Uns trägt die Hoffnung

Schicksalsjahre einer Dresdner Unternehmerfamilie

(Buch - Paperback)

Uns trägt die Hoffnung - der zweite Band der bewegenden Dresden-Trilogie von Sylvia B. Barron.
Dresden, Februar 1945: Inmitten des Bomben-Infernos suchen die 19-jährige Lotte Kaiser und ihre Mutter Frieda verzweifelt Schutz. Ein Großteil der Familie ist verschollen oder an der Front, das Lebenswerk ihrer Vorfahren, die Schokoladenformenfabrik, wird zerstört.

Als Deutschland den Krieg verliert und russische Truppen die Stadt besetzen, scheint das Schicksal besiegelt. Doch ausgerechnet Alexei Petrow, ein russischer Offizier auf der Suche nach Gott, wird für Lotte zur unerwarteten Rettung - und schließlich zwischen Trümmern, Schuld und alten Lügen zu einer Liebe, die unmöglich erscheint und doch Hoffnung schenkt.

Als nach dem Krieg die Familie wieder zusammentrifft, gilt es, sich neu zu finden. Welche Schuld kann man einander vergeben? Und was wird aus den Trümmern der Schokoladenformenfabrik?

Ein ergreifender Roman über Vergebung, Neuanfänge und Gottes Nähe im Leid - getragen von der Hoffnung auf ein Morgen.

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Details

    • Sachgebiet:
      Erzählungen/Romane
    • Seitenzahl:
      352 S.
    • Maße:
      13,5 x 20,5 cm
    • Gewicht:
      426g
  • Dieses Produkt ist preisgebunden:
    Ja
  • Angaben zum Hersteller nach GPSR:
    Brunnen Verlag GmbH
    Gottlieb-Daimler Str. 22
    35398 Gießen
    DEUTSCHLAND
    info@brunnen-verlag.de

Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    Hoffnungsvoll

    Wir sind wieder in Dresden, 1945 kurze vor Ende des Krieges. Die Dresden atmen auf und denken, das sie noch glimpflich davon gekommen sind, doch da haben sie sich leider getäuscht. Sie werden so intensiv von den Engländern bombardiert, das die halbe Stadt runterbrennt und tausende Menschen ohne Dach über dem Kopf sind. Darunter befindet sich auch Lotta Jung und ihre Mutter Frieda. Sie können vorübergehend bei ihrer Tante Ilse wohnen, die ein großes Haus etwas außerhalb hat, doch das ist auch nur von kurzer Dauer, denn kurz danach marschieren die Russen in Dresden ein und ihnen wird das Haus weggenommen. Sie müssen sich jetzt mit fremden Leuten eine kleine Wohnung teilen, was natürlich zu Konflikten führt.

    In dieser Zeit lernt Lotte den russischen Offizier Alexej kennen und er ist so anders, als die anderen Soldaten. Lotte fühlt sich sehr zu ihm hingezogen, doch hat ihre Liebe überhaupt eine Chance?

    Es ist eine großartige Fortsetzung zu dem ersten Teil. Wir überspringen den größten Teil des Krieges, es gibt nur ein paar Rückblicke aus der Sicht von Emma, die wir aus dem ersten Roman kennen. So erfahren wir wie es ihr und Max während des Krieges ergangen ist.

    Die Schokoladenformenfabrik wird im Krieg auch sehr starke zerstörte, doch die Unternehmerfamilie lässt sich nicht runterkriegen und versucht aus Kriegsmetall sinnvoll Dinge herzustellen. Da gibt es zum Beispiel Nudelsiebe aus alten Helmen. Den geschichtlichen Hintergrund fand ich sehr interessant und Sylvia hat es sehr gut in die Geschichte eingebunden. Den Stammbaum am Anfang des Buches war hilfreich, weil ich erst in die Geschichte reinfinden musste, aber dann hatte mich die Geschichte gepackt.

    Ein Buch über Verletzung, die nicht nur aufgrund des Krieges passiert sind und wie sie als Familie da gemeinsam durchgehen und trotzdem zusammen gehalten haben. Ein starkes Buch, was ich nur weiterempfehlen kann. Ich freue mich schon auf das dritte Buch.
  • 4/5 Sterne

    Zwischen Trümmern und Glauben – Lottes Weg aus Ideologie und Schuld

    Der Roman führt zurück zur Familie Kaiser und konzentriert sich diesmal auf Lotte, Friedas Tochter, die in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs und der schweren Nachkriegszeit in Dresden ihren eigenen Weg finden muss.

    Während die Hoffnungen vieler Deutscher auf den „Führer“ zerbrechen und die Realität von Krieg, Besatzung und Verlust sichtbar wird, gerät auch Lottes Weltbild ins Wanken. Enteignung, Angst und ein Leben auf engstem Raum prägen den Alltag und lassen zugleich tiefe moralische und persönliche Konflikte entstehen.

    Besonders eindrücklich zeichnet die Geschichte Lottes inneren Zwiespalt nach. Zwischen den Ideologien und Prägungen ihres Umfelds und dem wachsenden Bewusstsein, dass menschliche Macht niemals das Heil für alle bringen kann. Begegnungen, Gespräche, unter anderem mit dem russischen Offizier Alexei und die Erfahrungen von Leid, Schuld und familiären Spannungen führen bei ihr zu einem tiefen Nachdenken über Verantwortung, Gnade und Vergebung.

    Gerade diese geistliche Entwicklung bildet den stärksten Kern des Romans. Schritt für Schritt erkennt Lotte, dass Orientierung nicht in politischen Führern oder menschlicher Weisheit liegt, sondern im Vertrauen auf Gott. Bibeltexte, Erinnerungen und die Auseinandersetzung mit eigenen Fehlern geben ihr Halt und eröffnen eine neue Perspektive: selbst in den Trümmern der Geschichte ist Veränderung möglich.

    Die wechselnden Zeitebenen – zwischen Kriegszeit und der Zeit danach – vertiefen das Verständnis für die Entscheidungen der Figuren: Wer folgte der Masse, wer widersetzte sich und welche Folgen hatte beides? Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild von Mut, Schuld und Verantwortung.

    Neben dieser starken inhaltlichen Ebene vermittelt der Roman auch ein lebendiges Bild Dresdens und seiner Geschichte. Der Lokalkolorit und die historischen Hintergründe lassen die Atmosphäre der Zeit greifbar werden.

    Kleinere Schwächen, etwa wiederholte sprachliche Ausrufe, einige moralisch locker gezeichnete Situationen oder Witze auf Kosten des Regimes, die stellenweise leichtsinnig wirken, mindern den Gesamteindruck etwas, können jedoch die zentrale Stärke des Buches nicht überdecken: die eindringliche Darstellung eines Glaubensweges in einer Zeit, in der alles Gewohnte zerbricht.

    So bleibt vor allem Lottes Entwicklung im Gedächtnis. Vom beeinflussten jungen Mädchen hin zu einer Frau, die erkennt, dass jeder Mensch eine Wahl hat und dass Vertrauen auf Gott selbst in größter Not Hoffnung schenken kann.
  • 4/5 Sterne

    mitreißende Geschichte

    „Uns trägt die Hoffnung“ von Sylvia B.Barron ist der zweite Band der Dresden-Saga und eine gelungene Fortsetzung der Reihe. Ich habe das Buch sehr gern gelesen.

    Im Mittelpunkt steht die 19-jährige Lotte Kaiser. Der Krieg hat bereits großen Schaden angerichtet, und mitten in dieser schwierigen Zeit suchen Lotte und ihre Mutter Frieda Schutz. Viele Familienmitglieder befinden sich an der Front, einige gelten sogar als verschollen. Als wäre das nicht schon genug, wird auch noch die Schokoladenformenfabrik der Familie zerstört. Was wird nun aus der Fabrik? Und werden Lotte und ihre Mutter ihre vermissten Angehörigen wiederfinden?

    Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut. Mit dieser Reihe hat Sylvia B.Barron etwas wirklich Tolles geschaffen – man möchte einfach immer weiterlesen. Deshalb freue ich mich jetzt schon auf den dritten Band.

    „Uns trägt die Hoffnung“ ist eine mitreißende Geschichte. Man verfolgt gespannt das Geschehen und besonders Lottes Weg durch diese schwere Zeit. Auch der Glaube ist sehr schön und passend in die Handlung eingebunden.

    Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Die Charaktere wirken realistisch und sind gut ausgearbeitet. Besonders gefallen hat mir, dass sie ehrlich dargestellt werden und trotz ihrer Unterschiede alle auf ihre Weise einzigartig sind.

    Auch das Cover hat mir sehr gut gefallen. Der Roman ist bewegend, tiefgründig und wirkt noch lange nach.

    Ein empfehlenswertes Buch.

  • 5/5 Sterne

    „Ehrlich, erschütternd, hoffnungsvoll“

    Der zweite Teil der Trilogie der Dresden Saga von Sylvia B. Barron „Uns trägt die Hoffnung“ erzählt die Schicksalsjahre der Familie Kaiser während und nach dem 2. Weltkrieg. Er startet mit einem aufregenden Prolog in das Kriegsjahr 1942, in dem wir kurz von Emma lesen, der Hauptperson des ersten Bandes. Dann bricht die Handlung ab und beginnt im Jahre 1945 mit der Verwüstung Dresdens kurz vor Ende des 2. Weltkriegs. Wir lesen aus Sicht der jungen Deutschen Lotte, der Nichte von Emma. Doch immer wieder gibt es einzelne Passagen aus vergangenen Zeiten, so dass die Leserschaft nach und nach erfährt, wie es einzelnen Familienmitgliedern seit dem ersten Roman ergangen ist. Das sorgt für einen schönen Spannungsbogen durch das Buch hinweg.
    Die Autorin schildert sehr ehrlich und äußerst gut recherchiert die katastrophalen Zustände des zerbombten Dresdens und damit verbunden den Einmarsch der russischen Truppen. Anschaulich erfährt die Leserschaft, wie herausfordernd die Zeiten im östlichen Teil des Nachkriegsdeutschlands für Familien war, wie sehr sie mit Hunger, Verlust und fehlender Zukunftsaussichten zu kämpfen hatten. Besonders wird auch die Desillusionierung des Volkes erwähnt, nachdem es erkannt hatte, dass Hitler sie nicht zu dem versprochenen Heil geführt hat. Ebenso detailliert wie erschütternd sehen die die Leser das Leben der Juden zur Zeit der Enteignung, Entmenschlichung bis zur Vernichtung.
    Durch den ganzen Roman webt die Autorin auf wunderbar feine Weise die Hoffnung an Gott hinein, so dass die Erzählung nicht zu schwer wirkt, sondern Perspektive und Zuversicht vermittelt. Ein Gott, der im Leid anwesend ist, der Seine Kinder nicht vergisst und in schweren Zeiten zum felsenfesten Halt wird, braucht die Menschheit zu jeder Zeit, gerade auch heute. Ich danke Sylvia B. Barron für diese großartige Fortsetzung und dank des Ausblicks am Ende des Buches auf den 3. Band steigt die Vorfreude darauf. Eine Herzensempfehlung!
  • 5/5 Sterne

    Gelungene Fortsetzung der Dresden-Saga

    Es ist Februar 1945 und während den Deutschen noch immer ein grandioser Sieg versprochen wird, werden die Gerüchte um eine endgültige Niederlage immer lauter. Dann kommt es zu einem verheerenden Angriff auf die Stadt Dresen, woraufhin ein Feuersturm große Teile der Stadt in Schutt und Asche legt. Lotte und ihrer Mutter gelingt es im letzten Moment dem Inferno zu entkommen.
    Als dann wenige Monate später der Krieg zu Ende ist, beginnt der mühsame Weg zurück ins Leben. Aber wie soll das funktionieren inmitten der russischen Besatzung, einer Stadt in Trümmern und der Frage was aus den Familienmitgliedern geworden ist, die verschwunden sind?

    Im zweiten Teil der Dresden-Saga nimmt uns die Autorin mit in die letzten Tage des Krieges und die Monate danach. Im Mittelpunkt steht dieses Mal Lotte Kaiser, die mit ihren 19 Jahren schon einiges erlebt und gesehen hat. Und doch blieb ihr auch einiges verborgen, sei es durch Naivität oder echte Unwissenheit, was jetzt nach dem Krieg offenbar wird. Lottes Prozess und ihre Entwicklung hat mir sehr gut gefallen und war sehr eindrücklich dargestellt. Ebenso auch der Weg von Alexei.
    Allgemein fand ich es beeindruckend, wie viele unterschiedliche Einstellungen und Haltungen die Autorin in diesem Buch aufgegriffen und nachvollziehbar hat einfließen lassen: Hoffnung, Vergebung, Bitterkeit, Hass, Trauer, Dankbarkeit ...

    Durch die zweite Zeitebene erfährt man auch nach und nach wie es Emma und dem Rest der Familie (bekannt aus dem ersten Band) während des Krieges ergangen ist, was mir sehr gut gefallen hat.

    Mit diesem zweiten Teil der Dresden-Reihe hat Sylvia Barron wieder einen großartigen historischen Roman geschaffen, der neben guter Unterhaltung auch einiges an Geschichte zu bieten hat. Wie auch in ihren anderen Büchern ist er sehr gut recherchiert und lässt den Leser richtig eintauchen in diese Zeit. Sowohl die äußeren Umstände, aber auch die unterschiedliche Haltung von Menschen während und nach dem Krieg waren sehr eindrücklich beschrieben.

    Wie auch der Vorgänger endet dieses Buch mit einem kurzen Einblick in den Folgeband und macht damit Lust auf mehr - ich jedenfalls bin schon sehr gespannt, wie es Familie Kaiser in den Jahren nach dem Krieg ergangen ist und freue mich auf den dritten Teil der Dresden-Saga.
  • 5/5 Sterne

    Heilung mit Gottes Hilfe ist möglich

    Wenn ich Bücher über den 2. Weltkrieg und die damit verbundene Judenverfolgung lese, ist mein Herz immer ein Stückchen mehr gebrochen. Es will mir einfach nicht in den Kopf reingehen, wie Menschen andere Menschen so diskriminieren konnten. Und nichtsdestotrotz ist es unglaublich wichtig, dass es nicht in Vergessenheit gerät.

    Ich persönlich finde, dass Sylvia Barron die Vielschichtigkeit dieser Zeit wirklich gut getroffen hat. Mit welchen Schwierigkeiten, Ängsten, Vorurteilen und Hoffnungen die Menschen zu dieser Zeit zu tun hatten. Es ist erschreckend zu lesen, dass viele Menschen zu Anfang auch nicht den Erst der Lage gesehen haben und dachten, dass nach kurzer Zeit wieder alles so wird wie vorher.

    Ich muss auch leider gestehen, dass ich mir nie Gedanken gemacht habe, wie der Alltag der Deutschen nach dem Krieg aussah. Wie andere Nationen die Deutschen über einen Kamm geschert haben und welcher Hass gegen sie herrschte.

    Alexeis charakterliche Entwicklung hat mich sehr berührt. Er ist ein tolles Beispiel dafür, dass Gott einem inneren Frieden schenken kann.

    Der Schreibstil ist einfach und packend. Ich habe die Lesestunden sehr genossen und fand auch die Zeitsprünge sehr hilfreich, so konnte man etwas über die Anfangszeit der Judenverfolgung lesen und die Zeit nach dem Kriegsende.

    Fazit: Ein sehr gelungener Roman, der einem noch einen weiteren Blickwinkel auf die Zeit um den 2. Weltkrieg und die Judenverfolgung gibt. Eine Herzensempfehlung.
  • 5/5 Sterne

    Bewegende Fortsetzung mit hohem Bildungswert

    Was habe ich darauf gewartet, die Dresden-Geschichte endlich weiter verfolgen zu können – so gerne wollte ich wissen, wie es mit der Fabrik, mit Ilse und Elisabeth und natürlich mit Emma und Max weitergegangen ist.
    Die Geschehnisse setzen mit rund 10 Jahren Zeitsprung am Kriegsende wieder ein. Erzählt werden sie nun primär aus der Sichtweise von Friedas Tochter Lotte, wodurch das Interesse daran, was in den Zwischenjahren mit Emmas und Karls Familien geschehen ist, lange aufrecht erhalten wird.
    Ab dem zweiten Drittel sind dann spannende Rückblenden eingewoben, die direkt an den ersten Band und Emmas Sicht anknüpfen. Durch diese gekonnt komponierte Erzählführung wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, auch wenn es in der zweiten Hälfte durch die noch häufigeren Perspektivwechsel und Zeitsprünge etwas unruhiger und anstrengender zu lesen wird.

    Sylvia B. Barron hat einen ganz besonderen Schreibstil, der informativ, eingängig und mitreißend ist. Ich habe selten so gut zu lesende Romane gefunden, die gleichzeitig ein so hohes Maß an Bildungs- und Informationswert besitzen. Dazu braucht es mMn eine ganz besondere Gabe.

    Auch dieser Band liefert wieder differenziert dargestellte Einblicke in Leitsätze der NS-Ideologie und die damit einhergehenden soziologischen Vorgänge. Die Autorin kreiert mit ihren Worten beeindruckende und mitreißende Szenerien (vor allem von den Ausbombungen Dresdens) und zeichnet die Gefühle der Protagonisten so eindrücklich, dass die Zerstörung und Not der damals Lebenden absolut greifbar wird.
    Die ungeschönten und realistischen Darstellungen sind trotz aller Intensität gut zu lesen und transportieren eine unzerstörbare Hoffnung, die im Leid und trotz schrecklicher Umstände geboren wird.

    Erneut überzeugt die Erzählung dabei mit einem tollen Glaubensbezug. Einzelne Protagonisten setzen sich im Laufe der Handlung immer mehr damit auseinander, worauf sie ihre Hoffnung wirklich setzen können. Hierbei kommen auf eindrückliche Art und Weise verschiedenste Zweifel und existenzielle (Glaubens-)Fragen zur Sprache.
    Alexei war für mich dabei eine sympathische Figur mit schöner Charakterentwicklung, die mir teilweise fast etwas zu glatt abläuft. Dennoch finden sich äußerst gewichtige theologische Aussagen in seinen Gedanken, die der Geschichte eine weitere Ebene an Tiefe geben.

    Wie im ersten Band auch, gefällt mir sehr gut, dass die Protagonisten so realistisch und differenziert dargestellt sind und ihre Motivationen, Verletzungen und Handlungen ehrlich und nahbar zum Ausdruck kommen.
    Toll finde ich auch, dass so viele verschiedene Sichtweisen und Lebensrealitäten abgebildet werden. Man begegnet sowohl Regimegegnern als auch -Unterstützern, Mitläufern, jüdischen Zwangsarbeitern, ostpreußischen Geflüchteten, einem Sowjetoffizier, Armen und Reichen. So wird ein starker Einblick in deren Menschlichkeit und Fehlbarkeit sowie ein tieferes Verständnis für verschiedene Dynamiken und Entscheidungsprozesse eröffnet, was zu Gedankenanstößen zu den Themen Mitschuld, Mittäterschaft und Vergebungsbedarf führt.

    Der Roman bewegt, klingt nach und regt intensiv zum Nachdenken an.

    Ich freue mich schon zu sehen, wie die gesamte Kaiser-Familie im letzten Band der Dresden-Trilogie hoffentlich etwas ruhigere Zeiten erleben darf.

    CN: sexualisierte Gewalt (implizit), Bulimie (am Rande erwähnt), Antisemitismus, Rassismus
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