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von Lesefan (Veröffentlicht am 05.06.2026)
Lea und das Wunder von Betanien
Die Erstleser-Reihe mit den beiden lesenden Eulen auf dem Ast hat wieder Verstärkung bekommen: Ausgehend von Lea, einem Mädchen, das zur Zeit Jesu in Israel gelebt hat, wird die Geschichte von den Geschwistern aus Betanien, Maria und Marta und Lazarus erzählt. Lea in ihrer kindlichen Familienwelt erlebt Streit mit der Schwester, macht Streiche, schämt sich, ist eigenmächtig unterwegs, stellt viele Fragen und kümmert sich um ihre Aufgaben oder vernachlässigt sie zuweilen. Dadurch wird die Übertragung in die Erwachsenenwelt, in der ähnliche Dinge auf einer anderen Ebene passieren, erleichtert und sehr konkret. Denn auch die bienenfleißige Marta hätte gerne mehr Hilfe von ihrer Schwester Maria, die stattdessen Jesus zuhört. Lazarus wird krank und stirbt. Die Traurigkeit, Hoffnung auf Jesus wird gut herausgearbeitet. Jesus vollbringt das Wunder, Lazarus lebt und die biblischen Geschichten enden mit der Salbung von Jesus‘ Füßen durch Maria.
Im Nachwort schreibt die Autorin, welche fiktiven Personen und Erlebnisse sie um die biblische Erzählung angeordnet hat, um es für Vorleser und Kinder transparent zu machen.
Wie gewohnt, sind auf jeder Seite zwei Sätze fett gedruckt, die das Kind vorlesen kann. Der Text ist einfach und verständlich in kurzen Sätzen und Wörtern gehalten und überfordert nicht. Der erwachsene oder geübte Vorleser kann (zunächst) den Rest der Geschichte übernehmen. Zusätzlich gibt es am Anfang des Buches eine Lesehilfe und Erklär- und Aussprachehilfe für schwierigere, lange Wörter oder Namen, auf die in der Erzählung nicht verzichtet werden kann. Dabei sind die Silben farbig abgesetzt, was die Lesbarkeit erhöht.
Das Buch enthält 14 kurze Geschichten in handlichen Leseportionen und das Nachwort. Die Überschriften motivierend und man muss unbedingt wissen, die die Geschichte weitergeht. Der Alltag eines Kindes zur damaligen Zeit wird nachvollziehbar und konkret beschrieben.
Jede Geschichte ist mit einem großformatigen Bild versehen. Zusätzlich gibt es kleinere Bilder und die Vignetten mit den lesenden Eulen, die die fettgedruckten Sätze, die als Vorlesemöglichkeit gedacht sind, kennzeichnet.
Die Bilder von Tanja Husmann sind in warmen Farben gezeichnet. Die fröhlichen Figuren kommen lebensnah herüber, die Mimik in den Gesichtern der Menschen ist eindeutig und lädt zu weiteren, vertiefenden Gesprächen ein. Der Betrachter findet lustige Tiere und schöne, kleine Details. Die Bilder ergänzen die Geschichte und führen die Personen gut ein. So werden die beteiligten Figuren vorgestellt und helfen dabei, den Überblick nicht zu verlieren. Denn es sind viele Personen (und Tiere) beteiligt und in der Geschichte müssen einige Erzählstränge untergebracht werden.
Die Rahmenhandlung von Lea und ihrer Familie ist mit einer schwierigen biblischen Geschichte sehr geschickt und überzeugend verwoben. Ein QR Code am Ende des Buches führt zu den passenden Ausmalbildern, die ausgedruckt werden können. Und auf dem Buchrücken befindet sich neben dem Titel das Eulensymbol, so dass das Exemplar im Regal rasch wiedergefunden werden kann.
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