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Stimmen zum Produkt
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„Prügel, Alkohol, Hass, Umsturzfantasien – und dann der Ausstieg aus der rechtsextremen Szene mit allen Hürden, sich ein neues Leben aufzubauen. Dass dies gelang, kann man nur als Wunder bezeichnen. ‚Gott war immer da‘, sagt der Autor. Das ist wohl das Bewegendste an seiner Geschichte.“ Jonathan Steinert, Pro Medienmagazin
„Dieses Buch ist leider hochaktuell. In der heutigen Schweizer SonntagsZeitung las ich gerade über den wieder aufkommenden Faschismus – geboren aus einem Gefühl der persönlichen und gesellschaftlichen Blockade, einer zerstörerischen Wut, 'wie jemand, der nach einem verlorenen Spiel die Figuren vom Tisch schlägt'. Diese Zerstörungswut beschreibt Leo Neuman in 'Trügerische Heimat' eindrücklich. Sein Wunsch, gesehen zu werden und dazuzugehören, führt ihn in die Alkoholsucht und schliesslich in die Neonazi-Szene. Auch wenn sein Weg – durch einige Momente göttlichen Eingreifens – relativ glimpflich endet, gewährt uns dieses Buch einen schockierenden Einblick in die rechtsextreme Welt. Was Leo erlebt hat, sollte uns allen eine Warnung sein!" Florian Wüthrich, Chefredakteur & Geschäftsführer von Livenet und Jesus.ch
„Den Ausstiegsprozess, für den es heute professionelle Begleitung durch Ausstiegsprogramme gibt, musste Leo Neuman noch allein beschreiten und beschreibt eindrücklich die dort wahrgenommenen Ambivalenzen und erfahrene Unterstützung, die sowohl für Szenenangehörige als auch für Fachkräfte inspirierend sein können.“ Kai Fischer, Aussteigehilfe rechts
Bewertungen
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von Annislesewelt (Veröffentlicht am 16.03.2026)
beeindruckend
Trügerische Heimat ist ein Buch das mich auf den ersten Blick gefesselt hat und ich wusste, das muss ich lesen.
Der Schreibstil ist unfassbar fesselnd und lebendig, die Schilderungen ehrlich und ungeschönt, weshalb man bei der beschriebenen Gewalt und dem empfundenen Hass schon erschrecken kann.
Mich hat es teils fassungslos gemacht, und doch wollte ich wissen: Wie wird ein junger Mann zu einem Neonazi? Was fühlt er? Was für Beweggründe hat er und wie geht es ihm damit?
Seltsam war, dass ich mich in ihn hineinfühlen konnte, obwohl ich die Handlungen zutiefst verabscheue. Dieses Gefühl war krass und irgendwie schwer auszuhalten.
Besonders eindrücklich war für mich der Aufbau des Buches. Die Kapitelüberschriften waren in der typischen Schriftart der Propaganda und Zeitungen der dreißiger Jahre nachempfunden, es wirkte wie ein kalter Hauch aus vergangenen Tagen. Unterstrichen wurde das durch die schwarzen Seiten, die im Buch verteilt waren, denn jedes Kapitel startet damit. Ein interessantes Stilmittel, das seine Wirkung auf mich nicht verfehlt hat.
Ja, es war spannend, Leo zu begleiten, von frühester Kindheit an, zu sehen, wie er in der rechtsextremistischen Szene aktiv wird, wie er ins Nachdenken kommt und wie er den Ausstieg findet.
Der größte Teil des Buches ist durchzogen von bedrückenden, düsteren und schweren Abschnitten, und doch ist alles so leicht und locker erzählt, dass man nur so durch die Seiten fliegt.
In diesem Buch, Leos Lebensbericht, erfährt man einiges über die Strukturen, die Entstehung und Weiterentwicklung mancher rechter Gruppierungen, das darin gelebte Machtverhältnis und das alltägliche Leben eines Neonazis.
Es ist erschreckend und interessant zugleich.
Am Ende des Buches findet sich ein Glossar, in dem Begriffe und Abkürzungen der rechten Szene erklärt werden. Außerdem gibt es Infos zu Ausstiegshilfen und weitere Kontakte.
"Trügerische Heimat" ist ein extrem interessantes und lesenswertes Buch. Ein Buch, das unter die Haut geht, das man nicht mehr so schnell vergisst und das aufzeigt, dass Veränderung immer möglich ist.
Leo hat zu Gott gefunden und wurde ein anderer.
Ich kann das Buch von Herzen empfehlen, mich hat es sehr gepackt und ich habe schon lange nicht mehr so einen fesselnden Lebensbericht gelesen.
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