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Frei wie die Vögel (Buch - Paperback)

Die Helden von Lübeck – Eine Erzählung gegen das Vergessen

Frei wie die Vögel (Buch - Paperback)

Die Helden von Lübeck – Eine Erzählung gegen das Vergessen

4 Sterne

Am 10. November 1943 wurden in Hamburg vier Geistliche durch das Fallbeil hingerichtet, weil sie öffentlich Stellung bezogen gegen die Verbrechen des Nazi-Regimes. Voller Leidenschaft für die historischen Hintergründe verwebt Ann-Helena Schlüter die vier Biografien erzählerisch miteinander.

  • Artikel-Nr.: 395865000
  • Verlag: SCM Hänssler
Auch erhältlich als:
Buch - Paperback (diesen Artikel sehen Sie sich gerade an)
395.865
16,99 €
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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Am 10. November 1943 wurden in Hamburg vier Geistliche durch das Fallbeil hingerichtet. Die katholischen Kapläne Eduard Müller, Johannes Prassek und Hermann Lange sowie der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink hatten öffentlich Stellung bezogen gegen die Verbrechen des Nazi-Regimes.
Voller Leidenschaft für die historischen Hintergründe verwebt Ann-Helena Schlüter die vier Biografien der Lübecker Märtyrer erzählerisch miteinander. Ein Roman voller tiefer Emotionen, eine Geschichte voller Hoffnung im dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte.

 

Rezensionen
  • Ann-Helena Schlüter hat einen bemerkenswerten Stil und großes Talent.
    Sebastian Fitzek, Autor

    Obwohl es zum Leben und Zeugnis der Lübecker Märtyrer Dokumente, Briefe und Zeitzeugenaussagen gibt, ist trotzdem vieles nicht bekannt, und diese Lücken füllt Ann-Helena Schlüter mit ihrem Einfühlungsvermögen: Frei wie die Vögel - vor unserem inneren Auge sind wir mit dabei, in der Küche des Pfarrhauses, bei den Begegnungen und Gesprächen, in den Gefängniszellen und auf den letzten Metern zum Fallbeil.
    Jochen Proske, Referent Erzbischöfliche Stiftung Lübecker Märtyrer

    KEINE WOLKE FÄLLT TIEFER ALS BLAU
    Dieser Vers aus einem Gedicht von Ann-Helena Schlüter fasst metaphorisch zusammen, was ihre Texte generell intendieren: die Idylle der Natur seitenverkehrt, also aus ihrer eigenen Negation heraus zu betrachten und damit auch auf das Vergängliche der menschlichen Existenz hinzuweisen. Ihr gelingen überraschende poetische Brüche und Neuordnungen in der Betrachtung alles scheinbar Bekannten, verbunden mit einem sicheren Gefühl für Rhythmus und lyrische Form. Ihre Gedichte sind bildhaft, halluzinativ, wie im Rausch, sind Klang, Musik übersetzt, ein staunender Blick auf eine Welt mit Rissen.
    Kurt Drawert, Schriftsteller / Zentrum junge Literatur Darmstadt

    Ann-Helena Schlüter ist eine schwedisch-deutsche Autorin mit besonderer Stärke in Lyrik, sehr schönem, zarten, großartigem, dichtem lyrischen Erzählen in der Prosa, ausdrucksstarken Bildern, sie schafft Zugang zu verborgenen, inneren Räumen, reißt Sehnsüchte auf, zeigt das Reden, Säuseln, Kichern ihrer Figuren: wunderbare Literatur auf hohem Niveau, nie abgehoben, immer ganz "bei uns". Ihre Texte sind beeindruckende Kunstwerke und Kleinode.
    Christian Meyer, Basel, Chef-Lektorat Brunnen Fontis Verlag Schweiz

    Ann-Helena Schlüter ist eine raffinierte Autorin und Lyrikerin, mit der Grabbe wohl seine Freude gehabt hätte. Sowohl in ihrem lyrischen Schaffen als auch in ihrer Prosa nimmt sie die LeserInnen auf einen semantischen Parforce Ritt mit. Sie spielt mit der Sprache, tanzt mit Bedeutungen und Anspielungen Menuett und verschiebt so scherzando die sprachlichen Grenzen von Welt. Ihre Texte wirken vordergründig konventionell entwickelt, offenbaren aber in ihrer tieferen Bedeutung ein ironisch dekonstruktivierendes Fangball-Spiel mit der Wirklichkeit und stellen damit die - als objektiv postulierte - Verbindlichkeit sprachlich fassbarer Wahrheit in Frage.
    Für mich ist Ann-Helena Schlüter eine Autorin, von der aufgrund ihrer Intelligenz, ihrer Sprachgewalt und ihrer poetischen Kompetenz noch einiges zu erwarten ist.
    Dr. Reinhard Kacianka, Klagenfurt, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Österreich

    Bilderreiche, plastische, sehr schöne Sprache, dazu unterhaltsam - die Geschichten entstehen regelrecht vor dem inneren Auge, wenn Ann-Helena schreibt. Großes schriftstellerisches Talent mit guten, mit wichtigen Texten!
    Hagen Kunze, Autor und Musikwissenschaftler

    Bei den Recherchen zu einer neuen Publikation über das künstlerisch-kreative, non-lineare Denken bin ich auf die Musikerin und Poetin Ann-Helena Schlüter gestoßen.
    Es hat sich ein umfangreicher, spannender Dialog der Ansichten und Argumente entwickelt, bei dem ich auch einen tieferen Einblick in die musikalische Interpretation und die assoziative Lyrik von Ann-Helena gewinnen konnte.
    Diese Künstlerin ist nicht nur bemerkenswert kreativ und lyrisch, sondern auf eine intensive Art reflexiv. Sie sieht die in ihr liegenden und aus ihr entsteigenden Klänge und Worte im Zusammenhang mit ihrer Freude am Leben, ihren Werten, ihrem Glauben und ihrer hohen Motivation. Diese Weit-Sicht, Ein-Sicht und Zuver-Sicht wiederum prägt ihre künstlerisch-kreative Arbeit auf sehr beeindruckende Weise.
    Michael Weisser, Medienkünstler, Autor
Zusatzinformationen
  • Format: Buch - Paperback
  • ISBN: 978-3-7751-5865-7
  • ISBN 10: 3775158650
  • Auflage: 1. Auflage, 23.08.2018
  • Seitenzahl: 288 S.
  • Maße: 13.5 x 21.5 x 2.4 cm
  • Gewicht: 403g

Extras

Leseprobe
Hochauflösendes Cover

Bewertungen

  • 4/5 Sterne

    Dem Gewissen verpflichtet - bis zuletzt

    von
    "Gegen das Vergessen" steht im Untertitel dieses Buches. Wir lesen heute viel von den Verfolgten in islamischen oder totalitär regierten Ländern. Aber dass die schreckliche Verblendung durch den Nationalsozialismus im 20. Jahrhundert möglich war, hat mich erneut tief erschüttert. Das Buch von Ann-Helena Schlüter zeichnet mit feiner Hand nicht nur die Ereignisse nach, die schlussendlich zur Hinrichtung der vier Pfarrer führte. Ein-malig ist der Blick in die Kämpfe, die sich in den Todeskandidaten abgespielt haben müssen. Wie erlebt ein Geistlicher die letzten Stunden vor der Hinrichtung? Welche Zweifel befallen selbst einen begnadeten Theologen angesichts einer Kirche, die sich von ihrem eigentlichen Auftrag verabschiedet hat und das menschenverach-tende System des Nationalsozialismus unterstützt?
    Neu war für mich, dass die Nazis nicht nur Juden verfolgten, sondern auch Ausländer. Unter dem Begriff "lebensunwertes Leben" wurde die Bevölkerung in "Menschen" (sprich Deutsche) und "Untermenschen" eingeteilt. Zur zweiten Gruppe gehörten unter anderem auch "Zwangsarbeiter" aus dem besetzten Polen, die unentgeltlich für ihre Feinde arbeiten mussten. Den Pfarrern war es nicht nur untersagt, ihnen praktische Hilfe zu-kommen zu lassen, sie durften nicht einmal mit ihnen Kontakt aufnehmen. Aber auch Jugendgruppen und Diskussionsabende waren für die Gestapo verdächtig. Alles sollte in die "Hitlerjugend" integriert werden, damit die Indoktrination der nächsten Generation schon früh einsetzen konnte.
    War es schon schlimm genug, dass im "Dritten Reich" zwischen "Herrenrasse" und "Untermenschen" unter-schieden wurde: der eigenen Bevölkerung wurde auch vorgeschrieben, mit wem sie sich treffen durften und wen sie meiden mussten. Hinzu kam eine haarsträubende, willkürliche Rechtsprechung. Im Prozess gegen die vier Geistlichen aus Lübeck stand das Urteil schon zu Beginn der Verhandlungen fest. Während des Plädoyers der Verteidigung lasen die Richter demonstrativ die Zeitung. Die Chancen für ein günstigeres Urteil lagen bei null.
    Typisch für dieses Buch sind seitenlange Überlegungen der vier Geistlichen. In intensiven Diskussionen im Pfarrhaus loteten sie die Möglichkeiten aus, die ihnen in dem engen Spielraum blieben, den ihnen die Regie-rung noch offenliess. Lohnt sich der aktive Widerstand oder sind illegale Aktionen im Untergrund wirkungsvol-ler? Soll man vor einem totalitären System einfach resignieren und kuschen oder neue, gefährliche Wege be-schreiten, um Bedürftigen zu helfen? Für meine Begriffe sind diese Abschnitte etwas zu lang geraten, auch wenn sie einen tiefen Einblick in die ausweglose Situation von aktiven Christen in einem totalitären Regime ge-ben. Für die vier Geistlichen führte ihr Widerstand ins Gefängnis und später zur Hinrichtung. Hat es sich trotz-dem gelohnt? Die Frage bleibt offen, bis der höchste Richter einmal sein Urteil sprechen wird – zugunsten derer, die Barmherzigkeit geübt haben.
    Es ist ein spezielles Buch. Else Pelke, die selber schon ein Buch über die vier Märtyrer geschrieben hatte, ist begeistert. Sie schreibt: "Ann-Helena Schlüter hat einen Typ von Buch geschrieben, das in keine der bekann-ten literarischen Kategorien hineinpasst. Es verschmelzen reale Figuren und geschichtliche Fakten mit fiktiven Schilderungen, auf suggestiv-eindringliche Weise geschrieben, besonders die seelischen Befindlichkeiten und spirituellen Reifungsprozesse (…) sind grandios nachempfunden." Ich teile diese Einschätzung voll und ganz.
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