Die Apotheke der Hoffnung

Nach einer wahren Begebenheit im Krakauer Ghetto

(Buch - Gebunden)

Polen 1941. Die Polin Zosia Lewandowska kennt die Brutalität des Krieges. Ihr Mann kam bei der Invasion der Deutschen ums Leben. Als sich die Situation verschlimmert und Nachbarn und Bekannte in Ghettos umgesiedelt werden, entscheidet sich Zosia, in der Apotheke von Tadeusz Pankiewicz zu arbeiten – mitten im Ghetto von Krakau.
Gemeinsam mit Tadeusz und ihren Kollegen riskiert sie ihr Leben, um den Juden zu helfen, die unter der Unterdrückung der Nazis leiden.

Amanda Barratt malt uns in grandioser Schreibkunst eine Geschichte vor Augen, die zu Herzen geht und noch lange nachklingt.

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Details

    • Erscheinungstermin:
      10.12.2025
    • Verlag:
    • Artikel-Nr.:
      396230000
    • ISBN:
      9783775162302
    • Originaltitel:
      Within These Walls of Sorrow
    • Sachgebiet:
      Erzählungen/Romane
    • Seitenzahl:
      448 S.
    • Maße:
      13,5 x 21,5 x 3,5 cm
    • Gewicht:
      635g
  • Dieses Produkt ist preisgebunden:
    Ja
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  • Angaben zum Hersteller nach GPSR:
    Hänssler
    in der SCM Verlagsgruppe GmbH
    Max-Eyth-Str. 41
    71088 Holzgerlingen
    DEUTSCHLAND
    info@scm-verlagsgruppe.de

Stimmen zum Produkt

  • 5 5
    »Ich habe schon viele Bücher über den Holocaust und die Verfolgung der Juden gelesen, aber dieses sehr gut zu lesende und spannende Buch hat mich bisher am meisten gefesselt. Gleichzeitig hatte ich Tränen in den Augen wegen der Unmenschlichkeit der Nazis einerseits und dem Wissen, dass wir Christen daraus lernen sollten, anderseits. Alle sollten dieses augenöffnende Buch besonders auch im Licht des 7.10.2023 lesen.« CHRISTEL ALBER

    »Dieses Buch hat mich auf eine sehr stille, aber eindringliche Weise berührt. "Die Apotheke der Hoffnung" erzählt eine Geschichte aus dem Krakauer Ghetto, die zeigt, wie viel Mut, Menschlichkeit und Mitgefühl selbst in den dunkelsten Zeiten möglich sind.
    Besonders beeindruckt hat mich, wie lebendig und atmosphärisch die Autorin die damalige Zeit beschreibt. Die Enge, die Angst, aber auch die kleinen Momente der Hoffnung werden so greifbar, dass ich mich beim Lesen oft mitten im Geschehen gefühlt habe. Gleichzeitig steht im Zentrum eine sehr persönliche Geschichte über Menschen, die trotz Gefahr füreinander einstehen.
    Die Figuren wirken authentisch und nahbar, und gerade ihre inneren Konflikte machen die Geschichte emotional sehr stark. Es geht nicht nur um historische Ereignisse, sondern vor allem um Menschlichkeit, Mut und die Frage, was wir füreinander tun können.
    Für mich war dieses Buch eine bewegende und nachdenkliche Lektüre, die noch lange nachhallt. Wer Geschichten über wahre Begebenheiten, starke Charaktere und Hoffnung in schweren Zeiten mag, wird hier definitiv berührt werden.«
    INIS BEESE

Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    Gutes tun

    Was mache ich, wenn schreckliche Gräueltaten vor meiner Haustür geschehen? Sehe ich weg, wenn meine Nachbarn bedroht sind, um mich nicht selbst in Gefahr zu bringen? Das fragt sich die junge Witwe Zosia, als eine befreundete Familie aus ihrem Krakauer Wohnhaus vertrieben wird. Zusammen mit den anderen Juden in der Stadt muss sie in ein heruntergekommenes Ghetto.

    Komischerweise darf die Apotheke im Elendsviertel weiterhin betrieben werden. Dort findet Zosia Arbeit und nutzt die Gelegenheit, um ihre jüdischen Freunde so gut es geht zu unterstützen. Es bedrückt sie, dass die junge Hania ihre Träume begraben muss. Denn das Leben der Juden wird mehr und mehr von den deutschen Besatzern eingeschränkt.

    Diese berührende Geschichte erzählt abwechselnd aus der Perspektive von Zosia und Hania. Beide Erzählstränge greifen immer wieder ineinander über, um sich dann wieder zu trennen, weil die Umstände die beiden Frauen auseinanderbringen. Während Zosia aus Gewissengründen helfen möchte, wo sie nur kann, kämpft Hania hartnäckig ums Überleben. Beide Sichtweisen auf diese schrecklichen Jahre sind wertvoll und ergänzen sich.

    Die dargestellten Menschen mit ihren Höhen und Tiefen werden schnell zu Freunden. Ihre Beweggründe und Entscheidungen sind nachvollziehbar. Das Schlimme, das sie erleben, bewegt zutiefst.

    Der Roman ist fesselnd geschrieben und lässt sich kaum aus der Hand legen. Gleichzeitig ist er stellenweise schwer zu ertragen, da Gewalt und Unmenschlichkeit eindrücklich geschildert werden. Das ist umso schlimmer, weil die dargestellten Ereignisse auf historische Tatsachen beruhen.

    Wichtige Fragen, wie die Frage nach dem Leid, werden angesprochen, doch nicht vollständig beantwortet. Das wirkt authentisch, denn es gibt im Leben oft keine leichten Antworten. Dafür wird der Leser herausgefordert sich bewusst dafür zu entscheiden, Gutes zu tun, selbst wenn es scheint, als könne es nie genug sein.

    Fazit: Eine eindrückliche Erzählung über die Hilfsbereitschaft einer kleinen Schar von Menschen im Dritten Reich, die nicht wegsehen wollen, wenn Unrecht in ihrer Umgebung geschieht. Sehr empfehlenswert, vor allem für Menschen, die historische Romane mit Tiefgang lieben.
  • 5/5 Sterne

    „Apotheke der Hoffnung“ – Ein bewegendes Zeugnis von Mut und Widerstand im Krakauer Ghetto

    In Amanda Barratts, Apotheke der Hoffnung taucht man unmittelbar in die Zeit des beginnenden Nationalsozialismus in Krakau und deren grausamer Herrschaft ein. Es erzählt von zwei ganz normalen Frauen, Hania und Zosia, die sich aus der Nachbarschaft kennen und durch ihre Anfangs kleinen und mutigen Taten einen großen Unterschied machen. Es zeigt eindrucksvoll, wie inmitten des zufälligen Nebeneinanders von Menschen unter unmenschlichen Bedingungen einzelne Persönlichkeiten hervorstechen, die sich nicht zurückziehen, sondern das tun, was ihr Gewissen sagt, und durch Mitmenschlichkeit aktiv Widerstand leisten – auch wenn dieser oft mit großem Risiko und persönlichen Verlusten verbunden ist.
    Das Krakauer Ghetto wurde 1941 von den Nationalsozialisten errichtet, um die jüdische Bevölkerung systematisch zu isolieren, zu entrechten und letztlich zu vernichten. Tausende Menschen wurden unter menschenunwürdigen Bedingungen zusammengepfercht, litten an Hunger, Krankheiten und ständiger Angst vor Deportationen in Vernichtungslager. Diese historische Realität und die inmitten des Ghettos verbliebene Apotheke, in der Zosia eine Stelle findet, bildet den Hintergrund der Erzählung. Die Gräueltaten werden nicht beschönigt, sondern so authentisch und spürbar beschrieben, und es zeigt auch auf, wie schnell sich politische Veränderungen etablieren können – Ausgangsverbote, Angst und Unterdrückung sind plötzlich ganz nah.
    Diese Geschichte ist nicht nur ein Zeugnis von Leid und Unterdrückung, sondern vor allem eine Ermutigung: Einzelne können durch Mut, Menschlichkeit und Entschlossenheit Hoffnung geben und Veränderungen bewirken. Amanda Barratt gelingt es, diese Botschaft eindrucksvoll zu vermitteln, ohne die Härte der historischen Realität zu verharmlosen. Teilweise ist es mir sehr schwergefallen weiterzulesen, weil man so sehr in diese Zeit eintaucht und die Verzweiflung, die Angst und Ohnmacht richtig miterlebt.
    Apotheke der Hoffnung ist ein bewegendes und inspirierendes Werk, spannend geschrieben. Es macht Mut und zeigt, wie wichtig es ist, auch in den dunkelsten Zeiten nicht aufzugeben. Diese Botschaft ist heute wieder ganz besonders wichtig geworden. Das Buch bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung und gehört zu den bewegendsten Büchern, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.
  • 5/5 Sterne

    Menschlichkeit in dunkler Zeit

    „...Der Tag, an dem ich Ryszard Lewandowski heiratete, ist mir so in Erinnerung geblieben wie das sepiafarbene Foto, das vor der Kirche von uns aufgenommen wurde. Die Arme beladen mit Lilien und Nelken, strahle ich ihn an, während seine Hand auf meiner gelegen hat. Der Beginn eines schönen Traums…“

    Mit diesen Gedanken von Zofia endet der Prolog. Wenige Jahre später ist Zofia allein. Ryszard war Professor in Krakau. Sachsenhausen wurde sein Schicksal, wie das so vieler polnischer Intellektueller.
    Die Autorin hat einen bewegenden Roman geschrieben. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet. Er lässt viel Raum für die Emotionen der Protagonisten. Die Zeitverhältnisse werden realistisch widergespiegelt. Es wird nichts beschönigt. Deshalb sollte der zukünftige Leser wissen, dass es sehr heftige und brutale Szenen gibt.
    Die Geschichte wird abwechselnd von Zofia und Hania erzählt. Hania ist die Tochter eines jüdischen Arztes. Die Familie wohnt im gleichen Haus wie Zofia. Die beiden jungen Frauen sind befreundet.
    Die eigentliche Handlung beginnt im Jahre 1941. In Krakow kommt es zur ersten Eskalationsstufe. Die jüdischen Bewohner werden aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen und in ein Gebiet auf der anderen Seite des Flusses zu ziehen.

    „...Bei jeder neuen Regelung sagen wir uns, dass wir sie ertragen können. Wir finden Wege, uns anzupassen, einen Anschein von Normalität aufrecht zu erhalten….“

    Durch eine ehemalige Mitstudentin erfährt Zofia, dass es im Ghetto eine Apotheke gibt, die von einem Polen geleitet wird. Durch geschickte Argumentation hat er die Besatzer überzeugt, bleiben zu können. Zofia bekommt dort eine Anstellung.
    Die Autorin versteht es, die Unterschiede und die Vielschichtigkeit in der polnischen Gesellschaft auf den Punkt zu bringen. Während in der Apotheke alles getan wird, um den Menschen zu helfen, machen sich polnische Jugendliche einen Spaß daraus, Juden zu terrorisieren.

    „...Es ist wohl nicht verwunderlich, in welchem Maß die Polen mittlerweile in dieses Lied mit einstimmen und ihre jüdischen Nachbarn unterdrücken. Die Deutschen haben das Feuer der altehrwürdigen Tradition nur geschürt…“

    Im Buch wird nach und nach die Geschichte des Ghettos und ihrer Bewohner erzählt. Magister Tadeusz Pankiewicz, der Apotheker, und seine Mitarbeiterinnen helfen, wo sie können. Sie wissen, dass es eigentlich nie genug ist. Und es ändern sich die Verhältnisse von einem Tag auf den anderen.
    Das Buch spiegelt die Vielfalt der menschlichen Empfindungen: Grausamkeit und Gewalt, Angst und Überlebenswillen, Hoffnung und Glauben.
    Die Geschichte hat mich tief berührt, obwohl oder gerade weil es nicht mein erstes Buch zu dem Thema war. Es zeigt, wie selbst in einem unmenschlichen Regime Glaube und Menschlichkeit wirken können.
  • 5/5 Sterne

    Nicht nur ein Roman. Dieses Buch ist soviel mehr.

    Ich habe schon von vielen Schicksalen aus der NS-Zeit gelesen. Historische Romane, ein Genre für sich. Eigentlich ungeheuerlich diese vielen, auf Wahrheiten beruhenden, Geschichten in eine Schublade stecken zu wollen! Denn auch dieser Roman ist so einzigartig, jedes Menschenleben so authentisch wiedergegeben, das man es einfach nicht mit einem anderen vergleichen kann. Amanda Barratt ist es nicht nur auf 436 Seiten gelungen, mich als Leser zu packen sondern als Mitmensch mich meiner eigenen Empathie auszuliefern, mich vor den Spiegel zu zerren um mich selbst zu fragen: Wie hättest du reagiert? Die Geschichte beginnt in 1941 in Krakau. Auf zwei Perspektiven wird das Leben der Polin Zosia Lewandwska, die einen Job in der einzigen Apotheke des Krakauer Ghettos bei Tadeusz Pankiewicz erhält, und der Arzttochter Hania Silberman, erzählt. Im Jahre 1938 heiratet Zosia und lernt kurz Hania als fünfzehn-jährige kennen. Schon bald wieder verliert sie ihren Mann im KZ und muss zusehen, wie mehr und mehr jüdische Nachbarn verschwinden und versucht zu helfen. Immer wieder wechseln sich die Erzählstränge zwischen Hania und Zosia ab. Da aber stets Name und Zeit des Geschehens angegeben werden, kann es zu keinen Verwirrungen kommen. Zumal die Autorin mit so einer Klarheit schreibt, die schön aber teilweise auch erschreckend wirkt in der Darstellung von Gewalt besetzten Situationen und schicksalhaften Momenten. Aber es gelingt ihr auch immer wieder Schmerz und Hoffnung auf eine Bühne zu stellen. Was hat uns getragen? Was wird uns tragen? Ist dieses Buch nur ein Blick zurück oder auich ein Blick in die Zukunft? Ja, es fällt schwer, sich dieser Thematik in Buchform zu stellen. Aber es bedeutet auch, das der Leser sich auseinander gesetzt hat mit dieser vergangenen Zeit, seinem Regime, den Möglichkeiten jedes Einzelnen und einer ganzen Gesellschaft. Ich bin dankbar, das sich immer wieder Autoren mit dieser grausamen NS-Zeit beschäftigen! Das dieses Buch zu mir findet, gerade jetzt, gerade hier, gerade in meiner Buchhandlung!
  • 5/5 Sterne

    Das Buch sollte schulische Pflichtlektüre werden!

    Das Buch „Apotheke der Hoffnung“ von Amanda Barratt, ist eins der emotionalsten und schwierigsten Bücher die ich über die Judenverfolgung gelesen habe. Auf 448 Seiten wird in einer einfachen aber sehr berührenden Sprache eine wundervolle und zugleich harte Geschichte zweier Frauen erzählt.
    Die Hauptdarstellerinnen Ziosa, eine Polin und Hania , eine Jüdin, welche befreundet, im gleichen Ort und dennoch in zwei verschiedenen Welten leben. Die Apotheke des polnischen Apotheker Tadeusz Pankiewicz im Judenviertel ist ein Ort der vorläufigen Sicherheit und Hoffnung.
    Die Grausamkeit des Krieges wird in Worten und Bildern gefasst, ein wahres Meisterwerk der Autorin. Immer wieder muß man das gelesene verdauen und Pausen beim Lesen einlegen. Die Hilfsbereitschaft der Polin Zosia in zugleicher Hilflosigkeit wird sehr authentisch dargestellt. Ihr Mut sich mit vollem Herzen für Menschen einzusetzen wird hervorragend personifiziert. Sich nicht den Befehlen der Deutschen zu unterstellen, sich nicht in den Befehlen der Grausamkeit aus Angst vor dem eigenen Lebensverlust zu stellen, ist ihre wahre Größe.
    Es ist ein Buch das kaum in Worte zu fassen ist. Schikanen, Demütigung, Angst und Wahrlosigkeit wie auch Hoffnung, Liebe, Mut und Menschlichkeit werden berührend erzählt, somit kann man tief in die Thematik eintauchen.
    Einzelne Situationen werden detailgetreu nacherzählt, somit fühlt man sich als Teil der Geschichte, verspürt Angst wie Hoffnung beim Lesen und ist letztendlich immer wieder sprachlos wie UNMENSCHLICH die Judenverfolgung war.
    Immer wieder kam mir der Gedanke , wie die Menschen die diese grausamen Taten vollbracht haben , nach dem Krieg gewissenlos weiterleben konnten?
    Ein Buch das meine absolute Leseempfehlung hat. Eigentlich müsste dieses Buch zur Schullektüre werden, denn es beschreibt menschliche Grausamkeit und menschliche bedingungslose Liebe in einem Buch.

  • 4/5 Sterne

    ehrlich, sensibel und zutiefst berührend

    Dieser Roman geht unter die Haut. Er berührt tief und hallt noch lange nach.

    Im Mittelpunkt steht die junge Apothekerin Zosia Lewandowska, die ein glückliches und erfülltes Leben führt – bis der Krieg alles zerstört. Plötzlich wird ihr vertrautes Leben auseinandergerissen. Ihre jüdischen Nachbarn werden in das Krakauer Ghetto verschleppt, und Zosia versucht mit allem, was ihr möglich ist, ihnen zu helfen.

    Dann ist da noch Hania Silbermann, die Tochter einer Arztfamilie. Ihr Alltag ist von Angst geprägt, von Unsicherheit und der ständigen Bedrohung. Als sich die Wege der beiden Frauen wieder kreuzen, entsteht zwischen ihnen eine tiefe Verbundenheit. Doch schließlich stehen sie vor einer Entscheidung, die ihr Leben kosten könnte …

    Besonders erschütternd ist, dass diese Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht. Sie zeigt auf eindringliche Weise, wie grausam diese Zeit war, etwas, das wir uns heute oft nur schwer vorstellen können. Das Thema ist keine leichte Kost. Manchmal musste ich beim Lesen bewusst Pausen einlegen, bevor ich weiterlesen konnte.

    Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, aus der von Zosia und von Hania. Dadurch lassen sich ihre Gefühle, Gedanken und Erlebnisse besonders gut nachvollziehen, und man wird noch stärker in das Geschehen hineingezogen.

    Der Schreibstil ist eindrucksvoll: ehrlich, sensibel und zutiefst berührend. Die Autorin findet Worte, die direkt ins Herz treffen.

    Ein herzzerreißender und bewegender Roman, der lange im Gedächtnis bleibt.

  • 5/5 Sterne

    Berührend und fesselnd

    Barratt hat einen tollen Schreibstil, der nicht nur erlaubt, dass man das Buch gut lesen kann, sondern sie findet auch Worte, die mitten ins Herz gehen und mich zutiefst berührt haben.
    Das Thema ist definitiv keine leichte Kost und war nicht immer einfach zu lesen, allerdings hat sie es geschafft, die Hoffnung, die viele Menschen durch die Apotheke hatten, darzustellen.
    Ich fand den Roman so berührend. Barratt hat aus den wahren Begebenheiten eine wirklich hervorragende Geschichte geschrieben.

    Sie selbst schreibt im Nachwort folgendes:
    “Ich habe mich bei den Szenen in Konzentrationslagern um besondere Sorgfalt bemüht und die Gewalt, die Menschen dort erfahren haben, ungeschönt dargestellt. Denn ich meine, dass jede Verwässerung der Wahrheit den Millionen Menschen, die unter dem kalkulierten Hass und dem systematischen Völkermord gelitten haben und gestorben sind, einen schlechten Dienst erweist. Deshalb habe ich mich entschlossen, Szenen einzubauen, die schwer zu lesen sein mögen und die zu schreiben eine große Herausforderung war..”
    Das fasst manche Stellen des Buches gut zusammen. Auch, wenn ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen kann, muss man sich darauf einstellen, dass auch die Gewalt, die Juden erlebt haben, beschrieben wird.
  • 5/5 Sterne

    Berührender Roman über Mut und Menschlichkeit

    „Die Apotheke der Hoffnung“ von Amanda Barratt ist ein tief bewegender historischer Roman, der auf einer wahren Begebenheit basiert und lange im Gedächtnis bleibt. Die Geschichte um Zosia Lewandowska, die im von den Nationalsozialisten besetzten Krakau ihr Leben riskiert, um anderen zu helfen, ist eindringlich, emotional und sehr respektvoll erzählt.

    Besonders beeindruckend ist die Atmosphäre des Krakauer Ghetto, die die Autorin eindrucksvoll und sensibel einfängt. Die Figuren wirken glaubwürdig und menschlich, ihre Angst, ihr Mut und ihre Hoffnung sind beim Lesen deutlich spürbar. Gerade die stillen, zwischenmenschlichen Momente gehen besonders unter die Haut.

    Der Schreibstil ist flüssig liest sich sehr leicht und ist und zugleich sehr gefühlvoll, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen. Wer bewegende Geschichten über Zivilcourage, Mitgefühl und historische Schicksale schätzt, wird dieses Buch kaum aus der Hand legen können.

    Insgesamt ein eindrucksvoller, herzzerreißender Roman, der die Bedeutung von Menschlichkeit in dunkelsten Zeiten eindrucksvoll vor Augen führt.
  • 5/5 Sterne

    schockierend, tiefgreifend und berührend

    "Sollten wir nicht nach allem, was wir selbst schon erlebt haben, angesichts der Verluste anderer die richtigen Worte finden? Stattdessen lässt uns die Sprache im Stich. Trauer entzieht sich dem Wortschatz. Zeit und Erfahrung geben uns kein neues Verständnis für das Unbegreifliche." (Zitat, S.166)

    Krakau, 1941: Nachdem Zosia Lewandowska mit ansehen musste, wie ihre jüdischen Nachbarn beinahe alles zurücklassen mussten um ins Krakauer Ghetto zu ziehen, sucht sie nach einer Chance zu helfen. Ganz unverhofft bietet sich eine Chance, als sie einen Job in der Apotheke von Tadeusz Pankiewicz bekommt. Als einzige Apotheke mitten im Ghetto wird diese zu einem Ort des Zufluchts und der Hoffnung für viele Juden. Wann immer sich die Situation zuspitzt und Zosia und ihre Kollegen sich regelrecht hilflos fühlen ist klar: sie werden alles in ihrer Macht stehende tun, um ihren jüdischen Mitmenschen zu helfen!

    Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so recht wo ich anfangen soll!
    Dieses Buch hat mich so sehr berührt, schockiert und ist mir nachgegangen, wie kaum ein anderes es je geschafft hat.
    Das liegt zum einen sicherlich an der Thematik an sich, aber auch der Schreibstil der Autorin ist so berührend und hat mich immer wieder so tief getroffen, dass ich regelmäßig innehalten musste um alles auf mich wirken zu lassen.
    Dabei ist es ihr wunderbar gelungen die unterschiedlichen Charaktere vielschichtig und auch deren Entwicklung darzustellen. Ganz besonders fand ich aber auch die Art, wie sie einer Situation mit wenigen Worten eine unglaubliche Relevanz und Tiefgang verleihen kann. Schmerz und Hoffnung, ganz nah beieinander.

    Die Geschichte wird dabei abwechselnd aus der Sicht der Polin Zosia und der Jüdin Hania erzählt und bietet so Einblick in ganz unterschiedliche Blickwinkel und Schicksale während des Krieges. Dabei schreibt die Autorin über erschütternde und so unfassbare Grausamkeiten, aber auch über Hoffnung und Mut, der es schafft der ständigen Furcht zu trotzen.
    Besonders berührt hat mich dabei die Selbstverständlichkeit, sowie die Bodenständigkeit, mit welcher Zosia ihr Bestes gegeben hat - eine einfache Frau, die ihre Augen nicht verschlossen und Gelegenheiten genutzt hat.

    Für mich ein absolutes Meisterwerk und ein Highlight, das ich jedem ans Herz legen möchte, der bereit ist, sich dieser Thematik zu stellen.

  • 5/5 Sterne

    „Verstörend, ehrlich, berührend“

    Der Roman „Die Apotheke der Hoffnung“ von Amanda Barratt beruht auf einer wahren Begebenheit während des zweiten Weltkrieges im Krakauer Ghetto. Er erzählt die Geschichte der jungen Polin Zosia, die ihren Mann im KZ verloren hat und die daraufhin alles tut, um der jüdischen Familie Silbermann, sowie anderen Jüdinnen und Juden zu helfen und das notfalls unter Einsatz ihres eigenen Lebens.
    Das Buch beschreibt die grausame und zerstörende Realität, denen Juden im dritten Reich ins Auge blicken mussten. Zunächst verloren sie ihr Zuhause und mussten in Ghettos umziehen. Dabei verloren sie Familienmitglieder, größtenteils ihre Gesundheit und so viele mussten mit ihrem Leben bezahlen. Diese Ereignisse werden so plastisch und ehrlich beschrieben, dass ich das Buch in vielen kleinen Etappen lesen musste, weil es das Herz einfach nicht ausgehalten hat. Manchmal konnte ich durch den Tränenschleier nicht weiterlesen.
    Dabei gelingt es der Autorin auf feine und besondere Art und Weise, Hoffnung miteinfließen, die zutiefst das Herz berührt. Außerdem ermutigt sie mit dieser Erzählung die Leser, hinter die Kulissen zu schauen und das Menschliche nicht aus dem Blick zu verlieren. Wenn jeder von uns nicht wegsieht, sondern das tut, was er kann, besteht Hoffnung für uns. Sie bestärkt die Leser, nicht aufzugeben. „Stärke heißt nicht, ohne Angst du leben, sondern trotz der Angst zu leben.“ (S.276)
    Es gibt eine Liebe, die stärker ist als der Tod. „Es gibt keine Dunkelheit, die stark genug wäre, uns aus der Hand unseres Schöpfers zu reißen.“ (S. 363) und es gibt Freundschaften, die alle Grenzen überwinden.
    Ich lege diesen Roman jedem ans Herz wider das Vergessen, was damals im Holocaust geschehen ist, aber auch nicht zuzusehen, wenn wir heute mit Antisemitismus konfrontiert sind, sondern unsere Stimme zu erheben für Gerechtigkeit.
  • 5/5 Sterne

    ein unvergessliches Buch

    Erschüttert und mit Tränen im Gesicht habe ich dieses Buch gelesen.
    Die Geschichte ist bildhaft und wortgewandt erzählt und verschlingt einen geradezu. Einmal angefangen, ist es schwer, das Buch aus der Hand zu legen, allerdings führt der Verlauf dazu, dass genau das hin und wieder nötig ist.

    Was damals geschah, ist uns sicher allen mehr oder weniger bewusst, doch hier zu sehen, wie die Zahlen und Fakten Gesichter bekommen und zu Menschen werden, die Gefühle, Schmerz, Angst und Not durchlitten haben, ist mehr als das bloße Wissen. Es geht unter die Haut, es bewegt und lässt einen Teile des Grauens sehen, das damals über friedliche Ortschaften kam und alles niederwalzte.

    In den Zeilen schwingt eine ungewohnte Schwere, und die habe ich so ähnlich nur bei Cathy Gohlkes "Das Medaillon" erlebt. Dieses Buch hier habe ich allerdings als noch intensiver, noch gewaltiger und noch erschreckender empfunden.
    Doch bei alledem ist eines klar: Die Wirklichkeit kann man nicht beschreiben, denn es ist immer noch mal schlimmer, und genau das hat mir – in Verbindung mit Kinderszenen – die Tränen über das Gesicht laufen lassen. Zumal diese Geschichte auf Tatsachen beruht und schon allein deshalb nichts beschönigt.

    Mir hat dieses Buch den Atem geraubt und mein Herz ist in tausend Stücke zersprungen.

    Nun, Tage später, sitzt mir die Geschichte immer noch in den Knochen und ich kann sie jedem empfehlen, der bereit ist, sich den Gräueltaten der Vergangenheit zu stellen.

    "Die Apotheke der Hoffnung" ist ein gewaltiges Buch, für mich wohl das intensivste, das ich in letzter Zeit gelesen habe und das ich nie vergessen werde.
    Hier wird deutlich, dass man zu jeder Zeit eine Entscheidung trifft, entweder für das Gute und Richtige oder aber für das Böse.

    Begleitet doch ebenfalls Hania und Zosia und erlebt mit, wie Hoffnung und Liebe Kraft spenden, Unmögliches zu schaffen.
  • 5/5 Sterne

    Ein Roman, der weh tut – und gerade deshalb Hoffnung schenkt

    Dieser Roman lässt einen nicht unberührt zurück – er geht unter die Haut, reißt auf, hält fest und lässt nicht mehr los.

    Basierend auf den realen Aufzeichnungen des jungen Apothekers Tadeusz Pankiewicz aus der Adler-Apotheke im Ghetto von Krakau, verbindet die Autorin historische Realität mit einer fiktiven, aber zutiefst authentischen Geschichte rund um die Polin Zosia und die Jüdin Hania. Stellvertretend für unzählige Schicksale zeigen sie, was es bedeutete, in einer Zeit größter Unmenschlichkeit zu überleben.

    Schonungslos führt der Roman durch das Leben im Ghetto, in Lagern und Konzentrationslagern. Nichts wird beschönigt – denn, wie der Text selbst spürbar macht, es gibt nichts zu beschönigen. Für diese Lektüre braucht man starke Nerven und viele Taschentücher. Und doch ist sie unerlässlich. Gerade weil Erinnerung weh tut, ist sie notwendig.

    Besonders eindrücklich ist die Botschaft, die die Autorin auch im Nachwort betont:
    „Selbst wenn die Bemühungen zur Hilfe noch so klein erscheinen mögen, so ist doch jeder Akt der Menschlichkeit von Bedeutung.“
    Jeder Mutmoment, jedes Risiko, jede Entscheidung für Mitgefühl zählt.

    Der Apotheker und seine Helferinnen wussten, was ihnen drohte – und handelten trotzdem. Hoffnung und Mut waren größer als die Angst. Diese innere Zerrissenheit spiegelt sich auch in den vielen starken Zitaten wider, die lange nachhallen. Sätze wie
    „Der Mut ist stark, bis er auf den Prüfstand gestellt wird“
    oder
    „Der Krieg entlarvt den Glauben an unsere eigene Anständigkeit schonungslos als Illusion … nur in unseren Entscheidungen liegt Hoffnung“zwingen zur Reflexion – über damals und über uns heute.

    Durch die wechselnde, persönliche Erzählperspektive von Hania und Zosia fühlt man sich nicht wie ein bloßer Beobachter, sondern mitten im Geschehen. Ihre wachsende Freundschaft, der verzweifelte Versuch, Menschlichkeit zu bewahren, das Gefühl von Ohnmacht, wenn es nicht gelingt – all das ist zutiefst emotional, intensiv und schmerzhaft ehrlich erzählt.

    Auch der Glaube findet seinen Platz: leise, respektvoll, mit Raum für Zweifel und dennoch getragen von der Überzeugung vieler Verfolgter, dass Gott nicht gleichgültig war. In kleinen Gesten zeigt sich, wie trotz Angst, Hass und Gewalt Liebe, Freundschaft und Hilfe wachsen konnten – und wie Menschen selbst zu Hoffnungsträgern wurden. Der Titel des Buches erhält dadurch eine besondere, berührende Tiefe.

    Die Figuren sind vielschichtig und lebendig gezeichnet. Trotz der allgegenwärtigen Traurigkeit gibt es immer wieder ergreifende, fast zarte Momente, die das Herz berühren. Und dann dieser Satz, der sich unauslöschlich einprägt:
    „Solange die Fähigkeit zur Unmenschlichkeit in den Herzen der Menschen wohnt, solange es Hass gibt, wird auch das Leid bleiben.“
    Ein Satz von erschreckender Aktualität.

    Für mich ist dieses Buch ein schmerzhafter Erinnerungsschatz – und zugleich ein Hoffnungsschimmer in einer der dunkelsten Epochen der Geschichte. Ein Roman, den man nicht vergisst. Ein Buch, das gelesen werden muss: gegen das Vergessen, für die Menschlichkeit und als stilles Gedenken an all jene Leben, die durch Willkür als wertlos erklärt wurden.

    5 Sterne – ein absolutes Highlightbuch.
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