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von bibliothek.auf.dem.land (Veröffentlicht am 17.02.2026)
Ein langer Weg nach Hause
Endlich wieder ins gemütliche Sea-View nach Sidmouth.
Der Leser trifft auf die fröhlichen Summers Schwestern und ihre Mutter. Das Gästehaus läuft gut. Könnte es noch besser sein? Oh ja, denn Claire, die verstoßene Tochter und Schwester fehlt einfach. Geht es ihr in Edinburgh bei der griesgrämigen Tante gut? Wie gerne hätten die Schwestern wieder Kontakt zu ihr.
Und Claire? Innerlich zerrissen, ohne jegliches Selbstbewusstsein bereut sie zutiefst ihre Vergangenheit. Sie sehnt sich wieder nach der Liebe und Geborgenheit ihrer Familie und denkt sich einen besonderen Plan aus. Ob er gelingt?
In der Geschichte treffen viele Lebenswege aufeinander und werden faszinierend miteinander verwoben. Türen öffnen sich, von denen niemand etwas geahnt hat. Der Glaube und das Gebet sind fester Bestandteil im Leben vieler Protagonisten. Der Leser kann sich sehr gut in sie hineinversetzen und man spürt, wie gerungen und gekämpft wird.
Der Spannungsbogen hält bis zum Schluss an und der Schreibstil ist wie gewohnt klasse.
Mir hat der Werdegang sehr gefallen, es wurde nichts überstürzt, sondern auf Gottes Wegweisung gewartet.
Reue, aufrichtiges Bekenntnis, Vergebung und liebevolle Herzen sind ein großer Bestandteil der Geschichte.
Ein Herzensbuch. -
von LisaDi (Veröffentlicht am 16.02.2026)
Wenn Versöhnung Hoffnung schenkt
Manchmal gibt es Bücher, die liest man und dann gibt es Bücher, die fühlen sich an wie eine Umarmung fürs Herz. Eine Versöhnung am Meer“ war für mich genau so ein Buch. Ich liebe die Schwestern von Sea View-Reihe und auch dieser dritte Band hat mich wieder vollkommen abgeholt.
Schon nach den ersten Seiten war ich wieder mitten in Sea View. Diese Atmosphäre am Meer, das Rauschen der Wellen, die Weite, Julie Klassen beschreibt alles so lebendig und detailreich, dass man das Gefühl hat, selbst dort zu stehen. Ihr Schreibstil ist warmherzig, einfühlsam und angenehm flüssig. Man merkt einfach, wie viel Herz in ihren Geschichten steckt.
Im Mittelpunkt steht Claire und ihre Geschichte hat mich besonders berührt. Nach einer folgenschweren Entscheidung lebt sie getrennt von ihrer Familie und trägt schwer an Schuldgefühlen und unausgesprochenen Worten, besonders im Verhältnis zu ihrer Mutter. Die Spannungen, die alten Verletzungen und das schmerzliche Schweigen zwischen Mutter und Töchtern wirken unglaublich echt und nachvollziehbar. Ich konnte Claires Schmerz, ihre Unsicherheit, ihr Hoffen und ihr inneres Ringen richtig spüren.
Als sich durch den Tod der Großtante alles verändert und Claire eine neue Stelle annimmt, keimt vorsichtig Hoffnung auf. Die Möglichkeit, ihrer Familie wieder näherzukommen, bringt eine leise, aber spürbare Spannung in die Geschichte. Wird es zur ersehnten Versöhnung kommen? Können alte Wunden wirklich heilen? Besonders gefallen hat mir, wie realistisch dieser Weg dargestellt wird, Versöhnung geschieht hier nicht von heute auf morgen. Es braucht Mut, Ehrlichkeit und Zeit.
Auch die leise, zarte Liebesgeschichte hat mir unglaublich gut gefallen. Sie drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern entwickelt sich behutsam und natürlich, was die Geschichte noch glaubwürdiger macht. Die Schwestern und auch der Pensionsbesitzer mit seiner Tochter sorgen zusätzlich für warme, hoffnungsvolle Momente.
Besonders schön fand ich, dass der Glaube – wie in der gesamten Reihe – eine wichtige, aber unaufdringliche Rolle spielt. Es geht um Vergebung, Neuanfänge und den Mut, aufeinander zuzugehen. Die Botschaft, dass Heilung möglich ist, selbst wenn alles aussichtslos erscheint, hat mich tief berührt.
Ich hatte beim Lesen mehr als einmal feuchte Augen. Und als ich das Buch zugeschlagen habe, blieb dieses warme Gefühl zurück – Hoffnung.
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von Naomi (Veröffentlicht am 14.02.2026)
Ein Roman, der einem ans Herz geht
Claire Summers kann nicht in Edinburgh bleiben. Es zieht sie nach Sidmouth, in die Nähe ihrer Familie. Gibt es eine Hoffnung auf Versöhnung, nach allem, was war?
Meine Gedanken:
In dem dritten Band um Sea View erwartet uns ein spannender Perspektivwechsel: Es geht um Claire, die älteste Schwester, von der bislang nur bekannt ist, dass es einen Skandal um sie gab. Und die Tragweite dessen erfahren wir hier mit voller Härte: Julie Klassen schildert, wie Töchter damals nach einem Fehltritt komplett aus der Familie ausgeschlossen wurden. So fragt man sich: Gibt es Hoffnung für Claire und ihre Familie?
Sehr gut gefallen haben mir wieder einmal die kurzen Zitate zu Beginn eines Kapitel aus zeitgenössischen Zeitschriften oder Büchern. Diese geben einem ein gutes Gefühl für die damalige Zeit, sodass man so richtig eintauchen kann.
Julie Klassens Schreibstil ist wie gewohnt angenehm leicht, humorvoll und mitnehmend. Auch ist es schön, vertraute Charaktere wiederzutreffen und neue kennenzulernen. Nicht zu vergessen die gewissen Spannungselemente, die hier wieder eingebaut wurden - aber dafür müsst ihr das Buch dann schon selber lesen.
Mein Fazit:
Ein wundervoller 3. Band der Sea View Reihe, den ich jedem nur ans Herz legen kann.
Ich hatte trotz auch schwerer Themen wunderbar angenehme Lesestunden. -
von Elfie (Veröffentlicht am 12.02.2026)
Bewegende Geschichte
„...Papa hatte Claire verstoßen und Mama verboten, sie jemals wieder aufzunehmen oder auch ihren Namen auszusprechen…“
Ihre Schwestern aber wollen Claire kontaktieren. Sie haben aber die Rechnung ohne die Tante gemacht, bei der Claire lebt. Die konfisziert die Briefe und schickt auch Besucher fort.
Im dritten Teil ihre Reihe stellt die Autorin Claire in den Mittelpunkt. Sie gilt als schwarzes Schaf der Familie.
Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet. Er lässt Raum für die inneren Konflikte der Protagonisten und bringt die Zeitverhältnisse auf den Punkt. Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat aus Büchern, die in etwa der gleichen Zeit in England spielen.
Wegen eines Skandals lebt Claire bei ihrer Großtante in Edingburgh. Als die stirbt, steht die junge Frau ohne ein Heim da. Sie sucht nach Stellenanzeigen und trifft auf eine, bei der eine Frau zur Beteiligung an einer Pension gesucht wird. Das Geld, dass ihr der Nachlassverwalter der Tante ausgezahlt hat, reicht gerade für die Reise. Sie wird die Partnerin von William Hammond. Die Pension liegt in der Nähe des Hauses, das ihre Familie bewirtschaftet. Damit lässt es sich nicht vermeiden, dass sie sowohl ihren Geschwistern als auch ihrer Mutter begegnet.
Neben der Beschreibung der Lebensverhältnisse der Familienmitglieder geht es im Kernpunkt darum, ob sich die Mutter an die Worte ihres verstorbenen Mannes halten soll oder ob sie Claire vergeben kann und sie wieder in die Familie aufnimmt. Die Geschwister nehmen das locker. Für sie bleibt Claire ihre Schwester, egal, welchen Fehler sie gemacht hat.
„...Ich glaube nicht, das momentan das Risiko besteht, Sea View zu schaden. Das einzige Risiko, das ich mir vorstellen kann, wäre, dass jemand von den Gerüchten gehört hat und hierherkommt, um sie herumzuerzählen. Doch das ist höchst unwahrscheinlich…“
Während Claire noch dabei ist, sich ein neues Leben aufzubauen, wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Plötzlich steht Lord Bertram vor ihrer Tür. Er bietet ihr die Hochzeit an. Für mich als Leser wird der miese Charakter des Mannes schnell deutlich, denn er handelt keinesfalls uneigennützig. Claire muss sich entscheiden. Welchen Weg wird sie wählen?
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es schildert das harte Los der Frauen aus gehobenen Stand für die damalige Zeit. Gleichzeitig geht es um Vergebung und Neuanfang.
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von MeineKleineBuecherecke (Veröffentlicht am 11.02.2026)
Wunderschön!
Ich liebe diese ganze Reihe und auch dieser dritte Band hat mich wieder überzeugt!
Der Schreibstil von Julie Klassen ist flüssig, ihre Geschichten berühren jedes Mal aufs Neue mein Herz und ich freue mich immer wieder, wenn ich ein Buch von ihr zur Hand nehme, denn ich weiß, dass es ein Lesegenuss sein wird!
Mit „Eine Versöhnung am Meer“ haben wir hier einen berührenden, schönen, teils auch spannenden und humorvollen Roman vor uns, der die Geschichte von Claire – der ältesten Tochter – erzählt.
Nach einer falschen Entscheidung, die schwerwiegende Konsequenzen nach sich gezogen hat, ist Claire weit weg von ihrer Familie. Verstoßen von ihren Eltern, hat sie bei ihrer Großtante in Schottland ein neues Zuhause gefunden. Diese bietet ihr zwar ein Dach über dem Kopf und regelmäßige Mahlzeiten, doch Zuneigung oder ermutigende Worte fehlen in ihrem Leben. Stattdessen wird sie immer wieder an ihren Fehler erinnert, was die Schuld und Verdammnis nur noch verstärkt.
Alles ändert sich, als ihre Großtante stirbt und Claire plötzlich ganz alleine dasteht. In einer Zeitung erfährt sie davon, dass es eine Stelle als Geschäftspartnerin für eine Pension gibt, und versucht ihr Glück. Denn nicht nur eine Anstellung – und damit ein Einkommen – sondern auch die Tatsache, dass sich diese Pension ganz in der Nähe ihrer Familie befindet, lassen ihr Herz neue Hoffnung schöpfen.
Vielleicht besteht ja eine Chance auf Versöhnung? Vielleicht kommt es zum erhofften Neubeginn?
Dass ihre Schwestern eigentlich schon lange mit ihr Kontakt aufnehmen möchten und sich ein Wiedersehen wünschen, davon weiß sie zuerst nichts.
Doch Gott hat Wege, die unseren Verstand übersteigen und sein Zeitpunkt ist immer perfekt. So fügt sich ein Puzzlestück nach dem anderen und für Claire beginnt ein komplett neues Kapitel in ihrem Leben.
Der Weg dorthin ist nicht immer einfach – vor allem die Beziehung zu ihrer Mutter braucht Zeit, um zu heilen, doch ihre Schwestern, als auch der Pensionsbesitzer mit seiner Tochter sorgen dafür, dass Claire wieder anfängt, an eine gute Zukunft zu glauben.
Eine Geschichte über Versöhnung, Liebe, die Wichtigkeit der Vergebung und den Glauben an einen guten Gott, der immer bereit ist, unsere Fehler zu vergeben und dessen Plan für uns unsere kühnsten Vorstellungen bei Weitem übertrifft! -
von Regina (Veröffentlicht am 10.02.2026)
ein Neuanfang ist immer möglich
Die Romane von Julie Klassen haben mir persönlich immer sehr angenehme Lesestunden beschert und ich empfand sie immer als leichte Kost. Dieser Roman ist da keine Ausnahme.
Es war spannend den Weg von Claire mitzuverfolgen. Was mir auch besonders gefallen hat war, dass es mehrere Erzählperspektiven gab, so war immer Abwechslung vorhanden.
Ich muss aber leider gestehen, dass mir einiges recht schnell ging. Manches fühlte sich überstürzt an, als würde man von einem Ereignis zum nächsten springen. Ich konnte mich auch lange nicht damit abfinden, wie die Familie Claire nach ihrem Fehler behandelt hat, es war für mich so schwer zu verstehen, warum sie so gehandelt haben. Im Nachwort hat Julie Klassen jedoch aufgeklärt, dass so eine Reaktion zu damaliger Zeit ganz normal war.
Der Schreibstil von Julie Klassen ist einfach und man kann der Geschichte leicht folgen.
Fazit: Ich habe es sehr genossen, diesen Roman zu lesen und kann ihn nur empfehlen. -
von Jana (Veröffentlicht am 05.02.2026)
Versöhnung, Vergangenheit, Familie und die Kraft der Liebe
„Eine Versöhnung am Meer“ ist der dritte Band einer Reihe.
Das Cover des Buches ist wunderschön. Ich habe es mir erst einmal einige Minuten angeschaut, bevor ich mit dem Lesen begonnen habe. Das sanfte Blau passt perfekt zum Titel und zur Handlung.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Claire Summers. Seit zwei Jahren lebt sie bei ihrer Großtante in Edinburgh. Nach einem Skandal wurde sie von ihrer Familie verstoßen, und die Ereignisse ihrer Vergangenheit lasten noch immer schwer auf ihr.
Eines Tages steht Lord Bertram vor ihrer Tür – der Mann, der sie einst betrogen hat. Claire kämpft weiterhin mit Verbitterung und verletzten Gefühlen. Gleichzeitig machen sich ihre Schwestern auf die Suche nach ihr. Wird eine Versöhnung möglich sein?
Thematisch dreht sich der Roman um Vergangenheit, Versöhnung, Schuldgefühle, Familie und die Kraft der Liebe. Diese Themen kommen in der Geschichte gut zur Geltung und sind stimmig miteinander verwoben.
Das Buch lässt sich angenehm lesen. Besonders gefallen haben mir die Zitate am Anfang eines jeden Kapitels.
Die Figuren sind gut ausgearbeitet. Claire war mir sofort sympathisch, und ich konnte gut mit ihr mitfühlen. Die kleine Mira ist ein echtes Goldstück und hat mir ebenfalls sehr gefallen. Auch die weiteren Charaktere wie Mr. Hammond, Sonali und Armaan sind gelungen dargestellt. Sonali empfand ich anfangs etwas anstrengend, doch mit der Zeit zeigt sich, dass sie eine liebevolle Persönlichkeit ist, an die man sich erst gewöhnen muss.
Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten.
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von Annislesewelt (Veröffentlicht am 04.02.2026)
ein Herzensbuch
Endlich lernt man Claire kennen. Ich war so gespannt auf sie.
Nachdem man in den ersten beiden Büchern der "Schwestern von Sea View" schon erfahren hat, dass ein Skandal mit ihr in Verbindung steht, war ich umso neugieriger und wurde nicht enttäuscht.
Zum einen hat es mich gefreut, dass man hier zwar ebenfalls alle Schwestern begleitet, dass aber, anders als in den Vorgängern, das Hauptaugenmerk doch stärker auf einer der Schwestern lag.
Ich war neugierig auf Claires Geschichte, aber auch auf die Weiterentwicklung der anderen Schwestern und ihrer Pension.
Der Einstieg war leicht und ich fand mich schnell zurecht. Der Schreibstil ist gewohnt sanft und warmherzig, etwas ruhiger und dabei sehr wohltuend.
Es war also wirklich schön zu lesen, auch wenn die Themen mich teilweise erschreckt haben. Ja, es hat mich entsetzt, wie rigoros damals ein Kontaktabbruch zu jungen Frauen durchgezogen wurde, sobald sie sich eines Fehltrittes schuldig gemacht hatten. Doch so waren die Zeiten, und der Ruf einer jungen Frau war von größtem Wert, was in diesem Roman deutlich ausgearbeitet ist.
Außerdem hat es mir großen Respekt abgerungen, wie konsequent gegebene Versprechen, selbst über den Tod hinaus, eingehalten wurden, auch dann, wenn sie unfassbares Leid gebracht haben und ein Umdenken besser gewesen wäre. Gerade Mrs. Summers hat mich da hin und wieder gewaltig aufgeregt, doch sie konnte nicht anders handeln.
Ich war beim Lesen teilweise sprachlos, um dann immer weiter durch die Seiten zu fliegen. Dieses Buch ließ sich wirklich schnell lesen, es war wie ein Schweben von einer spannenden Szene zur nächsten.
Von allen Charakteren mochte ich Claire und Sarah am liebsten. Claire in ihrer sanften Entschlossenheit mit einer ungeahnten Stärke im Herzen, gereift durch die Jahre der Einsamkeit, und Sarah mit ihrer Liebe für jedes ausgeschlossene und abseitsstehende Menschenherz.
Mir hat diese Geschichte ausnehmend gut gefallen, sie ist überraschend, aufregend, herzerwärmend und berührend und spricht von Neuanfängen, Versöhnung und Liebe.
Ein Buch, das Freude macht und große Lust auf den vierten und letzten Band der Schwestern von Sea View macht. -
von Wolkenspiel (Veröffentlicht am 02.02.2026)
Versöhnung für die verstoßene Schwester?
In den ersten beiden Bänden wurde Claire eher am Rande erwähnt. Nun bekommt ihre Geschichte einen eigenen Band. Obwohl ich zunächst dachte, das Buch käme nicht an die beiden Vorgänger heran, hat mich die Geschichte doch sehr schnell in ihren Bann gezogen und mich eines Besseren belehrt. Am Schluss wäre ich sogar gerne noch „da“ geblieben, aber leider war der Roman zu Ende.
Aufgrund eines Skandals lebte Claire zwei Jahre von der Familie verstoßen bei ihrer strengen Tante. Nach deren Tod muss Claire einen neuen Platz für sich suchen und findet eine Möglichkeit in der Nähe ihrer Familie. Sie wird Teilhaberin einer Pension in Sidmouth. Dort begegnet sie William Hammond, dem verwitweten Eigentümer der Pension, der ebenfalls einiges zu verbergen scheint.
Während ihre Schwestern sich über das Wiedersehen freuen, fühlt sich die Mutter noch sehr an ihr Versprechen ihrem verstorbenen Mann gegenüber gebunden. Denn die „feine Gesellschaft“ verzeiht eine Verfehlung nicht. Dann erscheint auch noch Lord Bertram, dem sie den damaligen Skandal verdankt. Hat sich Lord Bertram geändert? Liebt er sie doch? Wird es eine Versöhnung mit den Schwestern und der Mutter geben?
Julie Klassen lässt uns Leser wieder eintauchen in das alte England des 19. Jahrhunderts und liefert einen gefühlvollen Roman über Vergebung, Mut und Versöhnung. Es gibt ein Wiedersehen mit Bekannten aus den Vorgängerbänden, aber auch neue, erfrischende Personen und einige Wendungen. Wer die ersten beiden Bände kennt, muss hier unbedingt weiterlesen. Und wer sie nicht kennt hat etwas verpasst und sollte dies nachholen. Aber: unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen!
Mit Freude habe ich gesehen, dass es noch einen vierten Band zu Weihnachten geben wird. Aber leider wird die Geschichte dann wohl ihr Ende finden. Dies ist eine Romanreihe, die für mich immer weitergehen könnte.
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von Mareike (Veröffentlicht am 29.01.2026)
Von einem uns liebenden Gott, der uns Vergebung schenken möchte
Verstoßen, aber nie vergessen!
Claire lebt ein einsames Leben und ihr einziger Wunsch ist es, die Vergangenheit rückgängig machen zu können, denn nur so könnte sie das Verhältnis zu ihrer Familie wiederherstellen. Doch da ihr das unmöglich ist, scheint auch der Kontakt zu ihrer Familie unmöglich. Doch ist es das wirklich, oder scheint es nur so? Und was werden ihre Mitmenschen über sie sagen, wenn sie von ihrer Vergangenheit erfahren? Aber wie soll sie diese verheimlichen können, wenn der Grund und lebende Beweis dafür direkt vor ihrer Türe steht? Wen könnte sie um Hilfe bitten? Gott vielleicht? Der möchte doch bestimmt nichts mehr mit ihr zu tun haben!
Ich persönlich mag oft die Anfänge von Büchern nicht so sehr, da ich die Erklärungen, wer mit wem wie bekannt und verwandt ist, ziemlich zäh finde. Dieses Buch hat mir den Einstieg jedoch sehr leicht gemacht, denn man befindet sich sofort im Geschehen, ohne aufgrund von Namen oder Orten überfordert zu sein.
„Eine Versöhnung am Meer“ ist der direkte Anschluss an die beiden vorherigen Bände und kann anfangs eventuell etwas verwirrend sein, falls man die Vorgeschichte nicht kennt. Das sollte sich aber schnell legen.
Ich fand es besonders schön, bekannte und vertraute Personen aus den ersten zwei Bänden wieder zu treffen und mit ihnen erneut in ihren Alltag einzutauchen.
Der Autorin ist es neben ihrem angenehmen und fesselnden Schreibstil wunderbar gelungen, auf Gottes unendlich große Liebe einzugehen, die Jedem bedingungslos gilt, unabhängig davon, was die Gesellschaft über einen denkt oder wie sie einen behandelt.
Für mich ist Claires Geschichte das Highlight der bisherigen Reihe und ich freue mich schon riesig auf den vierten Band! An alle, denen Band 1 und 2 gefallen hat, ist Band 3 sehr zu empfehlen, und allen, die Band 1 und 2 nicht kennen, auch ;) -
von Sara (Veröffentlicht am 27.01.2026)
„Malerisch, beeindruckend, romantisch“
Der dritte Teil der Buchreihe „Eine Versöhnung am Meer“ rund um die Summer-Schwestern von Julie Klassen nimmt die Leserschaft erneut mit an den beschaulichen Ort Sidmouth an der englischen Küste des frühen 19. Jahrhunderts. Sie begleiten die älteste Tochter, Claire, die zunächst bei ihrer Großtante in Schottland verweilt, nach deren Tod aber nach Hause kommen möchte. Ihre Rückkehr ist aber geprägt von Unsicherheit, Herausforderungen und Angst, denn sie hatte ihre Familie nicht freiwillig verlassen, sondern war regelrecht verstoßen worden.
Um in der Nähe ihrer Familie zu sein, nimmt sie die Stelle der Geschäftspartnerin einer Pension ein. Der Leiter der Pension, William Hammond, hat selbst so einige Geheimnisse vor ihr und so nimmt eine romantische Geschichte ihren Lauf, die sowohl humorvoll als auch mit einer leichten Spannung belegt ist. Doch über alles überwiegen die Fragen, ob Claires Familie bereit ist, ihr zu vergeben und sie wieder in ihr Leben zu lassen.
Dieser dritte Roman besticht durch die malerische Beschreibung der wunderschönen Küstenlandschaft, einer sich fein entwickelnden Liebesgeschichte, aber auch durch Tiefgang. Die Sehnsucht nach Versöhnung, Annahme und wiederhergestellten Beziehungen beschreibt so wundervoll den Herzschlag Gottes. Die Erzählung und der Ablauf der Handlung haben mich sehr beeindruckt, ebenso das Gefühl „nach Hause zu kommen“, da ich auch die beiden ersten Bände schon so gerne gelesen habe und auf alte Bekannte treffen konnte. Wie schön, dass die Autorin am Ende bereits auf einen nächsten Band verweist.
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von Märchens Bücherwelt (Veröffentlicht am 26.01.2026)
Vergebung, Neuanfang und leise Hoffnung – Claires bewegende Geschichte
Im dritten Band der Summers-Schwestern von Sea View steht erstmals die verstoßene älteste Schwester Claire im Mittelpunkt. Nach einem folgenschweren Fehltritt findet sie zunächst Zuflucht bei ihrer Tante in Edinburgh. Als diese unerwartet stirbt, bleibt Claire mittellos zurück und fasst den mutigen Entschluss, in die Nähe ihrer Familie nach Sidmouth zurückzukehren. Dort bewirbt sie sich als Teilhaberin eines Gästehauses – in der Hoffnung auf einen Neuanfang und vorsichtige Versöhnung.
Während ihre jüngeren Schwestern längst versuchen, wieder Kontakt zu ihr aufzunehmen, bleibt die Mutter hart, gebunden an den letzten Wunsch ihres verstorbenen Mannes. Claire setzt dennoch alles daran zu beweisen, dass sie aus ihren Fehlern gelernt hat. Doch die feine Gesellschaft zeigt sich unerbittlich gegenüber Fehltritten, und Claires Weg ist geprägt von Geduld, harter Arbeit und stiller Reue.
Behutsam und ohne zu beschönigen erzählt die Autorin von Schuld, Verantwortung und der Kraft der Vergebung. Der Glaube fließt dezent, aber spürbar in die Geschichte ein und zeigt, wie Gottes Barmherzigkeit und Güte im Kontrast zu gesellschaftlicher Härte stehen. Besonders berührend sind die Begegnungen mit dem verwitweten Mr. Hammond und seiner zuckersüßen Tochter Mira, durch die Themen wie Vorurteile, Mitgefühl und echte Freundschaft aufgegriffen werden.
Auch wenn die Handlung ruhig verläuft und große Dramatik ausbleibt, überzeugt die Geschichte durch emotionale Tiefe, humorvolle Szenen und viele kleine, unerwartete Momente. Die liebevoll gezeichneten Charaktere, lebendige Ortsbeschreibungen und leisen Geheimnisse machen diesen Band zu einer stimmigen, gefühlvollen Erzählung über zweite Chancen. Ein sanfter, hoffnungsvoller Roman, der zeigt, wie wichtig es ist, Fehler einzugestehen – und anderen wie sich selbst Vergebung zuzutrauen. -
von Monika S.-W. (Veröffentlicht am 23.01.2026)
Versöhnung ist eine gute Sache
Nach zwei Jahren von der Familie getrennt, kommt Claire nach dem Tode ihrer Tante wieder in die Nähe der Familie zurück, um ein Versöhnung zu erwirken. Letztendlich muss sie sich entscheiden, ob sie ihre sog. "Ehre retten" oder den Mann ihres Lebens heiraten will. Ein sehr schöner Roman, eben von Julie Klassen wie immer lesenswert. Schade, dass man auf die Fortsetzung warten muss.
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