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Bewertungen
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von bibliothek.auf.dem.land (Veröffentlicht am 03.11.2025)
Sehr spannendes Buch über die Hugenottenverfolgung
Frankreich im 17. Jahrhundert: Jean und Manette wachsen wohlbehütet bei ihren Eltern in einer kleinen Waldhütte auf. Sie leben ihren Glauben an Jesus Christus und haben ihre Kinder treu im Protestantismus erzogen.
Doch die dunkle Welle der Hugenottenverfolgung macht auch vor ihrer Haustür keinen Halt. Francis, ausgerechnet der Bruder von Jeans Vater ist überzeugter katholischer Priester und jagt alle Protestanten. Selbst seinen Bruder verrät er und unbeschreibliches Leid zerstört die Familie.
Der Vater auf einer Galeere, die Mutter verstorben, die Schwester weit weg in Paris und Jean soll ins Kloster, um zum katholischen Glauben umerzogen zu werden. Doch das ist ganz gegen seine innere Überzeugung und ein Fluchtplan in ihm erwacht. Nach Holland möchte er fliehen, denn dort kann er seinen Glauben frei ausleben. Ungern will er seine Schwester in Paris lassen und ein riskantes Abenteuer beginnnt. Wird man ihn überall suchen?
In festem Glauben an seinen Herrrn und Heiland zieht er los und erfährt, wie Gottes Hand über allem steht.
Der Schreibstil ist sehr fesselnd und der Leser kann das Buch kaum aus der Hand legen, weil man regelrecht mitfiebert.
Der Spannungsbogen hält sich bis zur letzten Seite auf hohem Niveau.
Besonders gut hat mir gefallen, mit welcher Treue und Hingabe die Protagonisten ihren Weg gehen. Sehr beeindruckend und nachahmenswert, was die Eltern in die Herzen der Kinder gesät haben: Treu an Gottes Liebe und Gnade festzuhalten, auch wenn es durch sehr dunkle Täler geht.
Da die Erzählung auf historischen Fakten beruht und einen Einblick in die Zeit der Hugenottenverfolgung gibt, ist es umso wertvoller, wie Gott durch Schwierigkeiten hindurchgeholfen hat.
Manche historische Begebenheiten sind zum besseren Verständnis in Fußnoten erklärt. -
von julzpaperheart (Veröffentlicht am 07.08.2021)
Mitreißende und sehr spannende Erzählung über verschiedene Einzelschicksale von Menschen, die zur Zeit der Hugenottenverfolgung lebten!
„Riskante Flucht“ handelt von einer Geschichte über den sechszehnjährigen Jean aus Lisieux. Zeitlich einzuordnen ist die Geschichte ins 17. Jahrhundert in Frankreich, wo in dieser Zeit Hugenotten (Protestanten) aufgrund ihres Glaubens verfolgt wurden. Jean möchte sich auf den Weg nach Holland machen, wo Glaubensfreiheit herrscht.
Seine Mutter ist gestorben, sein Vater muss auf einer Galeere als Gefangener rudern und seine kleine Schwester wurde nach Paris geschickt, wo sie umerzogen werden soll. Sein Onkel Louis und seine Tante Marie haben ihn nach all den schweren Schicksalsschlägen aufgenommen und gut versorgt, doch seine Haltung in religiösen Fragen können sie nicht nachvollziehen, da er damit sich selbst und auch sie in Gefahr bringt. Als Francis, der Priester des Ortes, Jean in ein Kloster stecken will, entscheidet sich der Junge, nach Holland zu fliehen. Doch wie soll er seine Schwester finden und wie schafft er es überhaupt sein Dorf zu verlassen, ohne entdeckt zu werden? Seine Flucht ist gefährlich und er weiß nicht, wem er auf seinem Weg trauen kann.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Die Thematik ist etwas schwierig, da nicht Jeder den historischen Hintergrund kennt. Ich fand es sehr hilfreich, dass im Buch viele Erklärungen und Definitionen aufgeführt waren, damit man die Handlung besser versteht. Das Buch enthält verschiedene Einzelschicksale von französischen Protestanten, die in einer sehr schweren Zeit lebten und grausame Verfolgung und Tode erlebten. Weitere wichtige Themen, die im Buch angesprochen werden, sind der Calvinismus und der Glaube an Jesus im Allgemeinen, die Hugenottenkriege und die Bartholomäusnacht.
Die Protagonisten waren sehr interessant und hatten alle eine spannende Hintergrundgeschichte. Jean lernt auf seiner Flucht einen Jungen namens Camille kennen und die beiden werden Freunde. Auch seine Geschichte war sehr fesselnd und traurig. All die anderen Personen, die sie auf der Reise treffen, begegnen ihnen nicht aus Zufall und die Kinder dürfen stets Gottes Führung und Bewahrung erkennen.
Das Buch regt sehr zum Nachdenken an und ermutigt Jeden, am Glauben festzuhalten und ein standhafter Zeuge Christi zu sein. Es gewährt einen Einblick in eine grausame Zeit unserer Vorfahren und zeigt auf, wie viel dankbarer wir sein sollten, dass wir in einer solch guten Zeit leben dürfen.
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