Ein Sonett für die Müllerin (Buch - Paperback)

5 Sterne

Ein Sonett für die Müllerin (Buch - Paperback)

Westerwald, 1649: Sophie betreibt mit ihrem Vater eine Mühle bei Altenkirchen. Eigentlich hatte sie gedacht, dass mit Ende des Krieges alles besser und ihr Mann endlich heimkehren würde. Stattdessen gibt es einen Leichenfund und seltsame Dinge beginnen vor sich zu gehen ?

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Details

Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Westerwald, 1649: Die dreißigjährige Sophie betreibt mit ihrem alternden Vater eine Mühle in einem kleinen Dorf bei Altenkirchen. Eigentlich hatte sie gedacht, dass mit Ende des Krieges alles besser und ihr Mann endlich heimkehren würde. Stattdessen wird im Mühlengraben die Leiche eines Soldaten entdeckt. Danach ereignen sich seltsame Dinge. Sophie hört des Nachts Schritte, Haushaltsgegenstände verschwinden oder finden sich plötzlich am falschen Ort wieder. Die alte Magd Martha ist felsenfest überzeugt: In der Mühle spukt es. Doch diesen Gedanken weist Sophie weit von sich – nicht nur wegen der romantischen Gedichte, die sie findet. Es muss eine natürliche Erklärung geben. Kommt sie dem Geheimnis auf die Spur?
Triggerwarnung: Dieses Buch enthält Szenen häuslicher Gewalt. Im Anhang finden Sie ein Glossar mit Worterklärungen und historischen Fakten.

 

Zusatzinformationen
  • ISBN: 9783963622441
  • Auflage: 12.01.2022
  • Seitenzahl: 432 S.
  • Maße: 13,5 x 20,5 x 2,8 cm
  • Gewicht: 494g
  • Preisbindung: Ja
  • Sachgebiet: Erzählungen/Romane

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Extras

Leseprobe

Bewertungen

  • 4/5 Sterne

    tiefsinnig, vielschichtig und überraschend gut

    von
    Inhalt: Westerwald, 1649: Die dreißigjährige Sophie betreibt mit ihrem alternden Vater eine Mühle in einem kleinen Dorf bei Altenkirchen. Eigentlich hatte sie gedacht, dass mit Ende des Krieges alles besser und ihr Mann endlich heimkehren würde. Stattdessen wird im Mühlengraben die Leiche eines Soldaten entdeckt. Danach ereignen sich seltsame Dinge. Sophie hört des Nachts Schritte, Haushaltsgegenstände verschwinden oder finden sich plötzlich am falschen Ort wieder. Die alte Magd Martha ist felsenfest überzeugt: In der Mühle spukt es. Doch diesen Gedanken weist Sophie weit von sich – nicht nur wegen der romantischen Gedichte, die sie findet. Es muss eine natürliche Erklärung geben. Kommt sie dem Geheimnis auf die Spur?



    Meinung:

    „Ein Sonett für die Müllerin“ war mein erstes Buch von Anette Spratte. Was mir hier besonders gut gefallen hat, war die Umsetzung und Darstellung einiger sehr wichtiger Themen, wie Gewalt gegenüber Frauen.

    Der Schreibstil war sehr angenehm und leicht verständlich. Die schönen Beschreibungen und die Liebe zum Detail ließen die Geschichte sehr lebendig wirken.

    Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet, vielschichtig und interessant. Besonders Sophie hat mir gefallen. Ihr Auftreten, ihr Glaubensleben und ihre Gefühle, Sorgen und Gedanken waren sehr authentisch.

    Der christliche Glaube bekommt hier einen hohen Stellenwert und wird insgesamt schön mit der Geschichte verflochten. Aber auch viele andere Themen, wie Freundschaft, Zusammenhalt und Mitgefühl bekommen ausreichend Platz.

    Die Autorin gewährt durch verschiedene Charaktere einen tollen Einblick in die damalige Zeit, das Leben und den Alltag im 17. Jahrhundert und auch das Handwerk wird dem Leser nähergebracht.

    Ich hatte keine besonders hohen Erwartungen an das Buch und war deshalb positiv überrascht. Es hat mir insgesamt wirklich gut gefallen.
  • 5/5 Sterne

    Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; schaue nicht ängstlich umher, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich,.... Jesaja 41,10

    von
    Wieder ein spannungsgeladenes (im wahrsten Sinne des Wortes) Buch von Annette Spratte.
    Dieses Mal geht es in den Westerwald zur Michelbacher Mühle ins Jahr 1649. Sie ist einsam gelegen, hat interessante Bewohner und ist der hauptsächliche Schauplatz.
    Sophie, die Tochter des Müllers erlebt viel Leid auf ihrem Weg, schöpft aber ihre Kraft aus der Bibel. Sie versucht täglich darin zu lesen.
    Martha ihre Magd fand ich herrlich komisch, aber mit einem weichen Kern. Nicht so gut gefallen haben mir ihre "Kräutersträuße", das ging schon etwas ins Okkulte und entzieht sich jeglicher biblischen Grundlage.
    Brutale Männer, die einem richtig Angst machen, Spuk, Nebel, Regen und ein Mühlengeist hüllen uns ein.
    Ich fand die Geschichte toll aufgebaut. Ein flüssiger Schreibstil, spannend mit zwischenzeitlichen Ruheoasen am Bach, wo der Leser auch einmal durchatmen darf, bevor man wieder die Luft anhalten muss. Vieles ist nicht vorhersehbar und man staunt und erschrickt.
    Sehr gut eingearbeitet ist auch das Arbeiten an der Mühle. Super recherchiert.
    Für mich war der Roman herzzerreißend schön und schmerzlich herzlich.
  • 5/5 Sterne

    Ein Buch über Vergebung, Hoffnung, Freundschaft und Zusammenhalt

    von
    Die Autorin hat hier ein Buch gezaubert, in dem ein sehr heikles und doch so wichtiges Thema aufgegriffen und wunderbar umgesetzt wurde. Und nicht nur was Gewalt an Frauen angeht, sondern auch benachteiligte Personen betrifft. Es war zu tiefst berührend, wie alles zusammenpasste und man erleben konnte, wie damit umgegangen wird. Gerade in einer Zeit, wo Frauen eben leider häufig als unbedeutend betrachtet wurden.
    Obwohl es so ein ernstes und trauriges Thema ist, erlebt man auch viele lustige Begebenheiten, gerade in Verbindung mit der Magd Martha, die trotz ihrer verrückt wirkenden Art kein Blatt vor den Mund nimmt und mich oft zum Lachen gebracht hat oder auch zwischen Sophie und ihrer besten Freundin Elßgen, deren Freundschaft Sophie viel Freude, aber auch Kraft und Trost gegeben hat.
    Sophie ist eine sanfte, fleißige Tochter, die ihrem kranken Vater während der Abwesenheit ihres Mannes zur Hand geht und alles auffängt, um den Mühlenbetrieb in Gang zu halten. Sophie spürt man das Wechselbad der Gefühle an, einerseits stark und tapfer, dann wieder verunsichert, was man an ihren Gebeten spürt, wenn sie mit sich hadert und zu oft nachgibt. Die Entwicklung der Geschichte wird wirklich spannend und obwohl erst ziemlich spät die Auflösung kommt, so war sie so schön und ergreifend und das Ende ist auch anders gestaltet, als man erwartet hätte, was ich aber nicht weiter schlimm finde, da es trotzdem zur Geschichte passt.
    Mein besonderes Highlight in diesem Buch war tatsächlich der Esel Jockel-die Szenen mit ihm hab ich sehr genossen.
    Das Cover und der Titel sind schön gestaltet und genau passend, da findet man sich sofort in der Geschichte wieder.
    Alles in allem bin ich von dem Buch angenehm überrascht, denn ich hab mit etwas völlig anderem gerechnet. Umso großartiger die Umsetzung und Entwicklung - wie Zusammenhalt, Freundschaft, Mitgefühl, Glaube und Vergebung hier herausgearbeitet werden, bei einem Thema, worüber viele Frauen nach wie vor schweigen.
  • 5/5 Sterne

    von
    Juni 1649, in der Nähe von Michelbach im Westerwalt. Der dreißigjährige Krieg ist seit einigen Monaten vorbei, Sophies Mann Dietrich ist aus dem Krieg noch immer nicht heimgekehrt, doch sie gibt die Hoffnung nicht auf. Derweil muss sie ihren Vater immer mehr bei seiner Arbeit als Müller unterstützen, da dieser mehr und mehr gesundheitliche Probleme hat. Als ein kopflose Leiche im Mühlengraben gefunden wird und merkwürdige Dinge geschehen, glaubt die Magd Martha an einen Mühlengeist. Sophie jedoch findet Blumen und Gedichten und glaubt nicht an einen Geist, allzugerne würde sie das Geheimnis lösen, doch dann kehrt Dietrich zurück und die Situation verändert sich dramatisch.
    Anette Spratte hat mich mit diesem Roman in eine lange zurückliegende Zeit mitgenommen. Dennoch, obwohl der Alltag meist so anders aussah, als bei uns, sind auch diese Protagonisten Menschen wie wir. Mit Gefühlen, mit Krankheiten, mit romantischen Gedanken, aber auch mit Leid und Pein. Ist der Anfang noch beschaulich und ruhig und stimmt auf das (alltägliche) Leben ein, verändert sich im zweiten Drittel die Lage dramatisch. Hier muss Sophie einiges erleiden, als Leser wird man tief berührt von diesen Entwicklungen und leidet mit. Ein Buch, dass man kaum aus der Hand legen möchte. Denn Annette Spratte hat es geschafft, dass man sich nicht nur die Umgebung, die Handlung und die Personen sehr realistisch und authentisch Vorstellung kann, sondern dass man auch emotional gefangen genommen wird. Man lernt mehr über das Müllereiwesen und was es bedeutet eine Mühle zu führen, wie damals gelebt, geurteilt und gestorben wurde, die Autorin hat hier sehr viel recheriert und das merkt man beim Lesen.
    Sophie ist natürlich die Hauptperson, aus ihrer Sicht erlebt der Leser, was es bedeutet als Frau in der damaligen Zeit zu leben. "Ein Sonett für die Müllerin" ist neben den leidvollen Passagen romantisch, spannend und manchmal auch sehr humorvoll (hier erwähne ich ganz besonders aus den vielen interessanten Nebenfiguren die Magd Martha, die mit ihrer knappen und direkten Art das Herz auf dem rechten Fleck hat, auch wenn sie manchmal etwas kauzig rüber kommt). Diese ausgewogene Mischung aus allem hat mich sehr gefesselt und Sophie, die Magd Martha und so manch andere Personen sind mir sehr ans Herz gewachsen.
  • 5/5 Sterne

    von
    Zunächst muss ich gestehen, dass mir die Autorin Annette Spratte bis zu diesem Buch leider nicht bekannt war, aber ich durch *Ein Sonett für die Müllerin* ein Fan geworden bin.
    Zu lesen begonnen, fesselte mich die Geschichte von Anfang an und mit Sophie freundete ich mich relativ schnell an. Sophie, die Tochter des Müllers Henrich, verheiratet und wartet bereits seit 4 Jahren auf die Rückkehr ihres Ehemanns Dietrich, der sich freiwillig als Soldat gemeldet hatte. Ob er jemals zurückkommt, ist fraglich.
    Als Leser/in erfährt man sehr viel über das Leben eines Müllers bzw. Müllerin, über die Mühle selbst, aber auch um die Situationen und Entwicklungen in der Zeit um 1649.
    Sophie, Elßgen, ein tauber Soldat, Konrad - der Lehrling beim Müller, Magda, ein Esel und viele Charaktere mehr, begegnet man in dieser Geschichte.
    Ein historischer Roman, in dem es auch um häusliche Gewalt, Hoffnung, Glaube, Liebe, Freundschaft und mehr geht.
    Die Autorin Annette Spratte hat hier für mich persönlich ein Herzensbuch geschaffen. Ein Buch voller Tiefe, Spannung, Emotionen, Gefühle, sehr gute Recherche und Charaktere, wie Sophie, die für die damalige Zeit eine starke und mutige Frau geworden ist.
    Besonders angetan war ich auch von den wunderschönen Gedichten, die immer wieder mal im Buch vorkamen. Wer diese Gedichte an Sophie geschrieben hat? Tja, das verrate ich natürlich nicht.
    Die Spannung steigt enorm durch eine kopflose Leiche, einen "Mühlengeist", einen Dieb und Vorfälle, die zum Rätseln anregt.
    Von mir gibt es 5 Sterne für mein persönliches erstes Herzensbuch im Jahre 2022. Es hat mich berührt, viele spannende und emotionsgeladene Lesestunden geschenkt. Absolut lesenswert.
    (Herzensbuch = ein Buch, das mein Leserherz besonders berührt hat)
  • 5/5 Sterne

    Roman mit Spannung, Humor und Herz

    von
    Von der ersten Seite an, zieht die Geschichte wie ein Film am inneren Auge vorbei. Annette Spratte beschreibt viele liebevolle Details und auch die Atmosphäre kommt toll rüber. Man gewinnt die einzelnen Personen schnell lieb und fühlt sich als Teil der Geschichte. Es ist wirklich gut recherchiert.

    Die Handlung hat es in sich, der "Spuk" in der Mühle, die Nachwehen des Krieges und so einiges mehr, was ich leider nicht verraten darf. Manches kommt sehr überraschend und plötzlich. Anderes bahnt sich an und kriecht einem wie eine unangenehme Vorahnung den Nacken hoch.

    Dann plätschert die Geschichte auch wieder vor sich hin, dass man sich fragt, ob überhaupt noch etwas passiert, nur damit man dann ganz plötzlich von Ereignissen überrollt wird.

    In alledem hält die Hauptperson Sophie unerschütterlich am glauben fest. Auch wenn sie vieles nicht versteht und Gott in seinem Handeln nicht begreift, so zweifelt sie nicht.

    Das Ende hätte für mich noch etwas weiter ausgebaut werden dürfen. Doch die Autorin sagte, man könne ja weiter Träumen. Gemein! Aber auch schön.

    Ich habe das Buch wirklich sehr genossen und fast in einem Rutsch gelesen. Damit war ich in der Leserunde nicht die Einzige!
  • 5/5 Sterne

    von
    Die bezaubernde Müllerin und der edle Mühlengeist
    Nachdem mich bereits das Buch "die Kannenbäckerin" der Autorin, restlos überzeugen konnte, freute ich mich umso mehr, erneut in die Welt rund um den Westerwald einzutauchen. Die Geschichte spielt nach Ende des 30. jährigen Krieges. Annette Spratte ist eine grossartige historische Schriftstellerin. Dem Leser wird bald bewusst, wie intensiv sich die Autorin mit der Materie beschäftigt haben muss. Man merkt, dass sie keine Zeit und Mühen für die Recherechen gescheut hat. Ihr Schreibstil ist der jeweilligen Zeitepoche auf beeindruckende Weise angepasst. Und doch bleibt er leicht verständlich und flüssig. Frau Spratte ist eine geborene Wortkünstlerin und hat mich mit ihren schönen und bewegenden Beschreibungen erneut mitgerissen. Die eigens für das Buch geschriebenen Gedichte sind eine weitere Besonderheit und haben mich tief berührt. Ihr merkt schon ich bin wirklich begeistert!
    Nicht nur in die Nachforschungen hat sie viel Zeit und Liebe investiert, sondern auch in die äusserst gelungenen Buchfiguren. Zuerst einmal haben wir Sophie, die einfach ein absolut gütiges Herz hat und innerhalb des Buches, eine beeindruckende Entwicklung durchmacht. Dann gibt es die alte Magd Martha, sie besticht vorallem durch ihren herrlich trockenen Humor und ihrer Gabe im richtigen Moment etwas zu sagen oder eben auch nicht. Auch der Müller Lehrling Konrad und Sophies Vater sind liebevoll und sehr passend ausgearbeitet. Sophie's starkes Gottvertrauen und Martha's Aberglauben stehen im krassen Gegensatz zueinander und doch ist in der Mühle ein freundliches miteinander möglich. Für uns Leser ist dies eine geglückte Bereicherung. So erfährt man von Sagen und alltertümlichen Bräuchen aus längst vergangener Zeit und sogar etwas Kräuterheilkunde. Auf der anderen Seite bereichert Sophies unerschüttlicher Glaube die Geschichte.
    In diesem Buch werden ausserdem sehr wichtige Themen wie häusliche Gewalt und Vergewaltigung in der Ehe behandelt. Sie wurden sehr lebensnah in die Geschichte integriert. Die Gefühle der Betroffenene, wie Scham und falsche Pflichtgefühle werden authentische geschildert. Man fühlt und leidet mit den Protagonisten mit. Die Autorin hat die richtige Mischung gefunden von der Brutalität, die die Betroffenen erleben zu erzählen ohne zu lang oder ausführlich davon zu berichten.
    Ist das erste Drittel des Buches eher ruhig zu nennen, zieht sich danach die Spannung bis zum Schluss durch. Ich versank regelrecht in den Buchseiten und konnte das Buch zum Ende mit einem Lächeln schliessen.
    Mein Fazit:
    Eine erstklassige Geschichte die unter die Haut geht und nicht so schnell in Vergessenheit gerät! Ich habe dieses besondere Leseerlebnis sehr genossen und vergebe dem Buch gerne wohlverdiente 5 Sterne!
  • 5/5 Sterne

    Die bezaubernde Müllerin und der edle Mühlengeist

    von
    Nachdem mich bereits das Buch "die Kannenbäckerin" der Autorin, restlos überzeugen konnte, freute ich mich umso mehr, erneut in die Welt rund um den Westerwald einzutauchen. Die Geschichte spielt nach Ende des 30. jährigen Krieges. Annette Spratte ist eine großartige historische Schriftstellerin. Dem Leser wird bald bewusst, wie intensiv sich die Autorin mit der Materie beschäftigt haben muss. Man merkt, dass sie keine Zeit und Mühen für die Recherchen gescheut hat. Ihr Schreibstil ist der jeweilligen Zeitepoche auf beeindruckende Weise angepasst. Und doch bleibt er leicht verständlich und flüssig. Frau Spratte ist eine geborene Wortkünstlerin und hat mich mit ihren schönen und bewegenden Beschreibungen erneut mitgerissen. Die eigens für das Buch geschriebenen Gedichte sind eine weitere Besonderheit und haben mich tief berührt. Ihr merkt schon ich bin wirklich begeistert!

    Nicht nur in die Nachforschungen hat sie viel Zeit und Liebe investiert, sondern auch in die äußerst gelungenen Buchfiguren. Zuerst einmal haben wir Sophie, die einfach ein absolut gütiges Herz hat und innerhalb des Buches, eine beeindruckende Entwicklung durchmacht. Dann gibt es die alte Magd Martha, sie besticht vor allem durch ihren herrlich trockenen Humor und ihrer Gabe im richtigen Moment etwas zu sagen oder eben auch nicht. Auch der Müller Lehrling Konrad und Sophies Vater sind liebevoll und sehr passend ausgearbeitet. Sophie's starkes Gottvertrauen und Martha's Aberglauben stehen im krassen Gegensatz zueinander und doch ist in der Mühle ein freundliches miteinander möglich. Für uns Leser ist dies eine geglückte Bereicherung. So erfährt man von Sagen und alltertümlichen Bräuchen aus längst vergangener Zeit und sogar etwas Kräuterheilkunde. Auf der anderen Seite bereichert Sophies unerschütterlicher Glaube die Geschichte.

    In diesem Buch werden außerdem sehr wichtige Themen wie häusliche Gewalt und Vergewaltigung in der Ehe behandelt. Sie wurden sehr lebensnah in die Geschichte integriert. Die Gefühle der Betroffene, wie Scham und falsche Pflichtgefühle werden authentische geschildert. Man fühlt und leidet mit den Protagonisten mit. Die Autorin hat die richtige Mischung gefunden von der Brutalität, die die Betroffenen erleben zu erzählen ohne zu lang oder ausführlich davon zu berichten.

    Ist das erste Drittel des Buches eher ruhig zu nennen, zieht sich danach die Spannung bis zum Schluss durch. Ich versank regelrecht in den Buchseiten und konnte das Buch zum Ende mit einem Lächeln schließen.

    Mein Fazit:
    Eine erstklassige Geschichte die unter die Haut geht und nicht so schnell in Vergessenheit gerät! Ich habe dieses besondere Leseerlebnis sehr genossen und vergebe dem Buch gerne wohlverdiente 5 Sterne!
  • 5/5 Sterne

    von
    Inhalt:
    Sophie betreibt mit ihrem Vater im Westerwald 1649 eine Mühle in einem kleinen Dorf in Altenkirchen. Ihr Mann ist vor 4 Jahren als Soldat weggegangen und nun hofft Sophie, dass er nach Ende des Krieges heimkehrt. Die Umgebung leidet noch unter den Plünderungen und Überfällen der Soldaten und weiterhin sind Soldaten alles andere als gerne gesehen.
    Eines Tages wird im Mühlengraben eine kopflose Leiche aufgefunden und das Dorf gerät in helle Aufregung. Wer könnte der Tote sein? Viele wilde Theorien beginnen zu sprießen. Als dann auch noch immer wieder Sachen verschwinden oder nachts merkwürdige Geräusche zu hören sind, ist sich die alte Magd Martha sicher, es muss in der Mühle spuken.
    Den ganzen Spekulationen kann Sophie eher weniger abgewinnen. Immer wieder findet sie aber kleine Aufmerksamkeiten wie Blumensträuße oder Gedichte. Was geht wirklich in der Mühle vor?
    Meinung:
    Dieses Buch konnte mich wirklich begeistern. Es war mein erstes Buch von Annette Spratte und es wird bestimmt nicht mein letztes sein.
    Von der ersten Seite an, konnte mich der Schreibstil überzeugen und ich bin gut durch die Seiten gekommen. Die Autorin schafft es, die Charaktere lebendig werden zu lassen. Sophie ist eine tolle Protagonistin und unglaublich vielschichtig. Man bekommt immer mehr von ihrer Persönlichkeit gezeigt und ich mochte es sehr wie die Autorin viele wichtigen Themen in ihrem Charakter vereint hat. Alles wirkte authentisch und man wurde selber zum nachdenken angeregt. Sophies Geschichte wird mich definitiv noch länger beschäftigen.
    Zudem ist das Buch spannend, man kann es kaum aus der Hand legen. Durch die Spekulationen um den Mühlengeist, weiß man irgendwann selber nicht mehr, was denn nun dahinter stecken könnte und die Theorien ändern sich ständig.
    Auch die Nebencharaktere waren schön ausgearbeitet und blieben nicht nur blass am Rand, sondern hatten ihren passenden Platz in der Handlung. Durch ihre Charaktereigenschaften hat der Roman nochmal Abwechslung und vielschichtiger.
    Den Humor im Buch fand ich auch super. Vor allem die Magd Martha konnte ich ins Herz schließen. Sie ist in den richtigen Situationen treu. Ihre Art ist vielleicht eher rau, aber sie hat einen so coolen trocken, teilweise sarkastischen Humor. Eine meiner Lieblingsfiguren.
    Da ich nicht spoilern will, kann ich auf einige Handlungspunkte gar nicht eingehen, aber genau das fand ich eigentlich so besonders. Sie verbindet viele wichtigen Themen, die man so gar nicht erwartet. Das Buch ist nicht nur schön und interessant zu lesen, es ist auch einfach wichtig.
    Außerdem ist alles sehr gut recherchiert, dafür ein großes Kompliment an die Autorin. Der Schauplatz und die Zeit, zu der das Buch spielt, war sehr interessant umgesetzt und vor allem die Arbeit in der Mühle wurde gut beschrieben.
    Von der ersten Seite an, konnte die Autorin mich fesseln und für mich war das Buch von vorne bis hinten unterhaltsam. Es passiert sehr viel, aber alles wird am Ende wunderbar zusammengebracht. Einige tiefergehenden Themen können auch schockieren, aber ich finde es toll, wie sensibel die Autorin damit umgeht.
    Mich konnte das Buch einfach begeistern und ich würde es am liebsten jedem in die Hand drücken, der gerne christliche Romane liest. Schaut es euch unbedingt genauer an!
    Fazit:
    Ein besonderer Roman, der für mich ein echtes Herzensbuch ist. Die Handlung, die Themen und die Charaktere sind toll geschrieben und man wird von der Geschichte berührt.
  • 5/5 Sterne

    Highlight

    von
    Inhalt:

    Sophie betreibt mit ihrem Vater im Westerwald 1649 eine Mühle in einem kleinen Dorf in Altenkirchen. Ihr Mann ist vor 4 Jahren als Soldat weggegangen und nun hofft Sophie, dass er nach Ende des Krieges heimkehrt. Die Umgebung leidet noch unter den Plünderungen und Überfällen der Soldaten und weiterhin sind Soldaten alles andere als gerne gesehen.

    Eines Tages wird im Mühlengraben eine kopflose Leiche aufgefunden und das Dorf gerät in helle Aufregung. Wer könnte der Tote sein? Viele wilde Theorien beginnen zu sprießen. Als dann auch noch immer wieder Sachen verschwinden oder nachts merkwürdige Geräusche zu hören sind, ist sich die alte Magd Martha sicher, es muss in der Mühle spuken.

    Den ganzen Spekulationen kann Sophie eher weniger abgewinnen. Immer wieder findet sie aber kleine Aufmerksamkeiten wie Blumensträuße oder Gedichte. Was geht wirklich in der Mühle vor?

    Meinung:

    Dieses Buch konnte mich wirklich begeistern. Es war mein erstes Buch von Annette Spratte und es wird bestimmt nicht mein letztes sein.

    Von der ersten Seite an, konnte mich der Schreibstil überzeugen und ich bin gut durch die Seiten gekommen. Die Autorin schafft es, die Charaktere lebendig werden zu lassen. Sophie ist eine tolle Protagonistin und unglaublich vielschichtig. Man bekommt immer mehr von ihrer Persönlichkeit gezeigt und ich mochte es sehr wie die Autorin viele wichtigen Themen in ihrem Charakter vereint hat. Alles wirkte authentisch und man wurde selber zum nachdenken angeregt. Sophies Geschichte wird mich definitiv noch länger beschäftigen.

    Zudem ist das Buch spannend, man kann es kaum aus der Hand legen. Durch die Spekulationen um den Mühlengeist, weiß man irgendwann selber nicht mehr, was denn nun dahinter stecken könnte und die Theorien ändern sich ständig.

    Auch die Nebencharaktere waren schön ausgearbeitet und blieben nicht nur blass am Rand, sondern hatten ihren passenden Platz in der Handlung. Durch ihre Charaktereigenschaften hat der Roman nochmal Abwechslung und vielschichtiger.

    Den Humor im Buch fand ich auch super. Vor allem die Magd Martha konnte ich ins Herz schließen. Sie ist in den richtigen Situationen treu. Ihre Art ist vielleicht eher rau, aber sie hat einen so coolen trocken, teilweise sarkastischen Humor. Eine meiner Lieblingsfiguren.

    Da ich nicht spoilern will, kann ich auf einige Handlungspunkte gar nicht eingehen, aber genau das fand ich eigentlich so besonders. Sie verbindet viele wichtigen Themen, die man so gar nicht erwartet. Das Buch ist nicht nur schön und interessant zu lesen, es ist auch einfach wichtig.

    Außerdem ist alles sehr gut recherchiert, dafür ein großes Kompliment an die Autorin. Der Schauplatz und die Zeit, zu der das Buch spielt, war sehr interessant umgesetzt und vor allem die Arbeit in der Mühle wurde gut beschrieben.

    Von der ersten Seite an, konnte die Autorin mich fesseln und für mich war das Buch von vorne bis hinten unterhaltsam. Es passiert sehr viel, aber alles wird am Ende wunderbar zusammengebracht. Einige tiefergehenden Themen können auch schockieren, aber ich finde es toll, wie sensibel die Autorin damit umgeht.

    Mich konnte das Buch einfach begeistern und ich würde es am liebsten jedem in die Hand drücken, der gerne christliche Romane liest. Schaut es euch unbedingt genauer an!

    Fazit:

    Ein besonderer Roman, der für mich ein echtes Herzensbuch ist. Die Handlung, die Themen und die Charaktere sind toll geschrieben und man wird von der Geschichte berührt.
  • 5/5 Sterne

    von
    Sophie lebt mit ihrem Vater, der alten Magd Martha und dem Lehrling Konrad zusammen an der Mühle und wartet darauf das ihr Mann aus dem Krieg heimkommt. Jeden Tag packt sie überall mit an um ihren Vater zu unterstützen und die Mühle zu betreiben.
    Dann wird es plötzlich etwas unheimlich, sowohl bei ihnen auf der Mühle aber auch hin und wieder im Dorf. Manchmal gibt es Geräusche, dann fehlen Dinge aus der Küche und dem Stall und hin und wieder sieht man einen Schatten oder eine Gestalt.
    Schnell ist vom Mühlengeist die Rede, doch Sophie sucht nach einer realistischen Erklärung.
    Das ganze Buch ist so fesselnd geschrieben das ich es fast in einem Zug durchgelesen habe. Die ganze Geschichte ist liebevoll, warmherzig und wunderschön, sie hat mich nicht losgelassen.
    Sophie ist bezaubernd beschrieben, anfangs habe ich mich etwas schwer getan, ich fand sie vermisse ihren Mann nicht intensiv genug, doch dann verstand ich sie immer besser und sie ist mir richtig lieb geworden.
    Sie ist eine warmherzige gläubige Frau, eine die ihre Kraft in der Bibellese, den Gottesdiensten und dem Gebet sucht. Dabei sieht sie ihren Nächsten, ist freundlich, aufmerksam und grundehrlich.
    Auch Martha in ihrer direkten und manchmal spöttischen Art hat mir total gefallen, eine alte, etwas kauzige Frau mit dem Herzen auf dem rechten Fleck.
    Es ist spannend Sophie, ihre Hausgenossen und Freunde zu begleiten.
    Der Anfang des Buches ist bedächtig, ruhig und ausführlich. Man lernt die Personen kennen, den Ort, die Gegebenheiten und kann sich dadurch alles gut vorstellen.
    Dann nimmt die Geschichte an Fahrt auf, wird spannend und rätselhaft, bleibt dabei aber warm und ruhig, trotz schwerer Szenen, und wird zum Ende hin sanft und schmeichelnd. Der Schluss ist, für mein Empfinden, PERFEKT.
    "Ein Sonett für die Müllerin" beinhaltet eine zarte Geschichte um tiefe Verletzungen, Scham, Mut, Stärke, Vergebung und Frieden in Gott.
    Dieses Buch ist es wert gelesen zu werden und hat mich tief berührt. Diese Geschichte wird - genauso wie die anderen von Annette Spratte - in meinem Kopf und Herzen bleiben.
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