Die Apotheke der Hoffnung

Nach einer wahren Begebenheit im Krakauer Ghetto

(Buch - Gebunden)

Polen 1941. Die Polin Zosia Lewandowska kennt die Brutalität des Krieges. Ihr Mann kam bei der Invasion der Deutschen ums Leben. Als sich die Situation verschlimmert und Nachbarn und Bekannte in Ghettos umgesiedelt werden, entscheidet sich Zosia, in der Apotheke von Tadeusz Pankiewicz zu arbeiten – mitten im Ghetto von Krakau.
Gemeinsam mit Tadeusz und ihren Kollegen riskiert sie ihr Leben, um den Juden zu helfen, die unter der Unterdrückung der Nazis leiden.

Amanda Barratt malt uns in grandioser Schreibkunst eine Geschichte vor Augen, die zu Herzen geht und noch lange nachklingt.

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Details

    • Erscheinungstermin:
      10.12.2025
    • Verlag:
    • Artikel-Nr.:
      396230000
    • ISBN:
      9783775162302
    • Originaltitel:
      Within These Walls of Sorrow
    • Sachgebiet:
      Erzählungen/Romane
    • Seitenzahl:
      448 S.
    • Maße:
      13,5 x 21,5 x 3,5 cm
    • Gewicht:
      635g
  • Dieses Produkt ist preisgebunden:
    Ja
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  • Angaben zum Hersteller nach GPSR:
    Hänssler
    in der SCM Verlagsgruppe GmbH
    Max-Eyth-Str. 41
    71088 Holzgerlingen
    DEUTSCHLAND
    info@scm-verlagsgruppe.de

Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    Ein Roman, der weh tut – und gerade deshalb Hoffnung schenkt

    Dieser Roman lässt einen nicht unberührt zurück – er geht unter die Haut, reißt auf, hält fest und lässt nicht mehr los.

    Basierend auf den realen Aufzeichnungen des jungen Apothekers Tadeusz Pankiewicz aus der Adler-Apotheke im Ghetto von Krakau, verbindet die Autorin historische Realität mit einer fiktiven, aber zutiefst authentischen Geschichte rund um die Polin Zosia und die Jüdin Hania. Stellvertretend für unzählige Schicksale zeigen sie, was es bedeutete, in einer Zeit größter Unmenschlichkeit zu überleben.

    Schonungslos führt der Roman durch das Leben im Ghetto, in Lagern und Konzentrationslagern. Nichts wird beschönigt – denn, wie der Text selbst spürbar macht, es gibt nichts zu beschönigen. Für diese Lektüre braucht man starke Nerven und viele Taschentücher. Und doch ist sie unerlässlich. Gerade weil Erinnerung weh tut, ist sie notwendig.

    Besonders eindrücklich ist die Botschaft, die die Autorin auch im Nachwort betont:
    „Selbst wenn die Bemühungen zur Hilfe noch so klein erscheinen mögen, so ist doch jeder Akt der Menschlichkeit von Bedeutung.“
    Jeder Mutmoment, jedes Risiko, jede Entscheidung für Mitgefühl zählt.

    Der Apotheker und seine Helferinnen wussten, was ihnen drohte – und handelten trotzdem. Hoffnung und Mut waren größer als die Angst. Diese innere Zerrissenheit spiegelt sich auch in den vielen starken Zitaten wider, die lange nachhallen. Sätze wie
    „Der Mut ist stark, bis er auf den Prüfstand gestellt wird“
    oder
    „Der Krieg entlarvt den Glauben an unsere eigene Anständigkeit schonungslos als Illusion … nur in unseren Entscheidungen liegt Hoffnung“zwingen zur Reflexion – über damals und über uns heute.

    Durch die wechselnde, persönliche Erzählperspektive von Hania und Zosia fühlt man sich nicht wie ein bloßer Beobachter, sondern mitten im Geschehen. Ihre wachsende Freundschaft, der verzweifelte Versuch, Menschlichkeit zu bewahren, das Gefühl von Ohnmacht, wenn es nicht gelingt – all das ist zutiefst emotional, intensiv und schmerzhaft ehrlich erzählt.

    Auch der Glaube findet seinen Platz: leise, respektvoll, mit Raum für Zweifel und dennoch getragen von der Überzeugung vieler Verfolgter, dass Gott nicht gleichgültig war. In kleinen Gesten zeigt sich, wie trotz Angst, Hass und Gewalt Liebe, Freundschaft und Hilfe wachsen konnten – und wie Menschen selbst zu Hoffnungsträgern wurden. Der Titel des Buches erhält dadurch eine besondere, berührende Tiefe.

    Die Figuren sind vielschichtig und lebendig gezeichnet. Trotz der allgegenwärtigen Traurigkeit gibt es immer wieder ergreifende, fast zarte Momente, die das Herz berühren. Und dann dieser Satz, der sich unauslöschlich einprägt:
    „Solange die Fähigkeit zur Unmenschlichkeit in den Herzen der Menschen wohnt, solange es Hass gibt, wird auch das Leid bleiben.“
    Ein Satz von erschreckender Aktualität.

    Für mich ist dieses Buch ein schmerzhafter Erinnerungsschatz – und zugleich ein Hoffnungsschimmer in einer der dunkelsten Epochen der Geschichte. Ein Roman, den man nicht vergisst. Ein Buch, das gelesen werden muss: gegen das Vergessen, für die Menschlichkeit und als stilles Gedenken an all jene Leben, die durch Willkür als wertlos erklärt wurden.

    5 Sterne – ein absolutes Highlightbuch.
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