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von Wolfgang Klimm (Veröffentlicht am 05.02.2016)
Gelungene Handreichung zur Begleitung für Menschen mit Demenz
Nach seinem ersten Buch „Frau Krause macht Pause“ mit Andachten zum Vorlesen, legt Uli Zeller nun mit „Frau Janzen geht tanzen“ ein zweites Buch mit „fröhlichen Geschichten zum Vorlesen für Menschen mit Demenz“ vor.
Zunächst gibt der Autor einige hilfreiche Empfehlungen, was beim Vorlesen zu beachten ist, insbesondere bei Menschen mit Demenz, z.B. dass man als Vorleser ausreichend Zeit hat. Denn so Zeller: „Vorlesen ohne Zeit ist wie Rosen ohne Duft“ (S.11)
Der Hauptteil des Buches besteht aus vielfältigen kurzweiligen Geschichten aus unterschiedlichen Lebenssituationen: Urlaubsreisen, beruflichem Erleben, der Tierwelt, Jahreszeiten (Geburtstag, Weihnachten…).
Für alle Geschichten gibt es vom Autor einen Tipp zur Gestaltung bzw. welches Material oder Aktion zum Einsatz kommen kann, um das Vorlesen lebendiger zu gestalten. Außerdem sind die Geschichten mal mit Sprichwörtern verknüpft, mit Liedstrophen, angemessenen Bewegungen, gesprächsanregenden Fragen oder Gedichten. Dadurch eignen sich die Geschichten zu einer ganzheitlichen Aktivierung und interaktivem Miteinander. Das Vorlesen bleibt so keine Einbahnstraße.
In einem zweiten Teil hat Uli Zeller Redensarten und Sprichwörter gesammelt, die der dementiell Erkrankte vollenden kann. Auch hierzu gibt der Autor eine hilfreiche Einleitung mit Handlungsempfehlungen. Dieser zweite Teil des Buches (S.126-136) ist für Mitarbeiter, die sich in der integrativen Validation nach Richards ausbilden lassen, eine echte Fundgrube, um das eigene Repertoire an Sprichwörtern zu ergänzen.
Im dritten Teil finden sich einige kurze Rätsel, die mit einer Prise und gemeinsamen Anstrengungen geknackt werden können. Auch hierzu hat der Autor eine Empfehlung zum angemessenen Einsatz vorgestellt.
Als letzte Perle hat Herr Zeller eine gekürzte und passende Zusammenstellung der Streiche von Max und Moritz. Auch hierfür gibt es einige Erläuterungen zum passenden Gebrauch.
Mit diesem Buch gibt der Autor Uli Zeller allen, die dementiell erkrankte Menschen begleiten, wieder eine regelrechte Fundgrube in die Hand: z.B. bei einem Besuch der Nachbarin oder als ehrenamtliche Mitarbeiterin im Seniorencentrum oder der Gestaltung von Gruppenstunden durch die soziale Betreuung.
Aus Respekt gegenüber den Demenzerkranken finde ich es angenehm, dass der Hinweis auf dem Cover „für Menschen mit Demenz“ bei diesem Band auf einem Aufkleber angebracht ist, den man bei Bedarf entfernen kann.
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