Engelspost (Buch - Gebunden)

Die Geschichte eines Betrügers

5 Sterne

Engelspost (Buch - Gebunden)

Die Geschichte eines Betrügers

Der Großindustrielle Eliott White berichtet aus seinem Leben: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war er nichts anderes als ein Hochstapler und Dieb ohne Gewissen. Als er aber im Zug ein verwahrlostes Waisenkind trifft, das wie ein Paket per Post verschickt wird, ändert sich sein Leben radikal.

  • Artikel-Nr.: 204218000
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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Der Betrüger und das kleine Kind, das per Post verschickt wurde
Ein berühmter Studiogast ist zu Besuch beim New Yorker Radio. Eliott White, ein erfolgreicher Unternehmer, soll aus seinem Leben berichten. Was niemand weiß: Der alte Mann möchte die Chance nutzen, um eine Beichte abzulegen ...
Er gerät ins Erzählen, und seine Zuhörer trauen ihren Ohren nicht.
1913. Eliott White ist nichts anderes als ein gewitzter Hochstapler und Dieb. Wer sich wie er im Großstadt-Dschungel New Yorks auskennt, ist gegenüber dem nie abreißenden Strom an naiven Einwanderern klar im Vorteil! Ungerührt haut White jeden übers Ohr, der auf sein Lächeln und seine kuriosen Lügen hereinfällt. Sein Gewissen hat er längst betäubt und die dunkelsten, abscheulichsten Erinnerungen erfolgreich verdrängt.
Auf einer längeren Zugreise trifft White allerdings auf ein verwahrlostes Waisenkind, dem man – als wäre es ein Gegenstand – eine Briefmarke aufgeklebt hat. Es sitzt ohne Essen oder Trinken im Zug und wird von Ost- nach Westamerika verschickt. Zu spät bemerkt White, dass die Arglosigkeit dieses engelhaften Wesens ihm gefährlich wird. Wie ein schonungsloser Spiegel zeigt das Mädchen ihm, wer er wirklich ist. Was er entdeckt, lässt ihn erschauern – und besiegelt für immer sein Schicksal.

 

Zusatzinformationen
  • ISBN: 9783038482185
  • Auflage: 05.08.2021
  • Seitenzahl: 176 S.
  • Maße: 13 x 20,4 x 1,2 cm
  • Gewicht: 344g
  • Preisbindung: Ja
  • Sachgebiet: Erzählungen/Romane

  • Mit Schutzumschlag

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  • 5/5 Sterne

    Die Geschichte einer lebensverändernden Zugfahrt

    von
    Die Geschichte einer lebensverändernden Zugfahrt

    „Mein Name ist Palomina. Ich fahre von einem Waisenhaus in ein anderes, weil sie kein Bett mehr für mich haben.“

    Ein kleines, fünf Jahre altes Waisenkind wird im Jahre 1913 mit einer 50 Cent-Briefmarke frankiert und per Zug verschickt. Ein desinteressierter Postbeamte, dem die grundlegendsten Bedürfnisse dieses Kindes gleichgültig sind, begleitet sie auf ihrem langen Weg vom Waisenhaus in New York City bis nach New Mexico. Die schmutzige und ärmliche Erscheinung des Mädchens wird von ihrer Liebenswürdigkeit, ihrem klaren und tiefgründigen Blick und einem außergewöhnlichen Verhalten wettgemacht. Die überquellende Freude des Kindes angesichts der Schönheit der Natur und ihre Bescheidenheit berühren die Herzen einiger Mitreisenden.

    „Wie ist es möglich, dass ein so kleines Wesen Neid, Angst, Missgunst und Feindschaft mit einem Mal die Wucht nehmen kann und stattdessen erhabene Gefühle auslöst?“

    Palomina blickt hinter die Fassaden der Menschen, geht vorurteilsfrei auch auf Angehörigen anderer Ethnien zu, kommuniziert liebevoll und mit großer Herzenswärme, lässt sich völlig offen und interessiert auf andere Perspektiven ein, spürt die Einsamkeit anderer und besitzt sogar in der Interaktion mit Tieren besondere Fähigkeiten.

    Mit Eliott White betritt ein gerissener Betrüger und Lügner den Zug, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Reisenden um ihre Wertgegenstände zu erleichtern. Seine Skrupellosigkeit veranlasste den gewissenlosen Gauner in seiner Vergangenheit zu einer schrecklichen Tat, die ihn bis zum aktuellen Tag nicht mehr losgelassen hat. Als Eliott White in diesem Zug auf die kleine Palomina trifft, erschüttert ihn diese Begegnung bis ins Innerste.

    „Was habe ich nur getan? Hat jemand wie ich einen Neuanfang verdient? Ich war lange Zeit nichts wert. Lange Zeit lebte ich wie ein Wurzelstock im Dunkeln. Aber Palomina legte mein Herz frei und machte aus mir einen wahrhaftigen Menschen.“

    Die Lebensgeschichte des Betrügers Eliott White wird durch ein Interview im Radio publik gemacht. Es ist für den alten Mann die Möglichkeit, sich von einer schweren Last zu befreien, seine vergangenen Sünden öffentlich zu bekennen, aber auch auf das Positive in seinem Leben hinzuweisen. Die poetische Sprache, eindrucksvolle Charaktere und malerische Beschreibungen der Landschaft, welche der Zug passiert, aber auch ganz besondere zwischenmenschliche Begegnungen, machten diese Lektüre zu einem reinen Lesevergnügen. Die vielen kurzen Kapitel verdienen es, mit Genuss und Bedacht gelesen und regelrecht genossen werden. Doch angesichts der Faszination, die dieses Kind auch auf den Leser ausübt, ist man versucht, tief berührt und völlig gefesselt durch die Seiten zu hasten. Die kleine Palomina ist eine Waise ohne Zukunft, unschuldig und völlig auf sich alleine gestellt. Es ist der Autorin aufs Vortrefflichste gelungen, dem Leser die Einzigartigkeit dieses Kindes nahezubringen. Obgleich sie von einigen hochmütigen Mitreisenden verachtet, gemieden und als „Gesindel“ bezeichnet wird, gewinnt Palomina in Eliott White einen Fürsprecher und Beschützer. Es war wunderschön, die allmähliche Annäherung zwischen den beiden, als auch die charakterliche Veränderung des Eliott White mitzuverfolgen und den Zauber dieses Kindes ebenfalls zu spüren.

    Menschenhandel, Ungerechtigkeit, Verachtung und Benachteiligung sind ebenso Themen dieses Buches wie das harte Leben eines Waisenkindes Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts sowie die Tatsache, dass es für einen bestimmten Zeitraum im Jahre 1913 üblich war, Kinder wie ein Stück Ware postalisch zu transportieren.

    Iris Muhl ist die Umsetzung dieser auf Tatsachen beruhenden Geschichte hervorragend gelungen. Authentische Charaktere und die Vermittlung tiefer Emotionen sorgten in Kombination mit der interessanten Vergangenheit der beiden Protagonisten für allergrößtes Lesevergnügen.

    „Engelspost“ besticht durch eine hochwertige, sehr elegant wirkende Aufmachung. Ein aussagekräftiges Coverfoto in Schwarz-Weiß-Optik mit den beiden Hauptfiguren im Vordergrund, einem Bahnhofsgebäude und einem einfahrenden Zug im Hintergrund lenken sofort die Augen des Betrachters auf sich. Der Buchtitel in dicken, goldfarbenen Lettern und eine kleine 50 Cent-Briefmarke lassen gemeinsam mit dem Klappentext bereits vorab erahnen, dass es sich hierbei um einen Roman handelt, den man noch eine ganze Weile in seinem Inneren bewahrt, der einen auch nach dem Umblättern der letzten Seite nicht so rasch wieder loslässt.

    Fazit: Dieses Buch hat mir ausgezeichnet gefallen, es war nicht meine erste Lektüre aus der Feder der christlichen Autorin Iris Muhl. Wie auch dessen Vorgänger empfand ich diese kostbare kleine Perle als große Bereicherung meines Lesejahres – ich vergebe für diese beeindruckende Geschichte völlig begeisterte fünf Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung!

  • 5/5 Sterne

    von
    „...Was war ich dankbar, dass Ihre Sekretärin mich zurückgerufen hat. Man sagt, niemand habe jemals ein Radiointerview gemacht mit Ihnen. Und Sie rufen mich zurück!...“
    Der Moderator Phileas Walker ist 1951 völlig aus dem Häuschen, als der 73jähige Eloitt White vor ihm sitzt. Er gehört als Eiscremeproduzent in New York zu den erfolgreichsten Unternehmern des Landes. Dann aber hört der Moderator und mit ihm alle nächtlichen Zuhörer eine Geschichte, mit der keiner gerechnet hat.
    Die Autorin hat eine bewegende Geschichte geschrieben. Es war eine Zugfahrt von New York nach New Mexiko, die in dem Leben des Eliott White zu einer radikalen Wende geführt hat.
    Der Schriftstil lässt sich gut lesen. Der Ich – Erzähler schildert realistisch, aber mit viel Gefühl die Geschehnisse.
    Er beginnt mit seiner Kindheit. Eine liebevolle Mutter war für den Jungen da, hat ihm jedoch nie Grenzen gesetzt.
    „...Ich liebe sie bis heute von ganzem Herzen, aber im Nachhinein erkenne ich, dass es nicht gut ist, als Kind verhätschelt zu werden...“
    Als er von der Schule fliegt, fristet er als Hochstapler und Dieb sein Leben. Der Tod der Mutter trifft ihn hart. Einer Cousine schuldet er Geld. Da er der Post nicht vertraut, macht er sich trotz aller Bedenken in die neue Technik mit den Zug auf den Weg nach New Mexiko.
    Im Zug zeichnet er die Passagiere. Dabei fällt ihm ein kleines Mädchen auf.
    „...Ihr Blick traf mich bis in die Knochen, und ein seltsames Gefühl von Verunsicherung und Schmach überkam mich. Der kindliche Ausdruck ihrer Augen war so rein und von so einer Klarheit, dass sich Demut und Beschämung in mir regten...“
    Die viertägige Zugfahrt hält einige Überraschungen bereit. Schnell stellt Eliott fest, dass das Mädchen als Postpaket verschickt wurde. Der Postbote kümmert sich aber weder um Essen noch Trinken. Er hofft, dass einer der Passagiere dafür aufkommt.
    Eigentlich wäre die Zugfahrt für Eliott eine perfekte Gelegenheit gewesen, sich am Hab und Gut seiner Mitfahrer zu bereichern. Doch irgendwie geht das wegen des Mädchens nicht. Und als das Mädchen ihm seinen Namen sagt, wird Eliott an einige der dunkelsten Stunden seines Lebens erinnert.
    Sehr amüsant sind zum Teil für mich als Außenstehenden die Szenen im Zug. Hier regieren Vorurteile und Standesunterschiede. Nur das Kind macht eine Ausnahme. Sie unterhält sich mit einer Schwarzen und geht beim einem Halt des Zuge unbefangen auf einen alten Indianer zu.
    „...Die Güte und Bescheidenheit, die es an den Tag legte, bereiteten mir Kopfzerbrechen...“
    Bei der Erinnerung an seinem besten Freund Marcel kommt auch das Thema Glauben zum Tragen. Darauf hat Eliott seine ganz eigene Sicht.
    „...Offen gesagt, dachte ich aber stets nur dann über Gott nach, wenn es mir richtig gut ging...“
    Als die Reise zu Ende ist, bringt Eliott das Kind selbst ins Waisenhaus. Er setzt alle Hebel in Bewegung, um das Mädchen adoptieren zu können. Sein Leben ändert er grundlegend.
    Die Geschichte hat mir ausgezeichnet gefallen.
  • 5/5 Sterne

    Dieses Buch in drei Worten: herzergreifend, aufwühlend und fesselnd.

    von
    „Lieber nicht hinsehen, Eliott. Besser kein Gewissen als ein schlechtes.“ (S. 70)
    „Engelspost“ ist mein erstes Buch aus dem fontis Verlag und auch das erste von Iris Muhl.
    Ich war eine der Glücklichen, die das Buch vorablesen durften und dankbarer dafür könnte ich gar nicht sein. Dieses Buch hat mir so viel gegeben.
    Zunächst zum Schreibstil:
    Der Schreibstil war flüssig, unverblümt und einfach. Die Autorin legt viel Wert auf Details, was mir persönlich sehr gefallen hat. Zeitweise habe ich mich in den Seiten verloren und hatte das Gefühl, ich würde ebenfalls in diesem Zug sitzen und alles hautnah erleben. Die Charaktere, Landschaften und das Umfeld des Protagonisten waren sehr schön beschreiben, sodass man sich die Handlungen und Personen genau vorstellen konnte.
    Die Geschichte beginnt damit, dass der Protagonist, Eliott White, (73 Jahre alt) in einem Studio sitzt und sein erstes Radiointerview zu seinem Werdegang zum berühmten Eiscremeproduzenten gibt. Im Laufe des Interviews wird Eliotts kriminelle Vergangenheit beleuchtet. Der Hauptteil der Geschichte handelt von einer Zugfahrt nach New Mexico im Jahre 1913, der zu einem Wendepunkt in seinem Leben werden sollte. Er lernt auf dieser Fahrt das kleine Mädchen Palomina kennen und wird schmerzlich mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Bis zu diesem Zeitpunkt hat Eliott sich als Halunke und Betrüger durch das Leben geschlagen und hat noch nie ein aufrichtiges und rechtschaffendes Leben geführt. Er ist überwältigt von der Ehrlichkeit des Mädchens und versucht mit ihr ins Gespräch zu kommen. Während der Zugfahrt lernt er weitere Personen kennen, denen er lustige Spitznamen gibt, die zu ihren Charakterzügen oder Aussehen passen.
    Die Gespräche mit dem Mädchen und den anderen Passagieren bewirken viel im Herzen des Mannes und er beginnt sein Handeln und sein Leben zu überdenken. Besonders die biblische Geschichte über Jakob und Esau, die ihm ein Herr im Zug erzählt, lässt ihn nicht mehr los.
    Diese Geschichte und das Kennenlernen von Palomina werden zum Wendepunkt seines Lebens.
    Auf der letzten Seite befindet sich ein Hinweis auf den historischen Hintergrund dieser Erzählung (der postalische Versand von Kindern im Jahre 1913). Mir war diese Tatsache völlig neu und hat mich sehr bewegt.
    Dieses Buch handelt von einer Geschichte, die noch lange Zeit nachklingt und einen begleiten wird. Ich kann es nur jedem von Euch weiterempfehlen! Dieses Buch ist so wertvoll. Großes Lob an die Autorin Iris Muhl!
  • 5/5 Sterne

    Ein sehr gutes Buch

    von
    Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Es ist einfach geschrieben und mit viel wörtlicher Rede, was mir persönlich sehr gefallen hat. Auch die ausführlichen Beschreibungen der Erlebnisse der Hauptperson, Eliott White, machen das Buch spannend und sehr lebendig.
    Der Inhalt des Buches hat mich sehr berührt. Durch das Buch wurde ich dankbarer für die gute Zeit, in der wir leben dürfen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, auch wenn man eigentlich nicht gerne liest. ;)
    Es liest sich schnell, man wünscht sich es würde noch weiter gehen, weil es so gut geschrieben ist.
    Fazit: Ein sehr gutes Buch, das sich zu Lesen lohnt!
  • 5/5 Sterne

    von
    Was für eine wunderbar berührende Geschichte. Ein junger Mann wird von seiner Vergangenheit eingeholt und erlebt, wie eine Zugreise seinem Leben eine ganz neue Richtung gibt. Ein kleines Mädchen berührt und gewinnt sein Herz und zeigt ihm die Kraft der Wahrhaftigkeit und Vergebung. Ganz nebenbei gibt die Erzählung Einblick in das New Yorker Leben Anfang des 20. Jahrhunderts: voll von Menschen, die sich nach einem Neuanfang sehnen und in der Realität von Armut und Einsamkeit landen. Aber wenn ich das Buch nach der letzten Seite aus der Hand lege, lächle ich. Denn wieder einmal ist klar- die Wahrheit macht frei. Und die Liebe siegt.
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