Die Hüterin der verlorenen Schätze

Roman

(Buch - Hardcover)

Trixie Erlemann soll im Jahr 1944 eigentlich nur britische Agenten sprachlich auf ihren Einsatz in Deutschland vorbereiten, doch plötzlich führt sie eine geheime Mission tief ins Herz des Dritten Reichs. Gemeinsam mit einer Gruppe mutiger Frauen soll sie in Bayern wertvolle Kunstwerke vor der Zerstörung retten. Doch Trixie hütet ein gefährliches Geheimnis – eines, das sie alles kosten könnte …
2019: Nach dem Tod ihres Urgroßvaters stößt Emilia Seidel auf rätselhafte Hinweise, die ihre Familiengeschichte in ein neues Licht rücken. Was hat ihr Vorfahre im Krieg wirklich getan? Und was ist mit dem verschwundenen Schmuck geschehen, der einst einer jüdischen Familie gehörte?

Zwischen Vergangenheit und Gegenwart entfaltet sich eine Geschichte über Mut und Verrat, über Hoffnung und Menschlichkeit – und über zwei Frauen, die lernen, für das einzustehen, woran sie glauben.

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Details

    • Erscheinungstermin:
      18.02.2026
    • Verlag:
    • Artikel-Nr.:
      821179000
    • ISBN:
      9783986951795
    • Sachgebiet:
      Erzählungen/Romane
    • Seitenzahl:
      496 S.
    • Maße:
      13,5 x 21,5 x 3,9 cm
    • Gewicht:
      692g
  • Dieses Produkt ist preisgebunden:
    Ja
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  • Angaben zum Hersteller nach GPSR:
    Gerth Medien i.d. SCM Verlagsgruppe GmbH
    Berliner Ring 62
    35576 Wetzlar
    DEUTSCHLAND
    info@scm-verlagsgruppe.de

Stimmen zum Produkt

  • 5 5
    „Wenn Geheimnisse aus der Vergangenheit das Leben zu zerbrechen drohen, stellt sich die Frage, was wirklich trägt und ob Vergebung möglich ist. Diese Geschichte nimmt auf der Suche nach Antworten mit auf eine Mission, die nicht nur spannend ist, sondern auch auf Herzensebene tief berührt.“ Gerdy Weiß, gerdys_buecher.reich (Instagram)

Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    Geschichte trifft Gegenwart

    In Die Hüterin der verlorenen Schätze erzählt Elisabeth Büchle parallel mehrere Geschichten, deren verbindendes Element ein Familienschmuck ist. Zum einen beginnt das Buch mit der Geschichte eines Mädchens, das diese besonderen Schmuckstücke bekommt. Eine spätere Besitzerin lebt zur Zeit des zweiten Weltkrieges und der Leser wird in die grausame Zeit hineingenommen, in der Menschen bestimmen, welches Leben lebenswert ist und der Schmuck enteignet wird. Ein Kind der Familie, dass die Hölle des Krieges und der Lager überlebt, begibt sich auf die Suche nach dem besonderen Familienschmuck. Eine andere Frau, entdeckt ihn bei den Sachen ihres verstorbenen Großvaters und möchte mit der Geschichte des Familienschmuckes auch die Geschichte um ihren Großvater erforschen.
    Die Suche ist nicht ungefährlich und die Entdeckungen sind z.T. schmerzhaft. Am Schluss hat sich der Weg aber gelohnt: Menschen bekommen ihr Eigentum und vor allem damit verbundene Erinnerungen und Familiengeschichten zurück.
    Ein Buch, das fesselt und einmal mehr deutlich macht, dass es selten nur Gut und Böse oder Richtig und Falsch gibt, sondern menschliches Leben oft mehrere Facetten hat und am Ende auch die Frage nach Vergebung eine wichtige Rolle spielt.
  • 5/5 Sterne

    Vergangenheit und Gegenwart

    Dieser Roman von Elisabeth Büchle spielt auf 2 Zeitebenen und schildert die Erlebnisse von 2 jungen Frauen.

    Trixie soll im Jahr 1944 einige britische Frauen anführen, die in Deutschland die Zerstörung wertvoller Kunstwerke verhindern sollen.

    Emilia findet im Jahr 2019 nach dem Tod ihres Urgroßvaters Besitztümer einer jüdischen Familie in seinem Nachlaß. Sie beginnt sich Frage zu stellen, die seine Rolle im zweiten Weltkrieg betreffen und begibt sich auf Spurensuche.

    Beide Frauen erhalten Hilfe von männlichen Begleitern und machen bewegende Erfahrungen, die eine Vielzahl von Emotionen auslösen und an denen sie innerlich reifen.

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr emotional. Die Verflechtung beider Zeitebenen gelingt sehr gut. Die Charakterentwicklung beider Frauen ist außergewöhnlich. Mut, Hoffnung und das Zulassen von Gefühlen trotz aller dunkler Erfahrungen prägen das Geschehen. Historische Fakten werden gekonnt mit fiktiven Personen und Handlungen verbunden.

    Der Urgroßvater ist das verbindende Element zwischen beiden Frauen .

    Die dunkle politische Situation in Deutschland zum Ende des zweiten Weltkrieges wird einprägsam geschildert.

    Und auch die Auswirkungen, die die damalige Zeit noch auf unser Selbstbildnis haben kann, findet Einlass in diese vielschichtige Geschichte.

    Manche Wendungen besonders am Ende des Buches haben mich überrascht.

    An einigen Stellen musste ich das Buch weglegen, weil sich doch ein paar Längen eingeschlichen haben.

    Spannung, Emotionen und Gefahr, eine Vielzahl von prägnanten Einzelerlebnissen und Schicksalen werden zu einer umfassenden Geschichte verbunden, die den Leser unterhält, aber auch zum Nachdenken anregt.


  • 5/5 Sterne

    Absolutes Lesehighlight!

    Bei Elisabeth Büchles Romanen passiert es mir öfters, dass ich gar nicht so recht weiß, wie ich meine Rezension schreiben soll. Das liegt einerseits daran, dass ihre Geschichten einfach so phänomenal gut sind, andererseits auch daran, dass es so viel zu sagen gäbe, man aber ja nicht spoilern möchte.

    Daher mache ich es diesmal einfach so, dass ich den Klappentext für sich sprechen lasse und lieber darauf eingehe, warum mich „Die Hüterin der verlorenen Schätze“ restlos begeistert hat!

    Es fängt schon mal mit dem Story-Building an. Die Autorin ist einfach wirklich so gut darin, den Leser von der ersten Seite an abzuholen und mit dem ihr ganz eigenen Schreibstil sofort zu fesseln. Der Aufbau der Geschichte – der Roman ist übrigens wieder auf zwei Zeitebenen erzählt, was ich persönlich liebe – ist toll, es liest sich flüssig und die Handlung ist ist spannend, interessant und berührend.

    Wie immer super recherchiert, wahre Begebenheiten und Fiktion werden meisterhaft miteinander verknüpft und es ist ein wahrer Lesegenuss, obwohl die Thematik an sich ja alles andere als leicht ist.

    An manchen Stellen hält man regelrecht den Atem an, dann erwischt man sich wieder dabei, wie man über bestimmte Passagen / Situationen lächeln / schmunzeln muss. Und Tränen…ja, die sind auch mehrmals geflossen.

    Was die Charaktere angeht kann ich sagen, dass ich sie allesamt sehr mochte und einige davon umgehend ins Herz geschlossen habe. Die Geschichte ist rund, das Ende einfach wunderbar und zutiefst berührend.

    Ja, was soll ich sagen… mir fehlen regelrecht die Worte, obwohl es gleichzeitig noch so viel zu sagen gäbe! Daher in fünf kurzen Worten: Herzensbuch, Lesehighlight und: unbedingt lesen!
  • 4/5 Sterne

    Unterhaltsames Buch

    Zuerst einmal das Cover: Es ist wunderschön gestaltet und macht neugierig auf mehr.

    Elisabeth Büchle schafft es in diesem Roman, zwei Zeitebenen miteinander zu verknüpfen, was ihr sehr gut gelungen ist.

    Wir begleiten Trixie Erlemann im Jahr 1944. Sie soll als britische Agentin im Dritten Reich mit einem Team wertvolle Kunstwerke vor der Zerstörung retten.

    Außerdem begleiten wir Emilia Seidel im Jahr 2019. Nach dem Tod ihres Urgroßvaters stößt sie auf eine Schachtel mit rätselhaften Hinweisen. Diese lassen ihre Familiengeschichte in einem neuen Licht erscheinen, und Emilia begibt sich auf Spurensuche.

    Dieses Buch knüpft an Die Erbin des Bernsteinzimmers an, kann aber auch unabhängig davon gelesen werden.

    Ich konnte gut in die Geschichte hineinfinden. Die beiden Hauptprotagonistinnen sind starke Frauen, und der rote Faden ist trotz der verschiedenen Zeitebenen gut erkennbar.
    Die Charaktere sind nachvollziehbar und laden zum Mitfühlen ein.

    Die Spannung ist von der ersten Seite an vorhanden, und der Schreibstil ist flüssig. Besonders schön fand ich, dass auch Humor eingebaut wurde.
    Außerdem merkt man, dass die Autorin gründlich recherchiert und sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat.

    Alles in allem ein gut unterhaltsames Buch!
  • 4/5 Sterne

    Mut-Hoffnung-Historie

    Nachdem Elisabeth Büchle zu einer meiner Lieblingsautorinnen gehört, musste ich ihr neues Buch unbedingt lesen. Bereits "Die Erbin des Bernsteinzimmers" hat mich sehr gut unterhalten, daher war der Einstieg in "Die Hüterin der verlorenen Schätze" für mich sehr einfach.

    Auch dieses Buch ist auf zwei Zeitebenen geschrieben. Die Verwicklungen zwischen den Protagonisten sind aber nachvollziehbar und ergeben Sinn. Mir persönlich hat die Vergangenheit etwas besser gefallen, das mag aber auch daran liegen, dass ich historische Romane allgemein eher bevorzuge. Das Buch beginnt mit Emilia Seidel, einer jungen Frau, die sich für die Vergangenheit ihres geliebten Großvaters interessiert, und deren Gefühl ihr sagt, dass es da etwas wiedergutzumachen gibt. Sie nimmt Kontakt mit Anneke Mol auf, und möchte ihr ein Päckchen, welches lange Zeit auf die Rückgabe gewartet hatte, zurückgeben. Dabei erfährt sie durchaus sehr interessante und schmerzliche Details aus der Vergangenheit ihres Großvaters. Da sie die ganze Wahrheit wissen möchte, nimmt sie Kontakt zu den berühmten Schatzsuchern Fynn und Paul auf. Diese beiden kennen die Leser bereits aus dem Buch "Die Erbin des Bernsteinzimmers". Das ist ein tolles Wiedersehen.

    Auf der zweiten Zeitebene gibt Trixie Erlemann 1944 ihr bestes um gegen die Nazis in Deutschland zu kämpfen. Als Geheimagentin für England wird sie aufgrund ihrer Sprachkenntnisse ausgesucht. Zwar fehlt ihr die ein oder andere Ausbildung im Bereich von Nahkampf und anderen wichtigen Spionagethemen, aber sie ist mutig und intelligent. Mit einer mutigen und zielstrebigen Gruppe von Agentinnen soll sie in Deutschland wertvolle Kunstwerke vor den Nazis retten.

    Der Schreibstil ist leicht und spannend. Der Spannungsbogen war immer wieder atemberaubend. Elizabeth Büchle schreibt mit viel Detailwissen und gibt Einblicke in die damalige Zeit der Geschichte und Spionage. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und es hat mich gut unterhalten. Nun warte ich mit Spannung auf ein neues Buch der Autorin.
  • 5/5 Sterne

    Ein spannender Roman

    Elisabeth Büchle stellt uns hier Emilia vor, die nach einer Entdeckung im Nachlass ihres Urgroßvaters auf der Suche nach Antworten und verlorenen Schätzen ist. Dabei begegnet sie Paul, einem “beruflichen” Schatzsucher, der ihr helfen möchte. Ebenso lernen wir Trixie kennen, die 1944 mit anderen britischen Agentinnen nach Deutschland eingeschleust wird, um Kunstwerke vor Hitlers Armee zu retten.
    ____,___

    Emilia war meine Lieblingsfigur des Romans, aber auch Paul, Trixie und die anderen sind vielfältige, tiefe Protagonisten. Sie bringen die Leser zum Lachen, laden zum Nachdenken ein. Schnell sind sie einem sympathisch und man kann gut mit ihnen mitfühlen. Etwas unscharf blieb lediglich, wie denn eigentlich Emilias normaler Alltag aussieht. Da hätte ich gerne mehr erfahren!

    Elisabeth Büchles Roman ist eine wunderbare Mischung aus historischem Roman mit viel Spannung und Wissen, sowie einer vorsichtigen Liebesgeschichte und der Suche danach, was Emilias Urgroßvater zur Zeit des 2. Weltkrieges erlebt hat.

    Der Schreibstil von Elisabeth Büchle ist so leicht und angenehm, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Mal spannend, mal humorvoll, mal sehr nachdenklich - abwechslungsreich und einladend.
    ___,____

    Mein Fazit:
    Diesen spannenden und abwechslungsreichen Roman mit tollen Protagonisten und gut recherchiertem Hintergrund kann ich wärmstens empfehlen! Hier wartet ein ganz tolles Leseerlebnis
  • 5/5 Sterne

    „Atemberaubend, beeindruckend, facettenreich“

    Mit ihrem neuen Roman „Die Hüterin der verlorenen Schätze“ ist Elisabeth Büchle ein Meisterwerk gelungen. Sie schafft es mühelos, zwei Zeitebenen miteinander zu verweben, deren Zusammenhänge erst im Laufe der Geschichte klarer werden. Dabei schreibt sie aus vielen unterschiedlichen Perspektiven, die so voller Charakterstärke sind, dass ein beeindruckendes Buch entsteht.
    Die Autorin erzählt die Erlebnisse zweier überaus mutiger und liebenswerter Frauen. Zum einen gibt es Trixie, die als britische Agentin in das Dritte Reich eingeschleust wird, um gemeinsam mit ihrem Team Kunstgegenstände vor ihrer Zerstörung zu retten. Zum anderen ist da Emilia, eine junge Deutsche der heutigen Zeit, die auf dem Dachboden ihres Urgroßvaters auf eine Schachtel mit besonderem Inhalt gestoßen ist und die sich daraufhin auf Spurensuche begibt, was es mit einer jüdischen Familie und deren verschwundenem Schmuck auf sich hat. Dabei eilen ihr die beiden Schatzjäger Paul und Fynn an die Seite, denn schon bald ist ihr Leben in Gefahr.
    Auch ohne die Vorgeschichte „Die Erbin des Bernsteinzimmers“ zu lesen – was ich unbedingt nachholen werde - bin ich schon nach wenigen Seiten in diese atemberaubende Erzählung eingetaucht, die auch sehr schnell an Fahrt aufgenommen hat. Durch die beiden Zeitebenen, sowie den häufigen Perspektivwechsel ist der Roman sehr facettenreich und man bekommt als Leser ein umfassendes Bild der Geschehnisse. Diese sind wunderbar ineinander verwoben, die Charaktere sehr stark, die Bedeutung hinter der Erzählung so wertvoll, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Wie wichtig es ist, die Gräueltaten, die im Dritten Reich verübt wurden, nicht zu vergessen und die Lebensgeschichten der Menschen der Nachwelt zugänglich zu machen und dass das in der Verantwortung jedes Einzelnen liegt, wird mit diesem Werk deutlich.
    Ich danke Elisabeth Büchle für dieses großartige, zutiefst berührende und spannende Buch, das noch einige Zeit nachhallen wird.
  • 5/5 Sterne

    spannender Roman durch die Zeiten

    Nach dem Tod ihres Urgroßvaters stößt Emilia Seidel auf rätselhafte Hinweise, die ihre Familiengeschichte in ein neues Licht rücken. Was hat ihr Vorfahre im Krieg wirklich getan? Und was ist mit dem verschwundenen Schmuck geschehen, der einst einer jüdischen Familie gehörte?“

    Auf den neuen Roman von Elisabeth Büchle habe ich mich besonders gefreut, weil er wieder in unterschiedlichen Jahrzehnten und dadurch im Leben unterschiedlicher Generationen spielt.
    Wie auch schon im Vorgängerroman begibt sich die Protagonistin auf Schatzsuche in der Vergangenheit ihrer Familie. Hier ist es Emilia Seidel, die auf dem Dachboden ihres verstorbenen Urgroßvaters eine verschlossene Box findet. Diese Entdeckung und die darauffolgenden Begegnungen mit Menschen aus dem Leben ihres Vorfahren rütteln Emilia gehörig durcheinander, denn manche Dinge sind anders, als sie gedacht hat… Schon auf den ersten Seiten habe ich mit ihr mitgefühlt, denn nicht jede Entscheidung für einen Besuch bei einer fremden Person fällt leicht. Vor allem Emilia, aber auch die anderen Schatzsucher, sind mir sehr ans Herz gewachsen.
    Der Roman hält und baut Spannung durch die Zeitsprünge auf, denen ich dank aufmerksamen Lesens der Zeitangaben gut folgen konnte. Als Besonderheit empfinde ich auch die geschichtlichen Ereignisse, die in die Geschichte einfließen, und ich habe einige Male nach Orten oder Begebenheiten im Internet gesucht.
    Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter!
  • 5/5 Sterne

    Große Leseempfehlung

    Mit großer Vorfreude und Spannung habe ich auf diesen Roman gewartet, da mir das Buch „Die Erbin des Bersteinzimmers“ schon so sehr gefallen hat. Ich wurde nicht enttäuscht, denn auch „Die Hüterin der verlorenen Schätze“ versprüht ordentlich „Schatzsucherfeeling“.

    Der Roman ist im tollen und bekannten Büchle-Stil geschrieben und entführt, mit dem bildhaften und spannenden Schreibstil, direkt in das Geschehen.

    Ein wirklich toller und gelungener Roman! Auf beiden Zeitebenen geschehen unfassbar spannende Dinge. Zeitweise war es mir sogar etwas zu viel. Durch die gekonnten Zeitsprünge wird die Spannung hochgehalten und manchmal weiß man dadurch mehr, als die Protagonisten selbst. Das hat dazu geführt, dass ich noch mehr mitgefiebert habe.
    Die Protagonisten sind alle sehr sympathisch. Emilia und Trixie wurden beide ins kalte Wasser geworfen. Im Laufe des Buches darf man erleben, wie sie sich „mausern“. Sie verstecken sich nicht vor den Widrigkeiten sondern entdecken ihren Mut und ihre Entschlossenheit, die sie vorher von sich nicht kannten. Wenn ich mal ins kalte Wasser geworfen werde, wünsche ich mir, dass ich damit so umgehen kann, wie diese beiden Damen.
    Bei einer Person war ich mir bis zum Schluss nicht sicher, auf welcher Seite ich sie einordnen sollte und hatte sogar ziemlich interessante Vermutungen dazu.
    Elisabeth hat gekonnt bereits bekannte Figuren aus ihren vorherigen Romanen einfließen lassen und es fühlte sich an, als würde man gute Bekannte treffen. Darüber habe ich mich ziemlich gefreut.

    Sehr gefallen hat mir, dass das scheinbar unbedeutende Talent, Texte schnell Lesen und erfassen zu können, einen großen Unterschied bewirkt hat. Da zeigt sich mal wieder, es gibt keine unbedeutende Talente.

    Der Glaube ist im Großteil des Buches dezent verarbeitet. An manchen Stellen tritt er aber besonders hervor.

    Ich empfehle euch diesen Roman sehr gern und von Herzen weiter! Er ist toll geschrieben und vermittelt historische Aspekte, die ich vorher so nicht auf dem Schirm hatte.
    (Mit Fynn und Paul würde ich jeder Zeit wieder auf Schatzsuche gehen.)
  • 5/5 Sterne

    Gegen das Vergessen

    In der Vergangenheit begleiten wir Trixie und Charlie, die sich zunächst eher ungewollt auf einer gefährlichen Mission der „Art Treasure Hunters“ befinden. Mitten im Dritten Reich kämpfen sie dafür, unersetzliche Kunstwerke vor der Zerstörung und der Gier der Nationalsozialisten zu bewahren.
    In der Gegenwart stößt Emilia nach dem Tod ihres Urgroßvaters auf dem Dachboden auf ein altes, nie abgeschicktes Paket. Gemeinsam mit Paul begibt sie sich auf eine emotionale Schatzsuche, die nicht nur das Geheimnis des Paketes lüftet, sondern auch Fragen nach der wahren Identität ihres Urgroßvaters und seiner Rolle während des Zweiten Weltkriegs aufwirft.

    Der Roman besticht durch seine sprachliche und strukturelle Gestaltung. Die Handlungsstränge sind klar voneinander getrennt, sodass man trotz der Orts- und Zeitwechsel den Faden nicht verliert. Die Autorin verbindet die Kapitel oft durch sprachliche Brücken – ein Gedanke oder ein Satz am Ende eines Kapitels wird zu Beginn des nächsten in der anderen Zeitebene wieder aufgegriffen.

    Der Roman ist interessant und detailreich geschrieben und besonders ist die Einarbeitung der interessanten historischen Hintergründe.
    Die Dialoge sind auf der einen Seite charmant, witzig und humorvoll, auf der anderen Seite aber auch ernst und voller Tiefgang.
    Man ist so tief in der jeweiligen Zeit und Geschichte versunken, dass jeder Wechsel fast ein bisschen schmerzt – nur um sofort wieder von der neuen Perspektive eingenommen zu werden.

    Ein Highlight ist das Wiedersehen mit bekannten Charakteren aus früheren Romanen, deren Wege sich hier kreuzen.

    Doch einer der wichtigsten Gedanken des Buches wird treffend von Paul im Gespräch mit Emilia formuliert:

    „Schuld laden wir heute nur auf uns, wenn wir vergessen, was damals im Namen des deutschen Volkes geschehen ist. Und wenn wir zulassen, dass sich die Geschichte wiederholt.“

    Mit ihrem Roman leistet Elisabeth Büchle einen wichtigen Beitrag gegen das Vergessen und erinnert an unsere Verantwortung in der Gegenwart.
  • 5/5 Sterne

    ein tolles Buch

    Wie erwartet bin ich gut in die neue Geschichte von Elisabeth Büchle gekommen und dabei der Sogwirkung des Buches erlegen.
    Auf zwei Zeitebenen begleitet man zum einen Emilia und zum anderen Trixie. Emilia stößt auf das Geheimnis ihres Großvaters und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.
    Trixie lebt zur Zeit des Dritten Reiches und kämpft im Grunde gegen die Nazis.

    Anders als erwartet hat mich in diesem Buch allerdings der zeitgenössische Teil mehr begeistert. Emilia war eine so liebenswerte Person. Ich konnte ihr Gefühlsdurcheinander gut nachvollziehen und fand es anschaulich und realistisch beschrieben. Außerdem waren die Dialoge mit Paul und Fynn teils so witzig und erfrischend, dass ich trotz aller Schwere sehr viel Spaß hatte.

    Auch Trixie war mir sympathisch, leider konnte ich mich nicht ganz in sie hineindenken, weshalb sie und ihre Mädels mir etwas fremd blieben und mich bei aller Spannung – ja, ich musste auch mal das Buch zuklappen und nach Luft schnappen – dieser Teil der Geschichte nicht völlig erreichen konnte.

    Dazu kam, dass im Buch – auf beiden Zeitebenen – einige bekannte Gesichter zu finden waren, was direkt ein vertrautes Gefühl in mir ausgelöst hat.
    Das war auch gut so, denn dieses Buch war mir teilweise schon zu spannend, es gab eine Menge Gefahr, sich überstürzende Ereignisse, viele Geheimnisse und noch mehr Fragen. Darüber hinaus aber auch eine zarte Liebe, tiefe Gemeinschaft und eine Verbundenheit, die ihresgleichen sucht.
    Es war spannend, mit Paul, Fynn und Emilia auf Spurensuche zu gehen und gleichzeitig die gefährlichen Erlebnisse mit Trixie und Team mitzuerleben.
    Es war ein lesenswerter und guter Roman, auch wenn ich persönlich mit dem Ende – sowohl im historischen als auch im zeitgenössischen Teil – nicht ganz glücklich war. Irgendwie hatte ich es mir anders vorgestellt, denn so ging es mir fast etwas zu gut aus. Trotzdem, ich mochte das Buch und empfehle es gerne weiter.

    Im Übrigen ist auch das Nachwort lesenswert, denn dort wird aufgeführt, welche Teile der Geschichte auf wahren Begebenheiten beruhen, welche historischen Persönlichkeiten ihren Platz in der Geschichte gefunden haben und was frei erfunden ist. Zum Abschluss gibt es noch ein Glossar, welches ich persönlich gerne nutze und wichtig finde.

    Zum Schluss möchte ich nur noch sagen, dass ich diesen Roman gerne gelesen habe und erneut von Elisabeth Büchles Erzählkunst begeistert bin.
  • 5/5 Sterne

    Eine spannende Schatzsuche

    Emilia Seidel weiß selbst nicht so ganz was sie glauben oder hoffen soll, als sie auf dem Dachboden ihres verstorbenen Urgroßvaters auf ein altes Paket stößt. Der Inhalt lässt Vermuten, dass ihr Großvater nicht immer der Mensch war, den sie kannte und liebte. Emilia kann nicht anders, als sich auf die Suche nach Antworten zu machen - wer war ihr Großvater wirklich und welche Rolle spielte er im Zweiten Weltkrieg?

    Auf einer zweiten Zeitebene begleitet der Leser eine Gruppe von britischen Agenten mitten hinein ins Dritte Reich, auf der Suche nach wertvollen Kunstschätzen.

    Ich habe mich so sehr gefreut auf dieses Buch, welches lose an den Roman "Die Erbin des Bernsteinzimmers" anknüpft. Besonders auf ein Wiedersehen mit den beiden "Schatzsuchern" Fynn und Paul, die mir schon im Vorgänger sehr sympathisch waren.
    Dabei wurde ich keineswegs enttäuscht und die Dynamik der Freunde hat mir erneut sehr gut gefallen.
    Doch auch Emilia, die man in diesem Buch kennenlernt, hat es mir angetan. Die junge Frau hat nach einer überraschenden Entdeckung einiges zu Verarbeiten, inklusive vieler Fragezeichen, was man sehr gut nachempfinden kann.
    Im Laufe der Geschichte erfährt man einige Aspekte aus ihrer Vergangenheit, welche ihr Verhalten und Entscheidungen nachvollziehbar machen.

    Allgemein lese ich sehr gerne Bücher, die in der Zeit um und während dem zweiten Weltkrieg spielen. Durch den Fokus auf den vielfachen Kunstraub dieser Zeit hat die Autorin in diesem Roman einen Aspekt in den Vordergrund gerückt, worüber ich bisher eher weniger gelesen habe. Das hat mich zusätzlich neugierig gemacht.

    Die unterschiedlichen Zeitebenen sind jeweils gut gekennzeichnet, ebenso die Person, aus deren Sicht erzählt wird. Dabei erhält der Leser Einblick in die unterschiedlichsten Charaktere, was zusätzlich für Abwechslung sorgt.
    Die Geschichte hält ein für mich angenehmes Maß an Spannung bereit, sodass ich nach jedem Kapitel weiterlesen und erfahren wollte, wie es den Protagonisten weiter ergeht.
    Allgemein mag ich den Schreibstil der Autorin sehr, was sich auch in diesem Buch erneut bestätigt hat. Ich wurde bestens unterhalten und das Buch war schneller fertig gelesen, als es mir lieb war.
    Ein Buch das ich sehr gerne weiterempfehle!
  • 3/5 Sterne

    Interessante Spurensuche zwischen Vergangenheit und Gegenwart

    Dieser Roman knüpft an „Die Erbin des Bernsteinzimmers“ an, lässt sich aber grundsätzlich auch unabhängig davon lesen. Dennoch empfiehlt es sich, den Vorgänger zu kennen, um einige Zusammenhänge noch besser einordnen zu können.

    Die Handlung entfaltet sich auf zwei Zeitebenen. Einerseits begleiten wir eine Gruppe sogenannter „Art Treasure Hunters“, die kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland aufbrechen, um wertvolle Kunstschätze vor der Zerstörung zu bewahren. Unter der Leitung von Charlie stellen sich fünf sehr unterschiedliche Frauen dieser gefährlichen Mission. Anfangs könnten sie kaum verschiedener sein, doch mit der Zeit wächst die Gruppe zusammen. Ihre unterschiedlichen Fähigkeiten werden zur Stärke, und gegenseitiger Respekt, Unterstützung und Zusammenhalt helfen ihnen, auch schwierige Situationen zu überstehen.

    Parallel dazu spielt der zweite Handlungsstrang im Jahr 2019. Emilia Seidel versucht herauszufinden, ob ihr Großvater in das Verschwinden einer jüdischen Familie und deren wertvollen Schmuck verwickelt war. Unterstützung erhält sie von den beiden Hobbyermittlern und Schatzsuchern Fynn und Paul. Besonders Pauls enormes Wissen sorgt dabei immer wieder für interessante historische und landschaftliche Hintergründe.

    Sehr gelungen sind die klar gekennzeichneten Wechsel zwischen Zeit und Ort, wodurch man den unterschiedlichen Handlungssträngen gut folgen kann. Auch die Übergänge zwischen den Kapiteln sind stilistisch interessant gestaltet: Manche enden mit einem Wortlaut, der im nächsten Kapitel – obwohl es in einer anderen Zeit spielt – wieder aufgegriffen wird. Dadurch wirken die beiden Erzählstränge eng miteinander verwoben.

    Inhaltlich bietet der Roman viele spannende Ansätze und verbindet historische Ereignisse mit einer persönlichen Spurensuche. Allerdings gibt es auch Passagen, die sich etwas in die Länge ziehen. Gerade im Zweiten-Weltkriegs-Strang nimmt die Spannung stellenweise ab, während der Gegenwartsstrang rund um Emilia zeitweise sehr actionreich und nicht immer ganz realistisch wirkt.

    Etwas gestört hat mich zudem stellenweise die etwas derbe Ausdrucksweise einer Kunstschatzjägerin, die für meinen Geschmack nicht notwendig gewesen wäre und dadurch etwas aus dem ansonsten stimmigen Gesamtbild herausfiel.

    Auch der christliche Gedanke bleibt eher dezent im Hintergrund. Zwar zeigen Figuren wie Charlie und Paul durch viele kleine Gesten Werte wie Respekt, Verständnis und Hilfsbereitschaft, doch hätte gerade in der dargestellten Zeit der Glaube noch etwas tiefer ausgearbeitet werden können.

    Das Cover sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert, da es stilistisch stark an den Vorgänger erinnert.

    Und auch das Ende hält noch eine überraschende Wendung bereit, mit der ich zunächst etwas gehadert habe. Dennoch wird deutlich, welche Botschaft hinter der Geschichte steht: Zusammenhalt, Mut und selbstloses Handeln können selbst in dunklen Zeiten Hoffnung geben und Veränderungen bewirken.
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