Licht sucht sich seinen Weg (Buch - Paperback)

4 Sterne

Licht sucht sich seinen Weg (Buch - Paperback)

Als ihr Mann bei einem humanitären Einsatz umkommt, findet Ruth mitsamt ihren Töchtern Zuflucht auf einer mennonitischen Cranberryfarm. Die Arbeit, die Natur und auch der zurückhaltende Elam helfen ihr zurück ins Leben. Doch eine dramatische Wendung bringt alles ins Wanken.

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Details

Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Nachdem ihr Mann und ihr Schwiegervater bei einem humanitären Auslandseinsatz ums Leben gekommen sind, sucht Ruth Neufeld Zuflucht auf einer malerischen Cranberryfarm. Dort, bei den mennonitischen Verwandten ihres Mannes, hofft sie zur Ruhe kommen und gemeinsam mit ihren Töchtern und ihrer Schwiegermutter die Ereignisse verarbeiten zu können.
Die anstrengende, erfüllende Tätigkeit auf der Cranberryfarm, die Schönheit der Natur und auch die zurückhaltende, aber verlässliche und ermutigende Präsenz von Elam, einem Cousin ihres Mannes, spenden Ruth Trost und setzen unerwartet einen Heilungsprozess in Gang.
Doch gerade als sie beginnt, Schritte in ein neues Leben zu wagen, bringt eine dramatische Wendung all ihre Zukunftsträume ins Wanken …

 

Zusatzinformationen
  • ISBN: 9783963623097
  • Auflage: 11.01.2023
  • Seitenzahl: 336 S.
  • Maße: 13,4 x 20,5 x 2,3 cm
  • Gewicht: 389g
  • Preisbindung: Ja
  • Sachgebiet: Erzählungen/Romane
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Leseprobe

Bewertungen

  • 3/5 Sterne

    hatte etwas mehr erwartet

    Nachdem ihr Mann und ihr Schwiegervater bei einem humanitären Auslandseinsatz ums Leben gekommen sind, sucht Ruth Neufeld Zuflucht auf einer malerischen Cranberryfarm. Dort, bei den mennonitischen Verwandten ihres Mannes, hofft sie zur Ruhe kommen und gemeinsam mit ihren Töchtern und ihrer Schwiegermutter die Ereignisse verarbeiten zu können. Die anstrengende, erfüllende Tätigkeit auf der Cranberryfarm, die Schönheit der Natur und auch die zurückhaltende, aber verlässliche und ermutigende Präsenz von Elam, einem Cousin ihres Mannes, spenden Ruth Trost und setzen unerwartet einen Heilungsprozess in Gang.Doch gerade als sie beginnt, Schritte in ein neues Leben zu wagen, bringt eine dramatische Wendung all ihre Zukunftsträume ins Wanken.

    Der Klappentext klang vielversprechend und hat mich sehr neugierig gemacht.

    Zu Beginn war ich ein wenig irritiert von den vielen Personen. Nach und nach lernt man die Charaktere aber besser kennen.

    Durch den Wechsel zwischen der Geschichte und den Briefen und Rückblenden wurde ich ein wenig aus dem Lesefluss gerissen. Im weiteren Verlauf habe ich mich aber daran gewöhnt und fand die Schilderungen über Ruths Vergangenheit sehr interessant. Durch die Briefe konnte man ihre Gedanken und Gefühle und ihre Handlungen besser nachvollziehen.

    Mit den anderen Charakteren bin ich irgendwie nicht so recht warm geworden.

    Der Schluss hat mich dann doch überrascht und ein wenig verwirrt. Das Ende blieb offen und das mag ich nicht so gern, da so auch einige Fragen ungeklärt bleiben.

    Die angesprochenen Themen, wie beispielsweise Ehe und Verpflichtungen, Liebe und Wertschätzung in einer Partnerschaft, sowie Dinge und Menschen, die eine Ehe belasten können, wie z. B. Kinder, waren sehr interessant und wurden gut umgesetzt. Der Fokus lag hier klar auf der Ehe.

    Man merkt schon an einigen Stellen, dass die biblische Geschichte von Ruth und Boas die Inspiration für dieses Buch war. Mir hat jedoch die Umsetzung nicht so zugesagt, wie erhofft.
  • 5/5 Sterne

    Loslassen bedeutet nicht Lebewohl

    "Diese Traurigkeit war schon lange, bevor die Bomben gefallen waren und der Himmel sich rot gefärbt hatte, da gewesen. Sie war in winzigen Schritten, mit winzigen Entscheidungen gekommen: die Entscheidung, jemand anderen oder etwas anderes einander vorzuziehen. Diese Entscheidungen hatten sie in der irrigen Annahme getroffen, der andere wäre immer da. Es gäbe noch mehr Gelegenheiten, auf dem Sofa zu sitzen und sich an den Händen zu halten, verliebt in der Küche zu tanzen, ihrem Mann zu sagen wie fähig er war, seiner Frau zu sagen, wie schön sie in seinen Augen war, auch nach nächtelangem elterlichen Schlafmangel, der die Augen und auch die Seele müde machte."

    Buchauszug S. 266

    Inhalt:

    Nach dem unerwarteten Tod von ihrem Mann Chandler, zieht Ruth Neufeld mit ihren beiden Töchtern und ihrer Schwiegermutter zu den mennonitischen Verwandten ihres Mannes. In der Ruhe der malerischen Cranberryfarm und mit der liebevollen Fürsorge von Cousin Elam, beginnt Ruth langsam zu heilen. Gerade als sie neue Schritte wagt, stellt eine dramatische Wendung alle ihre Zukunftsträume in Frage.

    Meine Eindrücke:

    Ich bin ganz ehrlich, am Anfang war es mir tatsächlich zu wider dieses Buch zu lesen. Durch meine eigene Neugierde, hatte ich von dem anscheinend total verwirrenden Ende dieses Buches gehört. Dies nahm mir die ganze Lust auf die Geschichte. Tja selber schuld! So überlegte ich, diese Lektüre noch etwas aufzuschieben. Schlussendlich entschied ich mich dazu, es einfach hinter mich bringen zu wollen. Nie und nimmer hätte ich damit gerechnet, dass ich dem Buch zum Schluss 5 Sterne vergeben möchte!! Während und auch nach dem Lesen, ist diese Geschichte etwas total Besonderes für mich geworden. Ein Buch, dass mir ans Herz gewachsen ist!

    Die Autorin hat einen wundervollen, ruhigen und sprachschönen Schreibstil, der einem mit seiner Beständigkeit auch durch die aufwühlenden Plottwists durch trägt. Das kann ich also sagen, ich wurde beim Lesen von einem Gefühlschaos ins nächste gestürzt. Am Schluss kam es mir fast so vor, als ob die Autorin mit den Gefühlen ihrer Leser*innen spielen wollte. Nach dem ersten Verdauen bin ich mir sicher, dass dies nicht der Fall ist. Denn nur auf diese besondere Weise, konnte eine so unglaublich bewegende und zum Nachdenken anregende Erzählung gelingen. Ich begann mich zu fragen, was für mich denn ein gutes Buch wirklich ausmacht. Ist es wenn die Geschichte meinen Wünschen und Vorstellungen entspricht? Oder wenn sie mich überraschen und auch aufwühlen kann? Ich für meinen Teil mag es sehr gerne, wenn mir die Geschichte wirklich in Erinnerung bleibt. Und dies, hat die Autorin also wirklich hervorragend geschafft. Jolina Petersheim bringt einem dazu sein eigenes Verhalten, primär in der Ehe, zu reflektieren. Es geht um gegenseitige Wertschätzung, Erwartungen und die Schwierigkeit sich durch die Last des Alltags nicht zu verlieren. Anhand Ruths Geschichte macht sie deutlich, dass wir unsere Identität in Gott fest machen müssen und nicht in der Beziehung zu unserem Mann. Obwohl ich während des Lesens jetzt keine besondere Bindung zu Ruth aufgebaut habe, waren ihre Gefühle stets sehr authentisch und nachvollziehbar. Besonders folgender Rat ihrer Schwiegermutter Mabel, ist mir fest in Erinnerung geblieben: Wir sollten unseren Mann zur obersten Priorität unseres Gebetslebens machen. Tatsächlich gab es am Ende nochmals eine sehr unerwartete Wendung, über welche, ich nach dem ersten Schreck, sogar dankbar bin.

    „Licht sucht sich seinen Weg“ ist für mich ein aussergewönliches tiefgründiges, wie auch aufwühlendes Buch. Wer sich auf diese Geschichte voll und ganz einlassen kann, wird mit einem wahrhaftigen Schatz belohnt. Ein wirklich starkes Buch über die Ehe und den Glauben!
  • 3/5 Sterne

    Eine moderne Adaption der Geschichte von Ruth und Boas

    Die junge Mutter Ruth ist frisch verwitwet und reist zur Beerdigung ihres Mannes in dessen Heimat zu seinen menonitischen Verwandten auf eine Cranberryfarm. Dort erwartet sie eine ganz neue Lebenswelt, aber auch viel Liebe und Geborgenheit. Sie und ihre Töchter verarbeiten noch den plötzlichen Verlust ihres Vaters und Ehemannes. Durch die Mutter ihres verstorbenen Mannes und seinem Cousin finden sie einen Platz, an dem sie heilen können.

    Elam hat die Familie in sein Haus aufgenommen und kann sich irgendwann kaum noch vorstellen, dass sie früher oder später wieder abreisen werden. Ruth und er finden eine besondere Verbindung in der Trauer, aber er will unbedingt das richtige für sie tun und weiß einfach nicht genau was das ist. 

    Auf diese Geschichte habe ich mich so sehr gefreut, weil sie das Buch Ruth als Vorlage hat. Die Atmosphäre und gerade der Anfang des Buches haben mir direkt viel Spaß beim Lesen gemacht. Ruth war für mich eine besondere Frau, die nur das beste für ihre Töchter möchte. Auch Elam mochte ich sehr gerne. Er war liebevoll und aufmerksam, immer um alle anderen besorgt und hat sich selber dabei immer wieder hinten angestellt. 

    Allerdings hat ein Handlungsstrang des Buches mich dann doch verloren und mich beim Lesen enttäuscht. Ich verstehe warum die Autorin es so hat einfließen lassen, aber irgendwie war es für mich trotzdem nicht rund. 

    Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Manchmal gingen mir einige Emotionen zu schnell oder man hätte noch etwas tiefer greifen können, aber im allgemeinen Zusammenhang hat das dann oft doch Sinn gemacht. 

    Besonders gefallen hat mir die Beziehung zwischen Ruth und Elams Schwester und auch die Beziehung zu ihren beiden Töchtern. Interessant war auch, dass man Einblicke in das menonitische Leben bekommen hat. Allerdings waren die nicht extrem im Vordergrund. 

    Auch der Glaube spielte eine Rolle. Er beeinflusst die Entscheidungen der Charaktere. Mir fehlte etwas, dass er Ruth und Elam im Inneren nicht so sehr charakterisiert hat und ihr persönliches Glaubensleben nur an bestimmten Stellen hervortat. 

    Das Buch zeigt, dass aus gebrochenen Herzen wieder eine neue Zukunft entstehen kann und man eine Familie nie aufgeben sollte.

    Ich mochte die Idee dieser Geschichte sehr, fand auch viele Aspekte der Umsetzung beim Lesen interessant und ebenso konnten die Charaktere mich doch oft mitfühlen lassen. Auch wenn mir nicht alle Handlungsstränge des Buches so zugesagt haben, hatte die Geschichte viel Potential und wird bestimmt einige Leserherzen begeistern.
  • 5/5 Sterne

    Der Weg aus der Trauer- eine Achterbahn der Gefühle

    „Licht sucht sich seinen Weg“ von Jolina Petersheim ist die bewegende Geschichte einer jungen Frau zwischen Liebe und Pflicht und ihrer Sehnsucht nach einem Neubeginn.

    Der Roman ist im Januar 2023 bei Francke Buch erschienen.

    Als Ruth Neufelds Ehemann und ihr Schwiegervater bei einem Einsatz der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen ihr Leben verlieren steht die junge Witwe zusammen mit ihren beiden kleinen Töchtern Sophie und Vivianne vor den Trümmern ihres Lebens. Sie schließt sich ihrer Schwiegermutter Mabel an, die zurück zu ihren Verwandten nach Wisconsin zieht.

    Dort erwartet sie das Leben in einer mennonitischen Gemeinschaft auf einer Cranberry Farm, den Wurzeln der Familiengeschichte ihres Ehemanns Chandler. Was zunächst befremdlich ist, wird schon bald für die junge Witwe und ihre Töchter zu einem ruhigen Ort der Geborgenheit und wohltuender Gastfreundschaft, der sie in ihrer Trauer auffängt. Die Zuwendung ihrer Schwiegermutter Mabel, die aufmerksame und freundschaftliche Aufnahme im Hause ihres Verwandten Elam und die Arbeit auf den Feldern innerhalb einer festen Gemeinschaft setzen einen Heilungsprozess in Gang, der auf einen Neubeginn hoffen lässt. Doch dann passiert etwas, das alte Erinnerungen ans Licht bringt und unmögliche Entscheidungen fordert…

    Mein Leseeindruck:

    Jolina Petersheim schreibt fesselnd und versteht es mit überraschenden Wendungen den Spannungsbogen bis zum Ende aufrecht zu erhalten.

    Es geht um den Trauerprozess einer jungen Witwe, der viele andere Themen verbirgt und langsam ans Licht bringt…

    Im Rückblick, anhand in die Geschichte eingestreuter Briefe erfahren wir von einem alles andere als perfekten Familien und Eheleben, das durch den Tod des Partners plötzlich endet, aber noch lange nicht verarbeitet ist.

    Dadurch wird man als Leser angestoßen neu über die Werte Ehe, Familie und Mutter-Sein nachzudenken...

    Mein Fazit:

    Die Autorin hat mich als Leserin total gepackt, emotional durch alle Höhen und Tiefen der Vergangenheit und Gegenwart von Ruths Geschichte mitgerissen und mich mit einem grandiosen Finale überrascht.

    Eine zeitgemäße Interpretation und Weiterführung der biblischen Ruth Geschichte verbunden mit einer fesselnd-emotionalen Handlung, deren Ende noch lange nachhallt.



  • 3/5 Sterne

    Eine moderne Adaption der Geschichte von Ruth und Boas

    Die junge Mutter Ruth ist frisch verwitwet und reist zur Beerdigung ihres Mannes in dessen Heimat zu seinen menonitischen Verwandten auf eine Cranberryfarm. Dort erwartet sie eine ganz neue Lebenswelt, aber auch viel Liebe und Geborgenheit. Sie und ihre Töchter verarbeiten noch den plötzlichen Verlust ihres Vaters und Ehemannes. Durch die Mutter ihres verstorbenen Mannes und seinem Cousin finden sie einen Platz, an dem sie heilen können.

    Elam hat die Familie in sein Haus aufgenommen und kann sich irgendwann kaum noch vorstellen, dass sie früher oder später wieder abreisen werden. Ruth und er finden eine besondere Verbindung in der Trauer, aber er will unbedingt das richtige für sie tun und weiß einfach nicht genau was das ist.

    Auf diese Geschichte habe ich mich so sehr gefreut, weil sie das Buch Ruth als Vorlage hat. Die Atmosphäre und gerade der Anfang des Buches haben mir direkt viel Spaß beim Lesen gemacht. Ruth war für mich eine besondere Frau, die nur das beste für ihre Töchter möchte. Auch Elam mochte ich sehr gerne. Er war liebevoll und aufmerksam, immer um alle anderen besorgt und hat sich selber dabei immer wieder hinten angestellt.

    Allerdings hat ein Handlungsstrang des Buches mich dann doch verloren und mich beim Lesen enttäuscht. Ich verstehe warum die Autorin es so hat einfließen lassen, aber irgendwie war es für mich trotzdem nicht rund.

    Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Manchmal gingen mir einige Emotionen zu schnell oder man hätte noch etwas tiefer greifen können, aber im allgemeinen Zusammenhang hat das dann oft doch Sinn gemacht.

    Besonders gefallen hat mir die Beziehung zwischen Ruth und Elams Schwester und auch die Beziehung zu ihren beiden Töchtern. Interessant war auch, dass man Einblicke in das menonitische Leben bekommen hat. Allerdings waren die nicht extrem im Vordergrund.

    Auch der Glaube spielte eine Rolle. Er beeinflusst die Entscheidungen der Charaktere. Mir fehlte etwas, dass er Ruth und Elam im Inneren nicht so sehr charakterisiert hat und ihr persönliches Glaubensleben nur an bestimmten Stellen hervortat.

    Das Buch zeigt, dass aus gebrochenen Herzen wieder eine neue Zukunft entstehen kann und man eine Familie nie aufgeben sollte.

    Ich mochte die Idee dieser Geschichte sehr, fand auch viele Aspekte der Umsetzung beim Lesen interessant und ebenso konnten die Charaktere mich doch oft mitfühlen lassen. Auch wenn mir nicht alle Handlungsstränge des Buches so zugesagt haben, hatte die Geschichte viel Potential und wird bestimmt einige Leserherzen begeistern.
  • 4/5 Sterne

    Spannender Roman über Trauer, Gottes Liebe und Vergebung

    Es geht um Ruth, eine junge Witwe mit zwei kleinen Kindern, die recht plötzlich ihren Ehemann verliert. Angelehnt an die biblische Geschichte von Ruth, kommt diese Witwe zusammen mit ihrer, ebenfalls frisch verwitweten, Schwiegermutter in deren Heimat um sich dort neu zu orientieren, wie es mit ihrem Leben weitergehen soll.

    Die Geschichte war sehr spannend zu lesen und es gab einige Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Das Buch war so gar nicht das, was ich erwartet hatte, aber es hat mir sehr gut gefallen.

    Den einen Stern Abzug gebe ich, weil ich mir gewünscht hatte, dass die Parallelen zur biblischen Geschichte von Ruth und Boas stärker sind, da die Autorin das Buch als eine moderne Version der biblischen Ruth schreiben wollte. Das ist es für mich leider nicht, da die Geschichte doch sehr stark vom biblischen Vorbild abweicht. Trotzdem konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Klare Leseempfehlung!
  • 4/5 Sterne

    Eine junge Witwe auf der Suche nach Zukunft

    Ruth und ihre beiden Töchter stehen nach dem plötzlichen Tod von Chandler, dem Ehemann und Vater, vor dem Nichts. Gemeinsam mit ihrer Schwiegermutter, deren Mann bei dem selben humanitären Auslandseinsatz ums Leben kam, suchen sie Zuflucht auf der Cranberryfarm von Chandlers Cousin Elam. Die Ruhe auf der mennonitischen Farm und die Schönheit der Natur tun Ruth gut. Während der Cranberryernte hilft Ruth tatkräftig mit und Elam und sie kommen sich näher. Der ruhige, zuverlässige Mann vermittelt ihr Sicherheit. Doch dann nimmt die Geschichte plötzlich eine dramatische Wende, die alles in Frage stellt….

    „Licht sucht sich seinen Weg“ ist das 1. Buch von Jolina Petersheim, dass ins Deutsche übersetzt wurde. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und ich war gespannt auf die Geschichte, der mir unbekannten Autorin. Anfangs irritierte mich die Vielzahl der Personen und Orte, doch bald hat mich Ruth’s Geschichte gefesselt.
    In Briefen und Rückblicken erfährt man wie Ruth und Chandler sich kennen und lieben gelernt haben, liest von der schnellen Hochzeit und fast zeitgleich der Adoption der älteren Tochter. Während Ruth ganz unvorbereitet nur noch Mutter und Hausfrau war, arbeitete Chandler weiterhin als Arzt und half wo immer er konnte. Der plötzliche Tod von Chandler reißt Ruth als allem Bekannten heraus. Neben ihrer Trauer und den Sorgen um die Zukunft muss sie für ihre zwei Mädchen stark sein. Die Schwiegermutter ist ihr dabei eine große Hilfe. Elam ist erst einmal nur ein stiller, zuverlässiger Fremder, doch die seltenen Gespräche zwischen ihm und Ruth sind tiefgründig und sie sieht sich nach langer Zeit wahrgenommen… Ein unerwarteter Anruf stellt dann aber Ruth’ und Elam’s Welt Kopf und Ruth muss sich ganz neu Gedanken machen über ihre Zukunft und die ihrer Töchter und über Ehe und gegebene Versprechen, über Vergebung und Neuanfang…
    Ruth war mir von Beginn an sehr sympathisch und ich konnte ihre Gedanken und Gefühle sehr gut nachempfinden. Auch den stillen Elam mochte ich gern und die plötzliche Wende und Ruth’s Entscheidung hat mich mit Elam weinen lassen. Mit Chandler dagegen bin ich nicht so recht „warm geworden“.
    Irritierend empfand ich das Ende des Buches, wo die Geschichte noch mal eine unerwartete Wendung nimmt. Danach bleibt das Ende offen…
    „Licht sucht sich seinen Weg“ ist ein tiefgründiger Roman, der mir gut gefallen hat.
  • 5/5 Sterne

    In guten und in schlechten Zeiten

    Ruth und ihre zwei kleinen Töchter sind nun allein. Von Ehemann und Vater Chandler bleibt nur Asche. Mit seinem Vater war er in einem Krankenhaus in Afghanistan tätig als die Bomben fielen. Ruth und die Kinder finden bei der Verwandtschaft ihrer Schwiegermutter Zuflucht. Die junge Witwe möchte die Gastfreundschaft nicht überstrapazieren, aber sie weiß nicht wo sie für ihre kleine Familie ein neues Leben aufbauen kann.

    Ihr alleinstehender Gastgeber, ein Cousin ihres verstorbenen Mannes, ist Cranberry Farmer. Ruth kann bei der Ernte mitarbeiten während ihre Töchter es genießen Zeit mit ihrer Großmutter zu verbringen. Die junge Frau schätzt die Freundlichkeit ihres Gastgebers sehr. Zum ersten Mal seit langem fühlt sie sich gesehen und wertgeschätzt. Sie kann sich sogar eine Zukunft mit ihm vorstellen. Doch dann bekommt sie einen Anruf, der alles verändert. Sie muss eine Entscheidung treffen. Eine Entscheidung, die unmöglich erscheint und in jedem Fall Herzen brechen wird.

    Diese Geschichte spielt in Amerika auf einer Mennonitenfarm. Gleichzeitig erzählt es von humanitären Hilfseinsätzen in Kolumbien und Afghanistan und einer Kindheit in Irland. Die Geschichte wird teilweise in Form von Briefen und Erinnerungen wiedergegeben. Am Ende bleibt manches offen, was aber nicht nachteilig ist.

    Zweimal nimmt das Geschehen eine überraschende Wende. Das bringt Dramatik in die Geschichte, vor allem aber bringt es den Leser ins Grübeln: Wie würde ich mich in dieser Situation verhalten? Das Ende ist unerwartet und doch nachvollziehbar.

    Eine besondere Stärke der Autorin ist Charaktere zu zeichnen, die ans Herz wachsen und auch nach dem Lesen im Gedächtnis bleiben. Das vordergründige Thema in diesem Buch ist Ehe. Es werden Fragen nach Wertschätzung und Enttäuschung in der Ehe aufgeworfen, nach Nähe und Distanz, Wert und Gesehenwerden. Daneben beleuchtet es Spannungen, die durch die Belastung durch fordernde Kleinkinder auftreten und mangelnder Verbindlichkeit. Ich glaube nicht, dass ich allen Ansichten der Autorin teile, aber ich habe trotzdem sehr gern dieses Buch gelesen.

    Fazit: Ein Buch, das zu Herzen geht und wichtige Themen rund um Ehe und Elternschaft betrachtet. Wunderbar gezeichnete Charaktere, überraschende Wendungen und geistliche Themen machen dieses Buch zu einem Lesegenuss. Sehr empfehlenswert!
  • 3/5 Sterne

    eine junge Witwe sucht ihren Weg

    Mit „Licht sucht sich seinen Weg“ aus dem Francke-Verlag ist der erste Roman der Autorin Jolina Petersheim ins Deutsche übersetzt worden.
    Inspiriert zu diesem Roman wurde die Autorin durch die biblische Geschichte von Ruth und Boas aus dem Alten Testament.
    Diese hat sich neuzeitlich „übersetzt“ und lässt sie in einer mennonitischen Gemeinschaft in Nordamerika spielen.
    Allerdings habe ich mich am Ende gefragt, wo genau und wie viel von der Bibelgeschichte um Ruth da hinein und Anklang gefunden hat.

    Die junge Witwe Ruth wird zusammen mit ihren beiden kleinen Töchtern von dem Mennonitischen Cranberry-Farmer Elam, dem Cousin ihres Mannes, in sein Haus zusammen mit Ruths Schwiegermutter, die ebenso Witwe durch den gleichen Schicksalsschlag wurde, aufgenommen.
    Als Ruth sich so langsam fängt und wieder ins Leben zurück findet, geschieht eine Wendung in der Geschichte, die das Leben aller ins Wanken bringt.
    Der Roman liest sich leicht weg, der Schreibstil der Autorin ist angenehm.
    Vom Ende war ich verwirrt und fast schon enttäuscht, nachdem ich so begeistert zu lesen begonnen hatte und ich konnte mir auch nicht wirklich eine Erklärung für das Ende der Geschichte, das die Autorin gefunden hat, geben.
  • 4/5 Sterne

    Berührende Geschichte

    „...Die Särge waren natürlich geschlossen. Keine Blumen schmückten sie. Nicht einmal in der Kirche gab es Blumen, aber durch das Fenster fiel das kühle Morgenlicht...“

    Für Ruth ist es einer der härtesten Tage ihres Lebens. Ihr Mann und ihr Schwiegervater, beide Ärzte, waren bei der Bombardierung eines Krankenhauses in Afghanistan ums Leben gekommen, Ihre beiden Töchter, die 6jährige Sofie und die 2jährige Vivienne, müssen nun ohne Vater aufwachsen.
    Die Autorin hat einen berührenden Roman geschrieben. Streckenweise lehnt sie sich dabei an die biblische Geschichte von Ruth an und überträgt sie ins Heute. Das aber funktioniert nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt.
    Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen.
    Ruth zieht mit ihren Kindern zu einem Cousin ihres Mannes. Elam gehört zur mennonitischen Gemeinde und hat eine große Cranberryfarm. Elam ist ein ruhiger und zurückhaltender Mann.

    „...Er selbst hatte Erfahrung mit Trauer und wusste: Trauer ließ sich am besten schweigend ertragen...“

    Während Vivienne noch nicht wirklich begreift, was geschehen ist, äußert sich bei Sofie, einem typischen Papakind, die Trauer in Weinkrämpfen, Wut und Aggression gegenüber anderen.
    Briefe, kursiv gedruckt, geben einen Einblick in Ruths sechsjährige Ehe. Sie zeigen, dass da einiges im Argen lag. Chandler ging in seinem Beruf auf und überließ alles andere seiner Frau. Sie war im Heim und Kindererziehung gefangen. Jetzt stellen sich manche Fragen neu.

    „...Wo war Ruths Platz auf der Welt? Zu welchen Menschen gehörte sie? Sie hatte sich so lange wie eine alleinerziehende Mutter gefühlt, und trotzdem hatte sie keine Ahnung gehabt, wie verwundbar man sich fühlte, wenn man sein Leben tatsächlich ganz allein bestreiten musste...“

    Zur Trauerbewältigung kommen finanzielle Fragen. Ihr Mann war im Auftrag von Ärzte ohne Grenzen unterwegs. Die Versicherung weigert sich zu zahlen. Außerdem war vor kurzem ihr Vater gestorben. Ihre Mutter hatte sich eine kleinere Wohnung gesucht. Dort konnte Ruth nicht unterkommen.
    Zwar hatte sie ein abgeschlossenes Studium, aber sie hatte nie in ihrem Beruf gearbeitet. Das Angebot von Mabel, ihrer Schwiegermutter, auf Elams Farm zu ziehen, war Rettung in der Not. War es aber eine Dauerlösung?
    Elam und Ruth reden nicht viel. Wenn es aber zu Gesprächen kommt, dann gehen sie in die Tiefe. Elam trägt eine tiefe Glaubensüberzeugung in sich.

    „...Gott liebt dich auch in deinen Zorn und deinen Schmerz. Auch dann findet er dich liebenswert...“

    Als das Leben wieder in ruhige Bahnen abzugleiten beginnt, erhält Ruth eine unerwartet Nachricht.

    „...Die Phasen der Trauer lief plötzlich rückwärts. Leugnen, Wut, Verhandeln, Depression und Akzeptanz, das alles kämpfte um einen Platz in ihrem Herzen...“

    Dann gibt es eine weitere Wende. Das Buch kombiniert im Prinzip zwei Probleme miteinander. Zum einen geht es um die Bewältigung von Trauer, zum anderen aber wird auch die Frage aufgeworfen, wie eine Ehe für beide Seiten glücklich und zufrieden gestaltet werden kann.
    Das Buch hat mir sehr gut gefallen.
  • 4/5 Sterne

    Bewegendes Schicksal einer jungen Witwe.

    Das Buch „Licht sucht sich seinen Weg“ der Autorin Jolina Petersheim ist der erste Roman der Autorin in deutscher Übersetzung und führt den Leser nach Wisconsin zu den mennonitischen Wurzeln der Autorin.

    Ruth kehrt mit ihren zwei kleinen Töchtern und ihrer Schwiegermutter Mabel zurück in die Heimat von Mabel, nachdem sowohl ihr Mann als auch ihr Schwiegervater bei einem Bombenangriff in Afghanistan ums Leben gekommen sind. Beide waren für Ärzte ohne Grenzen tätig, als es zu dem Unglück kam. Ruth versucht nun ihr Leben und das ihrer beiden Töchter neu zu ordnen. Sie bekommt nicht nur von ihrer Schwiegermutter Unterstützung, auch der Cousin ihres Mannes Elam hilft ihr. Aus Hilfe wird Freundschaft und aus Freundschaft wird Liebe, bis …

    Der Roman der Autorin gibt einige sehr schöne Einblicke in das Leben der Mennoniten der alten Ordnung als auch wissenswerte Erklärungen zur Cranberry Ernte. Hierbei passt sich der Schreibstil von Jolina Petersheim der Lebensweise der Mennoniten an, es geht ein bisschen langsamer voran, was mit der Geschichte aber völlig stimmig ist. Die Erzählung selbst zeigt die Schwierigkeiten einer jungen Witwe mit kleinen Kindern, deren Ehe auch vor dem Tod des Mannes nicht mehr die beste war. Im Raum steht die Frage, wo liegt der Schwerpunkt einer Frau, bei ihrem Mann oder sind die Kinder vorrangig. Die Autorin führt den Leser durch die vielen Argumentationspunkte hierzu und legt ihren Schwerpunkt auf die Aussagen der Bibel. Sehr beeindruckt haben mich hier die Ausführungen von der Schwiegermutter Mabel, die einen sehr nachdenklich zurücklassen. Doch ich hatte bei dem Buch auch meine Schwierigkeiten. Zum einen hat sich mir nicht wirklich die moderne Adaption der biblischen Geschichte von Ruth und Boas erschlossen, zum anderen ist das Ende des Buches etwas verwirrend. Dazu muss sich jeder Leser wohl seine eigene Meinung bilden. Insgesamt gesehen hat das Buch für mich seinen Höhenpunkt in den Ausführungen von Mabel zur christlichen Ehe, die schwierige Situation einer jungen Witwe werden aber auch gut dargestellt. Es zeigt sich aber, warum es früher das sog. Trauerjahr gegeben hat, um genau solche hier dargestellten Konflikte zu vermeiden. Ein interessantes Buch, dessen Ende nicht wirklich überzeugt.
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