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Bewertungen
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von Franziska (Veröffentlicht am 27.07.2025)
Ein gutes Buch zu einem schwierigem Thema
Vorab muss ich was loswerden. Se*ualität ist für mich als Elternteil ein schwieriges Thema. Das das Durchschnittsalter für den Kontakt mit P*rnographie bei 8 liegt, bereitet mir Bauchschmerzen. Ich will meinem Kind davon nichts erzählen, wenn es damit noch nicht konfrontiert wurde, doch in unserem Umfeld haben Kinder oft schon mit 7 oder 8 ein Handy und die Eltern kontrollieren nicht was die Kinder damit machen. Ich möchte also auch nicht, dass mein Kind unwissend dort hineinstolpert. In dem Buch spricht das Kind einen Elternteil an, nachdem der 1. Kontakt stattfindet und so dreht sich der Inhalt um das Gespräch, dass beide nun führen. Auf der einen Seite erscheint mir das Gespräch dadurch sehr natürlich, doch das Kind scheint aus meiner Sicht außergewöhnlich klug zu sein. Ich weiß nicht, ob mein Kind solche Zusammenfassungen und antworten geben könnte (mit 8 oder 9 Jahren).
Der Aufbau des Gesprächs ist gut durchdacht. Se*ualität wird als Geschenk von Gott benannt. Es wird hier nicht verteufelt sondern erklärt, dass Rahmen und Zeitpunkt entscheidend sind. Aus meiner Sicht hier gut umgesetzt. Dann geht es um Gefahren und Konsequenzen von P*rnografie. Hier kann ich ebenfalls nichts groß benennen was ich anders machen würde. Mich stört nur, dass ein Elternteil Sucht mit der Kaffeesucht vergleichen möchte. Kann er oder sie gerne tun, aber dann stehen zu lassen, dass diese Art der Sucht quasi egal ist, finde ich persönlich falsch. Aus meiner Sicht ist jede Sucht problematisch. Aber das ist meine Meinung.
Ich finde ein Kinderbuch zu diesem Thema hat es wirklich gebraucht. Ich kann es nicht genau nennen, aber die Umsetzung hätte an manchen Stellen anders sein können. Vielleicht ist mir das Kind hier etwas zu klug und reif. Ich weiß es nicht. Aber den Aufbau und die Erklärungen finde ich sehr gut und Kindgerecht. Es geht auch nicht sehr in die Tiefe, was ich erst schlecht fand, doch letztendendes will ich meinem Kind auch keine Angst mache, sondern es nur warnen. Ich finde dieses Buch bietet eine wirklich gute Gesprächsgrundlage um mit unseren Kindern ins Gespräch zu kommen. Die Hinweise vor und nach der Geschichte finde ich hilfreich und wichtig. Hervorheben möchte ich auch noch, dass es ein Wendebuch ist. Je nachdem wie rum man es dreht, passt es zu einem jungen oder einem Mädchen. Der Inhalt ist fast der selbe.
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von Henrik (Veröffentlicht am 18.06.2025)
Werde sprachfähig zu einem sensiblen Thema
Sexualität ist ein Tabuthema in vielen christlichen Familien – doch die Realität holt Kinder früher ein als gedacht. Studien belegen, dass viele Kinder bereits im Grundschulalter erstmals mit pornografischen Inhalten konfrontiert werden. John Perritts Buch will Eltern befähigen, ihre Kinder kindgerecht und biblisch fundiert auf diese Realität vorzubereiten.
Wer ist der Autor?
John Perritt ist Mitarbeiter der Reformed Youth Ministries, einer Organisation, die sich der biblisch-reformierten Jugendarbeit verpflichtet weiß. Gemeinsam mit seiner Frau Ashleigh lebt er mit fünf Kindern in Ridgeland (Mississippi). Seine Arbeit ist theologisch reformiert geprägt und stark an der praktischen Anwendung biblischer Wahrheiten im Familienleben orientiert.
Worum geht’s?
Ein wertvolles Geschenk ist ein Wendebuch mit zwei altersgerechten Geschichten – eine für Jungen, eine für Mädchen. Ab ca. 7 Jahren gedacht, will das Buch Kinder mit Gottes gutem Plan für Sexualität vertraut machen, bevor sie durch Internet, Medien oder Gleichaltrige mit verzerrten Bildern konfrontiert werden. Dabei wird Sexualität nicht beschämt oder tabuisiert, sondern als von Gott geschaffenes Geschenk gewürdigt.
Das Herzstück des Buches ist die begleitende Anleitung für Eltern: Sie werden ermutigt, mit ihren Kindern offen und biblisch über Sexualität, Intimität und die Gefahren von Pornographie zu sprechen. Es geht dabei nicht nur um Information, sondern um Herzensprägung – darum, Kindern ein positives, gottgemäßes Verständnis von Sexualität mitzugeben. Auch Aspekte der Missbrauchsprävention werden berücksichtigt.
Was gibt es Kritisches?
Der biblische Ansatz ist klar, aber nicht jeder wird sich mit dem frühen Gesprächszeitpunkt wohlfühlen – eine Hürde, die vor allem bei Eltern bestehen kann, die selbst wenig theologische oder pädagogische Vorerfahrung haben. Auch sind die Unterschiede in den beiden Geschichten recht stereotyp gehalten, was je nach kulturellem Kontext hinterfragt werden könnte.
Wer sollte das Buch lesen?
Ein wertvolles Geschenk richtet sich in erster Linie an christliche Eltern, die sich eine bibelorientierte, praktische Hilfe für Gespräche über Sexualität mit ihren Kindern wünschen. Auch Pädagogen oder Gemeindemitarbeiter, die im Kinder- oder Familienbereich tätig sind, profitieren von dem materialreichen, sensibel illustrierten Buch. Es eignet sich hervorragend für den Einsatz im Eltern-Kind-Gespräch, etwa im Rahmen von Kinderbibelwochen, Familienandachten oder Elternseminaren.
Was bleibt?
In einer sexualisierten Welt, die Kindern früh falsche Bilder vermittelt, ist dieses Buch ein notwendiges und mutmachendes Werkzeug. Es verbindet theologische Klarheit mit kindgerechter Sprache und gibt Eltern ein festes Fundament, um ein sensibles Thema mit Liebe, Wahrheit und Hoffnung zu behandeln – im Licht von Gottes gutem Plan.
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