Jäger des verlorenen Verstandes (Buch - Gebunden)

Eine Weisheitsschule

5 Sterne

Jäger des verlorenen Verstandes (Buch - Gebunden)

Eine Weisheitsschule

Spieker nimmt den Leser mit auf die Jagd nach den wichtigsten Weisheiten aus allen Jahrtausenden. Er exploriert Geschichtschroniken und Wissenschaftsexperimente; Autobiografien, Briefe und Tagebücher; die zeitlosen Wahrheiten von Philosophen, Propheten und Poeten, und auch die Geistesblitze von Trendforschern und Super-Influencern werden in einen Kontext gebracht.

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Details

Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Orientierung ist schwer zu haben in einer Zeit, in der jede Banalität nach Aufmerksamkeit schreit. Gleichzeitig erleben wir tagtäglich, wie Alltag in Chaos umschlägt. Dabei sitzen wir auf der größten vergessenen Ressource der Menschheit: dem Schatz der Erfahrung.
Auf der Suche nach Weisheit ist Markus Spieker ein erfahrener Tourguide. Seit Jahren berichtet der Historiker für die ARD von entlegenen Winkeln der Erde, verschlingt Bücher wie andere Leute Schokolade und verfügt über einen scharfen Blick für die Nadel im Heuhaufen.
Spieker zeichnet eine Landkarte ein, die tiefe Einsicht mit Abenteuerlust verbindet und nimmt den Leser mit auf die Jagd nach den wichtigsten Weisheiten aus allen Jahrtausenden. Er exploriert Geschichtschroniken und Wissenschaftsexperimente; Autobiografien, Briefe und Tagebücher; die zeitlosen Wahrheiten von Philosophen, Propheten und Poeten, und auch die Geistesblitze von Trendforschern und Super-Influencern werden in einen Kontext gebracht. Es ist eine Reise zum Mond und in die inneren Abgründe menschlicher Existenz, ein Tanz auf dem Vulkan und ein Staunen vor dem Unbegreiflichen.

 

Zusatzinformationen
  • ISBN: 9783038482697
  • Auflage: 26.10.2023
  • Seitenzahl: 656 S.
  • Maße: 15 x 22,5 x 4,5 cm
  • Gewicht: 1118g
  • Preisbindung: Ja
  • Sachgebiet: Lebenshilfe

  • Mit Lesebändchen

Extras

Leseprobe

Bewertungen

  • 4/5 Sterne

    Weisheit heißt lebenslanges Lernen

    Der Autor, Journalist und Historiker Markus Spieker macht sich in diesem Buch auf die Suche nach Weisheit. Er liest unzählige Bücher und vertieft sich in die Einsichten von bekannten und unbekannten Denkern. Das Ergebnis ist eine Sammlung von Sinnsprüchen und wertvollen Gedanken über das Menschsein, über den Glauben und vor allem über Lebenssinn.

    Mit über 600 Seiten und allein fast zwanzig Seiten mit Literaturangaben, ist dieses Buch keine leichte Kost. Es werden sehr viele kluge Männer und Frauen aus den letzten Jahrtausenden vorgestellt – wobei es genaugenommen fast nur Männer sind. Neben kurzen Informationen über ihr Leben, finden sich hier viele Zitate aus ihren Werken. Der Autor bewertet einige dieser Aussprüche und stellt sie in einen Zusammenhang zu anderen Denkern.

    Dieses Buch hat fünf Hauptteile, und in jedem Teil werden jeweils vier Themen behandelt. Zuerst geht es um Feinde der Weisheit, nämlich um das, was zur Oberflächlichkeit und Gedankenlahmheit verleitet. Im zweiten Teil geht es im Unterschied dazu, um das Wesen der Weisheit, um das also, was Weisheit ausmacht. Der dritte Teil untersucht vier Quellen der Weisheit: Sein, Bewusstsein, Offenbarung und Erfahrung. Im vierten Teil werden Ziele der Weisheit aufgezeigt, wozu also Weisheit gut ist. Und im fünften Teil geht es schließlich um Wege der Weisheit, also um die Auswirkungen von Weisheit auf unsere Welt und unser Leben.

    In diesem Buch steckt sehr viel Wissenswertes! Es regt zum Nachdenken und Überdenken an, wirft Fragen auf, klopft an scheinbar Unumstößliches. Während vieles befreiend und wohltuend wirkt, geht der Autor vielleicht manchmal etwas zu weit, gerade wenn es um die Autorität der Bibel geht.

    Neben dem vielen Wissen, das es auf diesen Seiten zu entdecken gibt, sind die Gedankenanstöße des Autors manchmal humorvoll, ein anderes Mal tiefsinnig. So schreibt er zum Beispiel: Jesus Christus hat seine Sätze nicht in Stein gemeißelt, sondern hat in den Sand geschrieben – und in die Herzen seiner Zuhörer.

    Fazit: Keine Milchnahrung, sondern feste Speise, die am besten in kleine Häppchen verdaut wird. Dieses sehr empfehlenswerte Buch macht deutlich, dass Weisheit nicht bedeutet alle Antworten zu haben, sondern die Offenheit Fragen zu stellen und dazuzulernen.
  • 5/5 Sterne

    Anspruchsvoll, aber wirklich lohnenswert

    In „Jäger des verlorenen Verstandes“ unternimmt Markus Spieker den Versuch, der Weisheit auf den Grund zu gehen. Der Aufbau des Buches hat mir sehr gut gefallen. Auf die Einleitung folgen fünf Kapitel, die jeweils vier Unterkapitel haben, gefolgt vom Schlusskapitel. Der klare Aufbau und die prägnanten Überschriften helfen sehr, sich im Buch gut zurecht zu finden. Der erste Abschnitt beschäftigt sich mit dem Feind der Weisheit. Im zweiten Abschnitt wird das Wesen der Weisheit beleuchtet. Darauf folgen im dritten Abschnitt die Quellen der Weisheit und im vierten Abschnitt die Ziele der Weisheit. Im fünften Abschnitt zeigt Spieker die Wege der Weisheit auf. Hier hat mir besonders eine Auflistung von Büchern, Filmen und Kunstwerken, die ihm Weisheit vermittelt haben, gefallen. So kann man, wenn man möchte, sich noch weiter mit dem Thema Weisheit beschäftigen. Spieker zitiert Weisheiten aus Filmen, von Philosophen, Schriftstellern, Sängern, Politikern, Künstlern und vielen mehr. Dabei sind bekannte Persönlichkeiten wie Platon, Sokrates, Nitzsche oder Kant, aber auch recht unbekannte wie José Ortega Y Gasset oder Peter Wust. Der Sprachstil ist intellektuell anspruchsvoll und dementsprechend dem Inhalt angepasst. Dennoch lässt sich das Buch leicht und flüssig lesen. Mein einziger Kritikpunkt ist das Kapitel „Göttliche Offenbarung“ im dritten Abschnitt „Quellen der Weisheit“. So wie Spieker hier die Argumente und Zitate präsentiert, kommt man zu der Schlussfolgerung, dass die Bibel Gottes Wort enthält, aber nicht hundertprozentig ist. Dem stimme ich nicht zu und hier hätte ich mir gewünscht, dass noch deutlicher wird, wie wichtig die Bibel als Gottes Wort an uns ist. Dennoch war die Lektüre des Buches sehr wertvoll und ich konnte viel Weises mitnehmen. Und so wie Spieker auf S.609 schreibt: „Das Streben nach Weisheit ist ein Lebensprojekt.“, möchte ich auch weiter nach Weisheit streben und jeden ermutigen, sich mithilfe dieses Buch mit dem Thema Weisheit auseinanderzusetzen.
  • 5/5 Sterne

    Einblick, Tiefblick, Rundumblick zum Thema Weisheit

    Als ich begonnen habe dieses Buch zu lesen, wurde mir schnell bewusst, dass ich es nicht am Stück lesen werde. Viel zu viele Informationen, im turbulenten Familienalltag einer Grossfamilie, um alles in kurzer Zeit zu verarbeiten. Es ist ein sehr interessantes Buch, das ich zuerst über Wochen und dann über Monate gelesen habe. Ein richtiges Nachschlagewerk und zur Vertiefung geeignet, gibt es einen sehr vielseitigen spannenden Einblick und Tiefblick in verschiedenste Blickwinkel der Weisheit.
    Es lohnt absolut, sich darauf einzulassen, dieses Buch zu lesen und sich mit den Gedanken zur Weisheit auseinanderzusetzen.

    Besonders imponiert an diesem Buch hat mir, wie Markus Spieker seine Gedanken und Zitate aus den verschiedensten Epochen aus der Geschichte immer wieder mit der Bibel oder Jesus verknüpft. Hier möchte ich den Autor zitieren: «Meine Beziehung zu Jesus ist nicht alles. Aber ohne Jesus ist alles nichts» Wer sich darauf einlässt wird manche Überraschung erleben.
  • 4/5 Sterne

    Auf den Spuren der Weisheit

    " Jäger des verlorenen Verstandes" ist Markus Spiekers neuestes Werk, erschienen im Oktober 2023 im Fontis Verlag.
    Entstanden ist wieder eine umfangreiche Recherche- Arbeit ganz im Stil von seinem erfolgreichen Vorgänger " Jesus - Eine Weltgeschichte"
    Das auf dem Cover abgebildete Symbol einer Eule steht für das Thema des Buches, Weisheit, das hier von allen Seiten beleuchtet wird.
    Ein Thema, das in den Bereichen Geschichte, Politik, Literatur,Kultur und Gesellschaft von großer Bedeutung ist.
    Mit journalistischem Spürsinn deckt Spieker in diesem komplexen Werk bekannte und unbekannte Quellen der Weisheit auf und landet schlüssig und zielgerichtet bei der ursprünglichen Quelle der Weisheit, dem Gott der Bibel. Bei ihm laufen alle Stränge zusammen und man erkennt die bereits in älterer Literatur verborgene Sehnsucht des Menschen nach einem Gegenüber, um sich der Sinnfrage des Lebens zu stellen.
    Mein Leseeindruck:
    Man begibt sich auf die Spuren der Weisheitssuche und ist fasziniert von Spiekers gründlichen Nachforschungen. Biographische Beispiele aus Geschichte, Politik und Literatur schweben vorbei, manches kommt mir bekannt vor, vieles ist für mich Neuland gewesen.
    Klassiker wie Goethe, Schiller, Lessing aber auch weniger bekannte Namen wie Wust und Marcel kommen hier zur Sprache. Ein riesiges Spektrum, das Vergangenheit aus verschiedenen Jahrhunderten christlicher und nicht-christlicher Literatur, Philosophie und Wissenschaften beleuchtet und mit aktuellen Weisheitsforschungen zusammenbringt.
    Dabei wird gerade auch die "Nicht- Weisheit" angesprochen, die Spieker am Beispiel des zweiten Weltkriegs verdeutlicht und mit Dietrich Bonhoeffer anklagend personifiziert.
    Mein Fazit:
    Man kann hier gar nicht alle Aspekte und Richtungen dieser umfassenden Gedanken- Ansammlung darstellen, man muss das Buch einfach lesen und wirken lassen...
    Und man bekommt gut lesbare Geschichten, viel Stoff zum Nach- und Weiterdenken! Eine Lektüre, die informiert, unterhält und den Horizont erweitert.
  • Eine echte Herausforderung

    Ein anspruchsvolles Buch! Über 600 Seiten Philosophiegeschichte mit unzähligen Zitaten (Mensch, ist dieser Mann belesen!). Spieker stellt in der Zeit der Künstlichen Intelligenz den Menschen selbst zur Disposition. Jahrhundertelang hatte die Kirche das Sagen, mit der Bibel als selbstverständlicher Grundlage. Diese Zeiten ist endgültig vorbei. Mit der KI wurde ein neues Kapitel der Menschheit aufgeschlagen. Aber Computer können den Menschen nicht ersetzen. "Sie sind klug, aber einseitig; sie verfügen weder über emotionale noch spirituelle Intelligenz, sie sind ausserdem weder an Wahrheit interessiert noch an Moral." Bei der Frage, was uns zu Menschen macht und was uns von Maschinen unterscheidet, sind die Christen ganz neu herausgefordert.
    Bei der Fülle von Zitaten berühmter Leuten fehlt mir eine hilfreiche Spur. Nach Spiekers "Beweisführung" ist die Bibel nicht mehr "Gottes Wort". Aber wo bleibt dann die zuverlässige Grundlage? Dürfen sich Pfarrer bei ihren Predigten überhaupt noch auf die Bibel abstützen? Wie kann sich Gott sonst bemerkbar machen, wenn nicht durch sein Wort?
    Bei seiner kirchenpolitischen Analyse ist Spieker mir zu landeskirchenlastig. Wenn man Verlautbarungen der EKD liest, kann man ihn zwar verstehen. Hätte er sich aber auch im freikirchlichen Umfeld umgesehen, würde er nicht so pessimistisch schreiben. Ich stimme ihm zu, dass der Einfluss der Kirchen auf die Gesellschaft minim geworden ist, aber er ist nicht auf null gesunken. Im Gegenteil: Gerade im sozialdiakonischen Bereich sind die Christen führend, auch wenn dies von den Medien kaum zur Kenntnis genommen wird. Betrachtet man die Lage der Christen global, so ist dafür Europa das schlechteste Beispiel. In vielen Entwicklungsländern sind die Christen auf dem Vormarsch. Auch Diskriminierung und Verfolgung können das Wachstum nicht bremsen.
    Im letzten Kapitel ("Der Letzte macht das Kirchenlicht aus?") hätte ich konkretere Lösungsvorschläge erwartet. Im Tiefsten geht es bei der heutigen religiösen Krise um eine grosse Verunsicherung über das Alleinstellungsmerkmal der Kirche. Was kann sie, das andere nicht können? Wenn sie vor lauter Anpassungsbemühungen an die moderne Welt ihren Hauptauftrag vernachlässigt, muss sie sich nicht wundern, wenn sich das Bodenpersonal verabschiedet. Gottes Geist ist zu einer unbekannten Kraft geworden, mit der man nicht mehr rechnet. Und wenn eine Predigt nicht mehr zu einer lebendigen Beziehung zu Gott einlädt – ja, dann löscht die Kirche sich selbst aus, nicht nur das Licht.
    Mein Gesamteindruck: Spieker fordert mit diesem Buch zum intensiven Mitdenken heraus. Für Durchschnittsleser wie mich ist es stellenweise zu hoch. Bleibt die Hoffnung, dass auch anspruchsvolle Skeptiker sich dadurch neu mit den Grundlagen des Glaubens auseinandersetzen und auf die Suche nach der Wahrheit machen.
  • 5/5 Sterne

    Ein wunderbares Buch, das die Perlen von Vor- und Weit-Denkern aus drei Jahrtausenden enthält.

    Ich muss zugeben, dass ich schon sehnsüchtig auf das neuste Buch von Marcus Spieker gewartet habe. Nach den letzten Büchern „Jesus. Eine Weltgeschichte“ und „Dostojewski“, war ich gespannt, mich mit ihm auf die Suche nach dem „verloren Verstand“ zu machen. denn ich weiß das der Autor in der Lage ist Informationen so aufzubereiten, dass der Leser die Möglichkeit hat, sich seine Meinung frei zu bilden. Wenn ich die aktuellen Nachrichten konsumiere, finde ich, dass der Homo sapiens sapiens sich nicht gut schlägt. Was hilft uns aus diesem Dilemma?
    Hier möchte ich ein Zitat aus Buch anfügen, das meiner Meinung nach eine Antwort auf diese Frage gibt.
    „Man kann sich nicht entschlossen genug gegen die falsche Vorstellung wenden, man könne heutzutage nur noch im Weltmaßstab oder im planetarischen Maßstab gültig denken. Hier, wie auch überall sonst, muss der Sinn für den Nächsten wieder geweckt werden. Das ist die einzige mögliche Schutzwehr gegen schwerstes Unglück, das – ganz gewiss – im Weltmaßstab über uns hereinbrechen würde.“ Gabriel Marcel
    Marcus Spieker hat mich als Leser „an die Hand genommen“ und durch die Jahrtausende geführt. Es hat es mir gutgetan durch die Geschichte der Menschheit geführt zu werden und dabei die positiven Gedanken und Ansichten von so vielen Menschen zu lesen. Ich als „moderner“ Mensch habe durch dieses Buch mein positives Bild der Menschheit wiedergefunden. Es sind nicht nur Einzelne, die tiefgründig denken und zu den richtigen Erkenntnissen kommen, wir stehen in einer Kette von Menschen, die sich durch die Geschichte zieht. Und das nicht nur die letzten 2000 Jahre seit Gott Mensch geworden ist.
    So wie in obigem Zitat, habe ich auch das Buch verstanden und empfunden. Ich fühle mich nach dem Lesen nicht mehr allein in meinem Denken und Handeln, wenn ich von so vielen Menschen unterschiedlichster Herkunft, Epochen und Schicksalen lesen konnte, was uns helfen kann. Wir müssen etwas tun und dieses Buch gibt mir „Rückenwind“ in den aktuellen Diskussionen.
    Es ist an der Zeit, dass jeder seinen Verstand selbstständig gebraucht und begründet artikuliert, was richtig und was falsch ist. Eine Grundlage dazu bietet mir dieses Buch. Ich kann es nur absolut weiterempfehlen.

  • 5/5 Sterne

    Beeindruckendes Sachbuch

    „...Weisheit ist unter anderem die Fähigkeit, aus den Schaden anderer Epochen klug geworden zu sein und die zur Verfügung stehenden Daten so zu interpretieren, dass man bestimmte Fehler gar nicht erst macht...“

    Diese Zeilen stammen aus der Einweisung in das Buch. Der auor hat seine Weisheitsschule in Fünf Kapitel gegliedert:

    - Der Feind der Weisheit
    - Das Wesen der Weisheit
    - Die Quellen der Weisheit
    - Die Ziele der Weisheit
    - Die Wege der Weisheit

    Jedes Kapitel beginnt mit einem Intro, ist in vier Bereiche untergliedert und endet mit einem Zwischenstopp.
    Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Er ist verständlich und manchmal auch mit feinem Humor gewürzt. Trotzdem ist es kein Buch, das man unbedingt am Stück liest. Die Vielfalt der Informationen will gedanklich verarbeitet werden.
    Der Autor setzt sich kritisch mit unserer Zeit auseinander.

    „...Nirgendwo ist der Mensch denkfauler als in der Masse, nirgendwo der Hang zu intellektueller Trägheit größer...“

    Das Buch zeugt von umfangreicher und akribischer Recherche. Es werden nicht nur die Namen vieler historischer Persönlichkeiten genannt; auch aus ihrem Schriften wird gegebenenfalls umfangreich zitiert. Selbst Liedtexte finden Erwähnung, wenn es zum Thema Weisheit passt. Außerdem nimmt der Autor häufig Bezug zu Filmen.
    Es sind Sätze wie der folgende, die immer wieder zum Nachdenken anregen:
    ,
    „...Wichtig ist auch ein Gespür für Timing und dafür, was in der jeweiligen Situation gerade dran ist. Man muss wissen, welche Schlachten es wert sind, geschlagen zu werden, und welche nicht...“

    Der Autor nutzt für seine Ausführungen den Blick in die Geschichte, nimmt aber auch die Bibel in den Fokus. Häufig unterteilt er seine Ausführungen nochmals mit klaren Stichpunkten, die er dann ausführlich erläutert.
    Die Quintessenz seines Buches fasst der Autor in wenigen Worten zusammen:

    „...Das Streben nach Weisheit ist eine Lebensprojekt...“

    Sein Buch versteht er nicht als allein seligmachende Handlungsanweisung. Er will Denkanstöße setzen. Und das ist ihm auf hervorragende Weise gelungen.
    Ein Bild von Caspar David Friedrich, ein Dank und ein Quellenverzeichnis vervollständigen das Buch.
    Das Buch bekommt von mir eine unbedingte Leseempfehlung. Sicher werde ich es immer mal wieder in die Hand nehmen.
  • 5/5 Sterne

    ein lehrreiches und interessantes Buch

    In diesem Buch macht man eine Reise durch die Welt der Weisheit.
    Das Buch wird in fünf Teile geteilt: Der Feind der Weisheit; Das Wesen der Weisheit; Die Quellen der Weisheit; Die Ziele der Weisheit; Die Wege der Weisheit.
    In jedem der Teile beschäftigt sich Markus Spieker mit verschiedenen Persönlichkeiten. Es ist interessant, nicht nur über das Leben der Personen zu erfahren, sondern auch die Denkweisen bzw. auch Zitate, was diejenigen Personen gesagt haben.

    Dieses Buch ist nicht leicht zu lesen, da es viel Konzentration erfordert, um die Sätze zu verstehen und man sich in die Sätze hineindenkt. Ich musste einige Lesepausen einlegen, da das Buch sehr informativ ist.
    Der Aufbau des Buches ist gut strukturiert und es ist sehr unterhaltsam.
    Was mir sehr gut gefallen hat, dass auch der Glaube miteinbezogen worden ist.
    Der Autor hat sich mit diesem Buch wirklich sehr viel Mühe gegeben und viel Arbeit reingesteckt. Großes Lob!

    Ich durfte mir viel aus dem Buch herausnehmen. Es ist sehr lehrreich, interessant und hilft auch im Leben, Menschen besser zu verstehen.

    Dieses Buch sollte man definitiv mehrmals lesen, um das Gesagte noch besser zu verarbeiten. Und vielleicht wird man beim zweiten Mal lesen auf andere Dinge aufmerksam gemacht.

    Ich kann das Buch nur empfehlen!!
  • 5/5 Sterne

    Schätze der Weisheit

    Die aktuelle Fortsetzung von Indiana Jones erwies sich als wenig glorreich. Markus Spieker möchte jedoch in „Jäger des verlorenen Verstandes“ die wichtigsten Ereignisse der letzten 3000 Jahre beleuchten, damit die Fortsetzung der Geschichte kein Flop wird.

    Wer ist der Autor?
    Markus Spieker, Jahrgang 1970, arbeitet als Chefreporter für den MDR. Er war jahrelang Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio und Leiter des ARD-Studios Südasien. Aus Afghanistan berichtete er 2021 von der Machtübernahme der Taliban. Der promovierte Historiker hat in Gießen und Los Angeles studiert. Er ist Autor der Bestseller «Übermorgenland: Eine Weltvorhersage», «Jesus: Eine Weltgeschichte» und «Rock Me, Dostojewski!» (zusammen mit David Bühne). Er lebt in Markkleeberg bei Leipzig.

    Worum geht es in dem Buch?
    „Ich werde älter.“ Mit diesem Einzeiler startet Markus Spieker sein erneut umfangreiches Werk, indem er dem Leser eine Weisheitsschule an die Hand gibt. Mit seinem journalistischen Spürsinn hat er die Umbrüche unserer Zeit wahrgenommen und die Kürze der Transformations-Zäsuren entdeckt. Dieser komplexen und immer schneller voranschreitenden Geschichte möchte er die Weisheit als Gegenpol gegenüberstellen. „Weisheit ist unter anderem die Fähigkeit, aus dem Schaden anderer Epochen klug geworden zu sein und die zur Verfügung stehenden Daten so zu interpretieren, dass man bestimmte Fehler gar nicht erst macht.“

    Und so verstehen sich die fünf Teile sowohl als „Weisheitsführer als auch Weisheitsverführer, sowohl als Leitfaden als auch Fundgrube.“ Hierzu wird zunächst der Feind der Weisheit identifiziert. „Es ist nicht alleine nur das Zuviel an Informationen, das uns verblöden lässt. Auch der materielle Wohlstand leistet der Denkträgheit Vorschub. Intellektuelle Reife entsteht bei der Bewältigung existenzieller Herausforderungen.“

    Danach wird das Wesen der Weisheit näher besprochen. Spieker wird nicht müde zu betonen, dass Weisheit keine angeborene Tugend ist, sondern erlernt und erprobt. „Weise Ratschläge kommen aus einer Haltung der Demut und zielen in eine Richtung der Bescheidenheit.“ Nun wird der Leser zur Quelle der Weisheit geführt. Hierbei wird deutlich: „Ich habe mich ja bereits als Christ geoutet und verweise ganz pragmatisch auf den umfassenden Buchbestand, den es zu diesem Thema bereits gibt. Ich bin nicht nur überzeugt davon, dass Gott existiert, sondern auch davon, dass er sich uns mitteilt.“ Und so kommt er zu vier Quellen, aus denen sich Weisheit – von Gott her – speist: „Sein, Bewusstsein, Offenbarung, Erfahrung.“ Hiermit steht Spieker nicht exklusiv, sondern die meisten Dichter und Denker haben ihre Denkgebäude auf demselben Fundament aufgebaut.

    Von der Quelle wird der Leser dann zum Ziel der Weisheit geführt. „Was hinter der Mauer des Todes auf uns wartet, entzieht sich genau wie Gott selbst unserem menschlichen Vorstellungsvermögen. Das hat unsere christlichen Ahnen nicht davon abgehalten, sich die himmlischen Welten auszumalen.“ Dabei plädiert der Verfasser dafür, Gott nicht auszublenden, sondern sich über die Konsequenzen bewusst zu werden, die sich aus dem Dasein Gottes ergeben. „Der Mensch ist dazu aufgerufen, den von Gott gestifteten Lebenssinn zu realisieren.“

    Zuletzt blickt der Autor dann noch auf die Wege der Weisheit. „Da Leben immer vorwärtsgerichtet ist, kommt es auf die richtigen Wege und Schritte an.“ Hierbei greift Spieker zahlreiche biblische Tugenden auf, die Gottes Hilfe für den Pilger in der Weltzeit sind, um weise den Lebensweg zu gehen. Der Dreiklang Denken – Glauben – Lieben ist dabei ein wichtiges Gepäck im Rucksack. Abgerundet wird die Weisheitsschule durch den Gipfel der Weisheit, den Spieker wie folgt formuliert: Ein Anhäufen von intellektuellen Kostbarkeiten ist nicht primär der Zweck einer Weisheitsschule. „Weisheit ist nichts, was man „hat“ und worauf man sich ausruhen kann. Weisheit ist auch kein Status, den man für sich reklamiert, und kein Standpunkt, von dem man aus das Weltgeschehen reflektiert.“ Schlussendlich ist das Streben nach Weisheit ein Lebensprojekt, bei dem die Hinwendung zu Gott die Auflösung der Spannung ist.

    Wer sollte das Buch lesen?
    Aufgrund der Breite an Themen eignet sich die Lektüre nicht nur für kritische Denker, sondern auch Interessierte, die sich mit aktuellen Fragen und Herausforderungen auseinandersetzen und dabei verschiedene Blickwinkel einnehmen möchten.

    Was gibt es Kritisches?
    Spieker startet vollmundig, wenn er Weisheit aus 3000 Menschheitsgeschichte komprimiert darstellen möchte. Jedoch ist er selbstkritisch genug anzuerkennen, sich nicht als Weisheits-Archäologe zu verstehen, der alte Kostbarkeiten umfassend ausgräbt. Für Menschen, die dem christlichen Glauben skeptisch gegenüberstehen, wird Spiekers Weisheits-Standpunkt sicher weniger entsprechen, da er lautet: „Meine Sicht der Welt leitet sich aus einem Vers im biblischen ‚Buch der Sprüche‘ ab: Die Ehrfurcht vor Gott ist der Anfang der Weisheit (Sprüche 9,10).“ Diese Sicht auf die Welt prägt denn auch die Deutungen mancher Forschungsergebnisse. „Der christliche Glaube hat ein einzigartiges Potenzial, Spaltungen zu überwinden, Freundschaften zu stiften, Frieden zu schaffen.“ Leider sieht er die Offenbarung des Johannes eher als „Trostbuch und Durchhalte-Appell eines mystisch veranlagten Christen für seine bedrängten Glaubensgeschwister“ an. Und so liefert der Text für ihn „keine Zukunftsschau, sondern beschreibt die metaphysischen Hintergründe damaliger Konflikte.“ Das ist schaden, denn gerade Offenbarung 21 und 22 sind seelsorgerlich von unschätzbarem Wert.

    Weshalb sollte man das Buch lesen?
    Insgesamt versteht sich dieses Buch als Abschluss der „Gott und die Welt“-Trilogie, die mit „Übermorgenland“ ihren ökologischen Anfang nahm, dann mit „Jesus: Eine Weltgeschichte“ ihren theologische Komponente erhielt und nun mit „Jäger des verlorenen Verstandes“ die Anthropologie in den Blick nimmt. Spieker plädiert in seinem Buch für eine weise Lebensgestaltung, weise Gesellschaftspolitik, weise Globalisierung und eine weise Kirche, weshalb der Leser am Ende viele Ansatzpunkte hat, um über sein Engagement im Hier und Heute nachzudenken und wiese Schlüsse für das Morgen zu ziehen.
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