Die Kunstschätzerin (Buch - Paperback)

5 Sterne

Die Kunstschätzerin (Buch - Paperback)

1866: Die junge Kuratorin Eleanor übernimmt das Familienunternehmen, das private Kunstsammlungen betreut. Ein Spezialauftrag jedoch fordert sie aufs Äußerste: Sie soll ihrer unglücklichen Jugendliebe Baron Lydney auf den Zahn fühlen: Versetzt er heimlich Stücke aus der Sammlung seines Vaters? "

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Details

Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Viktorianisches England, 1866.
Die junge Kuratorin Eleanor übernimmt das Familienunternehmen, das private Kunstsammlungen betreut und wertvolle Sammlerstücke restauriert. Ein reicher Kunde betraut Eleanor mit einem Auftrag, der sie aufs Äußerste herausfordert: Sie soll ihrer unglücklichen Jugendliebe, Baron Harry Lydney, auf den Zahn fühlen: Versetzt der aufrichtig wirkende junge Mann heimlich Stücke aus der Sammlung seines Vaters? Nur, wenn er sich als der erweist, der er zu sein scheint, darf Eleanor ihm die Kunstschätze überlassen. An dieser "Echtheitsüberprüfung" hat Eleanor auch ein ganz persönliches Interesse – hatte Harry ihr doch einst einen Ring als Unterpfand ihrer gegenseitigen Liebe gegeben. Dann allerdings verschwand er auf mysteriöse Weise, nur, um mit einer attraktiven italienischen Adeligen zurückzukehren. Hat er ihre Liebe verraten? Wird er sich als echt oder falsch erweisen wie so manches Kunstwerk, das der Begutachtung durch Eleanor nicht standhält?

 

Zusatzinformationen
  • ISBN: 9783963622793
  • Auflage: 07.09.2022
  • Seitenzahl: 400 S.
  • Maße: 13,5 x 20,5 x 2,2 cm
  • Gewicht: 450g
  • Preisbindung: Ja
  • Sachgebiet: Erzählungen/Romane
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Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    Fesselnder Ausflug ins viktorianische England

    "Ich konnte mit Pferden umgehen. Sie glichen mir sogar ein wenig, denn sie waren launisch wie ich und hielten immer Nase und Ohren in den Wind, um Ärger zu vermeiden. Wir verstanden uns." Buchauszug S. 101/102

    Inhalt:

    Die junge Kuratorin Eleanor Sheffield, wird mit ihrem neusten Auftrag, vor die schwerste Entscheidung ihres Lebens gestellt. Ausgerechnet sie soll entscheiden, ob ihre unglückliche Jugendliebe Harry, sich als würdig erweist, die äußerst wertvolle Kunstsammlung seines Vaters zu erben. In seinem Nachlass hat Harrys Vater einen persönlichen Brief an Eleanor hinterlassen, der keinen Zweifel daran lässt, dass Baron Lydney seinen Sohn gerne enterbt sehen würde. Ist Harry wirklich der, den er vorgibt zu sein. Aber warum ist er dann nicht wie versprochen zu Eleanor zurückgekehrt und was hat die venezianische Schönheit, die sein Vater im Brief erwähnt hat, damit zu tun. Die Wurzel des Misstrauens wächst tief in Eleanors Herz und sie braucht ihren ganzen Verstand um diese Entscheidung treffen zu können. Hängt doch auch ihre berufliche Zukunft davon ab.

    Meine Eindrücke:

    Da ich schon etwas länger keinen romantischen historischen Roman gelesen hatte, ließ ich mich um so lieber von Sandra Byrd ins viktorianische England entführen. Von Anfang an verstand es die Autorin mich mit ihrer Geschichte um die Kuratorin Eleanor zu fesselnd. Ich begleitete Eleanor sehr gerne auf ihrer Suche nach der Wahrheit. Dabei wurden nicht nur ihre beruflichen Fähigkeiten auf eine harte Probe gestellt, sondern vor allem ihre Menschenkenntnis. Ihre Empfindungen dabei kamen harmonisch und authentisch rüber. Eleanor ist eine selbstbewusste und sympathische junge Frau. Besonders gefallen haben mir ihre Besuche im Frauengefängnis und ihre liebevolle Art Alice und der Haushälterin gegenüber. Den Einblick in die damalige Kunstszene fand ich sehr interessant und einmal etwas ganz anderes.

    Über die anderen Protagonisten möchte ich eigentlich gar nichts schreiben, da ich sonst unbeabsichtigt etwas verraten könnte. Frau Byrd ist es nämlich gelungen, mich mehr als einmal zu überraschen. Lange wusste ich genau wie Eleanor nicht, wem man trauen darf und wem nicht. Dies machte die Geschichte sehr mitreißend und wie bereits erwähnt auch in vielen Teilen unvorhersehbar. Der christliche Aspekt ist passend eingewoben, für mich hätte er gerne etwas dominanter sein dürfen. Ansonsten war dieses Buch ein reines Lesevergnügen und ich habe den Ausflug ins viktorianische England mehr als genossen.

    Mein Fazit:

    Ein wundervoller, äußerst fesselnder Roman um Eleanors Wahrheitssuche, den ich unglaublich gerne gelesen habe. Von mir gibt es dafür sehr gute aufgerundete 5 Sterne!
  • 5/5 Sterne

    Eine interessante Beziehungsgeschichte vor dem Hintergrund englischer Kunstgeschichte. Empfehlenswert!

    Das neue Buch „Die Kunstschätzerin“ der Autorin Sandra Byrd führt den Leser/die Leserin in das viktorianische England in das Jahr 1866.

    Die junge Eleanor steht gleich vor mehreren Problemen. Eigentlich sollte sie inzwischen verlobt sein, doch der Mann ihrer Träume ist vor einem Jahr nach Italien gereist und seitdem hat sie nichts mehr von ihm gehört. Dafür wird sie als Kuratorin von seinem inzwischen verstorbenen Vater beauftragt, über das Erbe vieler wertvoller Kunstschätze zu entscheiden. Soll Harry die Schätze erhalten, auch wenn sein Vater ihn am liebsten enterbt hätte und er sich nach wie vor als unverlässlich erweist, oder soll die gesamte Kunstsammlung dem South Kensington Museum gespendet und somit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden? Hinzu kommt, dass der Familienbetrieb von Eleanors Familie vor dem Bankrott steht. Wie wird sich Eleanor entscheiden?

    Die Autorin Sandra Byrd hat mich mit ihrem Buch „Die Kunstschätzerin“ überzeugt. Eine spannungsreiche Beziehungsgeschichte mischt sich mit interessanten, historisch gut recherchierten Fakten zur englischen Kunstszene im 19. Jahrhundert, insbesondere wird der Übergang zwischen Privatsammlungen und Museen gelungen beschrieben. Denn hierum geht es unter anderem in dem Buch. Sollten Kunstschätze öffentlich oder nur privaten Sammlern zugänglich sein? Anhand der Entscheidung über das Erbe wird die Argumentation von pro und contra verdeutlicht. Hinzu kommt wie gelungen die Autorin den Zwiespalt von Eleanor aufbaut, nimmt sie dem Mann, den sie liebt, das Erbe und damit möglicherweise auch ihre gemeinsame Zukunft, denn aufgrund ihrer eigenen bedrohlichen finanziellen Situation ist Eleanor auf eine gesicherte Ehe angewiesen, oder wird es eine Möglichkeit geben, eine Entscheidung zu treffen, die allen gerecht wird. Sehr spannend werden von der Autorin auch die Möglichkeiten von Fälschungen erfasst. Hierbei liest sich der Schreibstil der Autorin leicht und flüssig und die historischen Fakten sind gut in die Romanhandlung miteingearbeitet. Der christliche Anteil der Erzählung hätte aus meiner Sicht stärker hervortreten können, aber auch so bleibt es eine spannende, gelungene Geschichte, die durch die Handlung rund um Weihnachten gut zur Jahreszeit passt. Gerne empfehle ich den Roman weiter.
  • Nichts ist wie es scheint - oder doch?

    Im viktorianischen England Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, betreiben die beiden Brüder Sheffield die Firma Scheffield Brothers, bei der es sich um Kauf, Bewertung, Restauration und Pflege von Kunstwerken handelt. Eleanor Scheffield, Tochter eines Mitbesitzers, führt nach dem Tod ihres Vaters die Firma gemeinsam mit ihrem Onkel Lewis weiter, wobei sie zunehmend die Hauptverantwortung für die geschäftliche Tätigkeit übernehmen muss, da ihr Onkel an ständig fortschreitender Demenz leidet. Eine schwierige Situation vor allem für eine junge Frau in dieser Zeit noch dazu in einem Geschäftszweig, der sehr viel Sachverstand und Fachkenntnisse voraussetzt. Hinzu kommen finanzielle Probleme der Firma, die sich nicht länger leugnen lassen. Durch den Tod von Lord Lydney, ein vermögender Kunde und auch Freund ihres verstorbenen Vaters, wird Eleanor mit einem äußerst schwierigen Auftrag betraut: Sie soll entscheiden, ob die umfangreiche und wertvolle Kunstsammlung des Verstorbenen im Haus verbleiben und damit als Erbe seinem Sohn zufallen oder ob die gesamte Sammlung an ein Museum übergeben werden soll. Hegt doch Lord Lydney gewisse Vorbehalte gegenüber der Redlichkeit seines Sohnes und traut ihm durchaus eine Veräußerung der Gegenstände zum eigenen Vorteil zu. Als wäre dieser Auftrag nicht bereits kompliziert genug, handelt es sich bei dem potentiellen Erben um Harry Lydney, Eleanors unglückliche Jugendliebe.
    Der Roman ermöglicht dank seines flüssigen Schreibstils einen Ausflug in ein Jahrhundert, in dem die Stellung einer Frau gesellschaftlich durch Heirat, Ehefrau und Mutter gekennzeichnet war. Eine alleinstehende und noch dazu berufstätige Frau, eine Kombination, die von der Autorin in der Protagonistin von Eleanor treffend vor- und dargestellt wird. Da gilt es sich durchzusetzen, was gerade durch erforderlichen fachlichen Kenntnisse des Bewertens von Kunstschätzen eine sehr interessante Note erhält. Und auch eine Berücksichtigung der unglücklich verlaufenen Liebesgeschichte aus Eleanors Jugendzeit, stellt einen ganz besonders reizvollen Aspekt des Romangeschehens dar. Denn Eleanor ist daran nicht zerbrochen, sondern hat diese Lebensphase erfolgreich gemeistert und ist zu einer lebenstauglichen Frau geworden, die sich nicht nur den beruflichen Herausforderungen stellt, sondern auch gleichzeitig in der Lage ist, Probleme zu erkennen und Lösungen zu finden.
    Neben der fiktiven Romanhandlung, die immer wieder mit überraschenden Wendungen für Abwechslung sorgt, gibt es viele interessante Ausflüge in die Welt von Kunstsammlungen. Eine mir bisher unbekannte Thematik, die aber sehr verständlich vermittelt wird.
  • 5/5 Sterne

    Das Senfkorn der Hoffnung

    „Die Kunstschätzerin“ von Sandra Bryd ist ein spannend-atmosphärischer Historienroman und ist im August 2022 bei Francke Buch erschienen.
    Wir tauchen ein ins viktorianische Zeitalter und lernen die junge und sehr begabte Antiquitätenkennerin Eleanor Sheffield kennen, die zwischen echten und gefälschten Kunstgegenständen zu unterscheiden weiß.
    Mit dem plötzlichen Tod ihres Vaters und der beginnenden Demenz ihres Onkels gerät das Familienunternehmen Sheffield zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten.
    Für Eleanor, die die Firma weiterführen möchte tun sich unüberwindbare Hindernisse auf, die nicht nur den Ruf des Unternehmens schädigen, sondern auch ihren persönlichen Ruin bedeuten.

    Mein Leseeindruck:
    Sandra Bryds flüssiger Schreibstil ist spannend und fesselnd. Man wird ins Buch und dessen Geschehnisse geradezu hineingezogen.
    Die Protagonistin Eleanor ist authentisch dargestellt und auch die anderen Charaktere der Geschichte sind überzeugend gezeichnet und sorgen zusammen mit der bildhaften Sprache für eine farbenprächtige Kulisse, die man bei der Beschreibung der Szenen vor Augen hat.
    Im Mittelpunkt steht der Auftrag für Eleanor als Treuhänderin des verstorbenen Lord Lydney zu agieren und dessen Kunstschätze in die richtigen Hände zu geben.
    Dabei wird sie mit ihrer Vergangenheit und einer unerfüllten Liebe konfrontiert und sie steht vor der Herausforderung den Weg der Wahrheit zu suchen. Dabei muss sie nicht nur beruflich zwischen echt und falsch unterscheiden, sondern auch privat ist ihre Kenntnis und ihre Glaubensstärke gefordert.

    Mein Fazit:
    Ein wunderbares historisch gut recherchiertes Lesevergnügen mit beeindruckenden Protagonisten, faszinierenden Schätzen, christlichen Werten und einem Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite.

  • 5/5 Sterne

    Spannender historischer Roman

    Von der ersten Seite an, war ich in der Story drin. Mir hat der Aufbau des Romans sehr gut gefallen. Durch Rückblenden in entsprechenden Situationen, erfährt man was in der Vergangenheit geschehen ist und darf so aktuelles in einem anderen Licht sehen und bewerten. Mir waren die Charaktere von Beginn an sympathisch und ich habe sehr mit Eleanor mitgefiebert. In verschiedenen Punkten ihres Lebens, stellt sie sich bewusste Fragen, die auch mich als Leser umtreiben. Mir hat hierbei besonders gut gefallen, dass man für einzelne Randfiguren ein gutes oder ungutes Gefühl bekam, aber eben genau wie Eleanor keine klaren Beweise hatte.

    So war die Geschichte wirklich die ganze Zeit über spannend. Wem kann man vertrauen? Wer hat unlautere Absichten? Was ist genau passiert? Und viele weitere Fragen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Ich konnte die Handlungen der Personen sehr gut nachvollziehen.

    Der christliche Hintergrund war hier eher im Hintergrund, doch auf eine sehr angenehme Art und Weise. Lange fragt Eleanor immer wieder nach Gott und hat das Gefühl dass er sie im Stich lässt. Dieses Fragen und Suchen nach Gott war wirklich authentisch und passend.

    Für mich ein wirklich gelungener Historischer Roman, bei dem ich nichts hatte was mich wirklich gestört hat. Ich hatte es in kurzer Zeit "eingeatmet" und werde das Buch bestimmt noch öfter mal wieder lesen.
  • 5/5 Sterne

    Wer bist du wirklich?

    Eleanor trägt eine große Last auf ihren Schultern. Ihr geliebter Vater lebt nicht mehr, und bei ihrem Onkel sind erste Zeichen für Demenz zu erkennen. Sie als Frau kann im viktorianischen Zeitalter schlecht das Familienunternehmen allein weiterführen, aber wem kann sie vertrauen? Und als dann eine Vielzahl von unbezahlten Rechnungen auftauchen, droht ihr das Schuldengefängnis.

    Das Buch beginnt mit einem geheimnisvollen Auftrag, der von einem Verstorbenen kommt; ein Vater, der sich nicht sicher ist, ob er seinem Sohn und alleinigen Erben vertrauen kann. Eleanor soll überprüfen, ob der Sohn unerlaubterweise Besitztümer seines Vaters verkauft hat, und entscheiden, ob er das Erbe bekommt, oder ob es einem Museum gespendet wird.

    Was diese Aufgabe so schwer macht, sind Eleanors Gefühle, denn sie liebt den jungen Erben. Es gab sogar eine Zeit, in der sie dachte, dass Harry ihre Gefühle erwidert, aber nun ist sie sich nicht mehr sicher. Alle seine Freundlichkeiten könnten vorgetäuscht sein, um ihre Entscheidung zu beeinflussen.

    Als Kunstschätzerin ist Eleanor ständig mit der Frage konfrontiert, ob etwas echt ist oder eine gute Fälschung. Darum ist sie überzeugt, dass sie unparteiisch entscheiden kann. Doch nicht nur ihre Gefühle für den Sohn ihres Auftraggebers stehen ihr im Weg, sie muss auch den besten Weg finden die Firma und das alleinige Auskommen ihrer Familie zu retten. Als es dann einen mysteriösen Todesfall gibt und es aussieht, als könnte sie das nächste Opfer sein, wird die Frage, wem sie vertrauen kann, noch viel drängender.

    Es ist eine Wohltat diesen Roman zu lesen. Eleanor wird schnell zur besten Freundin. Daneben gibt es eine Vielzahl von weiteren liebenswerten Charakteren.

    In vielen Kleinigkeiten werden die Schwierigkeiten, die Frauen in dieser Ära zu bewältigen hatten, eindrücklich deutlich gemacht. Nicht nur Eleanor kämpft mit den Hindernissen, die ihr gestellt werden, an anderen Frauen wird ebenso deutlich, dass ein selbstständiges Leben oder gar ein eigener Beruf in dieser Zeit kaum möglich waren.

    Auch der Glaube Eleanors wird angesprochen, doch die Hinweise darauf sind unaufdringlich und fügen sich auf glaubwürdige Weise in die Geschichte. Es geht vor allem darum, dass sie Gott um Weisheit bittet und erlebt, dass er bei ihr ist.

    Das zentrale Thema in diesem Buch ist das Prüfen auf Echtheit. So wie Antiquitäten überzeugend nachgebildet werden können, um den Betrachter zu täuschen, so wird Eleanor mit der Frage konfrontiert, ob wichtige Menschen in ihrem Leben wirklich diejenigen sind, die sie vorgeben zu sein. Was ist Wirklichkeit, und was ist Täuschung? Auch wenn ihre Lebensumstände ganz anders waren als unsere heute, geben ihre Überlegungen auch dem heutigen Leser Fragen auf.

    Fazit: Eine spannende und gleichzeitig berührende Geschichte, die nicht nur interessante Fakten über das Sammeln von Antiquitäten im viktorianischen England verrät, sondern eine bewegende Liebesgeschichte und mehrere Rätsel enthält. Sehr empfehlenswert, vor allem für Menschen, die historische Romane lieben!
  • 5/5 Sterne

    Schätze sind dazu da, dass man sie wie Schätze behandelt.

    Wir befinden uns im Viktorianischen England, im Jahr 1866. Die junge Kuratorin Eleanor arbeitet von Jugend an mit in dem von ihrem Vater und seinem Zwillingsbruder gegründeten Familienunternehmen, das private Kunstsammlungen betreut und wertvolle Sammlerstücke restauriert. Zu ihrem Vater hatte sie ein sehr enges Verhältnis, nachdem die Mutter die Familie verlassen hat. Nun ist der Vater verstorben und Eleanor sieht sich in der Verantwortung und in der Herausforderung das Familienunternehmen in seinem Namen zu führen, was sich für eine junge ledige Frau in dieser Zeit sehr schwierig darstellt.

    Ein sehr reicher und ebenfalls verstorbener Kunde, Baron seinesgleichen, beauftragt in seinem Testament Eleanor seine umfangreiche Sammlung zu schätzen und dabei herauszufinden ob sein, in den Augen des Barons missratener Sohn, nun ebenfalls Baron Harry Lydney, heimlich wertvolle Stücke aus der Sammlung versetzt hat um seinen liederlichen Lebensstil und seine teure Pferdezucht zu finanzieren. Eleanor soll nun also den attraktiven Erben einer "Echtheitsprüfung" unterziehen und danach entscheiden ob die Sammlung in seinen Händen bleibt oder in ein Museum überliefert wird.

    Das alleine ist schon für die junge Eleanor eine große Herausforderung, doch das pikante i - Tüpfelchen ist, dass Harry ihre unglückliche Jugendliebe ist und dem immer noch ihr Herz gehört obwohl der Verstand sie immer wieder zu Professionalität mahnt. Harry hatte ihr einen Fast-Heiratsantrag oder auch nicht gemacht, war ein halbes Jahr auf dem Festland und kam zur Beerdigung seines Vaters an der Seite einer jungen itatlienischen Schönheit, die mit ihm auf dem Schloss wohnt. Eleanor muss sich vorsichtig und klug auf dem komplizierten und eitlen Parkett des damaligen Adels bewegen, was schwierig genug ist, denn jeder enttäuschte Kunde hätte die Macht, Eleanors Geschäft und ihren Ruf zu zerstören und sie ins Schuldgefängnis zu befördern. Nicht alle adeligen Gönner sind ehrlich und auch im eigenen Haus, mit Onkel und einem Mitarbeiter, gibt es unvorhergesehene Probleme. Und dann ist da immer wieder Harry, der nichts unversucht lässt, das Vertrauen von Eleanor wieder zu gewinnen....

    Sandra Byrd hat mich auf eine wundervolle Reise in das Viktorianische England mit hineingenommen. Mit Eleanor, die ich mir genau wie auf dem wunderschönen und stimmungsvollen Cover vorstellen kann, ist ihr eine stille und mutige Protagonistin gelungen, die das Herz auf dem rechten Fleck hat, authentisch ihren Glauben und ihre Gewissenskämpfe teilt und trotz ihrer schwierigen Lage immer noch die Zeit findet, die Frauen in den damaligen elenden Gefängnissen zu besuchen, ihnen Gutes zu tun und ihnen Freundin zu sein. Im Laufe der Geschichte kann man sehen was es heißt das zu ernten was man sät. Sandra Byrd hat vortrefflich recherchiert und ich habe es genossen, so viel über die Restauration damaliger Kunstgegenstände zu erfahren. Das Buch war ein absoluter entspannender Lesegenuss und ich kann es von Herzen empfehlen.
  • 4/5 Sterne

    ein interessanter historischer Roman

    England, 1866: Die junge Kuratorin Eleanor bekommt einen schwierigen Auftrag. Sie soll entscheiden, ob die umfangreiche Kunstsammlung des verstorbenen Lord Lydney dem Kunstmuseum in London geschenkt wird oder ob der eigentliche Erbe Lord Harry Lydney würdig ist die Sammlung zu bekommen. Harry war Eleanors Jugendliebe, doch dann hielt er sein Versprechen nicht… Sind die Vorwürfe seines Vaters berechtigt? Und wieso fehlen kostbare Teile der Sammlung? Eleanor steht vor einer schweren Entscheidung, vor einer schwierigen Zeit, denn auch im Familienunternehmen muss sie sehr viel Verantwortung übernehmen….

    Als ich das wundervolle Cover sah, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Die Autorin war mir bisher unbekannt und so war ich neugierig auf die Geschichte. Leider konnte mich der Roman nicht durchweg überzeugen. Zu Beginn weist er viele Längen auf. Eleanor, aus deren Sicht erzählt wird, verliert sich in Beschreibungen von Kunstgegenständen, Begegnungen, Erinnerungen, Gedanken und Vermutungen… Erst im 2. Teil wurde es richtig spannend und es gab so manche überraschende Wende, so dass mich der Roman dann doch gefesselt hat. Eleanor und Harry, die beiden Hauptprotagonisten, waren mir sympathisch. Mit der Figur der Eleanor kommen auch wichtige Themen zur Sprache – wie war das Leben für eine Frau zu dieser Zeit? Welche Rechte und Möglichkeiten hatte sie? Und wie war das Leben von Reichen und Armen und der Mittelschicht?

    Fazit:
    „Die Kunstschätzerin“ ist ein interessanter historischer Liebesroman über eine junge Frau, die ihren Weg und ihren Platz sucht. Mir hat das Buch gut gefallen und ich vergebe 4 Sterne.
  • 4/5 Sterne

    vielschichtig, detailreich und angenehm

    Als ich dieses Buch sah wusste ich, das möchte ich lesen. Dieses Cover ist einfach wunderschön gestaltet. Die Frau, die getragene Mode, der Blick auf die Kerze und der kleine Lichtschein. Alles ist so stimmig und harmonisch.

    Ich war sofort angesprochen und das Buch hat mich nicht enttäuscht.

    Eleanor übernimmt die Leitung des Familienunternehmens und als Frau im Jahre 1866 ist das allein schon außergewöhnlich.

    Doch sie liebt Kunst und ist begeistert auf der Suche nach neuen Sammlerstücken und deshalb hervorragend dafür geeignet. Ihr Onkel, der gesundheitlich angeschlagen ist und dem das Alter langsam zu schaffen macht, arbeitet auch noch mit und vom ihm und ihrem Vater hat sie sich viel Wissen über Kunstwerke angeeignet.
    Sandra Byrd hat es gut und anschaulich geschafft die Art und Weise der damaligen Echtheitsprüfungen zu beschreiben.

    Eleanor liebt ihren Beruf doch dann bekommt sie den Auftrag Baron Harry Lydney zu prüfen. Das wäre schon herausfordernd genug, doch der Baron ist ihre Jugendliebe und sie muss darum kämpfen sachlich und nüchtern zu bleiben um die Situation fair zu beurteilen.
    Es geht darum das dem Baron unterstellt wird einige wertvolle Kunstschätze aus der Sammlung seines nun verstorbenen Vaters verkauft zu haben.

    Die Aufgabe ist schwerer als gedacht denn Gefühle und Alltag erschweren ihr die Arbeit, aber sie muss herausfinden ob an dieser Anschuldigung etwas dran ist um dann zu entscheiden ob Harry Lydney das Erbe seines Vaters im vollen Umfang antreten kann oder eben nicht.

    Die ganze Geschichte ist angenehm und flüssig erzählt.
    Kleine Erinnerungen Eleanors sind perfekt eingefügt und geben wunderbare Einblicke in die Vergangenheit.

    Das Setting ist grandios gewählt worden, kleine Details zu Kunstgegenständen, deren Herkunft und Geschichte, dazu andere Kunstliebhaber, der Adel sowie die ärmere Gesellschaftsschicht, Eleanors Besuche im Londoner Gefängnis um den Frauen von Gottes Liebe weiterzugeben und die Rolle der Frau der damaligen Zeit.

    Dazu eben Eleanor mit ihren Gefühlen, Wünschen und Träumen.
    Sie ist toll charakterisiert, sympathisch, herzlich und liebevoll mit dem großen Wunsch das Richtige zu tun.

    Ihre Verwirrung, der entstehende Ärger, die Verantwortung für das Unternehmen, den kranken Onkel, die Sorgen und Ängste und die große Frage "Wer ist Baron Lydney wirklich" sind authentisch und realistisch beschrieben.


    Die Geschichte beginnt ruhig und wird dann immer spannender und aufregender. Die Ereignisse überschlagen sich zum Ende hin fast und man möchte wissen wie es nun ausgeht.

    Ganz ganz toll fand ich das ihre Suche nach tiefer Beziehung zu Gott, und die daraus folgende Erfahrung das Gott immer da ist, von Sandra Byrd wunderbar herausgearbeitet wurde wenn auch der Glaube sonst eher zurückhaltend thematisiert wird.

    "Die Kunstschätzerin" ist ein guter historischer Roman, detailreich, vielschichtig, warm und liebevoll geschrieben und bietet herrliche Stunden voller Lesegenuss.
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