Gib du mir Weisheit (4) (Buch - Paperback)

5 Sterne

Gib du mir Weisheit (4) (Buch - Paperback)

Seit ihrer Kindheit sind sie unzertrennlich: der Thronfolger Manasse und Josua, der Sohn des Palastverwalters. Aber als Manasse König wird, verlässt er sich auf die falschen Berater und die beiden Freunde werden erbitterte Feinde.

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Details

Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Seit ihrer Kindheit sind sie Freunde: der Thronfolger Manasse und Josua, der Sohn des Palastverwalters. Doch als König Hiskia unvermutet stirbt und Manasse die Regierungsgeschäfte übernimmt, verlässt er sich auf die falschen Berater.
Plötzlich wittert der unsichere junge König hinter jeder Ecke eine Verschwörung und wendet sich sogar von Gott ab – zu groß sind der Schmerz und die Wut über den Tod des Vaters.
Als selbst Hiskias treueste Diener um ihr Leben fürchten müssen und auch seine eigene Familie in Bedrängnis gerät, sinnt Josua auf Rache. Er kann nicht ahnen, dass dies nicht der Weg ist, den der Gott Jakobs mit ihm gehen will …
»Jedes Buch aus der Serie Die Chroniken der Könige hat eine klare Botschaft und orientiert sich eng an der biblischen Vorlage. Hier wird die Heilige Schrift großartig in Szene gesetzt.«

 

Zusatzinformationen
  • ISBN: 9783963623080
  • Auflage: 11.01.2023
  • Seitenzahl: 368 S.
  • Maße: 13,5 x 20,5 x 2,5 cm
  • Gewicht: 426g
  • Preisbindung: Ja
  • Sachgebiet: Erzählungen/Romane
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Leseprobe

Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    Manasse - Ein König im Schatten des Vaters

    von
    „Gib du mir Weisheit“ ist der 4. Roman von Lynn Austin`s -Reihe über das Buch der Könige und ist im Januar 2023 im Francke Buch Verlag erschienen.
    Wir lernen den jungen König Manasse kennen, der durch den frühen Tod seines Vaters Hiskia bereits als Kind die Königsherrschaft übertragen bekommt. Noch im Trauerprozess und völlig überfordert von den königlichen Pflichten kämpft Manasse in den nächsten Jahren mit Ängsten und Unsicherheiten, die sich in Wut über den Verlust des Vaters entladen.
    So wird er anfällig für die Prophezeiungen eines falschen Propheten, der ihn zu Gräueltaten und heidnischen Kulten verführt…
    Mein Leseeindruck:
    Dieser Bibelroman war mein erster aus diesem mir bis dahin noch unvertrautem Genre. Irgendwie habe ich bisher noch keinen Zugang noch Interesse zu dieser Mischung von biblischer Historie und Fiktion gehabt.
    Doch dieser Roman hat mich total begeistert und eines Besseren belehrt. Mein Interesse an diesem Genre, insbesondere von der brillanten Autorin Lynn Austin ist geweckt und ich werde alle weiteren und vorherigen Romane dieser Serie auf jeden Fall lesen.
    Der Schreibstil von Austin ist auch hier wieder außergewöhnlich gut und sie versteht es den Leser Sog artig ins Geschehen zu ziehen.
    Manasse gefangen in seiner Angst, den Ansprüchen der Königsherrschaft nicht zu genügen, zwingt seine Vertrauten und schon treuen Begleiter und Ratgeber seines Vaters, ihm göttliche Weissagungen zu kommen zu lassen. Doch Jesaja genauso wie Eljakim haben für Manasse keine Prophezeiungen erhalten und verweigern ihm seinen Wunsch. Dies steigert Manasses Wut und Bitterkeit und er gerät immer mehr in die Fänge Zehras, dessen Verdrehungen der biblischen Wahrheiten verheerende Folgen nach sich ziehen…
    Mein Fazit:
    Ein Buch, das durch seine fesselnd-packende und gut recherchierte Erzählweise und die damit verbundene perfekte Mischung von Historie und Fiktion überzeugt.
    Auch das Thema der Verfälschung von biblischen Wahrheiten, der Täuschung und Instrumentalisierung von Lügen ist ein aktueller Aspekt, dem das Festhalten an Gottes Wort und Willen inmitten von Zweifeln und widriger Umstände entgegengestellt ist.
    Ein Roman, der lange nachhallt und neugierig macht auf weitere Bücher dieser Serie.




  • 5/5 Sterne

    Ein König voller Angst

    von
    Mit zwölf Jahren wird Manasse König. Er vermisst seinen Vater so sehr, vor allem aber fragt er sich, ob es ihm gelingen wird, ein genauso guter König, wie sein Vater zu sein. Jahre später begegnet er einem Mann, der ihm einredet, dass eine Verschwörung gegen ihn im Gange ist. Anführer dieser Verschwörung soll ausgerechnet sein Jugendfreund und Berater Josua sein. Manasse will es zuerst nicht glauben, doch sein neuer Bekannter versteht es Wahrheit und Lüge zu vermischen, und so den jungen König zu verführen.

    Josua ist sehr zufrieden mit seinem Leben. Er hat eine wunderbare Familie, lebt in Wohlstand, und geht im Palast ein und aus. Doch unvermittelt bricht alles zusammen. Der König sucht ihn. Josua kann kaum glauben, dass sein Vater und der Prophet Jesaja gefangen genommen wurden und ihm das gleiche Schicksal droht. Als er erfährt, dass der König es auf alle abgesehen hat, die mit ihm zu tun haben, weiß er, dass er fliehen muss. Doch es scheint unmöglich zu sein, unbemerkt die Stadt Jerusalem zu verlassen.

    Auf seiner Flucht hat Josua mit Rache- und Wutgedanken zu kämpfen. Er fühlt sich von Gott im Stich gelassen, hat er ihm doch sein Leben lang treu gedient. Warum geht es ihm nun so schlecht? Er hat fast alles verloren, was ihm lieb war. Eine Aussage bringt ihn zum Nachdenken, „Widrigkeiten sind der Testfall für unseren Glauben. Gott muss das Wagnis eingehen, dich für immer an deinen Zorn und deine Verbitterung zu verlieren, um dich als seinen wahren Sohn zu gewinnen.“ Nach einer langen notvollen Zeit erkennt er, dass Gott nicht dazu da ist, seine Wünsche zu erfüllen. Er erkennt, „Er hatte einen Götzen angebetet und durch Opfer und gute Werke versucht, seinen Gott seinen Wünschen zu unterwerfen.“

    Diese Erzählung bleibt nah am biblischen Text. Die Umsetzung ist gelungen, beim Lesen kann man gut nachvollziehen, was den jungen König Manasse dazu bewegt den Glauben seines Vaters zu verlassen. Besonders interessant ist dabei die Parallele zu unserer heutigen Zeit. Auf eindrückliche Weise zeigt die Autorin, wie Wahrheit, mit ein wenig Lüge vermischt, einen Menschen vom rechten Weg abbringen kann.

    Fazit: Dieser Roman erzählt eine biblische Königsgeschichte so nach, dass der Leser Erkenntnisse für das eigene Leben gewinnt. Spannend erzählt und mit tiefen geistlichen Einsichten, ist dieses Buch sehr empfehlenswert.
  • 5/5 Sterne

    Erstklassiger historischer Roman - gut geeignet als Einstieg in die Serie

    von
    „Gib du mir Weisheit“ ist der 4. Band der Reihe „Die Chroniken der Könige“ und vielleicht mehr als jeder andere Folgeband gut dafür geeignet, in die Serie einzusteigen, denn die Hauptcharaktere sind sozusagen neu. Alles dreht sich hier um Manasse, den Sohn von König Hiskia, und Josua, den Sohn seines Palastverwalters Eljakim, also eine neue Generation.

    Lynn Austin gelingt es meisterhaft, die Zeit der Könige im Alten Testament für heutige Leser lebendig werden zu lassen. Auch die Herleitung, wie Manasse sich zum Götzendienst verleiten lässt und hinter allem eine Verschwörung wittert, fand ich sehr schlüssig, auch wenn die Autorin hier die „Leerstellen“ der Bibel mit ihrer eigenen Fantasie füllt. Historisch belegt hingegen sind die Praktiken der heidnischen Kulte, die hier geschildert werden und mir neu vor Augen gemalt haben, wie anders doch der Gott Israels sich seinem Volk gezeigt hat.

    Das Buch bleibt unheimlich spannend bis zum Schluss und die Charaktere wachsen einem ans Herz. Im Vergleich zu den Vorgängern geht es zwar auch hier nicht unblutig zu, aber die Schrecken beschränken sich auf wenige Stellen und ziehen sich nicht durchs ganze Buch. Wer historische Romane mag, die noch vor der Zeit der Griechen und Römer spielen, kommt hier voll auf seine Kosten. Von mir gibt es die Höchstpunktzahl!
  • 5/5 Sterne

    Auch in den dunkelsten Stunden hält Gott alles in der Hand

    von
    "Ich habe Gott immer wieder gefragt, warum, Rabbi. Und als er mir schließlich geantwortet hat, hat er nur gesagt: DESWEGEN. WEIL ICH BIN. Er ist ein unumschränkter Gott. Das verstehe ich jetzt." (S. 270)

    Lynn Austin hat mit diesem biblischen Roman mein Herz tief berührt, mich mitleiden lassen und mit Gottes souveräner Herrschaft wieder unglaublich beeindruckt.

    Schon die ersten drei Bänder von den Chroniken der Könige haben mich beeindruckt zurückgelassen. Lynn Austin schreibt ehrlich und spannend, sodass ich mich in den bekannten Geschichten aus der Bibel neu verloren habe. Die Schicksale der Personen haben mich mitfühlen und mitleiden lassen.

    Im neuesten Band geht es um König Manasse, der nach dem Tod seines Vaters Hiskia König geworden ist. Schnell wendet er sich aber von dem Weg seines Vaters mit Jahwe ab und praktiziert Götzendienst. Immer mehr wird er in diese Bereiche hineingezogen und findet sich blind vor Angst auf einem Rachefeldzug wieder.

    Gegenstand seiner Angst, ist die Macht von Eljakims Sohn Josua. Manasse fürchtet, Josua könnte ihm seine Herrschaft streitig machen. Er ist der festen Überzeugung, dass Jesaja und Eljakim Verräter waren und wird von bösen Einflüssen so getäuscht, dass er seine ganze bisherige Erziehung wegwirft.

    Leidtragende sind dabei Eljakims Familie und alle, die weiterhin treu der Thora folgen wollen. Sie finden sich als Verfolgte und in Lebensgefahr wieder.

    Besonders für Josua ist das schwer. Sein Vater war ein gottesfürchtiger Mann und er kann einfach nicht verstehen, wie dieses ganze Leid über ihn und seine Familie kommen konnte.

    Diese Entwicklung, direkt zu Beginn des Buches, ist unglaublich erschreckend mitzuerleben. Das Ausmaß dieser ganzen Taten wird einem nochmal anders bewusst. Man leidet mit und mich haben die einzelnen Schicksale so berührt, dass ich zwischendurch mit den Charakteren über das große Leid trauern musste.

    Trotz dieser herzzereißenden Zeit, schafft Lynn Austin es, die Hoffnung auf Gott und vor allem den standhaften Glauben als Licht in der Dunkelheit scheinen zu lassen. Gottes Souveränität wird hervorgehoben und uns Lesern groß gemacht.

    Man kommt nochmal viel intensiver ins Nachdenken über die Geschehnisse, die man aus der Bibel eigentlich schon kennt. Aber auf einmal werden sie so greifbar. Die Höhen und Tiefen der Glaubensleben der einzelnen Personen werden einem besonders vorgestellt und man findet sich selber in ihnen wieder.

    Es zeigt auch nochmal wie wunderbar aktuell die Bibel ist. Sie spricht genau in unser Leben hinein, wie schon damals das Wort Gottes in die Lebenssituationen von Eljakim, Josua oder vielen weiteren.

    Auch wie die einzelnen Personen Gott begegnen ist wunderschön beschrieben. Jeder bringt seine persönlichen Gepäckstücke mit und lernt einen großen Gott kennen, auf den sie ihr ganzes Vertrauen setzen dürfen.

    Der Spannungsfaktor kommt ebenfalls nicht zu kurz. Gerade gegen Ende... Wow, ich konnte das Buch auf den letzten 100 Seiten kaum weglegen.

    Ein Meisterwerk unter den biblischen Romanen. Ich freue mich unglaublich auf den finalen Band. Große Leseempfehlung!
  • 5/5 Sterne

    Spannend, emotional und eine absolute Leseempfehlung!

    von
    Nach dem Tod Hiskias wird sein erst zwölfjähriger Sohn Manasse König von Israel. Unterstützt und angeleitet wird er zunächst von Hiskias Palastverwalter Eljakim und dem Propheten Jesaja. Doch dann ereignet sich eine Begegnung, die Manasses Welt auf den Kopf stellt: Kann es sein, dass eine Verschwörung gegen ihn im Gange ist und seine Vertrauten ihn hintergehen, um Eljakims Sohn Josua auf den Thron zu setzen? Mit dem Rücken zur Wand bleibt Manasse nur eins: Die Flucht nach vorn.
    Dieses Buch von Lynn Austin ist bereits der vierte Band ihrer Reihe über „Die Chroniken der Könige“. Dennoch funktioniert er auch als Einstieg in die Reihe sehr gut, da die Geschichte Hiskias im letzten Band abgeschlossen wurde und nun eine neue Generation mit ganz neuen Hauptakteuren im Fokus steht.
    Natürlich befinden wir uns immer noch im Jerusalem zur biblischen Zeit des Alten Testaments. Lynn Austin versteht es in einzigartiger Weise, die damalige Zeit zu neuem Leben zu erwecken, so dass man selbst den Staub von Jerusalems Straßen unter den Füßen spürt. Die Zeiten unter Manasse werden rauer. Nachdem in den letzten Bänden die Feinde von außen die Stadt bedrohten, kommt der Feind nun aus dem Innern. Manasse verstrickt sich tief im Okkultismus und führt den Götzendienst in Jerusalem wieder ein, für dessen Abschaffung sein Vater Hiskia so hart gekämpft hatte. Die Freundschaft zu Josua zerbricht und beide werden erbitterte Feinde. Aber nicht nur Josua ist in Gefahr, sondern die gesamte Priesterschaft Jerusalems muss um ihr Leben fürchten, nachdem sie von Manasses eigenen Priestern abgelöst wird. Diese beten nicht mehr nur den Gott Israels an, sondern verehren Aschera und führen die Tempelprostitution ein.
    Einige Szenen sind recht brutal, obwohl die Autorin hier auch immer darauf achtet, eine gewisse Grenze an Schilderung von Gewalt nicht zu überschreiten. Das Geschehen ist ja auch so schon schrecklich genug. Mich hat es emotional sehr gepackt, obwohl ich die zweite Hauptfigur Josua nicht einmal mochte. Er ist nicht wirklich ein netter Kerl, sehr egoistisch, rachsüchtig und arrogant. Dennoch erwischt man sich dabei, ihm bei seiner Mission beizustehen, einfach weil Manasse noch so viel schlimmer ist. Und trotzdem erwischt man sich dabei, auch mit Manasse Mitleid zu haben, der von den falschen Leuten an seiner Seite ausgenutzt und manipuliert wird. Es ist erschreckend zu lesen, wie schnell und einfach das geht. Es braucht dazu nur ein paar ungeklärte Missverständnisse und eine Portion Angst. Es gibt aber neben den Bösewichten auch äußerst liebenswerte Nebenfiguren, deren Schicksale einem ans Herz gehen und die man am liebsten selber packen und beschützen möchte. Jeruscha ist mir dabei etwas zu kurz gekommen. Sie ist zwar eine Figur aus der ersten Trilogie, hätte aber Angesichts ihres schweren Verlustes meiner Meinung nach ein paar Zeilen mehr verdient.
    Der Spannungsfaden der Geschichte ist von Beginn an zum Zerreißen gespannt. Man hat kaum Zeit zum Luftholen, da passiert schon wieder das nächste Drama. Immer, wenn ich gedacht habe, schlimmer kann es nicht mehr kommen, hat Lynn Austin es geschafft, noch eins drauf zu setzen. Umso erstaunter ist man, wenn man die angegebenen Bibelstellen nachschlägt und feststellt, wie nah sich die Autorin wieder an die biblischen Vorlage hält. Man liest in der Bibel so schnell über diese Geschichten hinweg, die sich durch die detaillierten Beschreibungen und das Miterleben in den Büchern nun viel besser einprägen. Ich kann mir jetzt einfach viel besser vorstellen, wie es wirklich war, in der damaligen Zeit unter König Manasse in Jerusalem zu leben.
    Der Roman hallt nach dem Leseende noch lange nach. Es gibt viele Anregungen und Verhaltensweisen, die uns auch heute nicht fremd sind. Eine Thematik des Buches ist die Frage, ob man sich der Gesellschaft, in der man lebt, um jeden Preis anpasst oder ob man zu seinen eigenen Werten stehen will, auch wenn es gefährlich wird. Aber auch Themen wie Ehrlichkeit und Treue spielen eine Rolle, genauso wie die Frage, worauf man im Leben seine Hoffnung setzt und was einen durch schlimme Zeiten trägt.
    Lynn Austin ist mit ihrem neuen Band erneut ein tolles Buch gelungen. „Gib du mir Weisheit“ ist nicht einfach nur gute Unterhaltung, sondern bietet viel Tiefe und – ganz wie der Name schon sagt – Weisheit. Ich kann den nächsten Teil kaum erwarten und freue mich sogar jetzt schon darauf, die ganze Reihe nochmal zu lesen, wenn sie irgendwann beendet ist.

  • 5/5 Sterne

    Biblische Geschichte lebendig erzählt

    von
    „...Manasse hatte an seinen Vater, König Hiskia, gedacht, der Gott treu gewesen war – treuer als alle Könige Judas seit König David. Aber Gott hatte ihn nicht am Leben gelassen...“

    Die Geschichte von König Hiskai wird in den drei Vorgängerbänden erzählt. Manasse ist zwölf Jahre, als sein Vater stirbt. Er vermisst ihn und versteht den Sinn des plötzlichen Todes nicht. Als Manasse und sein bester Freund Josua, der Sohn des Palastverwalters Eljakim, den Unterricht schwänzen, treffen sie eine Wahrsagerin. Josua warnt, doch Manasse nimmt ihre Dienste in Anspruch. Hier wird schon der Keim für das gelegt, was neun Jahre später seinen bitteren Anfang nimmt.
    Die Autorin hat erneut eine spannende Geschichte geschrieben. Sie benutzt dazu die biblischen Texte und füllt die Lücken mit einer abwechslungsreichen Handlung.
    Manasse ist 21 Jahre alt. Als er zum Grab seiner Mutter geht, hat er eine denkwürdige Begegnung. Er trifft den Priester Zera bei heidnischen Praktiken. Zwar lässt er ihn verhaften, doch dessen Worte wirken wie ein Stachel in Manasse, denn Zera versteht es, die Worte der Tora in seinem Sinne zu verdrehen.
    Manasse lässt den Propheten Jesaja und seinen Palastverwalter Eljakim verhaften. Eljakims Diener Maki gelingt es, Josua zu warnen. Josua ist in Lebensgefahr.
    Das Geschehen hinterlässt bei den Beteiligten tiefe Spuren. Zera wird zu Manasses rechter Hand. Er spricht von Freiheit, manipuliert den König aber so, dass er seinen Willen und den Kult um die Göttin Aschera mehr und mehr durchsetzen kann. Dabei nutzt er bewusst isolierte Zitat aus der Tora zur Argumentation. Besonders gern führt er Worte über Abraham an. Manasse wird eingeredet, dass es für ihn als König keinerlei Schranken gibt.

    „...Die Priester werden keine Macht mehr über Euch haben. Die Omen werden nicht mehr durch Euren Unglauben blockiert und Ihr werdet Gott in seiner ganzen Fülle anbeten...“
    Andererseits ist Manasse ein zerrissener und von Angst zerfressenen Mensch, der überall eine Verschwörung sieht.
    Josuas Leben wird von Heute auf Morgen auf den Kopf gestellt. Plötzlich ist er ein Niemand. Seine Familie kämpft im Moab ums Überleben.

    „...Wut, Hass und der Wunsch nach Rache – allesamt gegen Manasse gerichtet. Bitterkeit, Groll und eine niederschmetternde Erkenntnis – allesamt gegen Gott gerichtet...“

    Manasse und Josua, beiden ist gemeinsam, dass sie Kinder eines starken Vaters sind. Beide hadern mit Gott wegen dem Tod der Väter. Beide haben Fragen, auf die sie keine Antworten bekommen. Doch während für Manasse das Bild des Vaters immer kleiner wird, je mehr er sich in spirituelle Praktiken verstrickt, findet Josua Menschen, die ihn zu Gott zurückführen und ihm zeigen, dass alles so kommen musste, wie es gekommen ist.
    Die Geschichte verfügt über einen hohen Spannungsbogen. Der wird einerseits gespeist durch die Feindschaft zwischen Manasse und Josua, andererseits durch die inneren Kämpfe der Protagonisten. Nicht zu unterschätzen sind die Gespräche zwischen Zera und Manasse. Sie zeigen, was passiert, wenn man die Worte der Tora aus dem Zusammenhang reißt.
    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeigt, wie leicht sich Menschen verführen und manipulieren lassen, wenn ihnen ein fester Halt fehlt.
  • 5/5 Sterne

    Der Abgrund der Menschlichkeit

    von
    Das Buch „Gib du mir Weisheit“ der Autorin Lynn Austin ist nunmehr der vierte Band in der Reihe „Die Chroniken der Könige“. Wie auch bei den anderen Bänden in dieser Reihe ist es möglich das Buch auch ohne Kenntnisse der Vorbände zu lesen, doch für den Zusammenhang ist es durchaus sinnvoll die Reihe einzuhalten oder die Vorgeschichte in der Bibel nachzulesen. Dieser Band schließt sich zeitlich direkt an den dritten Band an.

    König Hiskia ist gestorben und sein Sohn Manasse folgt ihm auf den Thron. Sein bester Freund ist Josua, der Sohn des Palastverwalters Eljakim. Dieser steht dem jungen König mit Rat und Tat zur Seite wie auch der Prophet Jesaja. Aber eines abends geschieht etwas, was das Leben des Königs und die Machtverhältnisse im Land für immer verändert. Auch Josuas Familie ist betroffen und muss aus Jerusalem fliehen. Was ist geschehen und wie wird sich die Wahrsagung der alten Frau erfüllen? Sollte Josua wirklich mächtiger als der König sein?

    Auch in diesem vierten Band zeigt die Autorin Lynn Austin wie herausragend ihre Romane sind. Der Roman folgt eng der biblischen Geschichte aus 2. Könige. Viele Zitate nehmen direkt Bezug auf die Bibel. Der Schreibstil der Autorin liest sich wie gewohnt leicht und flüssig. Auch die Zitate aus der Bibel unterbrechen den Lesefluss nicht. Beeindruckend ist, wie lebendig Lynn Austin die Protagonisten aus der Bibel werden lässt. Doch anders als im vorherigen Band zeigen sich hier die Abgründe des menschlichen Handelns und das ist nicht einfach zu lesen, sondern beunruhigt zutiefst. Es geht um König Manasse, der anders als sein Vater Hiskia sich vom Glauben der Bibel mehr und mehr abwendet. Der Leser folgt diesem Handeln Schritt für Schritt und es ist erschütternd, welche Formen des Unglaubens die Wurzel unmenschlichen Handelns wird. Hinzu kommt, dass Josua durch die Taten Manasses so erschüttert ist, dass auch er mit Gott hadert, so dass sich über lange Strecken im Buch wenig Hoffnungsvolles ergibt. Das macht das Lesen des Buches nicht einfacher. Wäre nicht der treue Glaube von Jeruscha, Josuas Mutter, wäre die Erzählung fast nicht zu ertragen gewesen.

    Kann man am Ende sagen, dass das alles hinter uns liegt? Wer hier ein ungutes Gefühl der Aktualität verspürt, wird merken, dass die sog. New-Age-Bewegung auf die antiken Glaubensvorstellungen, wie sie auch hier dargestellt werden, zurückgeht.

    Dieser Band wird aufgrund der Düsternis nicht zu meinen Lieblingsbänden der Reihe gehören, aber empfehlenswert ist er wie auch die gesamte Reihe auf alle Fälle.



  • 5/5 Sterne

    packend erzählt und hochspannend

    von
    In Band 4 der "Chroniken der Könige" geht es aufregend weiter.

    König Hiskija stirbt und Manasse wird König. Zu Anfang läuft noch alles wie Hiskia es eingeführt hat doch dann verlässt sich Manasse auf falsche Berater und wendet sich von Gott ab.

    Sein ehemals bester Freund Josua und dessen ganze Familie haben unter den Folgen zu leiden. Ihr wohlgeordnetes Leben verändert sich, wird schwierig und gefährlich.

    Josua steht vor vielen Fragen, erlebt Enttäuschungen, Schmerz und große Not. er kann das Leid kaum begreifen das, durch den König ausgelöst, über ihn kommt. Gestern war er noch unbeschwert und heute so belastet? Warum???

    Auch der Werdegang König Manasses ist fesselnd und hochspannend beschrieben. Er war ein gottloser König und Lynn Austin hat sein mögliches Leben auf faszinierende Weise erzählt. Gefangen in Sünde bringt er viel Leid über das Volk.

    Diese Geschichte ist etwas grausamer als die ersten drei Bände, doch alles klingt logisch und ist flüssig und packend erzählt.

    Manasse, Josua aber auch die Nebencharaktere wie Dina, Miriam, Hadad und Jerimot sind gut beschrieben.

    Beim Lesen hat man das Gefühl das diese alten biblischen Geschichten lebendig werden und kann völlig abtauchen.

    Ein tolles Buch das von der ersten Seite an fesselt und auf eine phänomenale Art und Weise biblische Personen lebendig werden lässt.

    An ihnen kann man sehen was es bedeutet Gottes Wort zu verdrehen, nicht ernst zu nehmen oder es abzulehnen. Außerdem zeigt diese Geschichte das wir weniger nach dem "Warum" sondern mehr nach dem "Wofür" fragen sollten um dann mit Gott gemeinsam den Weg zu gehen und bei ihm Frieden zu finden.
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