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Tanz mit mir, Aurelia (Buch - Gebunden)

Erzählung

5 Sterne

Tanz mit mir, Aurelia (Buch - Gebunden)

Erzählung

5 Sterne

London, 1647: Es ist die Blütezeit des strengen Puritanismus. Dessen Anführer Oliver Cromwell lässt sogar das Weihnachtsfest verbieten, mit der Begründung, es sei mit heidnischen ...

  • Artikel-Nr.: 835239000
  • Verlag: Gerth Medien GmbH
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  • Artikel-Nr.: 835239000
  • Verlag: Gerth Medien GmbH

Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

London, 1647: Es ist die Blütezeit des strengen Puritanismus. Dessen Anführer Oliver Cromwell lässt sogar das Weihnachtsfest verbieten, mit der Begründung, es sei mit heidnischen Bräuchen vermischt und daher unbiblisch. Auch der junge John ist ein Puritaner. Sein Vater starb an Trunksucht, und von seinen Zieheltern hat er gelernt, dass ein gottgefälliges Leben aus Entsagung und Disziplin besteht. Er ist fest entschlossen, alles zu tun, um nicht das Schicksal seines Vaters zu teilen.

Doch dann begegnet er der wunderschönen, lebenslustigen Aurelia Fox, und seine Welt gerät ins Wanken. Könnte Aurelia recht haben, und Gott ist auch in Schönheit, Freude und Musik zu finden? Und Aurelia versteht durch John, dass die fromme Ehrfurcht der Puritaner eine wichtige Facette Gottes lebendig werden lässt. So beginnen die beiden, das Beste aus beiden Welten zu vereinen.

Doch ihrer jungen Liebe droht Gefahr: Aurelias Familie bereitet heimlich einen Weihnachtsgottesdienst vor, obwohl darauf laut Gesetz schwere Gefängnisstrafen drohen. Und dann bekommt Johns strenger Ziehvater Wind davon ...

 

Zusatzinformationen
  • Format: Buch - Gebunden
  • ISBN: 978-3-86334-239-5
  • ISBN 10: 3863342399
  • Auflage: 1. Auflage, 14.08.2019
  • Seitenzahl: 176 S.
  • Maße: 12.5 x 18.7 x 1.4 cm
  • Gewicht: 282g

  • Schutzumschlag mit Glitter

Extras

Leseprobe

Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    Eine Liebe, die nicht sein darf, und ein verbotenes Weihnachtsfest

    von
    John Annesley wurde nach dem Tod seines trunksüchtigen Vaters von seinem puritanischen Onkel Nehemia aufgezogen. Das Leben der überzeugten Puritaner war geprägt vom protestantischen Glauben, von Ernsthaftigkeit, Nüchternheit und Enthaltsamkeit, der Einfluss der Puritaner auf das Alltagsleben in England war unglaublich stark. Als John durch seinen Beruf als Wasserträger einer wunderschönen und ungezähmten Tochter aus gutem Hause namens Aurelia begegnet, treffen zwei völlig konträre Welten aufeinander. Aurelia sprüht vor Lebensfreude und liebt das Leben. Sie vermisst ihre geliebten Theaterbesuche, aber auch das wunderschöne Fest der Geburt Jesu – Dinge, die von den Puritanern streng verboten wurden. Aurelia möchte aus ihrem vorbestimmten Leben ausbrechen. „Mein Leben ist wie ein Theaterstück. Ich soll die Rolle der braven Bürgerstochter spielen, die Bühne betreten, mein Verslein aufsagen, heiraten und der Familie keine Schande bereiten. Aber das war die falsche Rolle für sie. Der Autor musste das Stück verändern, Aurelias Passagen mussten neu geschrieben werden.“

    Titus Müller veranschaulicht in dieser Erzählung die Einschränkungen durch die Vorherrschaft der Puritaner in England und deren Reformation der Kirche nach calvinistischen Grundsätzen. Die beiden Protagonisten entstammen unterschiedlicher Herkunft und haben auch eine konträre Einstellung zum Glauben. Während John sich bemüht, den strengen Anforderungen seines puritanischen Onkels gerecht zu werden, möchte Aurelia das Leben vor all diesen Verboten zurückhaben. In Form von Begegnungen und Dialogen zwischen den handelnden Figuren gewährt der Autor Einblicke in die radikalen Ansichten und Vorgehensweisen des Puritanismus. John hinterfragt zum ersten Mal den Glauben seiner Zieheltern, ermöglicht es Aurelia zugleich aber, seine Sichtweise kennenzulernen. Der Hartnäckigkeit der jungen hübschen Frau ist es letztendlich geschuldet, dass John sich dazu bereit erklärt, das Weihnachtsfest mit Aurelia vorzubereiten und zu feiern.

    Der Autor beschränkt sich in dieser Erzählung auf eine überschaubare Anzahl handelnder Figuren. Das größte Augenmerk liegt auf den beiden Protagonisten, während Aurelias und Johns Angehörigen lediglich eine Nebenrolle zuteilwird. Titus Müller verwob eine zarte Liebesgeschichte mit sehr gut recherchierten historischen Fakten über den Puritanismus im sechzehnten Jahrhundert. Er thematisiert eine verbotene Liebe, die durch die Gesellschaft, den Erwartungen der Eltern und den religiösen Unterschieden bereits vorab zum Scheitern verurteilt ist. Der Autor präsentiert seine Geschichte in zwei Erzählperspektiven, er besitzt einen flüssigen Schreibstil, seine Ausführungen werden durch interessante historische Fakten bereichert. Ich möchte besonders die authentische Charakterzeichnung der handelnden Figuren und das interessante Thema hervorheben, das diese im Grunde ernste und nachdenklich stimmende Erzählung zu einem ganz besonderen Leseerlebnis machte.

    Fazit: „Tanz mit mir, Aurelia“ trägt speziell in der Vorweihnachtszeit dazu bei, den Ursprung dieses Festes zu hinterfragen. Vielleicht dient es sogar als Motivation, die Feier von Christi Geburt besinnlicher zu begehen und die Traditionen um Weihnachten mit anderen Augen zu betrachten.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen - gerne gebe ich hier fünf Sterne und eine Leseempfehlung!
  • 5/5 Sterne

    Liebe und Glaube zur Zeit Cromwells

    von
    Diesmal ist es kein Roman, es ist eine Erzählung, die Titus Müller geschrieben hat. Auf 160 Seiten lernt der Leser John, einen einfachen Wasserträger, und Aurelia, Tochter eines Graveurs, kennen. Die beiden begegnen sich das erste Mal, als John Wassereimer in das Haus von Aurelias Eltern trägt. Es ist die Zeit Cromwells, der Winter naht. John muss hart arbeiten. trotzdem hat er immer ein Herz für diejenigen, denen es noch schlechter geht. Er hat keine einfache Kindheit gehab, dennoch fühlt er sich im Haus seines Onkels und Ziehvaters wohl. John ist ein tiefgläubiger Puritaner und so kann er Aurelias Lebenswandel und Ansichten nicht gutheißen. Dennoch zieht ihn Aurelias Lebensfreude an. Trotz aller Unterschiede in Hierarchie und Glauben verliebt er sich in sie.

    Aurelia setzt sich gerne über Grenzen hinweg. Warum sollte sie auch nicht mit John reden? Mit ihm über den Glauben diskutieren? Aurelia und ihre Famile müssen ihren Glauben im Verborgenen leben, seit so vieles in England verboten wurde.

    Titus Müller lässt diese Zeit, die Zeit Cromwells und der Puritaner, wieder aufleben, beleuchtet die Seiten der beiden Protagonisten (die Geschichte wird abwechselend von beiden erzählt). Interessant und aufschlußreich sind vor allem auch die geführten Dialoge. Aurelia erzähtlt John von einem liebevollen Gott, über Freude und Traditonen, es geht unter anderem auch über das Weihnachtsfest, das von den Puritanern verteufelt und verboten wurde. Aus Johns Sicht erfahren wir die Hintergründe seines Glaubens, aber auch seine Zweifel und vor allem seinen Mut, sich damit auseinanderzusetzen.

    Eine Erzählung, die zur Winter- und Weihnachtszeit passt, die ruhig erzählt nachdenklich macht und informiert.

    Am Ende gibt es noch ein sehr interessantes Nachwort von Titus Müller mit Erläuterungen und Erklärungen über diese Zeit in England.
  • 5/5 Sterne

    Jaaa, ich tanze mit!

    von
    Wer schon jetzt auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken ist, sollte sich das Buch von Titus Müller unbedingt vormerken. „Tanz mit mir, Aurelia“ ist eine liebevolle Erzählung, die zudem spannend geschrieben ist und mich im Herzen berührt hat.

    Aurelia und John, die im London des Jahres 1647 eigentlich nicht miteinander in Berührung kommen würden, da sie zwei komplett unterschiedlichen Gesellschaftsschichten angehören, begegnen einander auf zufällige Weise. Seitdem verbindet sie ein zartes Band, welches nicht möglich sein darf, aber doch so stark ist, dass die Beiden nicht voneinander lassen können. Hat diese aufkeimende Liebe inmitten so vieler gesellschaftlicher Konflikte eine Chance?

    Ich bin begeistert von dieser wunderbaren Erzählung und deren Autor, Titus Müller. Seine feine Schreibweise und Wortwahl gibt diesem Buch Leben und die 168 Seiten sind viel zu schnell vorbei, denn ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Die schöne Gestaltung der abwechselnden Erzähler John und Aurelia mit denen auf sie abgestimmten Ornamenten macht das Buch zusätzlich zu dem zum Träumen einladenden Cover auch zu einem optischen Hingucker.

    Von mir gibt es eine unbedingte Kauf- und Geschenk-Empfehlung!

    Warum nun zu Weihnachten? Weil die Geschichte kurz vor Weihnachten spielt und am Weihnachtstag endet! Mehr sei aber nicht verraten. :-)
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