Leben der Autorin so bewegt hat. Viele ihrer Gedanken haben auch mich total angesprochen und bewegt. Ich bewundere sie, wie viele Therapien und Ausbildungen sie gemacht hat um herauszufinden, was mit ihr los ist. Die wichtigste Aussage im ganzen Buch fand ich, dass vergeben nicht heißt, dass man es vergessen und unter den Tisch kehren soll. Dass die Autorin all die Jahre an ihrem Glauben festgehalten hat, obwohl der Missbrauch ihre Welt erschüttert hat, ist ein echtes Wunder. Erschüttert war ich, als sich einige Menschen von ihr abwenden, weil sie nicht glauben, dass ihr „Glaubensheld“ sowas getan haben soll.

    Ich hoffe der Mut von Ille Ochs kann vielen Betroffenen helfen, offen über ihren Missbrauch zu reden und nicht die Schuld bei sich zu suchen. Es ist eins der wenigen Bücher im christlichen Sektor zu diesem Thema, vielleicht kann es auch helfen, nicht die Augen zu verschließen. Nur selten hat mich ein Buch so berührt wie dieses.
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