Familienleben und Gemeindearbeit

Wie ein neues Verständnis von Gemeinschaft entsteht

(Buch - Paperback)

Familie und Gemeinde verbindet mehr als das auf den ersten Blick Erkennbare. In sieben Kapiteln wird dargelegt, wie sich gesellschaftliche Ideale von Familie und ihre Veränderungen auf den Alltag in Familie und Gemeinde auswirken. Vom Miteinander der Generationen und Geschlechter über Mitgliedschaft, Mitarbeit und Leitung bis hin zum Umgang mit Macht analysiert die Autorin die Frage: Was brauchen Familien von Gemeinde und was ändert sich, wenn Gemeinde sich als Familie versteht?

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Details

    • Erscheinungstermin:
      24.06.2025
    • Verlag:
    • Artikel-Nr.:
      182655000
    • ISBN:
      9783870926557
    • Sachgebiet:
      Gemeinde/Gemeindearbeit
    • Altersempfehlung:
      von 18 bis 50 Jahre
    • Seitenzahl:
      288 S.
    • Maße:
      14,8 x 21 x 2,5 cm
    • Gewicht:
      379g
  • Dieses Produkt ist preisgebunden:
    Ja
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  • Angaben zum Hersteller nach GPSR:
    BORN-Verlag
    in der SCM Verlagsgruppe GmbH
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    71088 Holzgerlingen
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    info@scm-verlagsgruppe.de

Bewertungen

  • 4/5 Sterne

    Aktuelle Familienbilder und ihre Bedeutung für Gemeinden

    Die Autorin schafft es, ein aktuelles Bild von Familie, Erziehung sowie Generationen- und Geschlechterzuschreibungen im Jahr 2025 zu zeichnen. Sie nimmt die Leserinnen und Leser mit in ihre Einsichten und beschreibt die Entwicklungen weitgehend aus neutraler Perspektive. Immer wieder lädt sie zur Eigenreflexion ein und stellt Fragen, die dabei helfen, tiefer in das Thema sowie in das eigene Empfinden und Denken einzusteigen.
    Der Bezug zur Gemeindearbeit ist nicht so ausführlich, wie es Titel und Klappentext vermuten lassen. Erst im letzten der sieben Kapitel nennt Stephanie Haug konkrete Praxisideen, die in Gemeinden umgesetzt werden können. Dennoch ist das durch die vorherigen Kapitel vermittelte Verständnis für Familien bereits ein Gewinn für jede Gemeinde.
    Für mich persönlich war das Buch erhellend und interessant zu lesen. Ich fand den Schreibstil flüssig und konnte den Gedanken gut folgen. An manchen Stellen empfand ich das Wechseln zwischen den Bildern „Familie“ und „Gemeinde“ jedoch als etwas verwirrend; hier hätte ich mir klarere Übergänge gewünscht.
    Ich empfehle das Buch besonders Menschen, die einen kritischen Blick auf aktuelle Erziehungsstile und Familienbilder werfen möchten. Ebenso richtet es sich an Gemeinden, die sich fragen: Warum wirken junge Familien heute so anders als früher – und wie können wir ihnen in unserer Gemeindearbeit gut tun?
  • Plädoyer Familiengemeinde

    Ein wirklich herausragendes Buch zum Thema Gemeinde & Familie.
    Direkt auf dem Cover bin ich über den Titel gestolpert, der auch direkt meine Neugier geweckt hat. "Gemeinde ist nicht nur in ihrem Dynamiken und Strukturen so ähnlich wie Familie, sie IST Familie." Das trifft, für mich, den Kern des Buches am besten. Denn Gemeinde ist nicht dafür da, Familien zu erklären, wie es läuft. Sondern Familien zeigen Gemeinden, wie wirklich christliche Gemeinschaft in Gemeinden funktioniert! Und die Frage lautet: Was kann Gemeinde von Familie lernen? -

    Es ist eigentlich kein Buch, was man in einem Rutsch weglesen kann. Immer wieder lässt die Autorin Raum über das Geschriebene nachzudenken und zu reflektieren. Die einzelnen Einheiten gehen tief und hinterfragen eigene Verhaltensmuster in Gemeindeleben und der Familie. Liebevoll provozierend werde ich als Leserin herausgefordert meine eigene Sicht auf Gemeinde, meine Mitarbeit in Gemeinde anzuschauen und neu zu denken! Dazu kommen am Ende jede Menge Praxisideen. Und gerade deshalb mag ich dieses Buch sehr und ich werde es sicher noch einige Male zur Hand nehmen. Absolute Empfehlung für alle aktiven Gemeindemitglieder, GemeindegründerInnen und all denen, den Familie der Zukunft am Herzen liegt.

  • 5/5 Sterne

    Ein mutiges Buch, das viele Fragen und Themen anspricht

    Das Familienbild hat sich stark verändert. In christlichen Gemeinden aber findet sich vielfach noch das alte Verständnis von Familie: Der Mann als „Patriarch“. Ähnlich sieht es auch in vielen Gemeinden aus: Sie werden von Männern dominiert. Stephanie Haug versucht ein anderes Familien- und Gemeindebild zu zeichnen. Sie beschreibt die Vielfältigkeit der Familie, wie sie in der gegenwärtigen Familiensoziologie dargestellt wird. Es gilt, die Familie als Doing Family (Herstellungsleistung) zu verstehen und ebenso die Gemeinde als Doing Church. „Familie und Gemeinde zu sein, führt zu bestimmten Tätigkeiten und diese Tätigkeiten stellen Familien- und Gemeindeleben her.“ (S. 232). Sie sprengt das christliche Familienbild von Vater, Mutter, Kind und weitet es aus zur „Gemeinschaft der Christen im Reich Gottes“ (S. 235). Diese Aussage mündet in der Zuspitzung: „Gemeinde ist die christliche Familie, die Familie der Kinder Gottes.“ (ebd.) Wie aber kann das aussehen und gelebt werden? Haug verweist auf die kleinen und großen Familiengeschichten in der Bibel und fordert dazu auf, unsere Lebensgeschichte und die anderer zu erzählen, um so über die biografischen Geschichten Gemeinschaft zu leben. „Vor diesem Hintergrund könnten wir mit Leichtigkeit aus dem Gegeneinander von Patriarchat und Feminismus aussteigen, indem wir nach einem christuszentrierten Verständnis für das Miteinander von Männern und Frauen suchen – egal, ab in der Elternschaft, in der Gemeinde oder in anderen Kontexten.“ (S. 241) Es folgen eine Menge Hinweise, wie das gelebt werden kann. Für manch einen werden diese Hinweise eine Herausforderung sein, für andere eine Bestätigung.
    Stephanie Haug beschreibt ein unserer Zeit angemessenes Familien- und Gemeindebild. Ihre Ausführungen sind als Anregung und Inspiration gedacht. Das Besondere an diesen Ausführungen sind die nach jedem Abschnitt gestellten Fragen und Aufgaben, um über das Gelesene nachzudenken und darüber zu sprechen. Darin liegt die Stärke dieser Lektüre.
    Es gibt viele Aussagen, die zum Gespräch herausfordern:
    z.B.
    „Die Herausforderung an Gemeinschaft ist, dass wir nicht sicher sind, ob sie mit Individualisten überhaupt möglich ist – wenn ja, wie. Das liegt daran, dass die gesellschaftlich vermittelten Idealbilder von Familie eher Individualität als Gemeinschaft betonen.“ (S. 67)
    „Die ‚Haustafeln‘ drehen sich also nicht um ein wie auch immer geartetes Familienideal und erst recht nicht um das bürgerliche Familienideal von ‚Vater, Mutter, Kind‘, sondern um das Ein- nehmen einer Haltung der gegenseitigen (!) Unterordnung in verschiedenen Beziehungen mit dem Ziel eines guten Miteinanders.“ (S. 78)
    „Kindheit und auch das Erwachsenenleben sind immer individualisierter und dadurch
    ‚verinselter‘.“ (S. 151)
    „Sehen wir die Familien, denen durch die Belastungen der Lebensmut ganz abhandengekommen ist? Schaffen wir es, auf das individuelle Familienleben zu schauen und die dramatischen Herausforderungen anzuerkennen, ohne zu vergleichen und zu sagen: ‚Andere Familien schaffen das doch auch!‘ oder ‚Wir haben das doch auch geschafft!‘ Schauen wir hin? Hören wir zu? Wo begegnen wir eigentlich dem, was Familienleben ausmacht?“ (S. 259)
    Man kann nur wünschen, dass die vielen Anfragen und Anregungen aufgenommen und weiter bedacht werden, damit Familie und Gemeinde zu einem Miteinander (Gemeinschaft) finden, das für alle hilfreich und förderlich ist. Dann wäre das Ziel der Ausführungen von Stephanie Haug erreicht.
  • 4/5 Sterne

    Familie und Gemeinde verbinden

    Dieses Buch greift viele wichtige Themen auf – unter anderem Generationen, Geschlechter, Mitarbeit, Familie und Gemeinde.

    Man spürt auf jeder Seite, dass die Autorin sich intensiv mit diesen Bereichen auseinandergesetzt hat. Das Buch ist sehr gut strukturiert und übersichtlich aufgebaut. Besonders die Fragen, die immer wieder zwischen den Kapiteln auftauchen, laden dazu ein, innezuhalten, das Gelesene zu reflektieren und auf das eigene Leben bzw. die eigene Gemeinde zu übertragen.

    Als ich das Buch zur Hand nahm, dachte ich zunächst, es ginge einfach darum, wie Familie und Gemeinde miteinander verbunden sind. Doch schnell wurde mir klar: Es steckt viel mehr dahinter. Die Autorin beleuchtet Hintergründe, zeigt Herausforderungen auf und gibt Denkanstöße, wie man diese bewältigen kann. Außerdem wirft sie einen spannenden Blick darauf, wie sich Familie und Gemeinde im Lauf der Zeit verändert haben – früher und heute. Das fand ich besonders interessant und in vielem auch sehr lehrreich.

    Trotz der inhaltlichen Tiefe bleibt das Buch nicht theoretisch. Die Autorin zeigt immer wieder praktische Beispiele, die den Inhalt lebendig und greifbar machen.

    Ein empfehlenswertes Buch für alle, die sich intensiver mit den Themen Familie, Gemeinschaft und Gemeinde auseinandersetzen möchten – und Impulse suchen, wie sich diese beiden Lebensbereiche miteinander verbinden lassen.

  • 5/5 Sterne

    Wie ein neues Verständnis von Gemeinschaft entsteht

    Dieses Buch von Stephanie Haug liest sich nicht nebenbei. Es ist sehr anspruchsvoll doch gut erklärt. Die Autorin stellt anschaulich dar, dass es Wechselwirkungen aber auch Gemeinsamkeiten zwischen Familie und Gemeinde gibt. Dieser Spagat ist auf jeden Fall zu leben. Stephanie Haug regt in Ihrem Buch die Selbstreflexion an um das Gelesene Verstehen und anwenden zu können. Das Buch hat mich manchmal überfordert, so dass ich mir mehr Zeit für das eine oderandere Kapitel genommen habe.
    Alles in allemm ist das Buch von Stephanie Haug ein guter Begleiter für Christen, die Familie und Gemeinde aktiv leben und erleben möchten.
  • 5/5 Sterne

    10/10 Veränderungspotenzial!

    Sehr interessantes Buch, dass definitiv einen Nerv trifft.
    Das Buch ist für alle geeignet, die sich gerne Gedanken über Gemeinde und/oder Familie machen. Was mich als Jugendreferent besonders angesprochen hat, waren die Bilder von Gemeinde als Tischgemeinschaft oder Familie, die dazu einladen sich selbst und seine Ideale zu hinterfragen.
    Als Praxis- und Fachbuch zugleich spricht es Hauptamtliche wie Gemeindemitglieder an, egal ob du Kinder hast oder nicht.
    Liefert definitiv eine Menge Gesprächsstoff und wird dadurch erst recht lebendig.
  • 4/5 Sterne

    Anregungen für Heute

    In einer Zeit, in der sowohl Familie als auch Gemeinde unter gesellschaftlichem Druck stehen, lädt Stephanie Haug in Familienleben & Gemeindearbeit zu einem Perspektivwechsel ein. Sie zeigt, wie eng die Dynamiken beider Bereiche verwoben sind und wie sie sich gegenseitig bereichern – oder auch herausfordern. Das Buch richtet sich an alle, die Gemeinde nicht nur als „Veranstaltungsort“, sondern als lebendige Gemeinschaft verstehen wollen.



    Wer ist die Autorin?

    Stephanie Haug ist verheiratet, lebt in einer Großfamilie, selbst kinderlos, und arbeitet als Sozial- und Gemeindepädagogin. Sie bringt ihre Erfahrungen aus beiden Bereichen praxisnah ein und ermutigt Familien wie Gemeinden, gemeinsam Verantwortung für die nächste Generation zu übernehmen.



    Worum geht’s?

    Das Buch umfasst sieben Kapitel, die jeweils einen thematischen Bogen zwischen Familien- und Gemeindeleben schlagen. Im ersten Teil erzählt die Autorin persönliche und fremde Geschichten, um den Wert von Gemeinschaft zu illustrieren. Danach geht sie auf die Frage ein, welchen Platz Einzelne in einer „Versorgungsgemeinde“ finden, wie Konflikte entstehen und wie Zugehörigkeit gelebt werden kann.


    Weitere Kapitel hinterfragen die Stabilität und Bedeutung der Kernfamilie, setzen sich kritisch mit Emanzipationsbewegungen auseinander und beleuchten Rollenbilder. Haug macht deutlich, dass Familien und Gemeinden ähnliche Herausforderungen kennen – z. B. Machtstrukturen, Verantwortungsverteilung oder den Umgang mit Generationenunterschieden.


    Der rote Faden ist die Überzeugung, dass Gemeinde dann stark ist, wenn sie Familie nicht ersetzt, sondern unterstützt, und wenn beide als Gemeinschaftsorte funktionieren, in denen gegenseitige Fürsorge, Verbindlichkeit und geistliche Verantwortung selbstverständlich sind. Der Text ist durch Beispiele, Reflexionsfragen und konkrete Handlungsimpulse praxisnah gestaltet.



    Was gibt es Kritisches?

    Die theologische Fundierung bleibt stellenweise oberflächlich; biblische Bezüge werden eher implizit als explizit entfaltet. Leser mit klar konservativ-biblischem Gemeindeverständnis könnten sich eine stärkere Verankerung der Aussagen in klaren Schriftprinzipien wünschen. Manche kulturkritischen Punkte werden angerissen, ohne sie vertieft zu analysieren.



    Wer sollte das Buch lesen?

    Das Buch eignet sich für Gemeindeleiter, Hauskreisverantwortliche, Mitarbeitende in Familien- oder Kinderarbeit sowie Christen, die ihr Verständnis von Gemeinde und Familie reflektieren und vertiefen möchten. Auch für ehrenamtlich Engagierte, die sich über Herausforderungen in Gemeindestrukturen austauschen wollen, bietet es hilfreiche Denkanstöße.



    Was bleibt?

    Stephanie Haug schafft es, Brücken zu schlagen zwischen den alltäglichen Realitäten von Familie und Gemeinde. Ihr Plädoyer: Gemeinschaft bewusst gestalten, Rollen klären, Verantwortung teilen – und so die geistliche und soziale Stärke beider Lebensbereiche fördern.
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