Mehr als nur ein Traum (Buch - Gebunden)

Roman

5 Sterne

Mehr als nur ein Traum (Buch - Gebunden)

Roman

Felicitas hat trotz ihrer jüdischen Wurzeln Nazideutschland überlebt. Ein Erbe führt sie Anfang der 1960er-Jahre in den Süden der USA, mitten hinein in die brodelnden Rassenunruhen. Trotz aller Warnungen freundet sie sich mit ihren schwarzen Nachbarn an - und macht sich damit Feinde, die bereit sind, bis zum Äußersten zu gehen.

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Details

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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Felicitas hat trotz ihrer jüdischer Wurzeln Nazideutschland überlebt. Ein unerwartetes Erbe führt die junge Frau Anfang der 1960er-Jahre in den Süden der Vereinigten Staaten, mitten hinein in die brodelnden Rassenunruhen. Trotz aller Warnungen freundet sie sich mit ihren schwarzen Nachbarn an - und macht sich damit rasch Feinde, die bereit sind, bis zum Äußersten zu gehen. Welchem ihrer neuen Nachbarn kann sie trauen? Ein riskantes Verwirrspiel inmitten der aufgeheizten Stimmung am Mississippi nimmt seinen Lauf ...

 

Stimmen zum Produkt
  • 5 5
    Monika Schutte, Francke-Buchhandlung Marburg:
    Die neue Büchle mochte ich gar nicht mehr aus der Hand legen, so spannend ist der Roman. Das Buch hat mich so manche Nachtstunde gekostet, aber es lohnte sich! Meiner Meinung nach ist "Mehr als nur ein Traum" bisher das stärkste Buch der Autorin.

    Judith Müller, Korrektorin:
    Dieser Roman hat mich durchweg gefesselt. Ich erlebe ein Abenteuer, das mich mit den Figuren bangen, hoffen, und lachen lässt. Und am Ende stelle ich fest, dass ich mich ein bisschen in beide Hauptfiguren verliebt habe.
Zusatzinformationen
  • ISBN: 9783957344601
  • Auflage: 7. Gesamtauflage (1. Auflage: 01.03.2018)
  • Seitenzahl: 448 S.
  • Maße: 13,4 x 21,5 x 3,7 cm
  • Gewicht: 701g
  • Preisbindung: Ja
  • Sachgebiet: Erzählungen/Romane

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Extras

Leseprobe

Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    von
    Zitat:
    „Hör einfach auf mich, ja? Ich möchte nicht auch noch für deine Beerdigung bezahlen müssen.“
    „Okay, Steve. Ich bin ab sofort absolut vorsichtig und überlege mir jeden Schritt zweimal“, erwiderte Felicitas gerührt, machte einen Schritt seitlich und stieß den Wassereimer um.

    Inhalt:
    Anfang der 1960er Jahre. Felicitas hat die Nazis überlebt, doch die seelischen Verletzungen der jüdisch stämmigen jungen Frau sind tief. Wagemutig tritt sie das Erbe einer ihr unbekannten Verwandten an und reißt in die Vereinigen Staaten. Die kleine Stadt und die wilde Umgebung könnten ihr neues Zuhause werden, doch Felicitas spielt nicht nach den Regeln der Südstaatler und freundet sich mit ihren schwarzen Nachbarn an. Doch damit gerät sie ins Fadenkreuz einer gefährlichen Organisation und plötzlich weiß Tess nicht mehr, wem sie noch trauen kann.

    Meinung:
    Von Elisabeth Büchle steht eigentlich jedes Buch auf meiner Wunschliste, ganz unabhängig von Klappentext und Cover. Das Cover ist dieses Mal wirklich wunderschön geworden. Das die Protagonistin so heißt wie ich, nämlich Felicitas, hat mich beim Lesen immer mal wieder ein wenig stocken lassen, aber irgendwie war es auch lustig. Meistens wurde ihr Name ohnehin mit Tess abgekürzt, was ich als Spitzname noch gar nicht kannte, aber sehr mochte.
    Das Buch startet dramatisch, Tess als Kind auf der Flucht vor den Nazis. Ich bin sehr froh, dass sich das Buch nur ganz am Rande mit dieser Thematik befasst, das Thema der Geschichte war allerdings nicht weniger schlimm und aufrüttelnd. Tess tritt das Erbe einer unbekannten Verwandten an. Sie zieht in den Süden der amerikanischen Staaten, in ein wunderschönes, ein wenig abgelegenes Haus. Die Stadt in der Nähe ist sehr klein, jeder kennt jeden und das meist schon von Kindesbeinen an. Tess wird mit Neugier und Freundlichkeit aufgenommen. Vorerst. Denn Tess begegnet den Schwarzen im angrenzenden Dorf mit Sympathie und Respekt, etwas, dass die Einwohner der Stadt absolut nicht verstehen. Die Grenzen sind klar gesteckt, die Abneigung auf beiden Seiten große. Getrennte Schulen, Kirchen, Toiletten sogar Preisschilder. Doch für Tess sind vor Gott alle Menschen gleich und sie weigert sich irgendjemanden aufgrund seiner Hautfarbe anders zu behandeln. Hinzu kommt, dass sie als Frau mit jüdischen Wurzeln in Deutschland selber viel Leid ertragen musste. Tess versucht auf Beiden Seiten Gutes zu tun und gerät damit zwischen die Fronten.
    Das Buch und besonders die Problematik sind nicht reißerisch geschrieben. Es ist nüchtern, aber offen und schonungslos und hat mich total gefangen. Ich war wütend, hatte Gänsehaut und habe mit Tess mitgefiebert und gehofft, dass endlich irgendjemand kommt und diesem bescheuerten Streit ein Ende macht. Die Protagonisten waren toll, vielschichtig und ich konnte gut aus ihrer Sicht die Geschichte verfolgen. Tess erzählt den Hauptteil des Buches, aber auch Landon der Deputy erhält viele Kapitel und dann schwenkt die Sicht noch zwischen ein paar anderen Figuren. Landon versucht Tess zu helfen, kann/will sich aber nicht in die schwarz/weiß Diskussion begeben.
    Ich mochte das Buch wirklich unheimlich gern und bin dankbar, dass es Autoren gibt, die den Mut und die Gabe haben sich mit Themen wie Rassismus und Toleranz auseinander zu setzten ♥
    Urteil: Ein sehr gutes Buch über eine mutige Protagonistin in einer Welt aus Rassismus und Hass. Offen und schonungslos, aber nicht hetzerisch und wirklich sehr gut zu lesen. Eine klare Leseempfehlung!
  • 5/5 Sterne

    spannender und unterhaltsamer Roman mit Tiefgang - sehr zu empfehlen!

    von
    Allgemein kann ich zu Elisabeth Büchles Romanen eines sagen: durch ihre gründlich recherchierten Hintergrundfakten, auf denen ihre Romane aufbauen habe ich wohl mehr historisches Wissen erlangt als durch alle Jahre Geschichtsunterricht in der Schule. Und das auf eine unterhaltsame und packende Weise, dass man die Bücher nicht mehr aus der Hand legen will.

    In diesem Buch erfährt der Leser nicht nur einiges über die Rassenunruhen in den Vereinigten Staaten der 1960er-Jahre, sondern auch über die Vietnam-Konflikte, die vermutlich den meisten (zumindest erging es mir so) nicht so bekannt sind.

    Felicitas, die Protagonistin des Buches, taucht als sie, aus Deutschland kommend, an den Mississippi zieht, in eine ihr völlig neue Welt ein. Durch ihren Blick als Außenstehende auf die dortige Situation und ihre Erfahrungen als verfolgte Jüdin im Nazideutschland, will sie eine Trennung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft nicht akzeptieren. Sie findet sowohl unter den Weißen als auch unter den Schwarzen Freunde, was nicht von allen gern gesehen wird.

    Sehr schön wird in diesem Buch gezeigt, dass Menschen nicht immer nur gut oder nur schlecht sind, sondern, dass sie sich immer wieder aufs Neue entscheiden können und müssen, ob sie nun richtig oder falsch handeln (auch wenn sie manchmal vielleicht gar nicht erkennen, was das eine und was das andere ist).
  • 5/5 Sterne

    Faszinierende Geschichte

    von
    Die Geschichte hat mich sehr gefesselt.
  • 5/5 Sterne

    spannend, geistreich, romantisch und humorvoll

    von
    Elisabeth Büchle hat es wieder einmal geschafft, einen spannenden historisch fundierten Roman mit einem Schuss Romantik und einzigartig-humorvollen Charakteren zu schreiben. Wie immer macht sie auch vor schwierigen Themen keinen Halt und verbindet sie mit tiefen chrstlichen Botschaften, die den Leser herausfordern und wachsen lassen können. Mit jeder Seite wird es schwieriger, das Buch zur Seite zulegen.
    Elisabeth Büchle gehört zu meinen Lieblingsautoren, weil ihre Handlungen nicht so schnell zu durchschauen sind und es immer wieder zu unerwarteten Wendungen kommt, sie historisches Wissen in spannende Situationen einwebt und mit Humor, Witz, Liebe und Einfühlungsvermögen auch schwierige Themen mit einbaut. Ich kann das Buch sehr empfehlen, ebenso wie alle anderen Bücher von ihr, auch welche unter Noa C. Walker veröffentlich wurden! Ich freue mich schon auf die kommenden "Büchle".
  • 5/5 Sterne

    Gänsehaut

    von
    Mich hat schon lange kein Buch mehr so gefesselt. Ein Thema das unter die Haut geht mit historischen Fakten unterlegt. Spannend bis zum Ende!
  • 5/5 Sterne

    Das ist ein super gelungener Roman, spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

    von
    Elisabeth Büchle ist mit diesem Buch wieder eine super Mischung aus geschichtlichem Hintergrund, Krimi-Spannung und Liebesgeschichte gelungen. DANKE
  • 5/5 Sterne

    Spannend vom Anfang bis zum Schluß. Sehr gut beschrieben ist auch die Situation der Rassenprobleme.

    von
    Ich finde es sehr gut zu lesen und würde es auch weiter empfehlen.
  • 3/5 Sterne

    Weniger ist manchmal mehr

    von
    Ein schönes Buch zum entspannten Lesen an heißen Sommertagen im Liegestuhl.
    Für mich wären weniger angerissene Themen (Klukluxclan, Judenverfolgung, Drogenschmuggel, Vietnamkrieg...) ein mehr gewesen.
  • 4/5 Sterne

    von
    Felicitas, ein jüdisches Mädchen, wurde im Zweiten Weltkrieg versteckt. Voller Angst, musste sie oft lange in ihrem Versteck verharren. Dieses traumatische Erleben prägt sie. Nach dem Krieg kann sie sich ein eigenständiges Leben aufbauen, aber sie fühlt sich in Deutschland nie wirklich Zuhause. Als sie in den 60er Jahren erfährt, dass sie ein Anwesen in den Südstaaten Amerikas geerbt hat, scheint ihr das einen guten Neuanfang zu bieten. Obwohl sie die verstorbene Frau nicht kannte, entschließt sie sich in den Vereinigten Staaten neu anzufangen.
    Schnell lebt sie sich in der neuen Heimat ein. Da sie sich nicht nur mit den weißen Bewohnern der Kleinstadt versteht, sondern auch Freundschaften mit den außerhalb lebenden schwarzen Bewohnern schließt, wird sie zur Zielscheibe des Klu-Klux-Klans. Mutig versucht sie zu entlarven, wer sich hinter diesen weißen Kutten versteckt. Mit aller Kraft setzt sie sich auch dafür ein, dass ihre Freunde gerecht und mit Würde behandelt werden.
    Der Kontakt zu ihrer deutschen Freundin bleibt bestehen. Diese Freundin hat einen festen Freund, der in Vietnam stationiert ist, ein gefährlicher Ort in den Jahren des Vietnamkriegs. So wechselt der Schauplatz dieses Romans zwischen Amerika, Deutschland und Vietnam. Fast scheint es, als wären diese Schauplätze verbunden, so unwahrscheinlich das erscheint. Unter Lebensgefahr versucht Felicitas für Gerechtigkeit zu sorgen, ihren Freunden zu helfen, und die rätselhaften Todesfälle aufzuklären.
    Gut recherchiert, spannend und detailreich geschrieben, ist dieses Buch sehr zu empfehlen!
  • 4/5 Sterne

    Träume werden manchmal wahr

    von
    Felicitas, ein jüdisches Mädchen, wurde im Zweiten Weltkrieg versteckt. Voller Angst, musste sie oft lange in ihrem Versteck verharren. Dieses traumatische Erleben prägt sie.

    Nach dem Krieg kann sie sich ein eigenständiges Leben aufbauen, aber sie fühlt sich in Deutschland nie wirklich Zuhause.

    Als sie in den 60er Jahren erfährt, dass sie ein Anwesen in den Südstaaten Amerikas geerbt hat, scheint ihr das einen guten Neuanfang zu bieten. Obwohl sie die verstorbene Frau nicht kannte, entschließt sie sich in den Vereinigten Staaten neu anzufangen.

    Schnell lebt sie sich in der neuen Heimat ein. Da sie sich nicht nur mit den weißen Bewohnern der Kleinstadt versteht, sondern auch Freundschaften mit den außerhalb lebenden schwarzen Bewohnern schließt, wird sie zur Zielscheibe des Klu-Klux-Klans. Mutig versucht sie zu entlarven, wer sich hinter diesen weißen Kutten versteckt. Mit aller Kraft setzt sie sich auch dafür ein, dass ihre Freunde gerecht und mit Würde behandelt werden.

    Der Kontakt zu ihrer deutschen Freundin bleibt bestehen. Diese Freundin hat einen festen Freund, der in Vietnam stationiert ist, ein gefährlicher Ort in den Jahren des Vietnamkriegs. So wechselt der Schauplatz dieses Romans zwischen Amerika, Deutschland und Vietnam. Fast scheint es, als wären diese Schauplätze verbunden, so unwahrscheinlich das erscheint. Unter Lebensgefahr versucht Felicitas für Gerechtigkeit zu sorgen, ihren Freunden zu helfen, und die rätselhaften Todesfälle aufzuklären.

    Gut recherchiert, spannend und detailreich geschrieben, ist dieses Buch sehr zu empfehlen!
  • 4/5 Sterne

    von
    Inhalt: Die junge Felicitas weiß am Anfang nicht so recht, was sie mit ihrem plötzlichen Erbe – ein Haus in Mississippi – anfangen soll. Doch impulsiv wie sie ist, lässt sie sich auch von ihrer besten Freundin in Deutschland nicht reinreden. So schnappt sie sich kurzerhand ihren Koffer und geht nach Amerika. Dort angekommen muss sie sich mit den dortigen sozialen Gegebenheiten auseinandersetzen. Die Diskriminierung der Schwarzen ist hier immer noch an der Tagesordnung. Felicitas freundet sich aber trotzdem mit ihnen an. Damit zieht sie jedoch die Aufmerksamkeit des KKK auf sich.
    Fazit: Die Autorin schafft es einen in die alten Südstaaten der USA zu entführen. Man bekommt einen sehr guten Eindruck vom Leben in einer Kleinstadt in Mississippi. Die Charaktere sind alle sehr einzigartig und vielschichtig gezeichnet. Man wird die ganze Zeit an der Nase rumgeführt und weiß nie wirklich wem man trauen kann. Das Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht und war zu keiner Zeit langweilig
  • 5/5 Sterne

    von
    Ein kurzer Überblick: Felicitas ist als einzige der Familie dem Holocaust entkommen und versucht nun Anfang der sechziger Jahre, sich in ihrem neuen Leben im Nachkriegs-Deutschland einzurichten. Da erhält sie die Nachricht, dass sie ein Haus im fernen Mississippi geerbt hat. Sie entscheidet sich dorthin zu gehen und landet, selbst noch traumatisiert, im schlimmsten Rassenkonflikt zwischen Schwarz und Weiß. Durch ihre offene Art gelingt es ihr schnell, die Menschen von sich zu überzeugen. Dazu zählen auch viele Schwarze, was manchen Leuten ein Dorn im Auge ist. Binnen kurzer Zeit hat sie den Klu-Klux-Klan gegen sich und die Angriffe auf die Schwarzen und letztendlich auch auf sie nehmen beängstigend zu. Ein Nebenschauplatz ist der Drogenschmuggel. Stationierte amerikanische Soldaten in Vietnam sind darin verwickelt. Alle Handlungen haben irgendwie miteinander zu tun. Schafft es Felicitas, ihren Weg trotz massiver Hindernisse zu finden?
    Meine Meinung: Die Autorin hat eine Verknüpfung brisanter geschichtlicher Schauplätze geschaffen und zu einer spannenden Story verwoben. Die Historie ist authentisch und super klasse rechercheiert. Jedem Kapitel geht ein Aussspruch von Martin Luther King voraus. Berührende Gedanken, die es wert sind, darüber nachzudenken. Es gibt einige Bibelzitate, sie passen gut dazu.
    In dieser Geschichte geht es darum, Möglichkeiten für Veränderungen in seinem Leben zu finden, so arg es einem auch mitgespielt hat; um den Mut, andere Wege zu gehen und auf sein Herz zu hören. Es geht um Liebe und das Geschenk der Freundschaft, um die Möglichkeit der eigenen Entwicklung und um's Verzeihen. Und um die Gleichheit der Menschen. Ein hoch aktuelles Thema z. Zt.!
    Eindrucksvoll und mit einer bildgewaltigen Sprache hat die Autorin in ihrem Roman gezeigt, was Liebe und Verständnis bewirken kann. Und dass nichts im Leben verloren ist, wenn man bereit ist, sich dem Schicksal zu stellen.
    Es handelt sich hier um einen berührenden Roman in einer tollen "Sprache" mit einem super Spannungsbogen , der einfach rund ist. Die Charaktere sind differenziert und gelungen, sie sind mir richtig ans Herz gewachsen.
    Der Schreibstil ist sehr angenehm und fließend.
    Ich finde, das Buch ist ein Schmuckstück - außen (Cover super schön) und innen! Es wird einen bleibenden Platz in meinem Bücherschrank finden! Ein Highlight in diesem Jahr.
    Ich hoffe, es findet den Weg in jeden Bücherschrank!
    Ganz klar, unbedingte Leseempfehlung!
  • 5/5 Sterne

    von
    Bereits im Roman "Gute Geister" von Kathryn Stockett hat mich der Rassismus in den 1960igern im Süden der USA schockiert. Ich konnte es nicht fassen, dass es vor rund 50 Jahren im "fortschrittlichen" Amerika Zustände gab, die mich eher an die Zeit der Sklavenhaltung erinnerten. Die Gesichter derjenigen hätte ich gerne gesehen, als die USA den ersten schwarzen Präsidenten wählte! Nun...eine Frau hat es noch immer nicht geschafft...
    Zurück zu den 1960igern. Zu dieser Zeit tritt Felicitas, eine junge Deutsche mit jüdischen Wurzeln, ein unverhofftes Erbe an. Als einzige Überlebende des Holocaust hält sie, außer ihrer Freundin Kerstin und ihrem Job als Fotografin, nichts mehr in Deutschland. Kerstin, die mit einem Piloten der US-Army liiert ist, überlegt allerdings ebenfalls mit Christopher nach Amerika auszuwandern. Als Felicitas in Wilkinson County, Mississippi ankommt, ist sie gänzlich unbefangen was Rassentrennung angeht - vorallem auch wegen ihrer eigenen Vergangenheit. Ihre offene und liebenswürdige Art hilft ihr schnell in der kleinen Stadt, sowie im eigens gelegenen Dorf der Schwarzen, Anschluss zu finden. Doch gerade ihre Unbeschwertheit den farbigen Menschen gegenüber ist manchen Bewohnern ein Dorn im Auge. Und so erhält Felicitas in ihrem neuen Heim, das zwar idyllisch, aber sehr abgeschieden liegt, bald Besuch von den berühmt berüchtigten weißen Kapuzenmännern, dem Klu-Klux-Klan. Als durchsickert, dass sie Jüdin ist, steht sie noch mehr im Zentrum der Vereinigung, die nicht nur auf Schwarze, sondern auch auf Juden und Katholiken Hatz macht. Nur durch die Hilfe der beiden engagierten Sheriffs Landon Brown und John Johnson ist sie erstmals sicher. Doch ihr fotografisches Gedächtnis erinnert sie an einen blinkenden Sheriffstern beim letzten Übergriff der Kapuzenmänner. Wen kann sie eigentlich noch trauen? Und was geschah mit der Frau, die vor ihr im Haus wohnte und auf mysteriöse Art gestorben ist? Als Kerstin in Deutschland auch noch Hinweise bekommt, dass die Nachlasspapiere Ungereimtheiten aufzeigen, sind beide Frauen mehr als beunruhigt...
    Elisabeth Büchle ist mit "Mehr als nur ein Traum" ein wahrhaft großartiger Roman gelungen, der viele Themen beinhaltet und auch einen tollen Spannungsbogen aufweisen kann. In der Geschichte nehmen die Rassenunruhen in den Südstaaten der USA eine tragende Rolle ein. Dazu hat die Autorin auch einige historische Begebenheiten und Personen einflochten. J.F. Kennedy, Martin Luther King, sowie der bereits im Kern beginnende Vietnamkrieg sind genauso Themen, wie der Kampf gegen den Drogensumpf.
    Mit dem Perspektivenwechsel nach Vietnam erzählt Büchle ebenso brilliant über den schwelenden Konflikt zwischen dem Norden und Süden des Landes, den Glaubenskriegen und dem Einsatz der US Army, sowie den beginnenden Drogenhandel und der Prostitution.
    Charaktere:
    Felicitas ist ein sehr vielschichtiger Charakter. Trotz ihrer schweren Kindheit ist sie eine offene, herzliche und hilfsbereite Frau. Sie hat ein fotografisches Gedächtnis und ist vollkommen unvoreingenommen. Auf der anderen Seite ist sie etwas tollpatschig, naiv und chaotisch. Sie hat Mut und lässt sich nicht so schnell von ihrem Weg abbringen. Sie setzt sich für Gerechtigkeit ein und nimmt auch selbst die Dinge in die Hand.
    Sheriff Landon bleibt bis zum Ende hin ein undurchschhaubarer Charakter. Ich konnte ihn bis zum Ende nicht in Gut oder Böse einordnen, auch wenn ich immer etwas mehr zu den Guten tendierte. Das beruhte aber auch darauf, dass er ebenfalls den Schwarzen gegenüber gerecht und freundschaftlich gegenüber trat.
    Kerstin und vorallem Christopher, den wir in einem eigenen Handlungsstrang nach Vietnam begleiten, nehmen ebenfalls einen Teil der Geschichte ein. Die restlichen Nebenfiguren sind ebenfalls sehr authenisch und sprühen teilweise nur so vor Leben. Besonders ans Herz gewachsen ist mir Birdie, die im Dorf der Schwarzen lebt.
    Und noch kurz erwähnt...nicht nur der Inhalt, sondern auch das Cover ist einfach mehr als nur ein Traum!
    Schreibstil:
    Der Schreibstil der Autorin ist einnehmend, lebendig und sehr bildhaft. Die beschriebene Zeitspanne wurde hervorragend recherchiert. Historische Persönlichkeiten wurden in die fiktive Geschichte miteinbezogen. Dadurch erhält man beim Lesen das Gefühl inmitten einer wahren Geschichte zu sein, die fesselt und mitreißt. Die wunderbare Erzählweise und Sprache der Autorin sind ein weiterer Pluspunkt.
    Die Geschichte ist in fünf Teile aufgeteilt, die sich über die Jahre 1960-1964 aufteilen. Das Schriftbild des Buches ist eher klein und der Roman besitzt eine Dichte, die etwas mehr Lesezeit beansprucht. Zum einfach "kurz dazwischenlesen" ist die Geschichte nicht geeignet. Aber wer einmal begonnen hat, greift sowieso zu keinem anderen Roman.
    Fazit:
    Dieser tiefgründige Roman beinhaltet einfach alles, was man sich für einen bewegenden und interessanten Leseabend wünscht: spannende Handlung mit überraschenden Wendungen, lebendige Charaktere und Landschaften, sowie die hervorragende Recherche der Autorin.
    Meiner Meinung ist "Mehr als nur ein Traum" das bisher beste Buch der Autorin! Von mir gibt es eine dicke Leseempfehlung und den "Lieblingsbuch" Status!
  • 5/5 Sterne

    Spannender Roman aus den Südstaaten Anfang der 60er Jahre, sehr lesenswert

    von
    „Mehr als nur ein Traum“ ist ein 450 Seiten starkes, klein geschriebenes Buch von Elisabeth Büchle.
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    Beim Betrachten des Covers kann man schon erkennen, dass der Roman in einer vergangenen Zeit, vor gut 50 Jahren spielt.
    Geteilt ist der Roman in 5 größere Abschnitte, diese wiederum in einzelne Kapitel, die Abschnitte sind mit Zitaten von Martin Luther King überschrieben.
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    Mit Martin Luther King kommt man auch gleich in die Handlung hinein, denn die Geschehnisse um ihn und seine Gedanken, sind Inhalt dieses spannenden Romans.
    Der Vietnamkrieg und auch Drogenhandel spielen ebenso eine wesentliche Rolle im Roman.
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    Festgemacht und hineingewoben ist die historische Handlung in eine Romanhandlung, die im Vordergrund steht, mit der Progagonistin Felicitas, einer jungen Frau, die als Jüdin unter dem Naziregime in Deutschland zu leiden hatte.
    Fast schon ein bisschen blauäugig nimmt Felicitas eine Erbschaft einer ihr unbekannten Großtante in der USA, Südstaaten an.
    Dankbar für die Möglichkeit, ihrem alten Leben den Rücken zu kehren, zieht sie in das von ihr geerbte Haus in Mississippi.
    Dort steckt sie schnell zwischen den Rassenunruhen, dem Ku-Klux-Klan und den Gedanken Martin Luther Kings.
    Aus der eigenen Erfahrung, was es bedeutet, nicht anerkannt und gleichberechtigt leben zu können, verbindet Felicitas viel mit der schwarzen Bevölkerung und sie schließt tiefe Freundschaften zu vielen von ihnen. Besonders die alte Birdie hat sie in ihr Herz geschlossen und gerade diese Frau, die so viel Leid in ihrem Leben schon erfahren hat, zeugt von einem tiefen Gottvertrauen.
    Die Handlung nimmt Fahrt auf, viele Hinweise lassen viele Vermutungen auf den Fortgang zu, was den Roman zu einer spannenden Lektüre macht.
    Am Ende klärt sich alles auf und beinhaltet auch eine wunderschönen Ausblick!
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    Durch den flüssigen Schreibstil lässt sich der Roman sehr gut lesen. Einzig die kleine Schrift machte mir etwas Probleme.
    Die vielen Personen sind sehr lebendig gezeichnet, schön detailliert beschrieben. Auch die Beschreibung von Landschaft und Leben gefiel mir gut und wirkte nicht ausschweifend.
    Ich habe mich beim Lesen sehr wohl gefühlt, trotz der aufwühlenden Handlung.
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    Zwischen den Zeilen, innerhalb der Romanhandlung werden wertvolle christliche Botschaften weitergegeben. Ebenso muss sich der Leser mit den Rassenunruhen auseinandersetzen und bekommt durch die fiktive Handlung einen guten Einblick in das Leben für die schwarze Bevölkerung in dieser Zeit.
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    Gerne vergebe ich 5 Sterne, für einen Roman, der wundervolle, rasanter Lesestunden garantiert.
  • 5/5 Sterne

    von
    Yes we can
    Wer hätte 1963 gedacht, dass die USA mal einen schwarzen Präsidenten haben wird? Der Süden der USA spielt zu diesem Zeitpunkt verrückt. Hass und Gewalt haben Einzug gehalten. Gewalt erzeugt Gegengewalt. Die Luft brennt und mitten in diesem Krieg zwischen Schwarz und Weiß stolpert Felicitas, das jüdischd Mädchen, dem Hass und Gewalt nicht fremd ist.
    Dieses Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen, ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und möchte behaupten, es ist eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe und dies waren bei durchschnittlich 2 pro Woche nicht wenig.
    Die Autorin hat eine Atmosphäre geschaffen, wo man als Leser das Gefühl hatte, mittendrin im Geschehen zu sein und die heiße Luft von Mississippi zu atmen. Man spürte das unterschwellig Brodeln, die aufgeheizte Stimmung und das Leid der schwarzen Bevölkerung.
    Es wurde von Anfang an eine Spannung aufgebaut, die sich immer mehr gesteigert hat. Ein Buch voller Emotionen. Gerade in der heutigen Zeit, wo wieder der Hass gegen Fremden-und Anderssein regiert, ist dieses Buch auch ein Mahnmal und wichtiger denn je.
    Sicher handelt es sich dabei um eine fiktive Geschichte, aber gepaart mit realen, geschichtlichen Details, wie z.B. dem Rassenhass, Zitate von Martin Luther King, den Drogenproblemen und Drogenschmuggel im Vietnamkrieg, dem Tod Kennedys, wirkt es, als ob sie sich genau so abgespiegelt haben könnte.Ausschlaggebend war sicher auch die Ausarbeitung der Charaktere.Dies ist der Autorin hervorragend gelungen.
    Jeder für sich hatte eine eigene Persönlichkeit, sie sind authentisch und man hat sie sofort gemocht, oder abgelehnt. Meine Lieblingsperson war Birdie. Die alte Dame hat mehr als einmal gezeigt, dass man mit Verständnis, Liebe und Vergebung die Welt ein klein wenig besser machen kann.
    Ich vergebe 5 Sterne und bedanke mich bei der Autorin für dieses außergewöhnliche Lesevergnügen und für eine Lehrstunde in Nächstenliebe.
  • 5/5 Sterne

    von
    Es ist mein erstes Buch dieser Autorin, von der ich vorher (leider) noch nie etwas gehoert hatte. Das Erste was mich an dem Buch angezogen hat, war das Cover. Der Inhalt war zwar nicht genau das, was das Cover vermuten liess, aber die Geschichte hat mich nicht mehr losgelassen. Neben den Erfahrungen der Protagonistin als juedisches Kind im Nazi-Deutschland, tauchen wir in die Rassenunruhen in den Suedstaaten ein und auch der Vietnamkrieg und die damit einhergehenden Drogen- und Prostitutionsprobleme werden angesprochen. Das alles erscheint ein bisschen viel, aber alles gehoert zusammen. In den meisten Romanen werden die Hauptfiguren detailliert beschrieben, hier aber gibt es liebevolle Beschreibungen so vieler Menschen und manchmal ist man ueberrascht wo schlussendlich manch einer steht… Eine, fuer mich, herausragende Person, war die alte Birdie, die mich mit ihrem Gottvertrauen und ihren Lebensweisheiten vollkommen ueberzeugt hat.
    Verdiente 5 Sterne – gerne mehr!!
  • 5/5 Sterne

    I have a Dream

    von
    1961 beschliesst ein Mensch in den Südstaaten der USA einen Mord zu begehen. Dies gelingt ihm.

    1963 bekommt Felicitas, wohnhaft in Deutschland, Beruf Fotographin, einen Brief von einem Notar. Darin steht das sie ein Haus in den Südstaaten geerbt hat.
    Felicitas ist Jüdin und hat Nazideutschland überlebt, doch plagen sie seit her traumatische Erlebnisse.
    Trotz allem geht sie ihrem Beruf und Leben nach und sie beschliesst, sich auf den Weg in die USA zu machen um ihr Erbe anzutreten.
    Zu der Zeit brodeln in den USA sehr stark die Rassenunruhen. Feli, mittlerweile am heissen Mississippi angekommen, geht unbeschwert ihrer neuen Aufgabe entgegen. Sie freundet sich schnell mit ihren schwarzen Nachbarn an, das, einigen Weissen ein Dorn im Auge ist.
    Felis geerbtes Haus sieht ziemlich heruntergekommen aus, doch es läßt sich auch einiges richten. Zudem liegt es ziemlich einsam, ländlich.
    Auch findet sie freundliche Helfer die ihr zu einem Auto, Job und Pferd raten um mobil zu sein.
    Und es kommt wies kommen muss. Es geschehen Unfälle zwischen Schwarzen und Weissen, mit tödlichen Ausgang und Verletzten. Doch kein Weisser wills gewesen sein, schnell schiebt man die Schuld auf die Schwarzen.
    Feli bemerkt in was sie da geraten ist, selbst kommen ihre traumatischen Erlebnisse zu Tage. Sie möchte trotzdem helfen. Dabei gerät sie selbst in einen unaufhörlichen, spannend -gefährlichen Strudel.
    Ganz krass, auf einmal werden ihre Erbrechte in Frage gestellt.
    Und wer wurde 1961 ermordet und wer war der Mörder?

    Für mich war dieser Roman ein Lesehighlight.
    Die Autorin hat es geschafft, das ich mich Mitten in den turbulenten Ereignissen der Südstaaten, beim lesen gefühlt habe.
    Elisabeth Büchle hat einen wunderbaren, sprachlichen Schreibstil verwendet, der mir besonderst aufgefallen ist. Man hörte beim lesen jedes Wasser plätschern, jeden Grasshalm rascheln und man fühlte mit einem Pferd das vor einem Feuer Panik bekam.
    Die Ereignisse waren bis zum Schluss immer wieder abwechlungsreich.
    Wechselnde Schauplätze, feste Freundschaften und starke Charakter fanden hier ihren Platz.
    Die rassistische Atmosphäre der damaligen Zeit hat man beim lesen, gespürt.
    Doch auch freudige und Gottgläubige Szenen hat die Autorin nicht vergessen.
    Kleine Aussagen von Martin Luther King waren mit eingebaut.
    Eine absolute Lesempfehlung.
    5 Punkte
  • 5/5 Sterne

    Spannende und aufwühlende Unterhaltung

    von
    Die Geschichte spielt in den beginnenden 1960er Jahren im Süden der Vereinigten Staaten. Die brodelnden Rassenunruhen dort sind nicht das Einzige, was für eine sich immer mehr aufheizendere und gefährlichere Stimmung sorgt.

    Die deutsche Felicitas erbt ein Haus von einer ihr bis dato unbekannten verstorbenen Verwandten. Doch Felicitas ist neugierig, nicht nur was ihre Vorfahrin angeht, sondern auch, was noch so alles im verborgenen in ihrer neuen Heimatstadt passiert. Zudem hat sie keine Berührungsängste mit ihren schwarzen Nachbarn. Sie macht sich dadurch in der Stadt aber gefährliche Feinde, die allerdings im verborgenen bleiben. Wer ist nun Freund, und wer Feind?
    Ein Hauptteil der Geschichte handelt von den immer noch vorherrschenden Rassentrennungen, die im Staat Mississippi zu dieser Zeit herrschen und ihre Folgen und Auswirkungen.
    Die Protagonistin Felicitias hat jüdische Wurzeln, sie hat ihre Familie verloren und schon einiges ertragen müssen in ihrem Leben. Als sie das Erbe annimmt und in die USA zieht, hat sie keine Vorbehalte und vorgefasste Meinungen. Sie ist überaus hilfsbereit, aufgeschlossen, manchmal etwas chaotisch, aber sehr liebenswert. Dennoch sind das die Eigenschaften, die manchen ihrer Mitbewohnern ein Dorn im Auge ist. Auch dem Sheriff Landon Brown ? Er jedenfalls hat auch seine Geheimnisse. Weitere Erzählrstränge erzählen von Felicitas in Deutschland gebliebener Freundin Kerstin, die durch ihre Arbeit in einem Notariat auf einige Ungereimtheiten in dem Erbfall stößt und sich auf eigene Faust auf Nachforschungen begibt und deren Freund, Christopher, Flieger bei der US Army, der in Deutschland stationiert ist. Doch sein Einsatzgebiet wird bald wechseln.

    Elisabeth Büchle hat mich wieder einmal erneut mit ihrem Roman gefesselt, bei dem mir die Protagonisten ans Herz gewachsen sind, mit denen man mitfühlt und vor allem um die man immer mehr Angst haben muss. Die Spannung steigt im Laufe des Romans immer weiter an, so daß man einfach immer weiter lesen muss. Zudem sorgt auch das geschichtliche Setting mit dem wahrem Hintergrund für Brisanz und so manch aufwühlenden Begebenheiten.
    Wie immer ist der Sprach- und Schreibstil von Elisabeth Büchle sehr unterhaltsam, abwechslungsreich und sorgt für ein angenehmes Lesegefühl. Die sich abwechslenden Erzählstränge sorgen für ein breit gefächertes Hintergrundszenario, so dass man als Leser einerseits vieles vermittelt bekommt (nicht nur historisch, sondern auch was das Beziehungs- und Geschehniss-Geflecht angeht), anderseits dabei aber auch die Spannung gesteigert wird. Denn der Leser erfährt erst nach und nach, was alles in und hinter dieser Geschichte steckt.

    Fazit:
    Ein Buch mit wichtigem Thema, spannende und aufwühlende Geschichte !
  • 5/5 Sterne

    von
    „I have a dream“
    Inhalt:
    „Ich habe einen Traum, dass meine vier Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilen wird.“
    Dieses Zitat von Martin Luther King ist der Titelgeber für das wunderbare Buch „mehr als nur ein Traum“, das kurz vor dem 50. Todestag des Bürgerrechtlers erschienen ist.
    Die junge Fotografin Felicitas Jecklin hat als Jüdin den Krieg überlebt. Nun erbt sie völlig überraschend ein Haus in den USA. Naiv und blauäugig wie sie ist, macht sie sich auf den Weg nach Mississippi. Dort findet sie ein herrliches Anwesen außerhalb einer Kleinstadt vor. Schnell hat sie Kontakt zu den Bewohnern des Ortes. Trotz aller Warnungen freundet sie sich mit ihren schwarzen Nachbarn an - und gerät dadurch ins Visier des Ku-Klux-Klan. Der Deputy Landon Brown kümmert sich um sie; er birgt allerdings irgendein Geheimnis und verhält sich reichlich merkwürdig. Welchem ihrer neuen Nachbarn kann sie trauen?
    Meine Meinung:
    Ich habe alle Bücher von Elisabeth Büchle gelesen, es hat mich keines so berührt wie dieses! Wir erleben die 60er Jahre in Mississippi. Die Rassendiskriminierung sorgt in den Südstaaten der USA immer wieder für Unruhen. Es ist einfach unmenschlich, was den Schwarzen angetan wird. Felicitas will das nicht wahrhaben und freundet sich trotz einiger Warnungen mit den schwarzen Bewohnern des Ortes an. Ihr Charakter ist herrlich dargestellt. Sie ist naiv, gutgläubig und schrecklich tollpatschig, wodurch sie sich immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Ihre Gutgläubigkeit lässt sie leider so manches mal an die falschen Leute geraten. Was mich gewundert hat: Felicitas hat so viel Schlimmes erlebt und glaubt immer noch an das Gute im Menschen. Sie geht offen und vorurteilsfrei auf andere zu - von dieser Sorte Mensch bräuchten wir mehr!
    Auch alle anderen Charaktere sind sehr authentisch und überzeugend gezeichnet. Besonders gut gefallen hat mir, dass es nicht per se den „bösen Weißen“ und den „guten Schwarzen“ gibt. Auf beiden Seiten gibt es die unterschiedlichsten Charaktere, die mich allesamt überzeugt haben. Der KKK ist beängstigend und grausam. Schockierend finde ich, dass „ganz normale“ Leute wie du und ich sich derart radikalisieren.
    In einem zweiten Erzählstrang wird der Vietnamkrieg thematisiert, was nicht weniger bedrückend ist wie die Apartheid. Trotz der traurigen und bedrückenden Szenen habe ich das Buch zu jeder Zeit gerne gelesen und es ungern aus der Hand gelegt. Humorvolle Personen und Szenen sowie eine Liebesgeschichte mit happy end lockern das bedrückende Geschehen etwas auf.
    Fazit:
    Eine absolute Leseempfehlung! Unterhaltung auf hohem Niveau. Trotz der bedrückenden Thematik habe ich das Lesen genossen.
  • 5/5 Sterne

    von
    Meine Meinung:
    Felicitas, die Hauptprotagonistin ist eine junge Frau, die Anfang der 60er Jahre ein Haus in den Südstaaten Amerikas geerbt hat. Also zieht die etwas naive junge Frau vom Nazideutschland in den amerikanischen Süden. Sie hat glücklicherweise als Jüdin den Krieg überlebt, aber in ihrer neuen Heimat Woodville scheint sich das Grauen zu wiederholen. Denn hier herrschen immer noch Rassenunruhen und der Ku-Klux-Klan.
    Ich mochte Felicitas wirklich gerne, denn sie versucht sich sofort mit den Bewohnern von Woodville anzufreunden. Aber nicht nur einige der weißen Bewohner werden ihre Freunde, auch mit den Schwarzen Bewohnern der Stadt freundet sie sich an. Dadurch schürt sie in ihrer neuen Heimat viel Misstrauen. Gut, dass es da Landon einen Deputy aus Woodville gibt, der Felicitias in ihrem neuen Leben unterstützt und auch auf sie aufpasst. Ich fand Landon sehr sympathisch, denn man merkt, dass sich hinter seiner etwas rauen Fassade ein weicher Kern verbirgt.
    Frau Büchle hat diesen Roman wieder sehr fesselnd geschrieben. Schon nach den ersten Seiten war ich hin und weg von dieser Geschichte und von Felicitas. Ich konnte kaum aufhören zu lesen. Da ich selber schon in Mississippi war und dort meinen Urlaub verbracht habe, musste ich diesen Roman unbedingt lesen. Ich fand den Roman sehr emotional und spannend geschrieben. Es ist unerträglich zu lesen, dass sich Leute immer wieder wegen ihrer Religion und Hautfarbe bekämpfen. Frau Büchle hat es verstanden dem Leser diese Grausamkeiten in diesem fesselnden Roman näher zu bringen. Ich musste immer mit Felicitas mitfiebern und mitleiden. Ich glaube ich hätte mein Leben genauso wie Felicitas geführt. Sie ist wirklich eine mutige und bewundernswerte Frau. Sie lässt sich nicht so leicht von irgendwas abbringen und somit hat sie sich immer wieder in Gefahr gebracht.
    Der Roman war bis zum Schluss richtig spannend und ich bin froh, dass ich diese spannende und fesselnde Geschichte gelesen habe. Es ist schade, dass Rassenhass immer noch ein Thema ist und dass es vermutlich niemals aufhören wird. Man kann nur froh sein, wenn man selber in einem friedlichen Land lebt.
    Frau Büchle ist eine ganz besondere Autorin, die immer wieder ganz besondere Bücher schreibt. Dieser Roman ist wie ein Kopfkino beim Lesen vor mir abgelaufen und ich habe ihn richtig genossen, auch wenn nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen war.
    Von mir gibt es für diesen bewegenden Roman 5 Sterne.
  • 5/5 Sterne

    von
    Mit Spannung habe ich den neuen Roman von Elisabeth Büchle zur Hand genommen - und bin nicht enttäuscht worden!
    Die Autorin hat wieder mal eine fesselnde Story vorgelegt, diesmal angesiedelt in den Südstaaten der USA, in den Sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts - also auf dem Höhepunkt der Rassenunruhen.
    Hauptperson ist eine junge Frau namens Felicitas. Sie ist aus Deutschland eingewandert und freundet sich schnell mit ihren schwarzen Nachbarn an - womit sie den Unmut der weißen Bevölkerung hervorruft. Mehr noch, sie wird zur Zielscheibe des Ku Klux Klan.
    Gut, dass es da diesen Deputy gibt, der ein Auge auf sie geworfen hat! Mehr als einmal rettet er Felicitas aus einer bedrohlichen Situation ...
    Mein Fazit: absolut lesenswert! Das einzige, was ich kritisch anmerken möchte: ich finde die Story ein bisschen überladen. Die Sache mit dem beginnenden Vietnamkrieg und den Drogen hätte nicht unbedingt auch noch reingemusst in diesen Roman.
    Die Geschichte rund um den Rassenkonflikt und natürlich die Liebesgeschichte zwischen Landon und Felicitas hätte genug hergegeben, meine ich.
    Trotzdem: die fünf Sterne sind absolut verdient!
  • 4/5 Sterne

    von
    Felicitas hat jüdische Wurzeln und wurde daher in Nazi-Deutschland verfolgt. Als sie ein Haus mit einem großen Grundstück im Süden der USA erbt, nutzt sie die Chance, auszuwandern. Dort trifft sie auf die Rassentrennung und den Hass der weißen Stadtbevölkerung gegen die Schwarzen aus dem Dorf. Obwohl sie sich selbst dadurch in Gefahr begibt, will freundet sich Felicitas mit den Dorfbewohnern an. Als ein schwarzer Junge stirbt und ein bekannter Menschenrechtler ermordet wird, eskaliert die Situation. Felicitas weiß nicht, wem sie noch trauen kann.
    Ihre Freundin Kerstin hat sich in Deutschland mit einem US-Soldaten angefreundet. Dieser wird nach Vietnam entsandt und gerät dort zwischen die Fronten. Bald schweben auch er und sein Freund Brian in Lebensgefahr, obwohl sie nur zur Beobachtung dort sind.
    Elisabeth Büchle hat sich diesmal dem Thema des Rassismus in den USA der 1960er Jahre gewidmet. Dabei zeichnet sie nicht plakativ schwarz-weiß - auch unter den Schwarzen gibt es Hass, Vorurteile und schlechte Menschen. Und einige der Weißen sind nett, obwohl sie zu zum Ku-Klux-Klan gehören.
    Die Geschichte ist spannend erzählt und auch die Romantik kommt nicht zu kurz. Neben der Story erfährt der Leser einiges über die geschichtlichen Hintergründe. Lange bleibt unklar, was sich hinter den Geheimnissen der einzelnen Personen verbirgt.
    Der Autorin ist wieder ein spannender historischer Roman mit liebenswerten Protagonisten gelungen, die herrlich unperfekt sind.
  • 4/5 Sterne

    I have a dream

    von
    Felicitas hat jüdische Wurzeln und wurde daher in Nazi-Deutschland verfolgt. Als sie ein Haus mit einem großen Grundstück im Süden der USA erbt, nutzt sie die Chance, auszuwandern. Dort trifft sie auf die Rassentrennung und den Hass der weißen Stadtbevölkerung gegen die Schwarzen aus dem Dorf. Obwohl sie sich selbst dadurch in Gefahr begibt, will freundet sich Felicitas mit den Dorfbewohnern an. Als ein schwarzer Junge stirbt und ein bekannter Menschenrechtler ermordet wird, eskaliert die Situation. Felicitas weiß nicht, wem sie noch trauen kann.
    Ihre Freundin Kerstin hat sich in Deutschland mit einem US-Soldaten angefreundet. Dieser wird nach Vietnam entsandt und gerät dort zwischen die Fronten. Bald schweben auch er und sein Freund Brian in Lebensgefahr, obwohl sie nur zur Beobachtung dort sind.
    Elisabeth Büchle hat sich diesmal dem Thema des Rassismus in den USA der 1960er Jahre gewidmet. Dabei zeichnet sie nicht plakativ schwarz-weiß - auch unter den Schwarzen gibt es Hass, Vorurteile und schlechte Menschen. Und einige der Weißen sind nett, obwohl sie zu zum Ku-Klux-Klan gehören.
    Die Geschichte ist spannend erzählt und auch die Romantik kommt nicht zu kurz. Neben der Story erfährt der Leser einiges über die geschichtlichen Hintergründe. Lange bleibt unklar, was sich hinter den Geheimnissen der einzelnen Personen verbirgt.
    Der Autorin ist wieder ein spannender historischer Roman mit liebenswerten Protagonisten gelungen, die herrlich unperfekt sind.
  • 5/5 Sterne

    Frieden wird erst sein, wenn Hautfarbe und Religion keine Rolle spielt

    von
    "Die Rassenprobleme werden nie endgültig gelöst werden, solange die unterdrückten Menschen nicht fähig sind, ihre Feinde zu lieben." (Martin Luther King)
    1963: Die 26-jährige Jüdin Felicitas Jecklin hat 18 Jahre nach dem Krieg und der Nazizeit alles verloren und so hat sie auch das Gefühl nicht mehr in diese Welt zu passen. Seit langem sehnt sie sich nach einer Abwechslung, da kommt die Nachricht von einer unverhofften Erbschaft in den USA gerade zur rechten Zeit. Auch wenn sie ihre beste Freundin Kerstin zurücklassen muss, will sie das Wagnis eines Neuanfanges eingehen. Im Süden der USA angekommen stellt sie fest das ihre Verwandte Virginia Tampico ein großes Anwesen, mit einem riesigen Haus hinterlassen hat. Skeptisch wird sie von der Bevölkerung aufgenommen, die aus den weißen Stadtbewohnern und den schwarzen Dorfbewohnern besteht. Felicitas die fortan liebevoll Tess von den Dorfbewohnern genannt, hat durch ihre früheren Erlebnisse keine Berührungsängste zwischen diesen unterschiedlichen Rassen. Doch genau das stößt einigen Dorfbewohner auf, das sie sich mit den Schwarzen einlässt und sie macht sich dadurch recht schnell die ersten Feinde. Eine Gruppe des Klu-Klux-Klanes sorgt, dann dafür das man Tess in ihre Schranken weist. Lediglich der Deputy Landon Brown, Virginias Ziehsohn, versucht sie zu beschützen, auch wenn seine sonderbare Art Tess immer wieder verunsichert. Aber wem kann Tess überhaupt noch trauen? Doch Tess will sich nie mehr verstecken müssen und so werden die Unruhen zwischen den Rassen ständig mehr, bis die Stimmung am Mississippi immer aufgeheizter wird.
    Derweil macht sich auch ihre Freundin Kerstin Sorgen, hat sie doch unglaubliches über Felicitas Erbschaft herausbekommen.

    Meine Meinung:
    Ich habe bisher schon einige Bücher der Autorin gelesen, doch dieses hier war das Beste was ich bisher von ihr gelesen habe. Dieses Buch ist wahrlich wie ein Traum, den sie anlässlich des bald nahenden 50 sten Todestag von Martin Luther King aus ihre Schublade geholt hat. Schon immer war es ein Traum von Elisabeth Büchle gewesen etwas aus den Südstaaten der USA zu schreiben. Mich hatte sofort das einzigartige und traumhafte Cover fasziniert, ich fühlte mich gleich zu dem Buch hingezogen und wusste, das muss ich lesen. Der Schreibstil ist wie immer bei ihren Büchern flüssig und sehr gut, dabei baut sich die Geschichte anhand zweier Handlungssträngen auf. Die Charaktere sind überwiegend sehr sympathisch und realistisch dargestellt. In der Geschichte geht es um die Ereignisse der 60er Jahre, die von Rassentrennung, der Ermordung Kennedys und Martin Luther King und dem Vietnamkrieg bestimmt werden. Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise an den Mississippi mit seinen Rassenkonflikten und den Unruhen in all seiner Grausamkeit, die unter anderem auch durch den Ku-Klux-Klan hervorgerufen wurden. Doch der Leser bekommt auch einen Einblick in die Ereignisse in Vietnam und den Auswirkungen auf die USA. Auch wenn die Geschichte recht umfangreich und kleingedruckt ist, hat mich der Inhalt recht schnell in seinen Bann gezogen und ich konnte es kaum mehr aus der Hand legen. Dabei habe ich mit den Protagonisten mitgelitten, gehofft, gebangt und mit geweint. Ein Buch voller Träume, Unruhen und Emotionen, das für mich zum großen Highlight wurde. Für mich ein absoluter Bestseller, dem ich gerne mehr als 5 von 5 Sterne geben würde.
  • 5/5 Sterne

    von
    Der Roman "Mehr als nur ein Traum" von Elisabeth Büchle fesselt seine Leser emotional bis auf's Äußerste und läßt ganz sicher kaum jemand unberührt zurück.
    Felicitas Jecklin, 26 Jahre alt, entstammt einer jüdischen Familie und überlebte den nationalsozialistischen Terror nur durch ihren starken Willen zum Leben. Als sie Anfang der 1960er Jahre im Süden der Vereinigten Staaten von Amerika ein wunderschön gelegenes altes Haus nebst herrlichem Grundstück am Mississippi erbt, findet sie über ihre offene und herzliche Art sehr schnell Anschluß an die dortige Gemeinde. Als sie sich allerdings auch mit den dort lebenden Farbigen anfreundet, missfällt dies den Weißen. Obwohl sie offen gedrängt wird, sich von den Schwarzen fernzuhalten, vertieft sie sogar die freundschaftlichen Kontakte zu diesen liebenswerten Menschen. Aufkommende Unruhen und die harten Attacken des Ku Klux Klans lassen die Gewalt im Bezirk immer mehr zunehmen. Bald schon weiß Felicitas nicht mehr welchem Menschen sie trauen kann und welchem nicht. Wer meint es in dieser gesellschaftlich enorm gespaltenen Bevölkerung noch ehrlich mit ihr? Möglicherweise ist der nette und sehr um sie besorgte Deputy Landon Brown eine Vertrauensperson für sie? Dennoch scheint gerade er ein Geheimnis vor ihr zu verbergen...
    Elisabeth Büchle ist ein Genie, was es anbelangt die für die Story geeigneten Protagonisten zu schaffen und ihre Charaktereigenschaften passend auszufeilen. So erleben wir in Felicitas eine sehr herzliche, kluge und auf sehr amüsant-unterhaltsame Weise leicht tolpatschige Person. Gerade diese Eigenschaften halfen ihr in den oft extremen Situationen zu überleben. In Birdie spielt eine alte, weise, farbige Frau eine große Rolle. Sie lenkt die Aufmerksamkeit des Lesers in eine andere Sichtweise auf die Romanwelt. Sie betet sehr viel und kann über ihre besonderen Charaktereigenschaften Trost spenden. Beide Romanfiguren sind einfach nur liebenswert. Die Autorin ließ eine wunderschöne Freundschaft zwischen beiden entstehen und schuf damit emotional tief bewegende Szenen, die einfach nur grandios und mitreißend sind. Deputy Landon ist ein attraktiver junger Mann, der um Felicitas besorgt ist und als Romanfigur ein wichtiges Geheimnis in die Story einbringt. Die übrigen Charaktere sind authentisch, präzise und mit viel charakterlicher Tiefe als Gegenfiguren modelliert und perfekt in das Geschehen eingesetzt. Elisabeth Büchle ist eine Meisterin in der Inszenierung ihrer Romanfiguren. So entfaltet sich auch in diesem schönen Roman über die eindrucksvoll bildhafte Sprache der Autorin eine faszinierende Gegend mit malerischen und eindrucksvollen Kulissen in seinem Leser.
    Auf dramatische, faszinierende Weise führt dieser mehr als gelungene Roman deutlich vor Augen welch fürchterlichen gesellschaftlichen Spannungen die Menschen in den U.S. Amerikanischen Rassenunruhen ausgesetzt waren, welche schier zügellose Aggression ihr Leben gefährdete und die schwarze Bevölkerung auf menschenverachtende Weise grausam ausgrenzte.
    Die leicht verständliche Sprache, der flüssige Schreibstil und die aufrüttelnde Botschaft des Romans sind ein Garant für ein kurzweiliges Lesevergnügen mit bester inhaltlicher Botschaft. Das Buch ist ein Feuerwerk an Emotionen und spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Leid, Hoffnung, Freude und Liebe geben sich in diesem gelungenen Werk die Hand zu einem sehr schönen Gesamtwerk, ohne dabei zu überladen oder überzeichnet zu wirken. Authentizität ist für Elisabeth Büchle und ihren sicherlich sehr arbeitsintensiven Recherchen zu ihren Werken ganz offensichtlich eine Konstante. So auch in diesem Roman "Mehr als nur ein Traum", in dem wir historischen Persönlichkeiten begegnen, auf deren Biographie im Anhang verwiesen wird.
    Das Cover ist wunderschön gestaltet und weist perfekt auf die zentrale Botschaft hin: Ein alter Wagen mit einem Magnolienbaum davor. Magnolien bedeuten Reinheit und die Kraft, die aus der Tiefe kommt. Steht das nicht für Felicitas, die mit offenem Herzen auf die Menschen zuging und Birdie, deren Kraft aus ihrer tiefen Weisheit entspringt?
    "Mehr als nur ein Traum" ist als typisch herausragendes Werk in seiner Thematik und seinem Wesenskern auch und gerade heute sehr aktuell. Ich kann diesen Roman allen die dieses Genre gerne lesen sehr empfehlen. Einen großen Dank an die Autorin für dieses wundervolles und sehr emotionale Leseerlebnis.
    Und ein herzliches Dankeschön an den Gerth Medienverlag, der die Publikation dieses einzigartigen Buches mit der für diesen Verlag ganz typisch hochwertigen handwerklich-liebevollen Ausführung an seine Leser vertreibt.
  • 5/5 Sterne

    von
    Rassissmus hat viele Gesichter:
    Die 26-jährige Holocaustüberlebende Felicitas Jecklin erbt überraschend ein Haus in den Südstaaten der USA. Sie wagt einen Neubeginn und findet bald in Mississipi eine neue Heimat. Als sie sich mit einigen schwarzen Dorfbewohnern anfreundet und ihre jüdischen Wurzeln bekannt werden, gerät sie ins Visier des Klu-Klux-Klan. Der Deput Landon versucht sie zu beschützen, aber er verbirgt selber einige Geheimnisse vor ihr.
    Dieser vielschichtige historische Roman spielt im Nachkriegsdeutschland, im Süden der USA und in Vietnam. Die Autorin verwebt sehr geschickt einige Handlungstränge , deren Verbindung erst am Ende des Buches offenbart werden. Der Schreibstil ist flüssig und nimmt den Leser rasch gefangen. Die politischen Hintergründe werden gekonnt ins Gesamtgeschehen eingebunden. Die Charaktere sind toll angelegt.
    Felicitas hat sich trotz ihrer traurigen Vergangenheit ihr Vertrauen in die Menschen und ihre Lebendigkeit bewahrt. Ihre Ungeschicklichkeit bringt sie selber und den Lrser manchmal zum Lachen. Ihre Intelligenz und ihr Mut ist aber auch offensichtlich. Landon steht zwischen seiner Aufgabe und seinen Freunden. Als die Situation eskaliert muß er sich entscheiden. Die Handlung ist sehr spannend.
    Die Rassentrennung wird genauso thematisiert, wie der Vietnamkrieg und die Drogenproblematik.
    Am Ende gibt es einige Toten, Geheimnisse werden offengelegt und Emotionen werden zugelassen. Vergebung und Hoffnung bleiben bestehen.
  • 5/5 Sterne

    von
    »Ob die Menschen jemals damit aufhören würden, sich über andere zu erheben?« (S. 62)
    Die Idylle auf dem Cover ist trügerisch. Hinter diesen Buchdeckeln verbirgt sich ein facettenreicher Roman, der den Leser in die 60er Jahre katapultiert. Auch wenn Felicitas sich trotz aller Erfahrungen im zweiten Weltkrieg ihr fröhliches Wesen hat bewahren können, ist die Handlung nicht unbedingt beschwingt. Vielmehr geht es um ein unerwartetes Erbe, das sie veranlasst, ihre Zelte in Deutschland abzubrechen und sich in Mississippi eine neue Existenz aufzubauen. Dort freundet sie sich schnell mit den unweit entfernt lebenden Schwarzen an - und stößt die weiße Bevölkerung vor den Kopf. Schon bald muss Feli feststellen, dass sie in einen brodelnden Hexenkessel geraten ist. Ein schwülheißer Sommer steht ihr bevor.
    Viele Geheimnisse ranken sich um Virginia, deren Besitz Feli geerbt hat. Außerdem ist da auch noch der zwielichtige Deputy Landon Brown, der ihr ständig über den Weg läuft. In ihrer Heimat stößt außerdem Felis Freundin ebenfalls auf Ungereimtheiten, die das Erbe betreffen.
    Und so führen die verschiedenen Handlungsstränge den Leser in unerwartete Gefilde. Lange kann man bei einigen Strängen nicht erkennen, wie diese evtl. zusammen hängen könnten, was die Spannung erhöht. Für mich bedeutete das aber auch, dass ich zwischendurch etwas in der Luft hing. Zum Ende hin zieht das Tempo immer stärker an und bis zum Showdown am Schluss wird es immer schwieriger, das Buch aus der Hand zu legen.
    Elisabeth Büchle ist ihrem Schreibstil treu geblieben, mit dem sie Szenen dreidimensional beschreibt. Ähnlich, wie bei einem Pop-up-Buch, entfalten vor dem geistigen Auge opulente Settings; Romanfiguren werden zu Charakteren, die man so schnell nicht mehr vergisst.
    Was die Romantik betrifft, hat mich die Autorin diesmal ziemlich zappeln lassen. Die Liebesgeschichte reift unauffällig und zart heran. Sie ist nicht das Hauptthema des Buches. Vielmehr geht es um Rassismus und darum, (sich) nicht aufzugeben. Der Glaube an Gott gibt Feli in diesen unruhigen Zeiten Halt und hilft ihr, sich auszurichten auf das, was wirklich zählt: Menschlichkeit.
    - Vielschichtig, opulent und krimihaft
  • 5/5 Sterne

    von
    Ich bin total hingerissen von diesem Buch!!! Einfach faszinierend, wie zum Schluss die ganzen verschiedenen Erzählstränge ein Ganzes werden. Das Thema hat mir sehr gut gefallen. Die Hauptfigur Felicitas fand ich einfach nur liebenswert und die ganze Handlung hat mich mitgerissen. Ich freue mich schon auf das nächste Buch. Und ich finde es sehr gut, das die Büchle-Romane meist in sich abgeschlossen sind und man nicht auf eine Fortsetzung waren muss.
  • 5/5 Sterne

    von
    Felicitas hat Nazi-Deutschland überlebt und ist nun ganz verdutzt, als ihr eine plötzliche Erbschaft aus Amerika vorgelegt wird. Sie soll ein Haus in Mississippi geerbt haben - doch von wem , denn die entfernte Verwandte sagt ihr nichts.
    Trotz aller Warnungen begibt sie sich auf die Reise in den von Rassismus geprägten Bundesstaat und so schlittert sie in ein riskantes Unterfangen...
    Das neueste Werk von Elisabeth Büchle verdient meinen ganzen Respekt und meine Anerkennung. Ihre Reise in das Amerika der 1960er Jahre zeugt von akribischer Recherchearbeit, übertrifft meine Erwartungen und ist dabei doch aktueller denn je.
    Die politischen Ereignisse, der Rassenwahn und das sinnlose Treiben des Ku-Klux-Klan sind atmosphärisch so dicht erzählt, dass man manchmal vor lauter Spannung vergisst zu atmen. Mit meisterhaftem Geschick werden hier die einzelnen Handlungsstränge miteinander verwebt und ergeben nach und nach eine spannende Geschichte, die mit vielen Rätseln gespickt ist und mit tollen Charakteren überzeugt. Die ernsthafte Thematik wird mit dem für Büchle eigenen Stil erfolgreich in Szene gesetzt und die Auszüge aus der Rede Martin Luther Kings tragen dazu bei, dass dieses Buch tief ins Herz geht. Auch tragen die wundervollen Landschaftsbeschreibungen des Mississippi-Deltas dazu bei, dass ich mich direkt vor Ort befinde und so zu einem Teil der Geschichte werde. Elisabeth Büchle hat den Traum von Martin Luther King und die Geschichte von Felicitas zu einem echten Traum für ihre Leser werden lassen.
    Ich ziehe meinen Hut vor dieser Leistung und vergebe für dieses Meisterwerk 5 Sterne- 10 hätte es verdient!
  • 4/5 Sterne

    von
    Felicitas hat als jüdisches Kind das Dritte Reich überlebt. Als erwachsene Frau führt ein unerwartetes Erbe sie in die USA und mitten in die Rassenunruhen der 60er Jahre. Sie freundet sich in ihrer neuen Heimat schnell mit den Afroamerikanern an. Das stößt nicht nur auf Gegenliebe. Bald muss sie sich mit dem Ku-Klux-Klan und einigen rätselhaften Vorgängen auseinandersetzen.
    Elisabeth Büchle entführt ihre Leser mit diesem Roman in die USA der 60er Jahre. Geschickt verknüpft sie die verschiedenen Brennpunkte der damaligen Zeit miteinander: Vietnamkrieg (inklusive Drogen und Prostitution) und die Rassenunruhen in den USA. Gekonnt lässt sie die spannungsvolle Atmosphäre der damaligen Zeit vor den inneren Augen der Leser auferstehen. Die akribische Recherche ist dem Buch anzumerken - man fühlt sich regelrecht in die damalige Zeit hineinversetzt. Besonders gut gefallen haben mir auch die Zitate von Martin Luther King am Anfang jedes Teils.
    Berührt haben mich auch die deutlichen Parallelen zwischen den USA und dem Dritten Reich. Es ist schlimm zu sehen wie Menschen ausgegrenzt und als Menschen zweiter Klasse angesehen werden, nur weil sie eine andere Herkunft oder Hautfarbe haben.
    Die Sprache ist gewohnt lebendig und mitreißend. Es ist schwer, das Buch aus der Hand zu legen - so hoch ist der Spannungsbogen. Insbesondere durch einige Rätsel der Geschichte wird die Spannung aufrecht erhalten.
    Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Felicity wirkt mit ihrer tollpatschigen Art sehr liebenswürdig und sympathisch. Sie ist eindeutig die Sympathieträgerin - genauso auch einige der Nebencharaktere wie bspw. Birdie. Andere Charaktere hingegen geben dem Leser Rätsel auf. Sie wirken wenig durchschaubar und haben Geheimnisse. Dies trägt aber ebenfalls zur Spannung im Buch bei.
    Ein kleines Manko hat dieses wunderbare Buch für mich trotzdem: Mir fehlte ein bisschen die Leichtigkeit wie ich sie von anderen Büchern der Autorin kenne. Die sonst sehr schlagfertigen, spritzigen und witzigen Dialoge waren für mich dieses Mal nicht so stark wie sonst. Das mag sicherlich auch der ernsten Thematik und an den gewählten Charakteren liegen, dennoch waren gerade diese Dialoge für mich so ein "Markenzeichen" der Büchle-Romane. Daher war ich etwas enttäuscht darüber, dass sie hier etwas zu kurz kommen.
    Im Großen und Ganzen ist das Buch aber ein äußerst gelungener Roman, der den Leser in die jüngere Geschichte der USA entführt. Die spannungsvolle Geschichte sorgt für viele schöne Lesestunden, die leider nur allzu schnell vorübergehen. Ich kann das Buch jedenfalls nur wärmstens weiterempfehlen.
  • 4/5 Sterne

    Eine spannende Reise in die USA der 60er Jahre

    von
    Felicitas hat als jüdisches Kind das Dritte Reich überlebt. Als erwachsene Frau führt ein unerwartetes Erbe sie in die USA und mitten in die Rassenunruhen der 60er Jahre. Sie freundet sich in ihrer neuen Heimat schnell mit den Afroamerikanern an. Das stößt nicht nur auf Gegenliebe. Bald muss sie sich mit dem Ku-Klux-Klan und einigen rätselhaften Vorgängen auseinandersetzen.

    Elisabeth Büchle entführt ihre Leser mit diesem Roman in die USA der 60er Jahre. Geschickt verknüpft sie die verschiedenen Brennpunkte der damaligen Zeit miteinander: Vietnamkrieg (inklusive Drogen und Prostitution) und die Rassenunruhen in den USA. Gekonnt lässt sie die spannungsvolle Atmosphäre der damaligen Zeit vor den inneren Augen der Leser auferstehen. Die akribische Recherche ist dem Buch anzumerken - man fühlt sich regelrecht in die damalige Zeit hineinversetzt. Besonders gut gefallen haben mir auch die Zitate von Martin Luther King am Anfang jedes Teils.

    Berührt haben mich auch die deutlichen Parallelen zwischen den USA und dem Dritten Reich. Es ist schlimm zu sehen wie Menschen ausgegrenzt und als Menschen zweiter Klasse angesehen werden, nur weil sie eine andere Herkunft oder Hautfarbe haben.

    Die Sprache ist gewohnt lebendig und mitreißend. Es ist schwer, das Buch aus der Hand zu legen - so hoch ist der Spannungsbogen. Insbesondere durch einige Rätsel der Geschichte wird die Spannung aufrecht erhalten.

    Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Felicity wirkt mit ihrer tollpatschigen Art sehr liebenswürdig und sympathisch. Sie ist eindeutig die Sympathieträgerin - genauso auch einige der Nebencharaktere wie bspw. Birdie. Andere Charaktere hingegen geben dem Leser Rätsel auf. Sie wirken wenig durchschaubar und haben Geheimnisse. Dies trägt aber ebenfalls zur Spannung im Buch bei.

    Ein kleines Manko hat dieses wunderbare Buch für mich trotzdem: MIr fehlte ein bisschen die Leichtigkeit wie ich sie von anderen Büchern der Autorin kenne. Die sonst sehr schlagfertigen, spritzigen und witzigen Dialoge waren für mich dieses Mal nicht so stark wie sonst. Das mag sicherlich auch der ernsten Thematik und an den gewählten Charakteren liegen, dennoch waren gerade diese Dialoge für mich so ein "Markenzeichen" der Büchle-Romane. Daher war ich etwas enttäuscht darüber, dass sie hier etwas zu kurz kommen.

    Im Großen und Ganzen ist das Buch aber ein äußerst gelungener Roman, der den Leser in die jüngere Geschichte der USA entführt. Die spannungsvolle Geschichte sorgt für viele schöne Lesestunden, die leider nur allzu schnell vorübergehen. Ich kann das Buch jedenfalls nur wärmstens weiterempfehlen.
  • 5/5 Sterne

    Ein Traum für den Leser historischer Romane

    von
    Deutschland 1963: Felicitas hat es geschafft, die grausamen Jahre im Nazideutschland zu überleben. Oft musste sie sich die kleinsten Verstecke suchen um zu überleben, Verfolgung und Hass drohte ihr mit ihren jüdischen Wurzeln überall.
    Doch sie hat es geschafft, eine gute Anstellung als Fotografin zu bekommen. Unerwartet erhält sie einen Brief einer Anwaltskanzlei, dass sie Erbin eines Nachlasses im Süden der Vereinigten Staaten ist. Nach einigem Überlegen nimmt sie dann schließlich das Erbe an. Sie reist samt ihrem Hab und Gut in den Süden der USA – genauer gesagt nach Mississippi um dort das Erbe anzutreten. Sie freut sich ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und ist voller Hoffnung, auf ihren Neustart in ein neues Leben. Kaum dort angekommen, freundet sie sich mit ihren schwarzen Nachbarn an. Alle Warnungen dies zu unterlassen, ignoriert sie. Doch die Welt um sie herum verändert sich immer mehr. Die Rassenunruhen beginnen mehr und mehr zu brodeln. Sie weiß irgendwann nicht mehr, wem sie noch Vertrauen schenken kann und bringt sich selber immer mehr in Gefahr….

    Ich habe zu Beginn des Jahres den für mich ersten Roman der Autorin kennengelernt „Unter dem Mitternachtsmond.“ Das Buch und der wundervolle Schreibstil hatten mich damals schon so gepackt, dass ich es kaum erwarten konnte, bis jetzt das neue Buch erschienen ist.
    Mit ihrem historischen Roman „Mehr als nur ein Traum“ entführt Elisabeth Büchle den Leser in den Süden der Vereinigten Staaten - an den Mississippi.
    Alleine schon das Cover des Buches ist wunderschön oder man könnte auch dem Titel bereits hier zustimmen: Mehr als nur ein Traum!! Der Pick-Up, die unwegsamen Pisten eingebettet in die sich biegenden Bäume abgerundet von den traumhaften Magnolien und alles im Schatten des zarten Sonnenlichtes, welches sich den Weg durch die Bäume sucht.

    Die Charaktere sind liebevoll, authentisch und detailliert ausgearbeitet. Auch die Beschreibungen der Schauplätze sind so bildlich dargestellt, dass man sich wie in die Geschichte reinversetzt fühlt. Als Leser erlebt man alle Schicksalsschläge der Protagonisten mit. Man liebt, leidet, fiebert und hofft, weint und lacht. Zum Ende hin spürt man immer mehr die Hoffnungslosigkeit mit und die Traurigkeit der sinnlosen Kämpfe zwischen Weißen und Schwarzen.
    Die junge Felicitas hatte einen harten Überlebenskampf zu der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland. Mit ihrer liebevollen Art hat sie das Herz am rechten Fleck. Mit ihrer offenen, ehrlichen Art macht sie sich schnell Freunde, aber durch ihr großes Herz und die Liebe zu Menschen aller Rassen leider auch zugleich Feinde. Ihre etwas tollpatschige Art rettet ihr letztendlich in einer ausweglosen Situation das Leben. Landon Brown ist einer der örtlichen Deputys, er kennt die Gegend am Mississippi wie seine linke Westentasche, da er dort aufgewachsen ist. Die Bewohner in der Stadt und auch im Dorf sind im alle jahrelangen Wegbegleiter gewesen. Er scheint ein bestimmtes Ziel vor Augen zu haben, lässt aber niemand in die Karten schauen. Sein Partner Sam ist ein noch größeres Geheimnis. Birdie, Lily, Abner und die vielen weiteren schwarzen Bewohner des Dorfes draußen im Wald sind jeder auf seine Art ganz besondere liebenswerte Charaktere. Birdie ist besonders fest in ihrem Glauben zu Gott verankert. Ihr immerwährend großes Herz, ihre Geduld für jeden ein offenes Ohr zu haben und ihr unentwegter Wunsch Vergebung und Verzeihen in ihrem Leben wiederspiegeln zu lassen, machen sie zu einem ganz besonderen Menschen.

    „Nein Tess, du hast aus deinem Herzen gehandelt. Daraus kann Dir niemand einen Vorwurf machen. Und du selbst darfst das ebenfalls nicht. Du trägst keine Schuld daran, dass die Seelen mancher Menschen gefangen sind in Hass und Vorurteilen.“

    Nebenbei gibt es noch viele weitere Protogonisten, die der Geschichte immer neue Wendungen und stets Spannung verleihen. Erwähnenswert ist hier besonders noch Kerstin, Felicitas beste Freundin aus Deutschland. Sie spürt direkt, dass mit dem vermeintlichen Erbe irgendetwas nicht stimmen mag. Ihr Freund Christoph wurde nach Vietnam abkommandiert, hier ist auch ein Ort des Geschehens.
    Die detailgetreuen landschaftlichen Beschreibungen der teils unberührten Natur und Gegend rund um den Mississippi mit seinen vielen kleinen Ausläufern runden diese wundervolle Geschichte ab. Ich habe mich während der ganzen Zeit gefühlt, als wäre ich Teil des Romans und Beobachter auf den unterschiedlichen Schauplätzen.
    Bereits im Prolog geht es spannend los in die Geschichte. Die Autorin schreibt packend, flüssig und zugleich sehr einfühlsam. Der Spannungsbogen steigert sich im Laufe der Handlung immer mehr und erreicht seine Höhe passend zum finalen Ende.

    Die historischen Hintergründe wurden von der Autorin sehr detailliert recherchiert und dargestellt. Der Roman hat drei Orte, die in der Geschichte alle miteinander verwoben sind: Deutschland, den Süden der USA und Vietnam. Teil der Geschichte sind auch historisch belegte Personen. Sehr gut finde ich, dass man zu diesen Personen weitere Informationen im Anhang lesen kann.
    Viele Themen der damaligen Jahre sind in die Geschichte verarbeitet. Einen großen Teil nehmen die Rassenunruhen ein. Die Erniedrigungen und brutalen Kämpfe der Weißen gegen die Schwarzen. Inmitten dieser ganzen Unruhen Martin Luther, mit seinem Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit, Gleichberechtigung aller Rassen sowie Aufhebung der Rassengesetze.
    Auch Teil der Geschichte sind die Verbindungen des Ku-Klux-Klans und seinen Machenschaften - der Klan durch den viel Angst und Schrecken verbreitet wurde unter den Menschen. Das brennende Kreuz ist ein markantes Symbol des rassistischen und gewalttätigen Geheimbundes und ist auch in dieser Geschichte passend eingearbeitet.
    Geschickt eingewebt sind die christlichen Aspekte, die immer wieder in der Geschichte zu finden sind. Sie sind in keiner Weise aufzwängend sondern gut in das Geschehen verpackt. Gerade das Vertrauen in Gott, Hoffnung und Vergebung sind hier eindrucksvoll in die Szenen verwoben. Auch das Thema Gebet ist hier stimmig in die Geschichte mit eingebracht.
    „Birdie sagt immer, dass Gott uns alle in einer wunderbaren Vielfalt geschaffen hat.“

    „Mehr als nur ein Traum“ ist ein tiefgründiger, bewegender, historischer Roman der den Leser wie in einem Strudel mitzieht und lange nachhallt. Für mich hätte der Roman noch lange weitergehen können. Wie schon der Titel und das Cover es beschreibt, so ist die Geschichte tatsächlich ein Traum für einen Leser dieses Genre.
    Ich vergebe 5 Sterne…... leider sind mehr nicht möglich, verdient hätte dieser Roman deutlich mehr. Er wird lange in Erinnerung bleiben und ist tatsächlich eines meiner absoluten Lieblingsbücher geworden.
    Von mir gibt es ganz klar eine absolute Leseempfehlung!
  • 5/5 Sterne

    von
    "Vergebung ist keine einmalige Sache. Vergebung ist ein Lebensstil." (Martin Luther King)
    60er Jahre. Die 26-jährige Felicitas Jecklin ist eine Überlebende des Holocaust. Nachdem sie Verfolgung und Hass erdulden und sich oftmals verstecken musste, ist sie nun als Fotografin sehr erfolgreich. Als sie einen Brief von einer Anwaltskanzlei erhält, dass sie Erbin eines Nachlasses in Amerika ist, wundert sie sich zuerst, denn sie hatte angenommen, dass alle anderen Familienmitglieder tot sind. Felicitas verlässt Deutschland mit dem Traum von einem Neuanfang im Gepäck und reist in die USA, um in Mississippi ihr Erbe anzutreten. Felicitas wähnt die Vergangenheit hinter sich. Als weltoffener Mensch hat sie keinerlei Berührungsängste und macht keine Unterschiede zwischen ihren Mitmenschen. Doch sie muss leider hautnah feststellen, dass hier ein schlimmer Kampf Weiß gegen Schwarz geführt wird. Gleichberechtigung gibt es nicht, der Rassenhass ist tief in den Herzen der Menschen verankert. Während Martin Luther King über seinen Traum von Freiheit spricht, wird die Welt um Felicitas zu einem Hexenkessel, der sich immer mehr hochschraubt und auch sie sich in Gefahr befindet…
    Elisabeth Büchle hat mit ihrem Buch „Mehr als nur ein Traum“ einen sehr spannenden, vielschichtigen und gleichzeitig anrührenden historischen Roman vorgelegt, den der Leser, einmal begonnen, nicht mehr aus der Hand legen kann. Der Schreibstil ist flüssig und einfühlsam, aber er beschönigt auch nichts. Schon im Prolog wird der Spannungsbogen recht hoch angelegt und steigert sich innerhalb der Handlung immer mehr in die Höhe bis zum finalen Schluss. Die Geschichte erstreckt sich über einen Zeitraum von 1961 bis 1964, gleichzeitig verteilt sie sich auf drei Orte: Deutschland, Mississippi/USA und Vietnam. Die Autorin hat den historischen Hintergrund sehr intensiv und akribisch recherchiert und mit ihrer Handlung verwoben, wobei sie auch historisch belegte Personen in ihrer Geschichte auftreten lässt. Gleichzeitig lässt sie den Leser an vielen problematischen Themen teilhaben. Da geht es zum einen um den Rassismus in den USA, der Kampf Weiße gegen Schwarze und die Bewegung von Martin Luther King. Ebenso erwähnenswert zu der Zeit ist die Verbindung des Ku-Klux-Klans, der Angst und Schrecken verbreitet hat mit seinen brennenden Kreuzen und so manchen Gräueltaten und leider bis heute noch seine Anhänger hat. Zudem wurde zur damaligen Zeit die Anzahl der entsendeten Soldaten nach Vietnam erhöht, wo 1962 dort schon die ersten Luftangriffe auf die vietnamesische Bevölkerung stattfanden. Durch die grandiose Umsetzung der Autorin und durch ihren sehr eingängigen Erzählstil vermittelt sie dem Leser das Gefühl, Geschichte hautnah mitzuerleben.
    Die Charaktere sind liebevoll und detailliert ausgestaltet, durch die individuellen Eigenheiten und persönlichen Schicksale wirken sie sehr authentisch und lebendig. Der Leser kann sich mit ihnen identifizieren und mit ihnen leiden, fühlen, Freude empfinden oder auch Resignation, Wut und Hoffnungslosigkeit. Felicitas ist eine impulsive junge Frau, die bereits einen harten Überlebenskampf hinter sich hat, sich jedoch dadurch nicht unterkriegen ließ, mit ihrer offenen und ehrlichen Art dem Leben die Stirn bietet und positiv in die Welt schaut. Sie geht vorurteilsfrei auf die Menschen zu und macht keine Unterschiede zwischen Hautfarbe oder Religion. Felicitas ist hilfsbereit und strahlt eine Stärke aus, die bewundernswert ist. Landon Brown ist Deputy und eine örtliche Größe. Er wirkt meist undurchsichtig und lässt sich nicht in die Karten schauen. Er ist in Mississippi aufgewachsen und kennt die Bewohner der Stadt sehr genau. Birdie ist eine alte farbige Dame, die tief in ihrem Glauben verankert ist und für die Menschen in ihrer Umgebung immer ein offenes Ohr sowie hoffnungsspendende Worte bereit hat. Sie fasziniert durch ihre einzigartige Nächstenliebe und die große Gabe zu verzeihen. Auch die weiteren Protagonisten geben der Handlung mit ihrem Auftreten zusätzlich Spannung und machen die Geschichte rundherum perfekt.
    Der christliche Aspekt in diesem Buch wird zum einen durch die eingestreuten Gebete deutlich. Doch es geht hier auch um Vergebung und um Hoffnung. Sehr eindrucksvoll sind die Szenen, die die Ungerechtigkeiten an der farbigen Bevölkerung zeigen und die getreu der Bibel immer auch noch die andere Wange hinhalten. Die Tiefe ihres Glaubens ist beeindruckend und zeugt von Stärke, Mut und dem Vertrauen in Gott.
    „Mehr als nur ein Traum“ ist ein eindrucksvoller, historischer Roman, der so authentisch wirkt, dass er den Leser atemlos zurücklässt und noch lange nachhallt, nachdem die letzte Seite gelesen ist. Absolute Leseempfehlung für ein absolutes Highlight und eine unvergessliche Geschichte! Chapeau, Frau Büchle!
  • 5/5 Sterne

    Mehr als nur ein Traum

    von
    Bad Tölz, 1963. Die 26-jährige Fotografin Felicitas Jecklin hat trotz ihrer jüdischen Wurzeln Nazideutschland überlebt – als einzige ihrer Familie. Nach reiflichen Überlegungen beschließt die manchmal etwas chaotische Felicitas, ihrem Leben eine neue Wendung zugeben und ein unerwartetes Erbe - ein Haus in Übersee - anzunehmen. Ihr Neufang in Mississippi steht jedoch unter keinem guten Stern, denn sie gerät mitten hinein in heftige Rassenkonflikte…

    Elisabeth Büchle erzählt diesen Roman sehr ausdrucksvoll. Die Beschreibungen und Schilderungen sind detailreich und anschaulich, sie sind mitreißend und haben mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.
    Es gelingt der Autorin ganz hervorragend, die in den 1960er Jahren von der Rassenproblematik geprägte Gesellschaft der USA darzustellen und die vorherrschende Stimmung in dem kleinen Ort nahe Woodville/Mississippi wiederzugeben. Die Vorurteile und das Misstrauen gegenüber den Schwarzen werden genauso intensiv geschildert, wie die gewalttätigen Übergriffe, so dass man als Leser eine recht genaue Vorstellung davon bekommt, was die Menschen damals alles durchmachen mussten.
    Elisabeth Büchle zeichnet das Bild einer mutigen jungen Frau. Felicitas besticht besonders durch ihre Vorurteilslosigkeit. Sie will sich den örtlichen Gepflogenheiten nicht beugen und versucht trotz aller Angriffe und Anfeindungen gegen sich, eine Brücke zwischen den Parteien zu bauen und legt sich dafür sogar mit Mitgliedern des Ku-Klux-Klans an, indem sie versucht, deren Identitäten aufzudecken.

    Eine zusätzliche Portion Spannung bekommt der Roman sowohl durch die rätselhafte Erbschaft – während Felicitas versucht, in Amerika Fuß zu fassen, entdeckt ihre Freundin Kerstin, die als Notariatsgehilfin in Bad Tölz arbeitet, Ungereimtheiten in der Erbangelegenheit und versucht, diesen nach und nach auf die Spur zu kommen – wie auch durch das undurchsichtige Verhalten von Deputy Landon Brown, der Felicitas zwar sehr zugeneigt scheint, den aber eine mysteriöse Aura umgibt.

    Die Akteure werden allesamt bunt und facettenreich beschrieben. Sie sind authentisch und ausdrucksstark. Selbst Nebenfiguren wirken überzeugend, wie zum Beispiel die dunkelhäutige Birdie, die mit ihrem tiefen Glauben und klugen Lebensweisheiten beeindruckt oder die resolute Dorothy, deren Auftritte mich zum Schmunzeln gebracht haben.

    Neben dem Geschehen in den USA und Kerstins Nachforschungen in Deutschland spielt ein dritter Part der Handlung in Südvietnam und hat den Drogenhandel während des Vietnamkrieges zum Thema.

    Unterstrichen wird die fiktive Handlung durch eingebettete reale Ereigniise, wie zum Beispiel die Ermordung des Bürgerrechtsaktivisten Medgar Evers. Sehr gut gefallen haben mir auch die Zitate von Martin Luther King, die jedem der vier Abschnitte des Buches vorangestellt sind und die Geschichte abrunden.

    „Mehr als nur ein Traum“ hat mich durchweg begeistert – ein aufwühlender und durch die Spannungselemente gleichermaßen unterhaltender Roman. Absolute Leseempfehlung!

  • 5/5 Sterne

    von
    „...Würde die Menschheit jemals begreifen, dass Gott sie alle in ihrer Unterschiedlichkeit geschaffen hatte, weil er Freude daran hatte, das Leben so bunt und abwechslungsreich wie möglich zu gestalten? Und das er alle seine Kinder liebt?...“
    Das Buch beginnt im Jahre 1961 mit einem Mord. Dann wechselt die Geschichte ins Jahr 1963. Die 26jährige Felicitas arbeitet in einem Fotoatelier. Ihre Fotos sind gefragt. Felicitas hat jüdische Wurzeln und die Zeit der Naziherrschaft in verschiedenen Verstecken überlebt. Danach hat sie ein neues Leben angefangen. Ihre Freundin Kerstin arbeitet in einem Notariat und ist mit einem amerikanischen Offizier liiert. Da Felicitas davon ausgeht, dass niemand ihr neues Leben kennt, ist sie verwundert, als sie durch das Schreiben eines Anwalts von einer Erbschaft in Amerika erfährt. Eine Tante hat ihr ein Haus im Staate Mississippi hinterlassen. Nach einigem Hin und Herr entscheidet sie sich, die Erbschaft anzunehmen. Sie ahnt nicht, in welchen Hexenkessel sie geraten wird.
    Die Autorin hat einen fesselnden und komplexen Roman geschrieben. Das Buch ließ sich nur schwer aus der Hand legen.
    Die Protagonisten werden gut charakterisiert, Ich möchte mich auf die wichtigsten Personen beschränken. Das sind in erster Linie Felicitas und Landon.
    Felicitas ist eine aufgeschlossene junge Frau. Natürlich hat sie ihre Vergangenheit geprägt. Das zeigt sich zum einen darin, dass sie zu schnellen und spontanen Entschlüssen neigt, zum anderen bleibt ihre Herkunft ihr Geheimnis, von dem nur ihre Freundin Kerstin weiß.
    Landon arbeitet als Sheriff. Er ist nach dem Tod seiner Eltern in dem Haus aufgewachsen, welches Felicitas geerbt hat. Im Ort hat er das Sagen, scheint aber eine zweite Identität und einen besonderen Auftrag zu haben. Darauf deutet der eine oder andere Satz am Anfang hin.
    Eine Protagonistin hat mich besonders beeindruckt. Deshalb möchte ich sie erwähnen. Es ist Birdie, eine ältere schwarze Frau. Ihre Lebensweisheit, ihr tiefer Glaube und ihr Verständnis für die Widrigkeiten des Lebens haben mich beeindruckt. Das Eingangszitat stammt von ihr. Ein zweites Zitat möchte ich hier ergänzen:
    „...Gott verzeiht mir Tag für Tag … meine Fehler und Unzulänglichkeiten, das Böse in meinem Herzen. Wie könnte ich dir dann meine Vergebung vorenthalten?...“
    Felicitas Erbe liegt einsam außerhalb des Ortes. Auf den Weg dorthin kommt sie an einem Dorf der schwarzen Bevölkerung vorbei. Unvoreingenommen geht sie auf die Menschen zu.
    Zwei Ereignisse beeinflussen die Handlung entscheidend im Hintergrund. Das ist zum einen der Kampf von Martin Luther King für gleiche Rechte der Schwarzen, aber auch die ersten Stationierungen amerikanischer Soldaten in Vietnam. Der Autorin gelingt es, diese historischen Ereignisse gekonnt mit dem Leben eines kleinen Ortes im Staate Mississippi zu verbinden, wo die Männer mit den weißen Kutten ihr ganz eigenes Recht schaffen wollen.
    Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Er zeugt vom Können der Autorin. Das zeigt sich zum Beispiel darin, dass es über Felicitas früheres Leben nur wenige Sätze gibt und trotzdem spielt es permanent eine Rolle. Die Autorin erwähnt kaum, was geschehen ist, lässt es aber in Felicitas Gefühlen sehr lebendig werden. Emotionen wie Beklemmung und Angst, Felicitas Reaktionen in engen Räumen, ihre stilles Beten in schwierigen Situationen sagen mehr als viele Worte.
    Sie, die selbst Ausgrenzung erlebt hat, sieht nicht ein, warum sie die Dorfbewohner meiden soll. Sie ahnt nicht, welch Macht Hass und Menschenverachtung entfalten können. Für Felicitas zählen Menschenwürde und Gerechtigkeit. Doch bald weiß sie nicht mehr, wem sie vertrauen kann. Landon scheinen die Aufklärung der Vorkommnisse nicht sehr am Herzen zu liegen. Als Fotografin ist Felicitas eine exzellente Beobachterin. Aber ihr Wissen ist nicht gefragt, ja für sie selbst hochgefährlich.
    Zu den Höhepunkten gehören für mich die tiefgehenden Gespräche zwischen Felicitas und Birdie. Warum, habe ich schon weiter oben ausgeführt.
    Ganz anders wirken die Dialoge zwischen Felicitas und Landon. Hier schwingt stellenweise ein feiner Humor mit, manchmal wirken sie wie ein Schlagabtausch und oft haben beide Probleme, zu verbergen, dass sie sich eigentlich anziehend finden. In seinen Warnungen wird Landon sehr deutlich, wie das folgende Zitat beweist:
    „...Du bist in Mississippi. Hier besitzt jeder Junge spätestens ab seinem 10. Lebensjahr ein Gewehr!...“
    Der hohe Spannungsbogen wird durch die komplexen Beziehungen im Ort, die lange unausgesprochene Geheimnisse im Hintergrund und das gegenseitige Misstrauen der beiden Bevölkerungsgruppen getragen.
    Das Buch besteht aus dem Prolog und vier Teilen. Jedem Teil sind einige Worte aus der Rede Martin Luther Kings vorangestellt. Der Gegensatz zwischen seinen Träumen und dem praktischen Leben zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.
    Eine Liste der historischen Personen, ein informativer Nachwort zu den geschichtlichen Ereignissen und ein kurzer Anhang ergänzen die Geschichte.
    Die Geschichte hat mir ausgezeichnet gefallen. Sie hat mich tief berührt. Parallelen zur Gegenwart werden unterschwellig geschickt spürbar. Die abschließenden Worte darf nochmals Birdie haben:
    „...Vertraue auf Gott, mein Mädchen. Er kann aus Schlechtem Gutes machen...“
  • 5/5 Sterne

    von
    Spannend bis zur letzten Seite
    „Mehr als nur ein Traum“ beginnt mit einem Prolog, der von einem einsamen Mord erzählt. Es ist das Jahr 1961, ein kleiner Ort im Bundesstaat Mississippi. 2 Jahre später setzt dann die eigentliche Handlung ein. Felicitas ist eine junge Frau, die schon einiges in ihrem Leben erdulden musste. Sie kommt in die USA mit dem Traum, ein neues Leben beginnen zu können. Die Erbschaft eines kleinen Hauses ermöglicht der Fotografin diesen Wunsch. Doch was sie nicht ahnt, ihre Vergangenheit holt sie schnell ein. Gerade hier könnte die Kluft zwischen Schwarz und Weiß nicht größer sein. Der Kampf um Gleichberichtigung ist im vollen Gange, Martin Luther King ruft zu Frieden und Vernunft auf, doch der Rassenhass steckt viel zu Tief in den Menschen fest. Felicitas gerät hinein in diesen Kampf um Gleichheit und Freiheit.
    Elisabeth Büchle erzählt eine berührende Geschichte von Menschen, die mitten in diese Unruhen geraten. Das Schicksal von Felicitas und ihren Freunden geht unter die Haut. Nicht nur, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, es hat mich tief berührt. Es gab so einige Stellen, wo mir das Lesen etwas schwer viel und ich Tränen in den Augen hatte. Dazu beigetragen hat sicherlich der schöne Erzählstil der Autorin. Geschickt hat sie es verstanden von dem Schicksal der Menschen zu erzählen, gleichzeitig aber auch die wunderbare Landschaft so detailreich geschildert, dass man direkt Bilder im Kopf hatte. Ich jedenfalls konnte Felicitas deutlich auf der Veranda ihres Hauses sitzen sehen.
    Die einzelnen Charaktere der Geschichte haben mich gar nicht mehr losgelassen. Nicht nur Felicitas ist mir mit ihrer Art ans Herz gewachsen, auch die vielen anderen Protagonisten, wie der Deputy Landon Brown, oder Lily, die so verzweifelt nach ihrem Bruder gesucht hat, dass es mich zu Tränen rührte. Ich konnte ihre Stimme deutlich hören, wie sie nicht mehr ruft, sonder aus lauter Verzweiflung zu singen beginnt. Einfach nur wunderbar erzählte Szenen, die das Buch zu etwas Besonderem machen. Natürlich ist die Handlung nicht so leicht zu verarbeiten, es geht hier um Rassenhass und einiges mehr, aber trotzdem ist es der Autorin gelungen, ihre Geschichte so zu verpacken, dass man sie gern liest und mit den Protagonisten mitfühlen und leben kann. Der Erzählstil zieht einen regelrecht in den Bann und die Spannung steigt von Seite zu Seite.
    Am Ende gibt es ein kleines Personenregister, der wichtigsten historischen Charaktere und in einem Anhang werden verschiedene unklare Begriffe erklärt.
    „Mehr als nur ein Traum“ ist eine wunderbare, tiefgründige Geschichte aus der Mitte der 60iger Jahre des letzten Jahrhunderts. Sie ist spannend, bis zur letzten Seite, erzählt glaubhaft von den Ereignissen dieser Zeit und lässt den Leser aber auch ein wenig nachdenklich zurück. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, vielleicht ist es sogar das bis jetzt beste Buch der Autorin. Ich mag ihren Erzählstil schon lange, aber hier hat sie unglaubliche Arbeit geleistet, und auch wenn die Geschichte von Felicitas fiktiv ist, genau so könnte sie sich trotzdem ereignet haben.
  • 5/5 Sterne

    von
    Spannend, berührend, nachdenklich machend
    Anfang der 1960er Jahre: Die Fotografin Felicitas Jecklin hat, wie viele Menschen mit jüdischen Wurzeln, Schlimmes während der Nazizeit erlebt. Aus heiterem Himmel erreicht sie die Nachricht, dass sie ein Haus am Mississippi geerbt hat. Impulsiv entscheidet sie sich, im Süden der USA ein neues Leben zu beginnen. Sie freundet sich gleich mit ihren schwarzen Nachbarn an – und macht sich dadurch bei den Weissen gleich Feinde. Die Weissen sind die Guten, die Schwarzen die Bösen? Felicitas will sich nicht verbieten lassen, mit wem sie Umgang pflegt. Die Stimmung heizt sich auf und bald kommt es zu ersten Eskalationen…
    Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover, ein hochwertiger fester Einband, ein dichtgedrängtes Layout.
    Für mich ist es das zweite Buch der Autorin, nach „Unter dem Mitternachtsmond“. Jenes Buch hat mich sehr begeistert und so habe ich mich sehr auf die neue Geschichte gefreut.
    Felicitas ist ein impulsiver Mensch, manchmal wirkt sie etwas naiv. Eigentlich erstaunlich, dass sie – bei allem, was sie erlebt hat – noch an das Gute im Menschen glaubt. Doch eigentlich brauchen wir viel mehr solche Menschen, die trotz aller Erlebnisse offenen Herzens auf andere zugehen, und sich nicht verbittert abwenden. Landon ist in der Stadt am Mississippi aufgewachsen, war zu Ausbildungszwecken weg und kam dann als Deputy wieder zurück in seine Heimat. Er weiss genau, wie „seine“ Leute in der Stadt über die Schwarzen im Dorf denken; daher versucht er – wie viele andere auch –, Felicitas den Kontakt mit den Schwarzen auszureden.
    In den grösseren Nebenrollen sind u.a. Kerstin Müller, Felicitas‘ Freundin, sowie Christopher Keating, Kerstins Freund.
    Zuweilen spielt die Geschichte an drei verschiedenen Orten gleichzeitig: in Deutschland, wo Kerstin einigen Unstimmigkeiten betr. Erbfall nachgeht; am Mississippi, wo Felicitas sich ihr neues Leben aufbaut; in Vietnam, wohin Christopher und Brian abkommandiert wurden.
    Es hat sehr viele Dinge, die mich nachdenklich gemacht haben, z.B.
    - Problematik Schwarz vs. Weiss, Rassentrennung: Unvorstellbar, dass es im Lebensmittelladen tatsächlich zwei verschiedene Preise gab: einmal den regulären Preis für die Weissen und einen deutlich höheren Preis für die Schwarzen! Oder, dass die Schwarzen sich nicht auf die gleiche Bank setzen dürfen, wie die Weissen.
    - Ku-Klux-Klan: Ich habe mich aufgrund dieser Lektüre noch ein bisschen zu dem Thema im Internet schlau gemacht. Es ist einfach erschreckend, was man da über diesen Klan erfährt!
    - Vergebung: Es ist sehr berührend, wie die Schwarzen trotz aller Tragödien und Ungerechtigkeiten an ihrem Glauben festhalten und immer wieder vergeben.
    Die Art, wie die Autorin Personen, Dinge und Situationen beschreibt, hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte war sehr lebendig, spannend, gut recherchiert, und so lief vor meinem inneren Auge ein wahrer Film ab. Immer wieder habe ich mich gefragt „was kommt denn jetzt noch?“ und „wem kann Felicitas eigentlich trauen?“. Ich habe mich jedoch auch gewundert, wieso ich mit dem Lesen nicht so schnell vorwärtskam, wie gewohnt. Die Lösung ist, dass ein eher dichtgedrängtes Layout gewählt wurde, das mehr Zeichen pro Zeile und auch mehr Zeilen pro Seite hat, als ein Vergleichsbuch. Dieses Buch hier hat rund ein Viertel mehr Zeichen, als das von mir gewählte Vergleichsbuch (gleiche Grösse, gleicher Umfang). Bei einem luftigeren Layout – was ich absolut bevorzugen würde – käme man daher locker auf 560 Seiten. Ich vergebe trotzdem sehr gerne 5 Sterne – mehr geht ja nicht – und bedanke mich für schöne, berührende, spannende und nachdenklich machende Lesestunden.
  • 5/5 Sterne

    Spannend, berührend, nachdenklich machend

    von
    Anfang der 1960er Jahre: Die Fotografin Felicitas Jecklin hat, wie viele Menschen mit jüdischen Wurzeln, Schlimmes während der Nazizeit erlebt. Aus heiterem Himmel erreicht sie die Nachricht, dass sie ein Haus am Mississippi geerbt hat. Impulsiv entscheidet sie sich, im Süden der USA ein neues Leben zu beginnen. Sie freundet sich gleich mit ihren schwarzen Nachbarn an – und macht sich dadurch bei den Weissen gleich Feinde. Die Weissen sind die Guten, die Schwarzen die Bösen? Felicitas will sich nicht verbieten lassen, mit wem sie Umgang pflegt. Die Stimmung heizt sich auf und bald kommt es zu ersten Eskalationen…

    Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover, ein hochwertiger fester Einband, ein dichtgedrängtes Layout.

    Für mich ist es das zweite Buch der Autorin, nach „Unter dem Mitternachtsmond“. Jenes Buch hat mich sehr begeistert und so habe ich mich sehr auf die neue Geschichte gefreut.

    Felicitas ist ein impulsiver Mensch, manchmal wirkt sie etwas naiv. Eigentlich erstaunlich, dass sie – bei allem, was sie erlebt hat – noch an das Gute im Menschen glaubt. Doch eigentlich brauchen wir viel mehr solche Menschen, die trotz aller Erlebnisse offenen Herzens auf andere zugehen, und sich nicht verbittert abwenden. Landon ist in der Stadt am Mississippi aufgewachsen, war zu Ausbildungszwecken weg und kam dann als Deputy wieder zurück in seine Heimat. Er weiss genau, wie „seine“ Leute in der Stadt über die Schwarzen im Dorf denken; daher versucht er – wie viele andere auch –, Felicitas den Kontakt mit den Schwarzen auszureden.
    In den grösseren Nebenrollen sind u.a. Kerstin Müller, Felicitas‘ Freundin, sowie Christopher Keating, Kerstins Freund.
    Zuweilen spielt die Geschichte an drei verschiedenen Orten gleichzeitig: in Deutschland, wo Kerstin einigen Unstimmigkeiten betr. Erbfall nachgeht; am Mississippi, wo Felicitas sich ihr neues Leben aufbaut; in Vietnam, wohin Christopher und Brian abkommandiert wurden.

    Es hat sehr viele Dinge, die mich nachdenklich gemacht haben, z.B.
    - Problematik Schwarz vs. Weiss, Rassentrennung: Unvorstellbar, dass es im Lebensmittelladen tatsächlich zwei verschiedene Preise gab: einmal den regulären Preis für die Weissen und einen deutlich höheren Preis für die Schwarzen! Oder, dass die Schwarzen sich nicht auf die gleiche Bank setzen dürfen, wie die Weissen.
    - Ku-Klux-Klan: Ich habe mich aufgrund dieser Lektüre noch ein bisschen zu dem Thema im Internet schlau gemacht. Es ist einfach erschreckend, was man da über diesen Klan erfährt!
    - Vergebung: Es ist sehr berührend, wie die Schwarzen trotz aller Tragödien und Ungerechtigkeiten an ihrem Glauben festhalten und immer wieder vergeben.

    Die Art, wie die Autorin Personen, Dinge und Situationen beschreibt, hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte war sehr lebendig, spannend, gut recherchiert, und so lief vor meinem inneren Auge ein wahrer Film ab. Immer wieder habe ich mich gefragt „was kommt denn jetzt noch?“ und „wem kann Felicitas eigentlich trauen?“. Ich habe mich jedoch auch gewundert, wieso ich mit dem Lesen nicht so schnell vorwärtskam, wie gewohnt. Die Lösung ist, dass ein eher dichtgedrängtes Layout gewählt wurde, das mehr Zeichen pro Zeile und auch mehr Zeilen pro Seite hat, als ein Vergleichsbuch. Dieses Buch hier hat rund ein Viertel mehr Zeichen, als das von mir gewählte Vergleichsbuch (gleiche Grösse, gleicher Umfang). Bei einem luftigeren Layout – was ich absolut bevorzugen würde – käme man daher locker auf 560 Seiten. Ich vergebe trotzdem sehr gerne 5 Sterne – mehr geht ja nicht – und bedanke mich für schöne, berührende, spannende und nachdenklich machende Lesestunden.
  • 5/5 Sterne

    von
    1963. Während in Deutschland sich das Land langsam von den Schrecken der Nazizeit erholt, gibt es im Süden der USA Proteste angeführt von Martin Luther King gegen die Diskriminierung schwarzer Bürger. Doch die jahrhundertealten Traditionen sitzen tief und hinter bürgerlicher Fassade verstecken sich oft Menschen, die dem Ku-Klux-Klan angehören. In Vietnam spitzt sich die Lage immer mehr zu und es läuft auf einen Krieg zwischen Nord- und Süd-Vietnamesen heraus, in den auch die USA hineingezogen werden. In dieser spannenden Zeit und an diesen drei Arten spielt der Roman "Mehr als nur ein Traum" von Elisabeth Bühler. Wie schon die anderen Romane dieser Autorin erwartet die Leserinnen und Leser auch hier wieder eine spannend zu lesende Geschichte mit Tiefgang. Die Hauptperson, die junge Fotografin Felicitas, zieht von Deutschland nach Amerika weil sie in einem kleinen Ort in Mississippi das Haus einer entfernten Verwandten geerbt hat. Sie möchte dort ihr neues Leben aufbauen und als Fotografin arbeiten. Doch nicht jeder kommt mit ihrer sympathisch schusseligen Art zurecht. Denn sie macht keine Unterschiede zwischen den Weißen in der Stadt und den Schwarzen die im Dorf leben und ausgegrenzt werden. Als bei einem Unfall ein schwarzer Junge ums Leben kommt und nicht klar ist, wer der Schuldige ist, kocht die Gewalt in dem kleinen Ort hoch und Felicitas ist mittendrin. "Mehr als nur ein Traum" ist eine Geschichte die durchweg fesselnd zu lesen ist, flüssig geschrieben, mit interessant und authentisch gezeichneten Charakteren und einer Handlung voller Überraschungen. Ganz nebenbei werden die damalige Zeit, die Kulturen und die unterschiedlichen Denkweisen lebendig dargestellt. Ich gebe dem Buch meine absolute Leseempfehlung.
  • 5/5 Sterne

    von
    Wieder einmal ein sehr gelungener Roman von Elisabeth Büchle, viel Spannung und tolle Charaktere.
    Sehr zu empfehlen!!
  • 5/5 Sterne

    von
    ICH HABE EINEN TRAUM…
    „Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht wegen der Farbe ihrer Haut, sondern nach dem Wesen ihres Charakters beurteilt werden.“ (Martin Luther King)

    „Gott hat uns alle in einer wunderbaren Vielfalt geschaffen. Nur nehmen wir Menschen diese Vielfalt nicht zum Anlass, uns daran zu erfreuen, voneinander zu lernen und die Welt abwechslungsreich, schön und bunt zu gestalten, sondern wir lassen zu, dass Fremdartigkeit uns Angst macht, sogar abstößt und Misstrauen hervorruft.“ (Felicitas Jecklin)
    Die talentierte Fotografin jüdischer Herkunft weiß, wovon sie spricht, denn ihre eigene Kindheit in Nazi-Deutschland war von Diskriminierung, Hass und Verfolgung geprägt. Die unvermutete Erbschaft eines Hauses in Wilkinson County, Mississippi, eröffnet Felicitas eine völlig neue Perspektive. Die chaotisch veranlagte und impulsive junge Frau kündigt ihren Job und verabschiedet sich von ihrer Freundin, um das Erbe in Übersee anzutreten. Aufgrund ihrer humorvollen und ehrlichen Art gewinnt Felicitas in ihrer neuen Heimat sehr rasch viele Sympathien, sie zeigt keinerlei Scheu, auf andere zuzugehen. Dass sie hierbei jedoch keinen Unterschied zwischen Menschen mit weißer und schwarzer Hautfarbe macht, ist in Zeiten der Rassentrennung in den Südstaaten vielen ein Dorn im Auge. Durch ihr Engagement nach dem Tod eines kleinen schwarzen Jungen zieht Felicitas die Aufmerksamkeit einer grausamen rassistischen Vereinigung auf sich, die eine Gleichberechtigung der Schwarzen mit aller Macht verhindern möchte. Die Gesetzeshüter vor Ort haben alle Hände voll zu tun, als die Ereignisse sich zuspitzen und die Übergriffe auf die schwarze Bevölkerung zunehmen. Und obgleich Sheriff John Johansen und Sheriff Landon Brown charmant und entgegenkommend scheinen, weiß Felicitas bald nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Bei einer genaueren Überprüfung treten Ungereimtheiten in den Nachlasspapieren dieser Erbschaft zu Tage und Felicitas mutiert zum Spielball gefährlicher unbekannter Akteure.
    Bereits im Prolog wird der Grundstein für einen gewissen Spannungsbogen gelegt. Eine Frau mittleren Alters wird im Spätsommer des Jahres 1961 unterwegs zu einem von Schwarzen bewohnten Dorf erschossen. Mit dem unerwarteten Erbe der Protagonistin Felicitas Jecklin steigt die Autorin in ihre Geschichte ein und begibt sich hierbei in das Jahr 1963. Sie zeichnet das Bild einer alleinstehenden und unabhängigen Fotografin, die äußerst vielschichtig und durch ihre traumatische Vergangenheit geprägt ist, aber dennoch vorurteilsfrei und offen auf andere zugeht. Ihre Hilfsbereitschaft und der mutige, selbstlose Einsatz für ihre Mitmenschen zeichnen sie als warmherzige und mitfühlende Frau aus. Mit der Person des Sheriffs Landon Brown präsentiert Elisabeth Büchle die männliche Hauptfigur ihres Buches. Der große, stattliche Mann ist schwer zu durchschauen und seine Motive und Handlungen gaben mir einige Male Rätsel auf. Die Charakterisierung der vielen Nebenfiguren ist der Autorin ebenso treffend gelungen wie jene ihrer Protagonisten. Meine besondere Zuneigung galt der lebenserfahrenen und zutiefst gläubigen Greisin namens Birdie sowie ihrer Enkeltochter Lily.
    Die Handlung findet im Zeitraum zwischen 1961 und 1964 statt und wird in fünf Kapitel erzählt, wobei Elisabeth Büchle geschichtliche Hintergründe und historische Persönlichkeiten gekonnt mit der Handlung verbindet. Die Rassentrennung im Süden der USA wird ebenso thematisiert wie die Problematik der eskalierenden Prostitution und des Drogenkonsums in Südvietnam vor Ausbruch des Vietnamkrieges. Wie auch in den anderen Romanen der christlichen Bestsellerautorin Elisabeth Büchle hat in diesem Buch der Glaube an Gott eine wichtige Position inne. Speziell Birdie findet durch ihre Gebete, ihren unerschütterlichen Glauben, ihre gelebte Nächstenliebe und ihre Bereitschaft zur Vergebung stets die richtigen Worte für ihre Mitmenschen.
    Fazit: Mit „Mehr als nur ein Traum“ ist der Autorin aus meiner Sicht ein faszinierender, sehr tiefgründiger Roman in wunderschönem Schreibstil und mit ungewöhnlich hohem Spannungsniveau gelungen. Die bildhafte Beschreibung der beeindruckenden Landschaft am Ufer des Mississippi und ausgezeichnet recherchierte historische Fakten, gepaart mit tiefen Emotionen und überzeugenden Figuren laden förmlich dazu ein, der Autorin in die Südstaaten zu folgen und ein mitreißendes Abenteuer an der Seite ihrer Protagonisten zu erleben.
    Ich bedanke mich für ein grandioses Leseerlebnis und hervorragende Unterhaltung auf sehr hohem Niveau.
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