Weiter als der Ozean (Buch - Gebunden)

Roman

5 Sterne

Weiter als der Ozean (Buch - Gebunden)

Roman

London, 1909: Edna ist verwitwet und als sie ernsthaft erkrankt, werden ihre drei jüngsten Kinder in einem Waisenhaus untergebracht. Als Laura, die älteste Tochter, davon erfährt, will sie sich sofort um ihre Geschwister kümmern. Doch diese sollen als Waisen nach Kanada vermittelt werden ... Ein bewegender Roman, der auf wahren Begebenheiten basiert.

  • Artikel-Nr.: 817705000
  • Verlag: Gerth Medien
  • Originaltitel: No Ocean too Wide
  • Band: 1
Auch erhältlich als:
Buch - Gebunden (diesen Artikel sehen Sie sich gerade an)
18,00 €
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Details

  • Artikel-Nr.: 817705000
  • Verlag: Gerth Medien
  • Originaltitel: No Ocean too Wide
  • Band: 1
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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Verschickt auf die andere Seite der Welt
London, 1909: Nach dem Tod ihres Mannes kämpft Edna McAlister darum, für ihre drei jüngsten Kinder zu sorgen. Ihre älteste Tochter Laura ist auf einem Anwesen als Hausmädchen beschäftigt. Als Edna ernsthaft erkrankt, werden die Kinder in einem Waisenhaus untergebracht – noch bevor Laura das Sorgerecht für ihre Geschwister einfordern kann. Die junge Frau weiß um die Tatsache, dass Tag für Tag hunderte britischer Kinder nach Kanada verschifft werden. Laura beschließt zu handeln. Gleichzeitig findet der junge Anwalt Andrew Frasier heraus, dass bei der Vermittlung der Kinder etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Gemeinsam mit Laura macht er sich auf die Suche nach den drei Geschwistern.
Dieser Roman basiert auf wahren Begebenheiten. Er beleuchtet das Schicksal einer jungen Frau, die trotz schwieriger Situationen erlebt, dass Gottes Hand sie auch im tiefsten Tal schützt und hält.

 

Zusatzinformationen
  • ISBN: 9783957347053
  • Auflage: 3. Gesamtauflage (1. Auflage: 05.01.2021)
  • Seitenzahl: 432 S.
  • Maße: 13,5 x 21,5 x 3,5 cm
  • Gewicht: 666g
  • Preisbindung: Ja
  • Sachgebiet: Erzählungen/Romane
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Extras

Leseprobe

Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    emotional fesselnder und mitreißender Roman

    Inhalt:
    London, 1909: Nach dem Tod ihres Mannes kümmert sich Edna McAlister mit aller Kraft um die Versorgung ihrer drei jüngsten Kinder. Ihre älteste Tochter Laura ist auf einem Anwesen als Hausmädchen beschäftgt. Als Edna ernsthaft erkrankt, werden die Kinder in einem Waisenhaus untergebracht - noch bevor Laura das Sorgerecht für ihre Geschwister einfordern kann. Die junge Frau weiß um die Tatsache, dass Tag für Tag Hunderte britischer Kinder - ob tatsächlich Waisen oder nicht - nach Kanada verschickt werden. Laura beschließt zu handeln, wohl wissend, dass sie damit eine Menge aufs Spiel setzt ... Gleichzeitig findet der junge Anwalt Andrew Frasier heraus, dass bei der Vermittlung der Kinder etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Gemeinsam mit Laura macht er sich auf die Suche nach den drei Geschwistern.

    Meinung:
    Dieses Buch hat auf Grund der vielen positiven Rezensionen mein Interesse geweckt.

    Die Autorin kannte ich bisher nicht, doch hat mir ihr Schreibstil gut gefallen. Sie beschreibt sehr ausdrucksstark und authentisch die Charaktere in diesem Buch, was ich sehr besonders fand. Häufig bleiben mir nur die Hauptprotagonisten in Erinnerung, doch hier war es anders.

    Das Buch beruht auf wahren Begebenheiten und die Schilderungen der Vorgänge gingen mir unter die Haut. Die Grausamkeiten und Handlungen wurden sehr ausführlich und detailreich beschrieben, was das Ganze sehr lebendig wirken ließ.

    Die Handlung wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Dadurch bekommt einen tollen Einblick in das Geschehen und kann verschiedene Eindrücke wahrnehmen. Die Gefühle, Hoffnungen und Ängste wurden sehr gut und eindrücklich beschrieben.

    Trotz der Schwere und den vielen Emotionen ließ sich das Buch zügig lesen. Die Geschichte war sehr spannend und ich konnte das Buch (besonders zum Ende hin) kaum aus der Hand legen. Die angesprochenen Themen und auch der christliche Glaube bekamen viel Raum und wurden schön und authentisch in die Handlung eingebracht.

    Die vielen positiven Rezensionen sind meiner Meinung absolut gerechtfertigt. Ich habe schon lange nicht mehr einen solch eindrücklichen und mitreißenden Roman gelesen.
  • 5/5 Sterne

    Ein sehr gutes Buch, das beschreibt, wie es damals zugegangen ist.
  • 5/5 Sterne

    Weiter als der Ozean ist der erste Teil einer auf wahren Begebenheiten gegründeter, christlicher Familiensaga Roman.
    Zunächst fiel es mir etwas schwer, der Geschichte zu folgen, da es für mich anfangs etwas langatmig wirkte, das sich aber dann relativ schnell einstellte, weil der Schreibstil dann flott und locker wurde.
    Die Familie Mc Alister hat es nicht leicht, denn durch den plötzlichen Tod des Vaters, kam die Mutter mit ihren 4 Kindern relativ schnell in Armut. Laura Mc Alister, die Älteste, arbeitet weiter weg von London als Kammerzofe, um ihre Familie zu unterstützen. Mutter Mc Alister arbeitet bei der Schneiderei, die Zwillinge Garth und Katie unterstützen ihre Mutter mit 14 Jahren, wo sie können. Garth arbeitet nach der Schule als Bote für einen Metzger und Katie hilft ihrer Mutter Edna beim Nähen, im Haushalt und kümmert sich um die kleine Grace.
    Bis zu dem Tag, an dem Edna Mc Alister schwer erkrankt und das Schicksal der Familie seinen Lauf nimmt.
    Es geht um Kinder bzw. Waisen oder nicht, tagtäglich von England nach Kanada verschifft werden. Zur damaligen Zeit war es eine traurige Tatsache, denn nicht jedes Kind kam auf einen guten Platz.
    Laura erfuhr davon zu spät und machte sich auf die Suche nach ihren Geschwistern. Henry und Andrew, sowie Rose werden Laura im Laufe der Geschichte begleiten. Ob es ihnen gelingt und welches Ende es geben wird, verrate ich hier nicht.
    Nur soviel. Ein berührender, tiefgreifendr Roman, der zum Nachdenken anregt, Lesegefühle wie Berg und Tal Fahrt mitbringt und auch der Glaube an Gott eine große Rolle spielt, aber den Leser/ der Leserin nicht bekehrt.
    Von mir gibt es 5 Sterne und ich freue mich jetzt schon, den 2. Teil gleich zu lesen zu beginnen.
  • 5/5 Sterne

    Laura, eine junge Kammerzofe im Hause Frasier, bekommt die Nachricht das ihre Mutter schwer erkrankt ist und ihre 3 jüngeren Geschwister (die Zwillinge Katie und Garth 14 Jahre alt und Grace 7 Jahre alt in das Waisenhaus gebracht worden sind. Sie lässt alles stehen und liegen und reist in die Heimat um für ihre Familie da zu sein.
    Dann ist da noch:
    Andrew, der Sohn ihrer Herrin, der ein gottesfürchtiger Mann mit einem großen Herzen für Menschen in Not ist weshalb er auch als Anwalt arbeiten möchte. Er stellt zeitgleich mit seinem Kollegen Henry Dowd Untersuchungen für das Innenministerium in Sachen Kinderemigration an.
    Als Laura nun also bei ihrer Mutter ankommt sind ihre Geschwister schon auf dem Weg nach Kanada und sie beginnt den Kampf um sie zurück zu holen. Sie ahnt nicht welche Hindernisse sich ihr in den Weg stellen werden und das ein Erfolg aussichtslos sein kann.
    Während sich Laura auf die Suche nach ihren Geschwistern macht und auf Andrew trifft, gibt es immer wieder Einblicke in deren Leben. Hauptsächlich in Katies. Sie ist eines der vielen Kinder das verschifft wurde um in Kanada entweder in Haushalten mitzuhelfen oder auf den Feldern oder Ställen zu arbeiten. Einige der Kinder konnten auch adoptiert werden.
    Ich habe mich mit allen drei Charakteren verbunden gefühlt, konnte Lauras Sorge so nachempfinden, ihre Entscheidungen verstehen und habe mit ihr um ihre Geschwister gekämpft. Katie hat mich allerdings am meisten beeindruckt. Sie ist so unglaublich jung, so verletzlich, von den Geschwistern getrennt und ist dann allein in einer lieblosen Umgebung. Ich habe mit ihr geweint und gelitten. Sie ist so ausdrucksstark beschrieben das man meint sie zu kennen.
    Auch Andrew ist gut beschrieben, sein Kampf um das Gute, aber auch seine Schwächen, seine Gutgläubigkeit sind authentisch geschildert. Manches Schlimme in der Welt kann man sich eben nicht vorstellen bevor man es sieht und das ist richtig gut in ihm veranschaulicht worden.
    In "Weiter als der Ozean" werden dramatische Erlebnisse und große Verletzungen geschildert. Dieses Buch beruht auf wahren Begebenheiten und die Schilderungen habe mir Gänsehaut bereitet, allerdings keine angenehme. Dieses Buch erschüttert und lässt nicht los, es regt zum nachdenken an und ich hätte beim lesen sehr oft weinen können.
    Die beschriebene Not ging mir unter die Haut doch am meisten beeindruckt hat mich die Message: "Gott steht über allem, er ist da. Wir können mit ihm reden und er schenkt Frieden." Vor allem Katie lebt in diesem Bewusstsein.
    Carrie Turansky ist ein Buch gelungen das vergangene Geschehnisse aufarbeitet und aufzeigt. Es ist definitiv der eindrücklichste Roman den ich seit langem gelesen habe. Trotz der Schwere der Geschichte lässt es sich leicht und flüssig lesen, ich konnte es - einmal angefangen - kaum aus der Hand legen.
    Dieses Buch lässt einen schaudern, mit den Tränen kämpfen, fassungslos auf die geschriebenen Worte starren und verzweifelt fragen: Wie konnte das alles passieren? Wenn man sich für Geschichte interessiert und ein Buch lesen mag das mehr ist als leichte Unterhaltung sollte dieses wählen. Ich habe es nicht bereut.
  • 5/5 Sterne

    spannend, fesselnd - so unglaublich gut

    Laura, eine junge Kammerzofe im Hause Frasier, bekommt die Nachricht das ihre Mutter schwer erkrankt ist und ihre 3 jüngeren Geschwister (die Zwillinge Kathie und Garth 14 Jahre alt und Grace 7 Jahre alt in das Waisenhaus gebracht worden sind.
    Sie lässt alles stehen und liegen und reist in die Heimat um für ihre Familie da zu sein.

    Dann ist da noch:
    Andrew, der Sohn ihrer Herrin, der ein gottesfürchtiger Mann mit einem großen Herzen für Menschen in Not ist weshalb er auch als Anwalt arbeiten möchte. Er stellt zeitgleich mit seinem Kollegen Henry Dowd Untersuchungen für das Innenministerium in Sachen Kinderemigration an.

    Als Laura nun also bei ihrer Mutter ankommt sind ihre Geschwister schon auf dem Weg nach Kanada und sie beginnt den Kampf um sie zurück zu holen.
    Sie ahnt nicht welche Hindernisse sich ihr in den Weg stellen werden und das ein Erfolg aussichtslos ist.

    Während sich Laura auf die Suche nach ihren Geschwistern macht, dabei trifft sie auf Andrew, gibt es immer wieder Einblicke in deren Leben. Hauptsächlich in Kathies. Sie ist eines der vielen Kinder das verschifft wurde um in Kanada entweder in Haushalten mitzuhelfen oder auf den Feldern oder Ställen zu arbeiten. Einige der Kinder konnten auch adoptiert werden.

    Ich habe mich mit allen drei Charakteren verbunden gefühlt, konnte Lauras Sorge so nachempfinden, ihre Entscheidungen verstehen und habe mit ihr um ihre Geschwister gekämpft.

    Kathie hat mich allerdings am meisten beeindruckt. Sie ist so unglaublich jung, so verletzlich, von den Geschwistern getrennt und ist dann allein in einer lieblosen Umgebung.
    Ich habe mit ihr geweint und gelitten.

    Sie ist so ausdrucksstark beschrieben das man meint sie zu kennen.

    Auch Andrew ist gut beschrieben, sein Kampf um das Gute, aber auch seine Schwächen, seine Gutgläubigkeit sind authentisch geschildert.
    Manches Schlimme in der Welt kann man sich eben nicht vorstellen bevor man es sieht und das ist richtig gut in ihm veranschaulicht worden.

    In "Weiter als der Ozean" werden dramatische Erlebnisse und große Verletzungen geschildert.
    Dieses Buch beruht auf wahren Begebenheiten und die Schilderungen habe mir Gänsehaut bereitet, allerdings keine angenehmen.

    Es ist grausam was damals gemacht wurde.
    Kinder, die Anfang des 20. Jahrhunderts in ein Waisenhaus kamen, entweder weil sie Waisen waren oder aus unterschiedlichen Gründen nicht von den Eltern versorgt werden konnten, kamen nur schlecht wieder raus.
    Eltern können sie nur selten besuchen und wenn sie sie zurückhaben wollten mussten sie erst die Unterbringung bezahlen. Da sie aber oft selbst am Existenzminimum lebten wird das nicht oft möglich gewesen sein.

    Also wurde mit den Kindern Geld verdient indem sie eben emigrieren mussten und am Ende meist allein in einem fremden Haushalt leben und arbeiten mussten.

    Dieses Buch erschüttert und lässt nicht los, es regt zum nachdenken an und ich hätte beim lesen sehr oft weinen können.

    Die beschriebene Not ging mir unter die Haut doch am meisten beeindruckt hat mich die Message: "Gott steht über allem, er ist da. Wir können mit ihm reden und er schenkt Frieden.

    Vor allem Kathie lebt in diesem Bewusstsein.

    Carrie Turansky ist ein Buch gelungen das vergangene Geschehnisse aufarbeitet und aufzeigt.
    Es ist definitiv der eindrücklichste Roman den ich seit langem gelesen habe.

    Trotz der Schwere der Geschichte lässt es sich leicht und flüssig lesen, ich konnte es - einmal angefangen - kaum aus der Hand legen.

    Dieses Buch lässt einen schaudern, mit den Tränen kämpfen, fassungslos auf die geschriebenen Worte starren und verzweifelt fragen: Wie konnte das alles passieren?

    Wenn man sich für Geschichte interessiert und ein Buch lesen mag das mehr ist als leichte Unterhaltung sollte dieses wählen. Ich habe es nicht bereut.
  • 5/5 Sterne

    Cover:
    Dieses Cover ist vermutlich eines der schönsten Cover in meinem Regal. Trotzdem wirkt es nicht nur schön, sondern spiegelt auch den Inhalt des Buches treffen wider.
    Inhalt:
    Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Familie McAlister, deren Vater vor zwei Jahren tragisch verstorben ist. Um über die Runden zu kommen, arbeitet die älteste Schwester Laura als Kammerzofe auf einem Anwesen.
    Als ihre Mutter Edna erkrankt, eilt Laura zurück nach London, um für ihre Geschwister und ihre Mutter zu sorgen. Ihre drei kleinen Geschwister sind in der Zwischenzeit allerdings bereits in einem Waisenhaus untergebracht worden. Trotz ihres festen Plans für die Kinder das Sorgerecht zu übernehmen und für ihren Unterhalt aufzukommen, hat sie keine Chance mehr sie nach Hause zu holen.
    Viele der Waisenkinder werden nämlich immer wieder nach Kanada verschifft, um dort ein neues Leben zu beginnen. Auch die drei Kinder werden auf diese Reise geschickt, ohne dass ihre Familie benachrichtigt wurde. Nun ist Laura entschlossen trotzdem nicht aufzugeben und einen Weg zu finden ihre Geschwister wiederzufinden.
    Zeitgleich soll der junge Anwalt Andrew Frasier einen Bericht über die Kinderemigration nach Kanada verfassen und die Wege von ihm und Laura kreuzen sich dabei. Er beschließt sie zu unterstützen und gemeinsam begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise.
    Meinung:
    Carrie Turansky spricht in diesem Roman ein wichtiges historisches Thema an, das nicht in Vergessenheit geraten sollte. Dabei schafft sie es viele unterschiedliche Aspekte und Perspektiven zu beleuchten.
    Das Buch ist aus drei Sichtweisen geschrieben, sodass man zum einen Einblick in die Suche nach den Geschwistern erhält, aber auch in die Gefühlswelt der Kinder, die damals England verließen, um einen Neustart ins Unbekannte zu wagen. Ihre Unsicherheiten, Hoffnungen und Erfahrungen sind wirklich eindrücklich.
    Die Handlung fesselt und man möchte das Buch, vor allem gegen Ende, kaum noch aus der Hand legen. Es passiert sehr viel, aber die Ereignisse wirken nicht übereilt oder übertrieben, sondern realistisch.
    Auch die Charaktere können überzeugen. Jeder macht für sich eine Charakterentwicklung durch und auch ihr Glauben wird einzeln auf die Probe gestellt. Dabei kann man sich auch für sein persönliches Glaubensleben manche Dinge mitnehmen.
    Laura muss z.B. stark sein, um ihre Familie zusammenzuhalten und möchte doch auch manchmal selber in Verzweiflung und Angst versinken. Trotzdem lernt sie Gott in diesen Situationen mehr zu vertrauen und sieht dass er einen Plan und einen Weg hat.
    Am eindrücklichsten waren für mich allerdings die Schicksale der Kinder in Kanada. Oft waren ihre Erlebnisse erschreckend und wirklich bewegend.
    Fazit:
    Dieser Roman bietet eine bewegende Geschichte über ein wichtiges historisches Thema, das nicht vergessen werden sollte. Man schließt die Charaktere ins Herz und verfolgt gespannt ihre Geschichte.
  • 5/5 Sterne

    Mein Eindruck:
    Der Roman schildert das Schicksal einer Familie in London, im Jahre 1909. Der Vater starb nach einem Unfall, und seine Witwe arbeitet als Näherin, um den Lebensunterhalt für sich und ihre drei jüngeren Kinder zu sichern. Die älteste Tochter Laura ist bei einer Familie als Zofe im Dienst für die Dame des Hauses.
    Als Edna McAlister, die Mutter, krank wird und in die Klinik muss, wird die Familie brutal auseinander gerissen. Die drei jüngeren Kinder kommen ins Waisenhaus, und als Laura sie dort abholen möchte, wird ihr das verwehrt. Wenig später erfährt sie, dass ihre Geschwister nach Kanada verschifft wurden. Für die junge Frau beginnt eine lange, aufreibende Suche und ein zermürbender Kampf, um die Familie wieder zu vereinen. Hilfe findet sie bei dem jungen Anwalt Andrew Frasier, der sich mit seinem Kollegen zufällig mit dem Thema der Kinderemigration befasst. Laura gerät in schier ausweglose Situationen, in der ihr nur ihr starkes Gottvertrauen Halt gibt und Kraft verleiht. Auch Andrew Frasier ist ein gläubiger Mensch, und gemeinsam finden sie einiges über das Schicksal der drei jüngeren McAlister-Kinder heraus.
    Der Roman ist flüssig und fesselnd geschrieben, und man fliegt förmlich durch die Seiten. Die Charaktere sind alle sehr ausdrucksvoll gezeichnet, und vor allem Laura und Andrew habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Aber auch die Zwillinge Katie und Garth sowie die kleine Grace sind wunderbare, liebenswerte Kinder, die das Herz auf dem rechten Fleck haben.
    Was den Kindern alles widerfährt, hat mich sehr berührt, ganz besonders, weil der Roman nach wahren Begebenheiten geschrieben wurde. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden viele britische Kinder aus armen Verhältnissen, nicht nur Waisen, nach Kanada gebracht. Wie sie in ihrer neuen Heimat aufgenommen und behandelt wurden, war unterschiedlich und wohl zu einem großen Teil Glücksache. Viele landeten in schlechteren Verhältnissen als zuhause und mussten schwer arbeiten, wurden oft sogar misshandelt. Sehr gelitten haben die hier dargestellten Kinder auch unter den Vorurteilen, die ihnen von der Bevölkerung entgegengebracht wurden. Sie wurden oft automatisch als „Heimkinder, die eh nichts taugen“ abgestempelt. Welche Willkür hier im Spiel war, wie über die Kinder einfach verfügt wurde und wie wenig Handhabe die Angehörigen hatten, wenn sie nicht genügend Geld zahlen konnten, hat mich sehr betroffen gemacht, vor allem wenn ich mir vor Augen führe, dass weit mehr als hunderttausend Kinder von diesen Maßnahmen betroffen waren. Wie sich Laura mit Hilfe von Andrew und dessen Chef für die Kinder und für die Wahrheit einsetzen, ist einfach wunderbar, und ich hoffe, dass es auch in der Realität damals Menschen wie sie gab, die möglichst vielen Kindern zu ihrem Recht und einem menschenwürdigen Leben verhelfen konnten.
    Die Geschichte der Familie McAlister ist noch nicht zu Ende erzählt. Zwar hat der Roman einen würdigen und runden Abschluss, aber es gibt auch noch einige ungeklärte Punkte, die Carrie Turansky in einem zweiten Roman verarbeitet hat. Die englische Ausgabe des zweiten Bands ist bereits heuer im Juni erschienen, und ich hoffe sehr auf eine deutsche Übersetzung, denn ich möchte unbedingt erfahren, wie es mit Laura und Andrew, mit Edna, Katie, Garth und Grace weitergeht. Auch über Andrews Chef Henry und über Lauras Freundin Rose gibt es sicher noch einiges zu erzählen, und ich bin sehr gespannt darauf.
  • 5/5 Sterne

    Dieses Buch , berührt mich sehr. Ich habe gar nicht gewusst, dass man im 20. Jahrhundert ,Kinder nach Kanada emigriert hat. Aber mir tut es echt im Herzen weh, wie man mit den Kindern umgegangen ist und vor allem auch die Tatsache, wie man die Notlage dieser Kinder ausgenutzt hat und sie praktisch zu Sklaven gemacht hat. Auch Waisenkinder haben ein Recht auf Liebe, Zuneigung und Geborgenheit. Am meisten schmerzt es zu lesen, wie die drei Geschwister auseinander gerissen werden. Laura ist eine tolle große Schwester und tut alles damit sie ihre Geschwister wiederbekommt. Ein wundervoller und berührender Roman, Die Schriftstellerin hat meine Sympathie, weil sie den Kindern aus der Zeit, eine Stimme gibt. Ich freue mich auf die Fortsetzung!!!!!
  • 5/5 Sterne

    Kinderemigration nach Kanada- bewegend, einfühlsam und emotional

    Ein sehr emotionales Buch, das unter die Haut geht. Und genau wie die Autorin im Nachwort schreibt: Die Geschichten dieser Kinder müssen erzählt werden. An ihr Leben muss erinnert werden, ihr Schicksal darf niemals in Vergessenheit geraten.
    Das hat sie grandios getan, es hat mich tief berührt, weil ich das erste Mal davon gelesen habe, dass es sowas wirklich gab. Kinderemigration von England nach Kanada, festgehalten am Schicksal von 4 Geschwistern und ihrer kranken Mutter.
    Die Geschichte ist sehr einfühlsam, die jeweiligen Charaktere sehr passend mit all ihren Emotionen, Sorgen, Empfindungen und Eindrücken beschrieben.
    Gleichzeitig enthält sie so manches innige Gebet um Hilfe, Vergebung und richtige Entscheidungen, unabhängig davon, wie alt oder jung die Person war.
    Es hat mich sehr berührt zu lesen, wie gewisse Abläufe für Kindervermittlung verlaufen sind, und so lernt man neue Eltern kennen, die sehr liebevoll und herzlich mit ihrem neuen Heimkind umgehen, aber auch Menschen, die aufgrund einiger behördlicher Mängel absolut untauglich sind.
    Es ist ein Buch über ein dunkles Kapitel unserer Geschichte, das sich leider teilweise auch bis in unsere heutige Zeit hinzieht und genau das hat es in meinen Augen zu etwas ganz Besonderem gemacht. Denn oft weiß man keinen anderen Ausweg mehr, als sich völlig auf Gott zu verlassen und auf Menschen bauen zu können, die einen lieben und die als Familie fest zusammen halten.
    Die Auftaktgeschichte von Katie hat mich komplett abgeholt, sowohl vom Cover, dem Schreibstil als auch aller Emotionen und ich freue mich sehr auf die weiteren Geschichten von Grace und Garth.
    Weiter als der Ozean zeigt unglaublich tiefgründig, wie hoffnungslos sich manches auch anfühlt, was für Nöte, Sorgen und Ängste man auch durchlebt- Gott ist einem immer nahe!
  • 4/5 Sterne

    London, 1909: Als die Witwe Edna McAlister schwerkrank ins Krankenhaus eingeliefert wird, müssen ihre jüngsten drei Kinder ins Waisenhaus. Ihre ältere Schwester Laura arbeitet als Kammerzofe auf dem Land. Als sie von der Situation der Familie erfährt, versucht sie das Sorgerecht für ihre Geschwister zu bekommen. Doch diese wurden schon nach Kanada verschifft, um dort als Arbeitskräfte an Familien vermittelt zu werden. Laura reist ihnen hinterher und erhält Hilfe von unerwarteter Seite.
    Dieser Roman schildert sehr eindrücklich die Situation armer Familien im damaligen England. Kinder hatten keine Rechte und wurden als billige Arbeitskräfte vermittelt und oft mißhandelt. Der historische Hintergrund wird gekonnt in die Geschichte eingearbeitet, die auf wahren Begebenheiten basiert. Die Charakterentwicklung der Hauptpersonen ist sehr gelungen und die damaligen Standesunterschiede spiegeln sich darin gut wieder. Der christliche Glaube einzelner Personen spielt immer wieder in die Handlung hinein und führt zu bestimmenden Wendungen. An der ein oder anderen Stelle hat die Handlung einige Längen. Allerdings veranschaulichen gerade diese die erschütternden Einzelschicksale der Kinder. Ich finde es gut, das es noch eine Fortsetzung geben wird. Denn die Geschichte hat bis jetzt nur ein vorläufiges Ende und alle Schicksale sind dem Leser noch nicht offenbart worden.
  • 5/5 Sterne

    Trauriges Thema - warmherziger Roman
    England 1909 - Für die 14jährige Katie hat sich innerhalb der letzten zwei Jahre nahezu alles verändert. Der Vater ist unerwartet gestorben, die übrige Familie konnte sich das schöne Häuschen nicht mehr leisten, ihre große Schwester Laura musste weit weg gehen für eine Anstellung und nun ist auch noch ihre Mutter schwer erkrankt. Nun muss sie sich vorerst um ihren Zwillingsbruder Garth und die kleine Schwester Grace kümmern. Aus der Not heraus begeht Garth eine Gaunerei und plötzlich landen alle drei im Heim und sollen nach Kanada emigriert werden. Viel zu spät erfährt Laura davon und tritt nach zahlreichen Zurückweisungen selbst die Reise nach Kanada an. Ob sie doch noch Hilfe findet und ihre Geschwister wohlbehalten nach London zurückholen kann?
    „Weiter als der Ozean“ ist der erste deutschsprachige Roman von Carrie Turansky und meiner Meinung ist ihr damit ein toller Auftakt gelungen. Ich habe zwar schon öfter Romane gelesen, in denen Menschen zwangsweise emigriert wurden - aber dieser Roman zeigt, dass dies auch mit Kindern in großem Umfang geschehen ist. Das habe ich vorher in keinem Roman lesen können. Auch die Rechtslage in dieser ganzen Sache wird gezeigt und man ist einfach nur erschüttert. Ich bin froh, dass die Autorin sich diesem Thema angenommen hat und ihr trotz des schweren Themas ein sehr warmherziger und liebevoller Roman gelungen ist.
    Der Schreibstil war von Beginn an fesselnd, lebhaft und flüssig. Man war sofort in der Geschichte, es war durchweg spannend und ich fand es an keiner Stelle zu langatmig.
    Alle Charaktere sind authentisch und greifbar beschrieben, daher kann man stets gut ihrer und Gefühls- und Gedankenwelt folgen. Auch die Schauplätze und Geschehnisse sind stets bildhaft beschrieben, sodass man sich als Leser sämtliche Situationen sehr gut vorstellen konnte. Zum Ende fiebert man so sehr mit Laura mit, ob sie ihre Geschwister findet und nach Hause bringen kann, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.
    Jedoch gibt es immer wieder Momente die einen wirklich fassungslos machen. Man sollte während des Lesens nicht vergessen, dass diese massenhafte Kinderverschickung damals tatsächlich so passiert ist und vermutlich auch die Leidenswege der Kinder denen im Buch sehr nahe kommen oder vermutlich noch schlimmer waren. Das berührt schon sehr und man sollte zu diesem Thema einfach mal was gelesen haben.
    Kurzum - wieder mal ein Buch vom Verlag Gerth Medien, dass ich förmlich verschlungen habe. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

    Uneingeschränkte Leseempfehlung!
  • 5/5 Sterne

    Trauriges Thema - warmherziger Roman

    England 1909 - Für die 14jährige Katie hat sich innerhalb der letzten zwei Jahre nahezu alles verändert. Der Vater ist unerwartet gestorben, die übrige Familie konnte sich das schöne Häuschen nicht mehr leisten, ihre große Schwester Laura musste weit weg gehen für eine Anstellung und nun ist auch noch ihre Mutter schwer erkrankt. Nun muss sie sich vorerst um ihren Zwillingsbruder Garth und die kleine Schwester Grace kümmern. Aus der Not heraus begeht Garth eine Gaunerei, deshalb landen plötzlich alle drei im Heim, sie sollen nach Kanada emigriert werden. Viel zu spät erfährt Laura davon, infolgedessen tritt sie nach zahlreichen Zurückweisungen selbst die Reise nach Kanada an. Ob sie doch noch Hilfe findet sowie ihre Geschwister wohlbehalten nach London zurückholen kann?

    „Weiter als der Ozean“ ist der erste deutschsprachige Roman von Carrie Turansky, meiner Meinung nach ist ihr damit ein toller Auftakt gelungen. Ich habe zwar schon öfter Romane gelesen, in denen Menschen zwangsweise emigriert wurden - aber dieser Roman zeigt, dass dies auch mit Kindern in großem Umfang geschehen ist. Das habe ich vorher in keinem Roman lesen können. Auch die Rechtslage in dieser ganzen Sache wird gezeigt, man ist einfach nur erschüttert. Ich bin froh, dass die Autorin sich dieses Themas angenommen hat, darüber hinaus ist ihr trotz des schweren Themas ein sehr warmherziger und liebevoller Roman gelungen.
    Der Schreibstil war von Beginn an fesselnd, lebhaft und flüssig. Man war sofort in der Geschichte, es war durchweg spannend, ich fand es an keiner Stelle zu langatmig.
    Man kann gut ihrer Gefühls- und Gedankenwelt folgen. Auch die Schauplätze und Geschehnisse sind stets bildhaft beschrieben, sodass man sich als Leser sämtliche Situationen sehr gut vorstellen konnte. Zum Ende fiebert man so sehr mit Laura mit, fragt sich, ob sie ihre Geschwister findet und nach Hause bringen kann, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.

    Jedoch gibt es immer wieder Momente, die einen wirklich fassungslos machen. Man sollte während des Lesens nicht vergessen, dass diese massenhafte Kinderverschickung damals tatsächlich so passiert ist und vermutlich auch die Leidenswege der Kinder, denen im Buch sehr nahekommen oder vermutlich noch schlimmer waren. Das berührt schon sehr, ferner sollte man zu diesem Thema einfach mal was gelesen haben.
    Kurzum - wieder mal ein Buch vom Verlag Gerth Medien, das ich förmlich verschlungen habe. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
    Uneingeschränkte Leseempfehlung!
  • 4/5 Sterne

    Ich liebe Bücher, die ernste Themen ansprechen, von denen man sonst eher wenig hört, ebenso wie Familiengeschichten, verbunden mit emotionalen Schicksalen. Wenn dann auch noch ein bisschen Liebe dazu kommt, kann das Buch eigentlich schon nur noch perfekt werden. Dieses hier thematisiert zudem auch noch ganz viel Gottvertrauen und Glaube, was mir extrem gut gefallen hat.
    Dabei ist der Schreibstil der Autorin wirklich leicht zu lesen und dennoch niveauvoll und bildlich. Die Sprache ist an das historische Setting angepasst und zudem hat es die Autorin geschafft, auf liebevolle Weise der Geschichte und den Charaktere Leben einzuhauchen. Überhaupt spürt man die ganze Zeit die Liebe zwischen den Zeilen, mit welcher dieses Buch geschrieben wurde.
    In der Geschichte begleitet man in verschiedenen Abschnitten Katie McAlister, welche mit ihren Geschwistern als angebliches Waisenkind nach Kanada emigriert wird, außerdem deren älteste Schwester Laura, die sich auf die Suche nach ihnen macht und den jungen Anwalts Andrew Frasier, welcher sich im Laufe der Geschichte mit Laura zusammentut. Dabei ist diese wirklich großartig, voller Emotionen, Liebe, Glaube und Familienzusammenhalt, obwohl sich die Hauptcharaktere ganz oft in extrem lieblosen und hoffnungslosen Situation wiederfinden. Gerade das System dieser Kinderemigrationen, die es tatsächlich noch bis in die siebziger Jahre hinein gab, fand ich einerseits sehr interessant, andererseits aber auch extrem erschreckend. Wie diese Kinder oftmals behandelt wurden, teilweise sogar aus liebevollen Familien herausgerissen, nur um als Sklaven, anders kann man es nicht nennen, an ausländische Familien verkauft zu werden, war für mich kaum zu ertragen. Und so kam es, wie es kommen muss und auch der ein oder andere Charakter, den ich mit der Zeit wirklich sehr lieb gewonnen hatte, musste Furchtbares durchstehen. Umso mehr hat es mich positiv überrascht und immer wieder begeistert, wie fest im Glauben und in der Hoffnung sowohl Katie und ihre Geschwister, als auch Andrew standen. Das Einzige, was mich ein bisschen gestört hat ist, dass sich die Geschichte teilweise ein wenig gezogen hat, auch wenn sie im Großen und Ganzen echt spannend war und die Autorin wirklich versucht hat, Unwichtiges wegzulassen. Das Ende des Romans war aber sehr emotional, hoffnungsvoll und vor allem realistisch.
    Die Charaktere haben mir hier ebenfalls sehr gut gefallen. Es gibt zwar eine Menge verschiedener Figuren, aber die Familie McAlister und ihr tragisches Schicksal steht definitiv im Mittelpunkt. Bei diesen Fünf merkt man einfach den Zusammenhalt und die Liebe zwischen ihnen, genauso wie ihren Glauben und ihre dadurch gewonnene Stärke. Katie und Laura sind wirklich verantwortungsbewusste junge Frauen, voller Glaube und Zuversicht, die sich ihren Problemen stellen und immer versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Außerdem ist da noch Andrew, welcher aus reichem Hause kommt und dem dennoch die Gerechtigkeit am Herzen liegt. Er ist wahnsinnig sympathisch und liebenswert und konnte ebenfalls mein Herz erreichen. Aber leider gibt es ebenso Charaktere, welche es den Hauptcharakteren immer wieder schwer machen, seien es die teils sehr hartherzigen Mitarbeiter der Waisenhäuser oder auch andere ebenso unerträgliche Figuren, die immer wieder im Roman ihren Auftritt haben.
    Insgesamt muss ich sagen, dass mich dieses Buch einfach nur fasziniert hat, manchmal auf sehr positive, oft aber auch auf sehr negative und erschreckende Weise. Carrie Turansky hat dabei eine Geschichte geschrieben, welche in einer grausamen Welt mit so viel Liebe daher kommt, dass man bei aller Hoffnungslosigkeit, die Hoffnung doch nicht aufgeben möchte und ich kann nur sagen, dass ich hoffe und mich schon darauf freue, wenn der zweite Band dann auch ins Deutsche übersetzt wird.
  • 5/5 Sterne

    Der auf Tatsachen beruhende und sehr zu Herzen gehende christliche Roman "Weiter als der Ozean" von Carrie Turansky beschreibt das Schicksal von Kindern, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Waisenhäusern ungefragt als Arbeitskräfte nach Kanada verschifft wurden. Die Handlung beginnt in London um das Jahr 1909.
    Edna McAlister ist eine junge Witwe mit vier Kindern. Die älteste Tochter Laura arbeitet als Kammerzofe der Familie Frasier. Um die jüngeren Kinder sorgt sich Edna mit unermüdlicher Kraft bis sie eines Tages schwer erkrankt ins Krankenhaus gebracht wird. Zur damaligen Zeit werden die Kinder in solchen Fällen sofort in das nächst gelegene Waisenhaus gerbracht.
    Laura versucht verzweifelt das Sorgerecht für ihre Geschwister zu bekommen, doch bevor der Fall überhaupt entschieden ist, werden die Kinder Grace, Katie und Garth ungefragt nach Kanada verschickt. Sie ist fest entschlossen ihre Geschwister wieder nach Hause zu bringen. Andrew Fraiser, der Sohn ihrer Arbeitgeberfamilie, ist Rechtsanwalt. Er untersucht für die Regierung, unter welchen Umständen Waisenkinder nach Kanada vermittelt und wie diese dort untergebracht werden. Dies ist für Laura ein glücklicher Umstand, denn so kann sie sich mit ihm auf die Reise nach Kanada machen, um nach ihren Geschwistern zu suchen. Es ist für den Leser nahezu unbegreiflich und mehr als bestürzend zu erfahren, welches Schicksal auf alle Geschwister wartet ...
    Die sehr schöne Sprache mit der die Autorin die ergreifenden Schicksale der Kinder beschreibt berührt den Leser zu tiefst. Ihre malerische Ausdrucksweise erzählt die bewegende Geschichte in eindrucksvollen Bildern und die präzise Recherchearbeit rekonstruiert die bedrückende historisch belegte Wahrheit für den Leser, der das Geschehen fassungslos verfolgend um die Kinder bangt.
    Alleine wie die "Auswahl des passenden Kindes" vorgenommen wurde ist eine menschenunwürdige Prozedur, welche alle Kinder über sich ergehen lassen mussten. Manche Kinder hatten Glück und wurden in eine liebe Familie entsandt; doch der Mehrzahl von ihnen erging es so wie Katie.
    Sie wurde in der Familie misshandelt, ausgenutzt, erhielt kaum etwas zu Essen, musste jedoch von früh bis spät abends für die "Pflegefamilie" schwer arbeiten. Sie hat zu Gott gebetet, dass er sie doch aus der Knechtschaft befreien möge. Garth, ihr Zwillingsbruder, hatte etwas mehr Glück, denn er wurde von einem Herrn ausgewählt, der ihn zwar gut behandelte aber dafür erst mit achtzehn Jahren zurück zu seiner Mutter durfte. Es war ihm bis dahin nur erlaubt seiner Mutter Briefe zu schreiben.
    Die Autorin gestaltete ihre Romanfiguren auf bemerkenswert einfühlsame Weise, um die zentrale Botschaft der Geschichte optimal herauszuarbeiten. So ist Laura eine fürsorgliche und liebevolle Frau, die sich zum Ziel gesetzt hat ihre Geschwister wieder nach Hause zu holen. Andrew Fraiser ist ein empathischer junger Mann, der mit seinem Freund Henry Doubt gerne helfen möchte, ihre nach Kanada verschleppten und nahezu unauffindbaren Geschwister wieder zu finden.
    Aus meiner Sicht ist dieser Roman ein sehr wichtiger Beitrag, der als wertvolles Zeitzeugnis für diese kaum bekannte und schon fast vergessene menschliche Tragödie von Carrie Turansky geschrieben wurde. Sehr schön fand ich, wie es der Autorin gelang Aspekte unseres Glaubens in die Geschichte einzuweben. Ganz besonders gelungen ist diese bei Katie, die aus dem Tal der Schmerzen erlöst wurde. Gott hat ihre Gebete erhört.
    Ich freue mich schon auf die Fortsetzung dieses wertvollen und eindrucksvollen Romans, die am Ende des Buches angekündigt wurde. Einen herzlichen Dank für den außerordentlich zu Herzen gehenden Roman, und für die Publikation durch den Gert Medien Verlag.
  • 5/5 Sterne

    Buchinhalt:
    Weil ihre verwitwete Mutter schwer erkrankt, werden die drei kleinen Geschwister von Laura McAlister in ein Waisenhaus gebracht. Ohne Zustimmung der Mutter, die ihre Kinder zurück haben will, verschifft das Kinderheim die Geschwister nach Kanada, wo sie als billige Arbeitskräfte auf Farmen arbeiten sollen. Das will Laura nicht hinnehmen und versucht, zusammen mit dem jungen Anwalt Andrew, die Kinder zu finden. Da Andrew im Auftrag der Regierung einen Bericht über die Kinderverschickung schreiben soll, gelingt es den beiden, zumindest Garth und Katie ausfindig zu machen. Doch ihre „Besitzer“ wollen die Kinder nicht herausgeben ...
    Persönlicher Eindruck:
    „Weiter als der Ozean“ ist bereits der zweite Roman zum Thema British Home Children-Programm, den ich lese. Zwischen den 1860er und 1930er Jahren verschiffte England über 100.000 Kinder nach Kanada, wo sie oft ein trauriges Dasein als billige Arbeitskräfte fristeten. Dabei scherte es die Heime wenig, ob es sich wirklich um Waisen handelte oder ob es noch Eltern gab.
    So auch im vorliegenden Roman: das Schicksal, von dem die Autorin hier erzählt, fußt auf wahren Begebenheiten. Die drei Geschwister Garth, Katie und Grace kommen in ein Heim, nachdem die verwitwete Mutter schwer erkrankt und sich eine Weile nicht um ihre Kinder kümmern kann. Dass die drei eine volljährige Schwester haben, die sich um sie kümmern will, ist dabei unerheblich – Laura ist nicht der Vormund und so haben weder sie noch die Mutter irgend ein Recht an den drei Kleinen.
    Es ist erschreckend, was Katie auf ihrer Arbeitsstelle in Kanada erlebt und wie sie behandelt wird: kaum zu essen, kein liebevolles Wort und einen Schlafplatz im Stall, arbeitet die 14-jährige von früh bis spät. Ihrem Bruder ergeht es ähnlich. Auch wenn ihn sein „Besitzer“ ordentlich behandelt, gibt er den Jungen nicht heraus, als er erfährt, dass dieser noch Familie hat, die ihn wiederhaben möchte.
    Die Beschreibung des damaligen Lebens in den Kinderheimen und auf der Verschickung in die Neue Welt ist bildhaft und nachvollziehbar gestaltet. Die handelnden Personen sind tiefgründig und glaubhaft angelegt, so dass man sich gleich zu Beginn in die McAlisters einfühlen und mit ihnen hoffen und bangen kann.
    Der Roman, der im christlichen Verlag Gerth Medien erschienen ist, weist an vielen Stellen dezente christliche Botschaften auf und behandelt Themen wie Gottvertrauen, Hoffnung und das sichere Wissen um Gottes Geborgenheit, auch in zunächst aussichtsloser Situation.
    Im Nachwort erläutert die Autorin einige historische Details zum British Home Children-Programm und deutet an, dass eine Fortsetzung zu diesem Roman in Arbeit wäre, denn der Schluss ist offen und macht aufgrund des Cliffhangers neugierig, wie es weiter geht und ob es für die McAlisters ein Happy End geben wird. Der Verbleib der Jüngsten, Grace, ist noch komplett im Dunkeln, so dass ich mich heute schon auf den 2. Band freue.
    Mein Fazit: ein berührender, spannender und bildgewaltiger Roman, der auf wahren Begebenheiten beruht. Eine absolute Leseempfehlung, keine Frage!
  • 5/5 Sterne

    Großartig und absolut empfehlenswert! Ein Roman voller Emotionen über ein historisches Thema, das nicht vergessen werden sollte.

    Der neue Roman „Weiter als der Ozean“ der erfolgreichen Autorin Carrie Turansky führt den Leser/die Leserin nach London in das Jahr 1909 und basiert auf wahren Begebenheiten.

    Als der Vater tödlich verunglückte, ist Laura als älteste Tochter gezwungen, in Stellung zu gehen, um zum Familienunterhalt beizutragen. Sie tut es gerne, denn ihre Mutter arbeitet als Näherin schon hart genug und kümmert sich noch liebevoll um Lauras drei jüngere Geschwister. Bis auch sie eines Tages schwer erkrankt und die drei Geschwister in ein Waisenhaus kommen. Noch bevor Laura ihre Geschwister zu sich nehmen kann, werden diese nach Kanada verschifft, um dort in Pflegefamilien vermittelt zu werden. Ein damals durchaus übliches Verfahren, wenn die Besitzer des Sorgerechtes zugestimmt haben. Doch für Lauras Geschwister lag keine Zustimmung vor, zusammen mit dem jungen Anwalt Andrew Fraisier macht sich Laura auf die Suche nach ihren Geschwistern. Werden sie die drei noch rechtzeitig finden?

    In ihrem neuen Buch „Weiter als der Ozean“ hat Carrie Turansky dem Leser/der Leserin das Schicksal tausender englischer Waisenkinder großartig und sehr emotional in Erinnerung gerufen. Am Beispiel der Familie McAlister zeigt die Autorin auf, dass auch eine vermeintlich gute Idee, sehr schnell negative Folgen nach sich ziehen kann. Das Schrecklichste hieran ist, dass es viel Leid bei den betroffenen Kindern ausgelöst hat. Mit dem psychologischen Wissen von heute, mag man sich gar nicht vorstellen, wie traumatisch die Erlebnisse für die Kinder gewesen sein mögen. Carrie Turansky schreibt in einem flüssig lesbaren und absolut fesselnden Stil. Die Geschichte der Familie wird so lebhaft und lebendig erzählt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Die Charaktere der Protagonisten werden liebevoll und wahrhaftig aufgebaut und die Settings sind absolut bildhaft vorstellbar beschrieben. Für mich war der historische Hintergrund des Romans neu, ich kannte bisher nur die Verschickung und Vermittlung von Kindern innerhalb der USA, insofern war es sehr interessant mehr über diese Art der Vermittlung von Waisenkindern zu erfahren. Was mich aber am meisten an diesem Roman beeindruckt hat, ist die Basis des christlichen Glaubens, dessen Werte so großartig in die Geschichte eingebunden werden. Gerade der Glaube der Familie McAlister und des „Anwaltvaters“ von Andrew sind unglaublich inspirierend. Sehr gerne empfehle ich diesen herausragenden Roman weiter und freue mich darauf, dass es noch eine Fortsetzung geben wird.
  • 4/5 Sterne

    Familie: Wo das Leben seinen Anfang nimmt und die Liebe niemals endet
    Edna McAlister hat es nach dem Tod ihres geliebten Mannes nicht leicht und kümmert sich nach allen Kräften um die Versorgung ihrer drei jüngsten Kinder. Tochter Laura, die älteste, arbeitet bereits als Hausmädchen auf einem Anwesen. Als Edna schwer erkrankt, reißt man ihr die Kinder buchstäblich aus der Hand und bringt sie in einem Waisenhaus unter. Noch bevor Laura das Sorgerecht für ihre Geschwister beantragen kann, sind diese bereits auf einem Schiff Richtung Kanada unterwegs und sollen dort für den Rest ihres Lebens als Arbeistkräfte eingesetzt werden. Laura wendet sich an den jungen Anwalt Andrew Frasier, bei dessen Eltern sie in Stellung gewesen ist und gemeinsam finden sie heraus, dass es bei der Emigration der Kinder einige Ungereimtheiten gibt ...
    "Weiter als der Ozean" befasst sich mit dem Thema Kinderemigration zu Beginn des 20.Jahrhunderts und Autorin Carrie Turnansky bietet dem Leser eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle im Verlauf ihres Romans.
    Die Szenen, wie man Lauras Geschwister gegen ihren Willen zuerst ins Waisenhaus verfrachtet und dann voneinander trennt, um sie später wie ein Möbelstück regelrecht zu verschachern, gehen mir sehr zu Herzen und ich leide mit den Kinder mit, wenn ich von ihrem Schicksals lese. Dass die zweifelhafte Praktik zur damaligen Zeit üblich gewesen ist, um sich den Schutzbefohlenen zu entledigen, schürt meine Wut und meinen Zorn, denn wie kann man kleinen Kinderseelen nur etwas so grausames antun.
    Laura ist eine echte Kämpfernatur, die sich durchzusetzen weiß - für die damalige Zeit noch unüblich, aber sie lässt sich nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen. Unerschütterlich in ihrem Glauben und an das Gute im Menschen wagt sie sich an die Mission, ihre Geschwister wieder zu finden und nach Hause zu bringen.
    Mit Andrew Fraiser hat ihr die Autorin einen feschen und gleichzeitig distinguierten Mann an die Seite gestellt, der sich für Recht und Gesetz einsetzt und ebenfalls Rückhalt im christlichen Glauben findet.
    Die Suche nach den Kindern ist wie der Wellengang auf See....mal peitschen die Emotionen hoch und schlagen richtige Wellen, mal gibt es ruhigere Momente, in denen der Leser durchschnaufen und neue Kräfte sammeln kann. Die Bilder von den misshandelten Kindern aber brennen sich tief im Herzen fest und wecken mein Mitleid mit den armen kleinen Kinderseelen, die fernab ihrer Heimat keine Liebe und Zuwendung erfahren.
    Carrie Turansky lässt ihren Figuren viel Raum, um sich und ihre Charaktereigenschaften zu entfalten, damit sie für den Leser wie gute Freunde werden, um die aufregende und beschwerliche Reise nach Kanada, die Suche nach den Kindern und das Kämpfen um die Rückkehr der Geschwister hautnah zu erleben.
    Das offene Ende lässt natürlich die Frage im Raum schweben, ob es Laura und Andrew gelingen wird, Grace zu finden und in den Schoß der Familie zurück zu holen. Die Neugier auf den Fortsetzungsroman ist somit geweckt und ich kann es kaum erwarten, die Geschichte weiterzuverfolgen.
    Ein unglaublich abwechslungsreicher Roman, der die christlichen Werte mit einem Hauch Abenteuer und Liebe verbindet und so für wundervolle und aufregende Lesemomente sorgt.
  • 5/5 Sterne

    Die Suche nach dem Recht für Arme und Waisenkinder

    "Schaffet Recht dem Armen und der Waise und helft dem Elenden und Bedürftigen zum Recht." (Psalm 82,3)

    London 1909: Der Tod ihres Ehemanns trifft Edna McAlister ziemlich unverhofft. Mit Näharbeiten versucht sie, ihre Zwillinge Katie und Garth sowie Grace ihre Jüngste über Wasser zu halten. Laura, ihre Älteste, arbeitet währenddessen als Kammerzofe außerhalb Londons. Doch dann wird Edna schwer krank und muss sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden. Auf einmal stehen die drei Kinder alleine da. Als man Garth beim Stehlen eines Brots erwischt, werden sie getrennt und in Waisenhäuser untergebracht. Doch ehe Laura ihnen helfen kann und die Mutter wieder gesund wird, erfährt sie, dass man ihre Geschwister nach Kanada verschickt hat. Andrew Fraiser, der Sohn ihrer Arbeitgeberin, möchte ihr helfen. Doch ehe sie ihn darum bitten kann, versucht Laura die Geschwister auf eigene Faust zu finden. Nichtsahnend begegnen sich die beiden jedoch auf demselben Schiff nach Kanada. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach den Geschwistern, was nicht gerade einfach ist.

    Meine Meinung:
    Das zauberhafte Cover stellt schon ein wenig den Inhalt dieser Geschichte dar und passt sehr gut dazu. Der Schreibstil ist unterhaltsam, bewegend und emotional, sodass mir die Geschichte wirklich ans Herz geht. Besonders dadurch, dass sie auf wahren Begebenheiten basiert. Arme, verwaiste und obdachlose Kinder und Jugendliche ohne ein normales häusliches Umfeld galten im Großbritannien seit dem 17. Jahrhundert als soziales Problem. Deshalb verschiffte man viele Jahre Kinder nach Kanada oder Australien, wo Wohltätigkeitsorganisationen oder Kirchen ein neues Zuhause für sie suchten. Doch leider waren die Unterbringungen nicht immer ideal für die Kinder. Einige Familien suchten nur billige Arbeitskräfte und ließen die Kinder den ganzen Tag schwer arbeiten. Dazu bekamen sie oft viel zu wenig zu essen und an Liebe fehlte es natürlich völlig. Im Grunde ging es einigen Kindern nicht besser als Sklaven. Die britische Regierung förderte das ganze noch, ohne danach zu schauen, ob die Kinder wirklich gut untergebracht waren. Mitunter kam es dabei vor, dass Fehler unterliefen und Eltern dieser Emigration gar nicht zustimmten. Dadurch waren die Kinder dann nach der Verschiffung nicht mehr auffindbar.
    Das England im Thema Waisenhäuser kein Einzelfall war, kann ich mir gut vorstellen. Denn auch die Heime in Deutschland waren nicht besser gewesen. Um genau diese Problematik geht es der Autorin in dieser Geschichte. Hauptsächlich geht es dabei um den Werdegang von Katie und die Suche Lauras nach ihren Geschwistern. Ich war wirklich entsetzt darüber, wie man nicht nur in den Waisenhäusern Großbritanniens, sondern ebenso in den neuen Familien Kanadas mit den Kindern umging. Dass man nicht einmal die Möglichkeit hat, seine Kinder wieder zubekommen, wenn es einem besser geht, hat mich schon schwer erschüttert. Das eine Regierung mehr zu sagen hat als die eigenen Eltern, selbst wenn die nachweisen kann, dass es den Kindern bei einem gut geht, fand ich unwürdig. Ich bin froh, dass sich inzwischen in all den Jahren vieles geändert hat. Dass man überhaupt auf die Idee kam, Kinder aus ihrer Heimat zu reißen, ist unfassbar. Nur gut, dass Katie und Laura ihren Glauben haben und dadurch ihr Schicksal in Gottes Hand legen können, selbst wenn sie mitunter mit Gott hadern. Carrie Turansky hat hier ein wirklich bewegendes Kapitel der englischen Geschichte hervorgeholt. Dabei gefiel mir besonders die Beschreibungen des damaligen Londons mit all seiner Problematik. Ebenso wie die Verschiffung, bei denen es oft Unfällen gab und Kinder dabei sogar ums Leben kamen. Besonders beeindruckend hat mich die unaufhaltsame Suche von Laura nach ihren Geschwistern. Gut eingefügt waren außerdem die Gebete und geistlichen Gedanken, die hier mit kursiver Schrift dargestellt werden. Schade nur, dass man erst am Ende erfährt, das dies erst der erste Teil der Geschichte war und es eine Fortsetzung gibt. Doch so warte ich nun gespannt auf den zweiten Teil, kann dieses Buch nur empfehlen und gebe 5 von 5 Sterne dafür.
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