Geisterkinder (Buch - Gebunden)

Fünf Geschwister in Himmlers Sippenhaft

5 Sterne

Valerie Riedesel, Enkelin von Cäsar von Hofacker, der nach dem missglückten Hitler-Attentat hingerichtet wurde, erzählt das Sippenhaft-Schicksal ihrer Familie, die in Gefängnisse, Konzentrationslager und Kinderheime verschleppt wurde. Mit bewegenden Tagebucheinträgen der Kinder.

  • Artikel-Nr.: 395791000
  • Verlag: SCM Hänssler
Auch erhältlich als:
Buch - Gebunden (diesen Artikel sehen Sie sich gerade an)
18,95 €
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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

"Ich könnte Dir stundenlang erzählen, auch von Dingen, die einem trotz allem neue Kraft und neuen Mut geben. Aber mein Mund muss verschlossen bleiben" , schreibt der deutsche Offizier Caesar von Hofacker an seine Frau am 26. Juni 1944 aus Paris. Weniger als einen Monat später, am 20. Juli 1944, zündet sein Vetter Claus Schenck Graf von Stauffenberg eine Bombe in Hitlers Führerhauptquartier. Caesar von Hofacker hat das Attentat von Paris aus maßgeblich mit geplant. Sogar Erwin Rommel versucht er für den Umsturz zu gewinnen. Dafür wird er wie alle anderen Widerstandskämpfer rund um Stauffenberg als Verschwörer hingerichtet. Zurück lässt er seine Frau Lotte und fünf Kinder. Für sie beginnt eine unermessliche Odyssee in Gefängnissen und versteckten Baracken in den Konzentrationslagern Stutthof, Buchenwald und Dachau. Die drei Jüngsten werden in ein Kinderheim in den Harz verschleppt. Niemand soll wissen, wer sie sind. Es sind die "Geisterkinder".

In "Geisterkinder. Fünf Geschwister in Himmlers Sippenhaft" erzählt Valerie Riedesel, die Enkelin Caesar von Hofackers, die historischen Ereignisse aus Sicht ihrer Familie - menschlich, berührend und echt. Sie greift dabei zurück auf einen einzigartigen Fundus unveröffentlichter Originaldokumente. In Briefen und Tagebüchern erwacht ein liebender Vater und Ehemann zu neuem Leben; eine Mutter und Ehefrau, die ihr Schicksal mit Haltung meistert; sowie sensible und mutige Töchter, die unerwartet früh erwachsen werden müssen. Sie alle sind Zeitzeugen, deren Geschichte "trotz allem neue Kraft und neuen Mut" bewahrt hat. Glaube und Liebe sind stärker als Terror und Angst, raunt uns jede Zeile zu. Mit "Geisterkinder" erinnert Valerie Riedesel an einen beeindruckenden, menschlichen Wertekompass, der uns in stürmischen Zeiten zu navigieren hilft.


www.scm-haenssler.de/geisterkinder

 

Rezensionen
  • [...] Das Buch „Geisterkinder“ ist eine packende Familiengeschichte, historisch wertvoll, ein unaufdringliches Glaubenszeugnis, kurz: eins der besten christlichen Bücher der vergangenen Jahre. [...]
    Stefanie Ramsperger | Christliches Medienmagazin pro

    [...] Die Autorin schildert sehr eindrucksvoll, wie die Familienmitglieder die Zeit der Sippenhaft erlebten, die von Entbehrungen, Ängsten und Ungewissheit geprägt war. Ein gut recherchiertes, anschaulich geschriebenes Buch, das mit einem wenig bekannten Kapitel der Geschichte des NS bekannt macht.
    Larissa Dämmig | ekz-Informationdienst
Zusatzinformationen
  • Format: Buch - Gebunden
  • ISBN: 978-3-7751-5791-9
  • ISBN 10: 3775157913
  • Auflage: 3. Auflage, 22.08.2017
  • (1. Auflage: 14.06.2017)
  • Seitenzahl: 416 S.
  • Maße: 13.5 x 21.5 x 3.1 cm
  • Gewicht: 672g

  • Inkl. zweimal 16 Seiten Bildteil (32 Seiten Bildteil), Schutzumschlag und Lesebändchen
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Extras

Leseprobe
Hochauflösendes Cover
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Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    Packend und eindringlich geschriebener Zeitzeugenbericht über die Sippenhaft der Angehörigen der Stauffenberg-Attentäter

    von
    Was mit den Angehörigen der Hitler-Attentäter passierte

    Cover und Gestaltung:
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    Auf dem Cover ist das verschwommene Bild eines "Geisterkindes" zu sehen, der Titel leicht ausgestanzt, was einen schönen, haptischen Effekt hat. Die Farben sind in Schwarz, Weiß und Grautönen und stehen damit sowohl für die damalige Zeit, aber auch für das graue Leben, das hinter den Fenstern stattfand. Das Buch ist ein Hardcover mit Schutzumschlag, sogar an ein Lesebändchen wurde gedacht. Das Buch macht einen tollen optischen und haptischen Eindruck und ist sehr hochwertig.

    Inhalt:
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    Nachdem am 20.Juli 1944 das Attentat auf Hitler misslungen ist, werden nicht nur die Attentäter und ihre direkten Verbündeten verhaftet, auch viele ihrer Angehörigen werden in sogenannte Sippenhaft genommen. Auch die Frau und Kinder von Cäsar von Hofacker, der eine der treibenden Kräfte war, werden verhaftet. Doch nicht nur das: während die jüngeren 3 Kinder ohne das Wissen der Mutter und Geschwister in ein Kinderheim verschleppt werden, werden Cäsars Frau Lotte und die beiden ältesten Kinder Anna-Luise und Eberhard von einem Ort zum anderen verfrachtet. Keine Seite weiß genau, was mit den anderen ist. Mal werden sie etwas besser, mal schlechter von der Gestapo behandelt, aber immer schwebt die Angst, hingerichtet zu werden oder an Krankheit oder Verhungern sterben zu müssen.
    Die jüngeren Kinder dürfen ihre Identität nicht preis geben, sie sind die "Geisterkinder". Nach der Befreiung schreiben Anna-Luise und ihre jüngere Schwester Christa ihre Erlebnisse in Form von Tagebüchern auf. Die Tochter von Anna-Luise erzählt basierend auf den Tagebucheinträgen unter Einbeziehung weiterer Quellen sehr einfühlsam und spannend über diese Zeit.

    Bis dato hatte ich von dem missglückten Stauffenberg-Attentat zwar gehört, aber mir war vorher nicht bewusst, welche Folgen dies hatte, vor allem auch für die Angehörigen der an dem Attentat Beteiligten. Daher war ich sehr neugierig, mehr über die Geisterkinder zu erfahren und wurde nicht enttäuscht.

    Mein Eindruck:
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    Alleine die Aufmachung des Buches hat mich direkt begeistert: Neben Cover und Außengestaltung gefiel mir auch das Innenleben sehr gut. Die Kapitel sind chronologisch in Kriegskindheit, Attentat und Verfolgung, Himmlers Gefangene, Freiheit eingeteilt, innerhalb der Kapitel werden nach der Trennung der Familie stets abwechselnd das Leben von Lotte mit den älteren und dann wieder das von Christa mit den jüngeren Geschwistern geschildert. So ist stets ein roter Faden erkennbar und man kann den Geschehnissen gut folgen. Im sehr ausführlichen Anhang sind die Stammbäume der wichtigsten Familien, ein Abkürzungsverzeichnis, ein umfangreiches Personenverzeichnis sowie die obligatorischen Literatur- und Bildnachweise für weitere Recherchen enthalten. Auf diese Weise findet man sich gut zurecht.

    Ich war von Anfang an sehr gefesselt von diesem Buch. Die Autorin versteht es, persönlicher Quellen wie Briefe oder Tagebucheinträge geschickt mit Fakten aus anderen Quellen so zu verbinden, dass der Leser das Gefühl hat, die Gefangenen zu begleiten. Durch den stetigen Wechsel zwischen den beiden Familienteilen wurde auch eine gewisse Spannung erzeugt. Obwohl ich durch den Klappentext wusste, dass die beiden Mädchen überleben, habe ich ständig mitgefiebert, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Man erfährt viel über die Ängste, Sorgen und Nöte der von Hofackers, aber auch viel von Mitgefangenen, zu denen auch bekannte Persönlichkeiten wie Isa Vermehre und Dietrich Bonhoeffer gehörten. Sie wussten nie, was als nächstes geplant war und ob sie die Gefangenschaft überleben würden und doch haben sie sich alle das Vertrauen in Gott und dadurch auch ihre Hoffnung bewahrt. Ich war berührt davon, wie sich alle gegenseitig helfen, um die Notlage gemeinsam zu überstehen.

    Schockiert hat mich dabei zum einen die Trennung der Familie, zum anderen die Tatsache, dass die jüngeren Kinder ihm NS-Heim ihre Identität vollkommen vergessen sollten, damit keiner was merkte.

    "Die Verschleppung der Kinder nach Bad Sachsa als staatliche Fürsorge darzustellen, ist geradezu ein Paradestück wirklichkeitsverzerrender Nazi-Propaganda, an die viele der Verantwortlichen sicherlich selber glauben. Als einschüchternde Bedrohung ist die Sippenhaft gewollt, ihre konkrete Umsetzung jedoch soll im Verborgenen geschehen und nicht weiter in das Bewusstsein der Bevölkerung dringen. Die Sippenhäftlinge sollen unsichtbar bleiben." (S. 140).

    Als dann Soldaten werden in einem Gebäude des Kinderheims untergebracht werden, heißt es:
    "Sich begegnen oder gar miteinander reden dürfen sie nicht: Für die Soldaten sind die Schemen hinter der Scheibe nur die 'Geisterkinder'..." (S.172)

    Ich bin sehr froh, dass einige dieser Geisterkinder über ihr Schicksal berichtet haben und dass die Autorin es geschafft hat, ein solch umfassendes und berührendes Werk über diese Schicksale zu schreiben. Ich kann das Buch sehr empfehlen, da es einen unschönen, aber wichtigen Teil deutscher Geschichte lebendig und sehr eindringlich erzählt.

    Fazit:
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    Packend und eindringlich geschriebener Zeitzeugenbericht über die Sippenhaft der Angehörigen der Stauffenberg-Attentäter
  • 5/5 Sterne

    Ein LESEMUSS

    von
    Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite total ergriffen und bewegt. Ich konnte nicht zu viele Seiten auf einmal lesen, weil es teilweise echt unter die Haut ging, was die Mutter mit ihren Kindern und alle anderen durchmachen mussten. Das Abschiedsgedicht der Tochter an den Vater hat mich fast zum Weinen gerührt. Heutzutage kann man sich kaum solche Bedingungen vorstellen, doch das Buch ist so gut geschrieben, dass ich mich fast im Kriegsgeschehen fühlte. Durch Erzählungen meiner Oma, weiß ich von Kriegserlebnissen, doch diese Beschreibungen und vor allem die Tagebucheinträge zeigen wirklich auf anschaulichste Weise, was damals passiert. Toll sind einfach die geschichtlichen Hintergrundinformationen. Allein um die deutsche Geschichte besser zu kennen und zu verstehen, sollte jeder dieses Buch lesen. Bisher war über dieses Thema viel zu wenig bekannt. Aber beeindruckt hat mich auch sehr der christliche Aspekt, der immer wieder durchscheint und der Familie Kraft gibt. Der Vater traut sich sogar kurz vor dem Attentat in einem Brief offen über den christlichen Glauben zu sprechen und auch seine Einstellung zur Konfirmation der Kinder finde ich beeindruckenswert, wenn man bedenkt, dass die Briefe wohl alle geöffnet wurden. Wie schrecklich muss es für eine Mutter sein, nicht zu wissen, wo ihre drei kleinen Kinder sich befinden, die älteste Tochter schwer erkrankt und dann noch die Todesnachricht vom Vater. Ich glaube dieser Winter 1945 war die Hölle für Lotte von Hofacker, aber heute kann das wohl niemand mehr verstehen. Ich finde es aber wichtig und richtig, diese Erfahrungen im Gedächtnis zu behalten, damit wir zu schätzen wissen, in welcher Welt wir heute leben. Dass wir Glaubensfreiheit, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit ... in Deutschland haben, versorgt sind mit Lebensmittel, Kleidung, nicht diese schlimmen Umstände und unmenschliche Behandlung haben und dass aktuell trotz Anschlägen in Deutschland eigentlich Frieden herrscht. Man sollte dieses Buch lesen und sich genau das bewusst machen. Es ist unsere Geschichte und gehört dazu, wir dürfen es nicht verdrängen/verleugnen, aber wir sollten einfach daraus lernen, damit niemand mehr ein solches Unglück erleiden muss.
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